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epa05986280 Police gathers at the scene of the Manchester terror attack outside the Manchester Arena in central Manchester, Britain, 24 May 2017. Britain is on critical alert following the Manchester terror attack on the Manchester Arena late 22 May, that saw 22 people loose their lives with scores of people injured. The government has indicated that the military are to be deployed on the streets along side the police.  EPA/ANDY RAIN

Die Polizeipräsenz rund um die Konzerthalle, wo am Montagabend 22 Personen getötet wurden, ist immer noch hoch.  Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Manchester-Leaks: Trump ordnet Untersuchung an

Der Name des mutmasslichen Attentäters, detaillierte Fotos vom Tatort: Einzelheiten des Anschlags in Manchester sind schneller in der Öffentlichkeit, als es den britischen Ermittlern lieb ist. Sie werfen US-Behörden vor, nicht dichtzuhalten.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Überreste eines zerfetzten blauen Rucksacks, Schrauben und Metallteile, die aussehen wie Patronenhülsen: Die «New York Times» hat Fotos vom Tatort in Manchester veröffentlicht, die Teile des Sprengsatzes zeigen sollen, den der mutmassliche Attentäter Salman Abedi, 22, bei dem Anschlag in der Konzertarena benutzt haben soll. Auch britische Medien veröffentlichten die Aufnahmen, die laut einem Bericht des «Guardian» von US-Behörden an Medien geleakt wurden.

Geleakte Bilder

Diese Ermittlungsfotos wurden nur intern zur Verfügung gestellt. 

Die britische Innenministerin Amber Rudd hatte bereits vor der Veröffentlichung der Tatort-Fotos die Leaks der Amerikaner scharf kritisiert. «Die britische Polizei hat deutlich gemacht, dass sie die Kontrolle über den Informationsfluss behalten will, um die Ermittlungen nicht zu gefährden», sagte Rudd dem «Guardian» zufolge. Es sei ärgerlich, wenn Details durch andere Quellen öffentlich gemacht würden. «Ich habe mich unseren Freunden gegenüber sehr klar geäussert, dass das nicht wieder vorkommen sollte.»

Auch die höchsten britischen Polizeibeamten äusserten am Mittwochabend ihren Unmut. Man schätze die enge Partnerschaft und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen britischen und amerikanischen Ermittlungsbehörden und Geheimdiensten, doch «wenn dieses Vertrauen gebrochen wird, gefährdet es unsere Ermittlungen und das Zutrauen von Opfern, Zeugen und ihren Angehörigen.»

«Fehlender Respekt gegenüber einem Verbündeten in einer emotionalen Zeit»

Seit dem Attentat am Montagabend hatten sich die US-Behörden immer wieder aktiv in die laufenden Ermittlungen eingemischt und Informationen preisgegeben, noch bevor sie von britischer Seite veröffentlicht wurden. Auch die Identität des mutmasslichen Selbstmordattentäters wurde zuerst von amerikanischen Medien genannt.

Der «Guardian» bezeichnet die Leaks als Zeichen des «fehlenden Respekts gegenüber einem Verbündeten in einer emotionalen Zeit». Die voreiligen Veröffentlichungen hätten die Ermittlungen behindert. Denn es sei wichtig, die Herausgabe von Details zu kontrollieren, um etwa mögliche Mittäter aufspüren zu können.

Theresa May ist sauer

Die britische Premierministerin Theresa May kündigte am Donnerstag an, das sie sich am NATO-Gipfel in Brüssel bei US-Präsident Donald Trump beschweren werden. «Ich werde Präsident Trump klar machen, dass Informationen, die zwischen unseren beiden Geheimdiensten ausgetauscht werden, vertraulich bleiben müssen.», so May. 

Theresa May nimmt Stellung zu den Leaks

Trump, der gerade zu Besuch in Frankreich und dem frisch gewählten Präsidenten Emmanuel Macron ist, nahm bereits Stellung zu den Leaks. Er werde das Justizdepartement anweisen, die Leaks vollständig zu untersuchen. Trump bezeichnete die Vorfälle als «sehr beunruhigend». 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Posersalami 25.05.2017 18:32
    Highlight Highlight Das war bestimmt Putin!!1!
  • Chrigi-B 25.05.2017 15:38
    Highlight Highlight Trumps Administration ist so dicht wie ein Abschüttsieb😏.
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 25.05.2017 17:02
      Highlight Highlight Meinst Du wirklich, dass Trump nach gut 100 Tagen schon die ganze Admin mit Hunderttausenden Mitarbeitern verändern könnte?

      Nicht alles schlecht lässt sich Trump anlassten.
      Mir scheinen einige Trump-fixiert.
    • Chrigi-B 25.05.2017 17:14
      Highlight Highlight Jede Fisch fangt am Chopf a stinke😏.
  • LubiM 25.05.2017 13:43
    Highlight Highlight Da habe ich erst letzthin einen Artikel gesehen, worin das Problem seit der Trump-Administration erwähnt wird. Dies wird sich in Zukunft noch verschärfen, denn potentielle Informationen eines Geheimdienstes könnten dank den USA zu anderen Leaken (z.B. Saudi Arabien / Iran -> Israel etc.)
  • walsi 25.05.2017 13:14
    Highlight Highlight Wie es scheint ist Trump nicht der Einzige der seine Klappe nicht halten kann. Scheint wohl generell ein Problem der Amerikaner zu sein. ;-)
  • The oder ich 25.05.2017 13:03
    Highlight Highlight Das "besondere Verhältnis" der USA und Grossbritanniens ist schon lange ein einseitiges, was den Briten bei solchen Gelegenheiten vor Augen geführt wird.
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