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#headscarfforharmony: So gedenkt Neuseeland der Opfer des Anschlags von Christchurch



Neuseeland hat am Freitag mit zwei Schweigeminuten der 50 Todesopfer des rassistisch motivierten Anschlags auf zwei Moscheen in der Stadt Christchurch gedacht. In weiten Teilen des Landes stand von 13.32 Uhr bis 13.34 Uhr (Ortszeit) das Leben still.

Die Trauerzeremonie vor der Al-Nur-Moschee, die mit dem Ruf eines muslimischen Geistlichen zum Gebet begonnen hatte, wurde live im Radio und im neuseeländischen Fernsehen übertragen.

epa07454802 People attend a prayer at Hagley Park, opposite the Al Noor Mosque in Christchurch, New Zealand, 22 March 2019. New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern announced on 21 March, that New Zealand will ban all types of military style semi-automatic weapons used in Christchurch attacks after a gunman killed 50 worshippers at the Al Noor Masjid and Linwood Masjid on 15 March.  EPA/MARTIN HUNTER AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA/AAP/SNPA

Zaid Mustafa (l.) verlor bei dem Anschlag seinen Vater und seinen Bruder.

epa07454748 Zaid Mustafa (C-L), whose father and brother lost their lives, joins Muslims during a prayer at Hagley Park, opposite the Al Noor Mosque in Christchurch, New Zealand, 22 March 2019. New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern announced on 21 March, that New Zealand will ban all types of military style semi-automatic weapons used in Christchurch attacks after a gunman killed 50 worshippers at the Al Noor Masjid and Linwood Masjid on 15 March.  EPA/MARTIN HUNTER AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA/AAP/SNPA

Zum Schutz der Trauernden war die Polizei in Christchurch mit Hunderten von teils schwer bewaffneten Beamten im Einsatz.

Police officials stand guard as mourners carry the body of a victim of the Friday, March 15 mosque shootings for a burial at the Memorial Park Cemetery in Christchurch, New Zealand, Friday, March 22, 2019. (AP Photo/Vincent Thian)

Bild: AP/AP

Zu den Trauergästen in Christchurch gehörte Premierministerin Jacinda Ardern, die sich ebenfalls wieder ein schwarzes Tuch um den Kopf geschlungen hatte.

New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern, center, waves as she leaves Friday prayers at Hagley Park in Christchurch, New Zealand, Friday, March 22, 2019. People across New Zealand are observing the Muslim call to prayer as the nation reflects on the moment one week ago when 50 people were slaughtered at two mosques. (AP Photo/Vincent Thian)

Bild: AP/AP

Sie sagte an die Adresse der Muslime: «Neuseeland trauert mit Euch. Wir sind eins.»

New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern, right, meets muslim men following Friday prayers at Hagley Park in Christchurch, New Zealand, Friday, March 22, 2019. People across New Zealand are observing the Muslim call to prayer as the nation reflects on the moment one week ago when 50 people were slaughtered at two mosques. (AP Photo/Vincent Thian)

Bild: AP/AP

Der islamische Geistliche Gamal Fouda bedankte sich bei der Regierungschefin: «Danke für Ihre Worte und für Ihre Tränen. Danke dafür, wie sie uns mit einem einfachen Tuch die Ehre erweisen.»

epa07454754 Imam Gamal Fouda leads a prayer at Hagley Park, opposite the Al Noor Mosque, in Christchurch, New Zealand, 22 March 2019. New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern announced on 21 March, that New Zealand will ban all types of military style semi-automatic weapons used in Christchurch attacks after a gunman killed 50 worshippers at the Al Noor Masjid and Linwood Masjid on 15 March.  EPA/MARTIN HUNTER AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA/AAP/SNPA

Im Memorial-Park-Friedhof wurden Opfer des Anschlags beigesetzt.

epa07454765 Bodies of those killed in the double mosque shooting at Al Noor and the Linwood Islamic Centre continue to be buried at the Memorial Park Cemetery in Christchurch, New Zealand, 22 March 2019. New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern announced on 21 March, that New Zealand will ban all types of military style semi-automatic weapons used in Christchurch attacks after a gunman killed 50 worshippers at the Al Noor Masjid and Linwood Masjid on 15 March.  EPA/MARTIN HUNTER AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA/AAP/SNPA

Viele Neuseeländerinnen trugen am Freitag zudem als Zeichen der Solidarität mit den muslimischen Gemeinden ein Kopftuch.

