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Russian S-400 anti-aircraft missile systems roll down Red Square during a rehearsal for the Victory Day military parade in Moscow, Russia, Tuesday, May 7, 2019 . The parade will take place at Moscow's Red Square on May 9 to celebrate 74 years of the victory in WWII. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko, Pool)

Russische S-400-Flugabwehrraketen in Moskau. Bild: AP/AP POOL

USA fordert: Türkei soll auf russische Raketen verzichten



Wegen des geplanten Kaufs eines russischen Raketenabwehrsystems durch die Türkei leiten die USA Schritte zum Ausschluss des Nato-Partners aus dem F-35-Kampfjetprogramm ein.

In einem am Freitag veröffentlichten Schreiben informierte der geschäftsführende US-Verteidigungsministers Patrick Shanahan seinen türkischen Kollegen Hulusi Akar über die geplanten Massnahmen, um die türkische Teilnahme an dem Programm ab Ende Juli auszusetzen.

Shanahan warnte Akar, die Türkei werde keine F-35-Kampfjets bekommen, wenn die Regierung das russische S-400-System entgegennehme. Noch könne die Regierung in Ankara ihren Kurs ändern.

In einem Anhang des auf Donnerstag datierten Schreiben heisst es, das türkische Personal, das an dem neuen F-35-Jet ausgebildet werde, müsse die USA bis zum 31. Juli verlassen. Das Ausbildungsprogramm werde danach ausgesetzt. Das Personal im gemeinsamen F-35-Projektbüro müsse ebenfalls bis Ende Juli ausreisen.

Von der Teilnahme am jährlichen Runden Tisch der F-35-Programmpartner, dessen nächste Sitzung am 12. Juni geplant sei, werde die Türkei ausgeschlossen. Die Türkei werde keine neuen Arbeitsaufträge im F-35-Programm erhalten. Die Materiallieferungen blieben auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Erdogan hält an Kauf fest

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hält bislang an dem mit Russland vereinbarten Kauf des S-400-Raketenabwehrsystems fest. Erste S-400-Lieferungen an die Türkei soll es schon im Juli geben.

Nach US-Angaben hat die Türkei den Kauf von mehr als 100 F-35-Kampfjets geplant und bereits mehr als 1.25 Milliarden Dollar in das Programm investiert. Am F-35-Programm beteiligen sich neben den USA und der Türkei zwölf weitere Nationen. Das Flugzeug wird vom US-Rüstungskonzern Lockheed Martin produziert.

Shanahan verwies in seinem Schreiben an Akar darauf, dass es im US-Kongress parteiübergreifende Unterstützung für Sanktionen gegen die Türkei gebe, sollte Ankara mit dem Kauf des S-400-Systems fortfahren. Auch die Zusammenarbeit mit den USA und innerhalb der Nato werde dadurch beeinträchtigt. Der Kauf des S-400-Systems könne zum Verlust von Arbeitsplätzen und zu Handelseinbussen führen.

Russland hatte erklärt, von Seiten der Türkei habe es keine Anfrage gegeben, die unterzeichneten Verträge zu überarbeiten. «Alles - Lieferung und Montage - wird in diesem Sommer ausgeführt», sagte Vizeregierungschef Juri Borissow der Agentur Interfax zufolge.

Nach Angaben des russischen Staatskonzerns Rostec wurde die Ausbildung türkischer Spezialisten an der Waffe abgeschlossen. «Ich hoffe, dass wir in zwei Monaten mit den Lieferungen beginnen», sagte Rostec-Leiter Sergej Tschemesow im russischen Fernsehen. (kün/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • GurMadh 08.06.2019 11:23
    Highlight Highlight Die Türkei sollte man endlich aus der Nato schmeissen, dieses Land hat aber absolut nichts in der Nato zu suchen, Türkei sollte seinen Platz einnehmen wo es hingehört, in Asien.
    • Clife 08.06.2019 15:12
      Highlight Highlight Wir reden hier von einem Land, das gerne Saudi Arabien und Israel in die Nato einbringen möchte. Wer von beiden innerlich korrupt ist (Türkei vs. USA) dürfte wohl unbestritten sein. Falls der Groschen noch nicht gefallen ist, hier ein Tipp: Das Land fängt mit U an und hört mit SA auf.
  • Amenokal 08.06.2019 06:18
    Highlight Highlight Kauf nicht beim... Russen?
  • Militia 08.06.2019 05:26
    Highlight Highlight Dann wird sich die Türkei bei den Russen auch noch den neuen Kampfjet besorgen.
    Das Vorgehen der USA mag vor 10 Jahren noch gepasst haben. Die grosspolitische und wirtschaftliche Wetterlage hat sich seit den 50er Jahren kontinuierlich verändert - wenn die USA sich nicht anpasst oder der Bluff dann mal in die Hose geht words dann ungemütlich. Nicht heute und morgen aber in 20 Jahren.
  • FrankWhite 08.06.2019 02:14
    Highlight Highlight Die USA erlauben sich erstaunlich viel in letzter Zeit. China, Türkei und Iran. Wieso denken die Amis eigentlich sie könnten allen vorschreiben was diese zu tun und lassen haben?
    • Avenarius 09.06.2019 09:56
      Highlight Highlight Weil die Amis seit 60 Jahren mehr Money als alle anderen ins Militär investiert - anstatt Bildung :-)
      Darum regiert ein weisser Affe mit überdimensioniertem Ego und wenig Ahnung von so ziemlich allem. Die Schulden der USA unter Trump steigen immens. Zeit für den nächsten Crash???
  • 45rpm 08.06.2019 01:52
    Highlight Highlight Nennt man das nicht Erpressung? Wenn Du das Russenzeug kaufst, dann kannste was erleben...

    Ausserdem, gibts in den NATO Statuten eine Klausel, die den Kauf von russischen Waffen verbietet?
  • Clife 08.06.2019 01:23
    Highlight Highlight Wir sprechen hier vom selben Rüstungskonzern (Lockheed Martin) das auf Social Media sämtliche Schweizer mit personalisierter Werbung für ihre F-35 Flugzeuge umwirbt...dazu gehört ebenfalls die GsoA, Grüne und SP. Dieselben Flugzeuge sollen auch an die Schweiz verkauft werden. Der Konzern spricht von modernen Flugzeugen (was auch stimmt) aber der Preis ist nie wirklich bestimmt und wird auch nicht kommuniziert gemäss Aviatik Experten Max Ungricht. Wollte ich einfach mal so in den Raum geworfen haben.
  • AdvocatusDiaboli 08.06.2019 01:03
    Highlight Highlight Da wird eine grosse Show gemacht, aber unter dem Tisch wird bereits verhandelt wie das Reverse Engineering der S-400 ablaufen wird.
  • N. Y. P. 07.06.2019 23:48
    Highlight Highlight Ein NATO - Land kauft ein russisches Raketenabwehrsystem.

    Bekloppter geht nicht. Werft die Türkei aus der Nato !
    • sägsali 08.06.2019 00:51
      Highlight Highlight Ich glaube die Türken wären sehr traurig wenn sie rausgeschmissen werden hehe. NICHT!
    • bikobeko 08.06.2019 01:00
      Highlight Highlight Sie wollten ja zuerst das Patriot System kaufen, bekamen es aber nicht. Dieser Schritt ist daher irgendwie nachvollziehbar.
    • walsi 08.06.2019 02:51
      Highlight Highlight Anscheinend taugen die Racketen der NATO (USA) nichts sonst würden die Türken nicht bei den Russen kaufen.
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