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Schüsse auf Strassburger Weihnachtsmarkt:

Terroralarm in Strassburg – das musst du zum Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt wissen

Strassburg im Schockzustand: Ein Angreifer hat mindestens drei Menschen getötet. Die Polizei sucht mit Helikoptern nach dem flüchtigen Mann. Der Weihnachtsmarkt ist hermetisch abgeriegelt.



Was ist passiert?

Ein Mann hatte gegen 20 Uhr nahe dem Weihnachtsmarkt der Elsass-Metropole das Feuer eröffnet. Zwischen 20 und 21 Uhr habe er sich zweimal einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften im Patrouilleneinsatz geliefert. Die Nachrichtenagentur AFP meldete unter Berufung auf die Polizei, der vermutlich radikalisierte Mann sei vor seiner Flucht von Soldaten verletzt worden.

Eine Anwohnerin beginnt zu filmen, als sie Schreie und Schüsse hört. 

Weite Teile der Strassburger Innenstadt wurden über Stunden abgeriegelt. Menschen wurden dazu aufgerufen, die Innenstadt in Richtung Norden zu verlassen und nicht in Richtung des südöstlich gelegenen Stadtteils Neudorf zu gehen. Dort war nach dem flüchtigen Tatverdächtigen gefahndet worden. Die Polizei rief die Bürger dazu auf, Ruhe zu bewahren und den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen.

Wo hat sich das Attentat ereignet?

Innenminister Christophe Castaner beschrieb den genauen Tatort nicht näher und sagte lediglich, der Täter habe an drei verschiedenen Orten in der Nähe des Weihnachtsmarktes «Terror» verbreitet. 

epa07224926 French Interior Minister Christophe Castaner delivers a speech after a deadly shooting in Strasbourg, France, 11 December 2018. According to the latest reports, four people have been killed and the gunman is reported to be at large. The motive for the attack is still unclear.  EPA/PATRICK SEEGER

Christophe Castaner. Bild: EPA/EPA

Der berühmte Strassburger Weihnachtsmarkt in der Innenstadt – jedes Jahr Anziehungspunkt für hunderttausende Touristen – wurde am späten Abend abgeriegelt. Schwer bewaffnete Polizisten bewachen die verbarrikadierten Zugänge und lassen nur die ständig heranrasenden Polizeiautos durch.

Opfer und Verletzte

Bislang ist Folgendes bekannt: Drei Menschen starben, zwölf Menschen wurden verletzt – sechs von ihnen sehr schwer.

Was ist zum Täter bekannt?

Der mutmassliche Täter soll nach Medienberichten ein knapp 30-jähriger Strassburger sein. Er hätte am Dienstagmorgen verhaftet werden sollen.

Wie der Sender France Info unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete, war er jedoch nicht zu Hause gewesen. Demnach wird dem 29-Jährigen versuchter Mord vorgeworfen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung Stunden vor den Schüssen sollen Granaten gefunden worden sein, wie France Info und die Zeitung «Le Parisien» berichteten.

Fahndung läuft

Weil der Mann nach wie vor auf der Flucht ist, herrscht immer noch Grossalarm in der elsässischen Metropole. Menschen, die in der Nähe des Tatorts wohnen, können nicht nach Hause und stehen ratlos vor den Absperrgittern.

Die Regierung habe zusätzliche Kräfte mobilisiert, die auf dem Weg nach Strassburg seien, sagte Castaner. 350 Einsatzkräfte und mehrere Helikopter seien an der Fahndung beteiligt. Castaner selbst traf in der Nacht in Strassburg ein.

Welche Folgen hat das Attentat?

Der Weihnachtsmarkt in Strassburg bleibt am Mittwoch geschlossen. Auch die kulturellen Einrichtungen der Stadt öffnen nicht, wie es in einer Mitteilung der Stadt hiess. Der Unterricht sollte am Mittwoch an Grundschulen und Vorschulen ausgesetzt werden. Eltern wurde geraten, ihre Kinder zu Hause zu lassen, wie die Präfektur mitteilte. An weiterführenden Schulen und Hochschulen sollte der Unterricht stattfinden.

