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Türkei kündigt im Fall Khashoggi Durchsuchung von Konsulat an



In den Ermittlungen zum Verschwinden des prominenten saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi will die Türkei das Konsulat des sunnitischen Königreichs in Istanbul durchsuchen.

Das Konsulatsgebäude werde im Rahmen der Untersuchungen unter die Lupe genommen, kündigte das türkische Aussenministerium am Dienstag an. Khashoggi wird vermisst, seit er das Konsulat vor einer Woche betreten hatte. Das Uno-Menschenrechtsbüro äusserte sich tief besorgt über das offenbar erzwungene Verschwinden des Journalisten. Seine Verlobte wartete nach eigenen Angaben stundenlang vor dem Eingang auf ihn. Medien und Freunde berichteten dann unter Berufung auf türkische Ermittler und Regierungskreise, Khashoggi sei ermordet worden.

Beweise gefordert

Saudi-Arabien wies die Vorwürfe zurück und teilte mit, Khashoggi sei erst nach dem Verlassen des Konsulats verschwunden. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan forderte am Montag bei einem Besuch in Ungarn, Saudi-Arabien müsse Beweise vorlegen, sollte der Journalist das Gebäude wirklich verlassen haben.

Dem Botschafter Saudi-Arabiens sei bei seiner Einbestellung mitgeteilt worden, dass die Türkei eine «vollständige Zusammenarbeit bei den Ermittlungen» erwarte, um das Verschwinden Khashoggis aufzuklären, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu. Demnach wurde der Botschafter schon am Sonntag ins Aussenministerium gerufen.

This image taken from CCTV video obtained by the Turkish newspaper Hurriyet and made available on Tuesday, Oct. 9, 2018 claims to show Saudi journalist Jamal Khashoggi entering the Saudi consulate in Istanbul, Tuesday, Oct. 2, 2018. Turkey said Tuesday it will search the Saudi Consulate in Istanbul as part of an investigation into the disappearance of a missing Saudi contributor to The Washington Post, a week after he vanished during a visit there. (CCTV/Hurriyet via AP)

Laut «Hurriyet» soll dieses Bild Khashoggi beim Betreten des Konsulats zeigen. Bild: AP/CCTV via Hurriyet

Schwarzer Kleinbus

Die der türkischen Regierung nahe stehende Zeitung «Sabah» berichtete, Spezialisten der Istanbuler Polizei und des Geheimdienstes MIT gingen davon aus, dass Khashoggi ermordet und zwei Stunden nach Betreten des Konsulats in einem schwarzen Kleinbus mit verdunkelten Fensterscheiben herausgebracht worden sei.

Jamal Khashoggi war im Vorjahr wegen seiner kritischen Berichterstattung ins Visier der saudi-arabischen Staatsmacht geraten und nach Washington geflüchtet. Der Journalist war zwischenzeitlich auch Medienberater für einige Mitglieder der Königsfamilie in Saudi-Arabien. Er schrieb auch für die «Washington Post».

Nach Ansicht von Beobachtern ist das Verschwinden Khashoggis kein Einzelfall, sondern Muster einer immer aggressiveren Aussenpolitik des 33 Jahre alten saudi-arabischen Thronfolgers, Kronprinz Mohammed bin Salman. (sda/dpa)

Unsicherheit und Unmut in der Türkei

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • ghawdex 09.10.2018 21:05
    Highlight Highlight Die Türkei untersucht das verschwinden eines Journalisten. Also Erfahrung müssten sie ja haben, sowas zu untersuchen. Den wie das mit dem verschwinden lassen so geht, da dürften sie ja ihre Erfahrungen haben...
    • tnr 10.10.2018 09:00
      Highlight Highlight Hören Sie bitte auf zu lügen. In der Türkei ist davor noch kein einziger Journalist einfach so verschwunden oder gar getötet worden. Erstens ist dass hier das nicht das Thema und zweitens Sie verbreiten unwahrheiten !
    • Sebastian Wendelspiess 10.10.2018 14:01
      Highlight Highlight Sollen sie es lieber nicht untersuchen?

Überwachungsvideo zeigt: So haben die Saudis Khashoggis Kleider verschwinden lassen

Im Fall Kashoggi vergeht zurzeit kein Tag ohne neue Entwicklungen. Heute haben die türkischen Behörden ein Video veröffentlicht, welches darauf schliessen lässt, wie die Kleidung des getöteten Journalisten entsorgt wurde. Im Zentrum der Aufnahmen steht ein gewisser Mustafa al-Madani.

Und das ist auf dem Video zu sehen:

Um etwa 11 Uhr betritt ein Mann das saudische Konsulat in Istanbul. Laut türkischen Sicherheitskreisen heisst er Mustafa al-Madani und ist Teil eines 15-köpfigen Teams, …

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