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Lebenslange Haft für Terror-Anschlag in Stockholmer Innenstadt



epa05896916 Swedish forensic police investigators work at the crime scene in central Stockholm, Sweden, 08 April 2017. A truck was driven into a department store on Drottninggatan street (Queen Street) in central Stockholm, on 07 April 2017,  media reported quoting local police killing four people, injuring 15 others.  EPA/NOELLA JOHANSSON SWEDEN OUT

Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Für einen Terroranschlag in Stockholms Innenstadt mit fünf Toten muss ein IS-Anhänger lebenslang ins Gefängnis. Das Gericht in der schwedischen Hauptstadt verurteilte den Usbeken am Donnerstag zur Höchststrafe.

Sein Terroranschlag habe Schweden vor allem «psychologischen Schaden» zugefügt, sagten die Richter. Zuvor hatte der 40-Jährige gestanden, einen gestohlenen Lastwagen vorsätzlich in die Menschenmenge auf der Stockholmer Haupteinkaufsstrasse gelenkt zu haben.

Das Attentat im April 2017, bei dem der Usbeke fünf Menschen tötete und laut Urteil den Tod von mehr als 100 weiteren riskierte, dauerte nur 40 Sekunden. Der Lastwagen wurde gestoppt, weil er vom Weg abkam und in ein Kaufhaus raste.

epa06546303 An artists' impression of suspect Rakhmat Akilov being questioned about the terror attack in Stockholm in April 2017, during the trial in district court in Stockholm, 20 February 2018. Suspect Rakhmat Akilov, an Uzbek asylum seeker, earlier pleaded guilty to stealing a truck and crashing it into pedestrians 07 April 2017 at a shopping street in downtown Stockholm. Akilov said he wanted to put pressure on Sweden's government in hope this would stop supporting the coalition that fought the terror group Islamic State, IS.  EPA/JOHAN HALLNAES SWEDEN OUT

Der Verurteilte vor Gericht Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Nach eigener Aussage wollte er erreichen, dass Schweden den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufgibt. Er habe Angst in der Bevölkerung erzeugen wollen, sagte sein Anwalt vor Gericht. Vor dem Attentat schaute der Mann laut Urteil IS-Propaganda im Internet an und chattete mit anderen IS-Sympathisanten.

IS reklamiert Anschlag nicht für sich

Unter anderem habe er um Erlaubnis und Unterstützung für sein Attentat in Stockholm gebeten. Getroffen habe er sich jedoch mit keinem seiner Gesprächspartner. Der IS reklamierte den Anschlag später auch nicht für sich.

Der 40-Jährige lebt seit 2014 in Schweden. Zwei Jahre später lehnten die Behörden seinen Asylantrag ab, vor einer drohenden Abschiebung tauchte er jedoch unter. Zum Zeitpunkt des Attentats war er illegal im Land.

Das Gericht entschied daher, dass der Terrorist nach seiner Gefängnisstrafe ausgewiesen wird und auch später nicht wieder zurückkehren darf. In Schweden bleiben zu lebenslanger Haft verurteilte Gefangene, ähnlich wie in Deutschland, in der Regel nicht bis zu ihrem Tod im Gefängnis. Im Schnitt sitzen sie 16 Jahre ein. (sda/dpa)

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