Eine grosse Gefahr

Die Trauerzeremonie in Christchurch hatte mit dem traditionellen Ruf zum Gebet begonnen. Der Imam der Al-Nur-Moschee, Gamal Fouda, mahnte, das Massaker sei «nicht über Nacht gekommen». «Das war das Ergebnis von antimuslimischer Rhetorik von einigen politischen Führern, von Medienagenturen und von anderen», sagte der Geistliche weiter. Die rassistische Theorie einer «weissen Überlegenheit» sei eine grosse Gefahr für die gesamte Menschheit. «Das muss beendet werden.» (sdsa)

(mlu/sda/dpa)

Erste Opfer der Terror-Attacke von Christchurch beigesetzt

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    Alle Leser-Kommentare
  • DemonCore 22.03.2019 09:12
    Highlight Highlight Wie leicht es ist, Frauen dazu zu bringen das Symbol ihrer eigenen Unterdrückung zu tragen. Erstaunlich. Mindestens eine hat noch nicht einmal Hemmungen ihr kleines Mädchen zu instrumentalisieren. Mehr Religion ist das Problem, nicht die Lösung.
    • nimmersatt 22.03.2019 10:50
      Highlight Highlight Anfällig unreflektiert zu unterdrücken sind jene, die unhaltbare Symboldeutungen reproduzieren. Symboldeutungen die seit 9/11 politisch instrumentalisiert werden.

      Dass das Kopftuch ein religiöses Symbol ist, ist unbestritten. Dass religiöse Symbole zur Strukturierung der Welt und damit Hierarchien eingesetzt werden ebenso.

      Jedoch ein derart pauschales und höchst unvollständiges Urteil zu bilden, steht den religiösen Eiferern in nichts nach.
    • Ylene 22.03.2019 11:49
      Highlight Highlight Finde ich auch extrem fragwürdig, diese Aktion. Im Westen sollten wir moderate, gemässigte Religionsausprägungen unterstützen und nicht sowas. Meine türkische Arbeitskollegin nervt sich jeweils total, dass im Westen Musliminnen immer mit Kopftuch dargestellt werden. Ihre gesamte Familie läuft nicht so rum inkl. Grosi. Als könnte eine Frau nicht Muslima sein ohne Kopftuch - oder Jüdin ohne Perrücke oder eine Katholikin ohne Kreuz um den Hals. Es ist wirklich absurd. Zwar gut gemeint, die Aktion - aber m. E. das Gegenteil von gut.
  • malina2 22.03.2019 08:13
    Highlight Highlight Nicht nur Leute die dem Islam skeptisch gegenüber stehen, auch liberale Muslime sehen das Kopftuch als Unterdrückung der Frau. Jetzt biedern sich westliche Frauen dieser Religion an, indem man genau dieses Symbol der Unterdrückung freiwillig anzieht. Viele davon wissen doch schlicht nicht was sie machen, Hauptsache wieder einem dummen Internettrend gefolgt, Likes über alles. 🤮
    • nimmersatt 22.03.2019 10:51
      Highlight Highlight Anfällig unreflektiert zu unterdrücken sind jene, die unhaltbare Symboldeutungen reproduzieren. Symboldeutungen die seit 9/11 politisch instrumentalisiert werden.

      Dass das Kopftuch ein religiöses Symbol ist, ist unbestritten. Dass religiöse Symbole zur Strukturierung der Welt und damit Hierarchien eingesetzt werden ebenso.

      Jedoch ein derart pauschales und höchst unvollständiges Urteil zu bilden, steht den religiösen Eiferern in nichts nach.
    • karl_e 22.03.2019 12:34
      Highlight Highlight naja, das Kopftuch war auch bei uns vor nicht langer Zeit obligatorischer Teil der Kleidung der Damen, insbesondere beim Kirchgang. Und mich deucht, bei einer Papstaudienz bedecken die Frauen ihr Haupt.
      Aber im Prinzig hast du dennoch recht. Religiöse Kleidung geht gar nicht, ob nun Kippa oder Kopftuch.
    • Mk07 22.03.2019 16:57
      Highlight Highlight Ojemine Sie haben wirklich keine Ahnung. Ich bin Moslem aber nicht religiös und ich kann aus erfahrung sagen , was Sie da von sich geben totaler schwachsinn ist! Ich kann Ihnen in meinem Umfeld viele Frauen vorstellen die das aus Freien stücken den Kopftuch tragen! Auch das, die selbstbestimmung ist ein hohes gut und darf nicht so angefeindet werden wie Sie es gerade tun.

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