Auch das Europaparlament in Strassburg wurde zwischenzeitlich abgeriegelt. Über Stunden hinweg durfte niemand das Gebäude verlassen, Mitarbeiter wurden per Handy-Kurznachricht und Mail gewarnt. Erst am frühen Mittwochmorgen durften Abgeordnete und Mitarbeiter sich auf den Heimweg machen.

Basket ball supporters wait to leave after a match at the Rhenus Sport stadium in Strasbourg, eastern France, Tuesday Dec.11, 2018. A shooting in the French city of Strasbourg killed at least two people and wounded more than others, officials said, sparking a broad lockdown and major security operation around a world-famous Christmas market. Authorities said the shooter remains at large. (AP Photo/Jean-Francois Badias)

Nach einem Basketballspiel mussten die Zuschauer in der Sporthalle ausharren. Bild: AP/AP

Am Grenzübergang zu Deutschland in Kehl kontrolliert die Polizei am Abend die Autos, die von Strassburg aus kommen. Auf der Brücke über den Rhein staut sich der Verkehr. Eine Strassenbahn-Verbindung über die Grenze wird eingestellt. In ganz Strassburg sind unzählige Polizeiautos unterwegs. (sda/dpa/afp/reu/vom)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Halli56 12.12.2018 12:47
    Highlight Highlight Und wieder war er bekannt.......Ihr Linken, wann seid ihr endlich zufrieden und behandelt diese Leute so, wie sie es verdienen.
  • Hierundjetzt 12.12.2018 08:13
    Highlight Highlight Eines muss man unseren Nachbarn zugute halten, obwohl es bereits x Anschläge (Paris, Nizza etc) mit insegsamt 100eten von Toten gegeben hat, zeigt sich die Gesellschaft insgesamt als sehr resilient gegenüber islamischem Terror. Chapeau🧐
    • Bivio 12.12.2018 08:56
      Highlight Highlight Ich finde das nur bedingt lobenswert. D.h., dass die Franzosen den Terror als Teil ihres Lebens akzeptiert haben – was einem Versagen/Kapitulation des Staates bzw. der Gesellschaft gleichkommt.
      Ich will auch nicht, dass wir hysterisch werden. Jedoch verlange ich, dass der Staat alles unternimmt um die Gefahr klein zu halten. Dazu zählen eine konsequente Überwachung und Ausweisung von Gefährdern und eine straffe Strafjustiz. Man kann nicht alles verhindern. Jedoch sollte man alles Mögliche tun, um möglichst viel zu verhindern.
      Ich will nicht, dass der Terror ein Teil meines Lebens wird.
    • Knäckebrot 12.12.2018 11:50
      Highlight Highlight Wenn man vergleicht, bei was die Gesellschaft dafür nicht resilient ist, ist es für mich wiederum schwer nachvollziehbar.

      Wie diese Resilienz zu werten ist, hängt natürlich auch vom Grund dieser Resilienz ab...
  • Unkel Wullewu 12.12.2018 07:57
    Highlight Highlight Seit dem Anschlag vor zwölf Stunden sind in Frankreich alleine im Strassenverkehr statistisch mehr als vier Menschen ums Leben gekommen. Das macht 9.44 pro Tag und 3448 Verkehrstote im Jahr.
    Aber keine Zeitungsartikel und Empörung darüber. Absurd eigentlich, oder nicht?
    • Knäckebrot 12.12.2018 12:01
      Highlight Highlight Wenn 9.44 pro Tag durch gewollte systematische Tötungen umkommen würden, wäre die Empörung zu über diese 3 Absurd.

      Findest du es nicht dramatischer, wenn so was willentlich geschieht, als wenn es unwillentlich (bis höchstens fahrlässig) geschieht?
  • Röschtigraben1 12.12.2018 07:22
    Highlight Highlight Er sollte Dienstag vethaftet werden... Schon wieder. Entweder standen sie unter Beobachtung und oder sie sollten verhaftet werden.
    Naja, wie dieser Anschlag motiviert ist, eird sich hoffentlich noch herausstellen.
    • chandler 12.12.2018 08:05
      Highlight Highlight Es ist relativ einfach anhand eines Medienberichtes ein Urteil zu fällen wer oder was falsch gemacht hat *ironieoff*

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