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Unglaubliche Bilder: Erdogan-Bodyguards traten auch auf wehrlose Frauen ein



Vor der türkischen Botschaft in Washington ereigneten sich am Dienstag wüste Szenen. Männer in Anzügen verprügelten Demonstranten und hielten auch dann nicht zurück, als diese wehrlos am Boden lagen. 

Nun bestätigt das US-Aussenministerium, dass türkisches Sicherheitspersonal in die Auseinandersetzung verwickelt war. Dabei habe es sich um einen Mix aus Erdogan-Bodyguards und Sicherheitspersonal der türkischen Botschaft gehandelt. Einige von ihnen trugen Waffen.

«Gewalt ist nie eine angemessene Antwort auf freie Meinungsäusserung», lässt das US-Aussenministerium verlauten. «Wir äussern unsere tiefsten Bedenken.» 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gastierte zu diesem Zeitpunkt bei US-Präsident Donald Trump und wurde warm empfangen. «Wir hatten eine grossartige Beziehung und werden diese nur noch besser machen», so Trump über das Treffen.

Auch vor Frauen wurde nicht Halt gemacht

Gemäss Augenzeugen protestierten rund 25 Personen vor der türkischen Botschaft. Dabei sollen sie sich unter anderem für die Rechte der Kurden eingesetzt und «Erdogan Terrorist» skandiert haben.

Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie türkisches Sicherheitspersonal auf eine Frau eintritt, die bereits am Boden liegt. «CNN» konnte nach der Auseinandersetzung mit ihr sprechen.

Sie sei zu Boden gesackt, nachdem sie von einer Wasserflasche getroffen wurde, meint die Frau. «Ich spürte, wie jemand kräftig auf meinen Rücken und auf meinen Kopf eintrat.» Sie habe nicht gedacht, dass es so gewalttätig werde. «Aber so ist halt die Türkei

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Eine Frau liegt am Boden, skrupellos wird nachgetreten.  Video: streamable

Neun Personen mussten nach der blutigen Auseinandersetzung ins Spital gebracht werden. «Wir haben vor, alle Involvierten zur Rechenschaft zu ziehen», sagte der Chef der Washingtoner Polizei gestern Mittwoch an einer Pressekonferenz. Die Polizei werde die Videos analysieren, es sei jedoch noch unklar, ob einige der Angreifer diplomatische Immunität geniessen würden. Bis jetzt ist es zu zwei Festnahmen gekommen.

Die Reaktionen

Das aggressive Auftreten des türkischen Sicherheitspersonals wurde auch in den sozialen Netzwerken stark kritisiert. 

Deutlich anders wurde der Vorfall von einer staatlichen türkischen Nachrichtenagentur aufgenommen. Das Team des Präsidenten sei gezwungen gewesen, einen «unerlaubten Protest» von Unterstützern einer kurdischen Terrorgruppe zu unterbrechen. Die US-Polizei habe versagt, heisst es in einer Meldung von Mittwoch. (cma)

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