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Er sass in Basel im Gefängnis: Was wir über den Täter wissen 



Wer ist der Täter? 

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen bestätigt, dass es sich beim Täter um den 29-jährigen Cherif C. handelt. Er ist französischer Staatsbürger mit nordafrikanischen Wurzeln, polizeibekannt, geboren in Strassburg.

Was war seine Motivation? 

Staatsanwalt Rémy Heitz sagte, dass der Attentäter laut Zeugen bei der Tat «Allahu Akbar» gerufen habe und bestätigte schliesslich einen terroristischen Hintergrund bei der Tat. C. hat sich demnach im Gefängnis radikalisiert. Die  Staatsanwaltschaft geht inzwischen von einem islamistischen Anschlag aus und hat die Ermittlungen an die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris abgegeben. 

Ein terroristischer Hintergrund war von französischen Behörden lange nicht bestätigt worden. Der Täter sei für viele kriminelle Delikte polizeibekannt gewesen, sagte Laurent Nuñez, Staatssekretär im Innenministerium, in einer früheren Pressekonferenz. Bisher sei er aber nicht mit Terrorismus in Verbindung gebracht worden.

Mehrere französische Medien berichten, der mutmassliche Täter sei als Gefährder unter der sogenannten «fiche S»-Akte unter polizeilicher Beobachtung gestanden. 

Wie ist er entkommen? 

Der Täter floh mit einem Taxi vom Weihnachtsmarkt. Ein Mitglied des Einsatzkommandos hatte ihn zuvor am Arm verletzt. Das Taxi brachte C. in den Stadtteil Neuhof, wo es erneut zu einer Schiesserei kam – und C. erneut entkam.

Wo befindet er sich jetzt? 

Der Täter ist nach Informationen des Strassburger Bürgermeisters, Roland Ries, immer noch flüchtig. Die Bundespolizei kontrolliert mehrere Grenzübergänge von Deutschland nach Frankreich. Auch die Schweiz hat die Grenzkontrollen im Norden verstärkt. 

Was wissen wir noch? 

Der Verdächtige war der Polizei bekannt und war bereits 27 Mal von verschiedenen Gerichten verurteilt worden.

Unter anderem war er vom Amtsgericht Singen in Baden-Württemberg war C. wegen schweren Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden und sass in Deutschland in Haft. Nach dem Verbüssen der Strafe wurde er laut dpa im Jahr 2017 nach Frankreich abgeschoben. Auch dort war er schon vor dem Anschlag wegen Raubüberfällen verurteilt worden. Der französische «Figaro» nennt ihn einen «Bankräuber».

Noch am Morgen vor dem Anschlag habe die Polizei sein Wohnhaus wegen einer Ermittlung bezüglich eines Raubes und versuchten Mordes durchsucht und dabei Granaten gefunden. Sie wollten C. festnehmen, er war aber nicht auffindbar.

Informationen des «Blick» zufolge wurde der Täter auch in Basel wegen mehreren Einbrüchen zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt und sass davon ein Jahr und vier Monate ab.

(tam)

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    Alle Leser-Kommentare
  • sansibar 12.12.2018 18:25
    Highlight Highlight Zumindest die Punkte „hier geboren“ und „im Gefängnis radikalisiert“ sollten uns schon zu Denken geben...
  • no-Name 12.12.2018 13:27
    Highlight Highlight Warum werden seine Wurzeln erwähnt wenn er in Frankreich geboren wurde, französischer Staatsbürger ist? Würden diese auch erwähnt wenn sie aus einem nichtarabischen Land wären? Und sind diese norafrikanischen Wurzeln möglicherweise sogar eine ehemalige französische Kolonie?

    Und warum wurde mein vorderer Kommentar nicht aufgeschaltet? Mir ist nämlich kein Verstoss gegen die Regeln bewusst.
    • Spooky 12.12.2018 15:24
      Highlight Highlight "Und warum wurde mein vorderer Kommentar nicht aufgeschaltet?"

      Formuliere deinen Kommentar anders, aber mit dem gleichen Inhalt. Sollte klappen 👻
    • no-Name 12.12.2018 15:32
      Highlight Highlight Ah genau... gute Hetze/schlechte Hetze. Ich Depp vermag das immer noch nicht zu unterscheiden
    • no-Name 12.12.2018 16:51
      Highlight Highlight Spooky: ich habe einfach den Teil ausgelassen. Ist ja nicht so das ich nicht wüsste was es war, leider dürfen gewisse (empirisch erwiesene) Tatsachen wenn all zu unpopulär trotzdem nicht ausgesprochen werden dürfen....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hexentanz 12.12.2018 11:21
    Highlight Highlight Bei jedem Anschlag der letzten Jahre in Europa liest man, dass diese Leute schon auf einer sogenannten "Gefährderliste" waren.

    Das Problem wird wohl sein, dass man ohne Tatbestand keinen Festnehmen kann. Definitiv gut meistens, aber in diesen wenigen fällen müsste langsam mal etwas gemacht werden.

    Stelle mir das vor wie bei der Polizei: Die heulen fast weil ihre gefangenen Einbrecher nach 1-2 Tagen wieder auf freiem Fuss sind..

    Hoffe sehr, dass die Justiz sich auch irgendwann dem
    21. Jahrhundert aka "Betonsperren Weihnachtsmärkte" Zeitalter anpasst und entschlossener vorgeht.
    • Alex_Steiner 12.12.2018 12:07
      Highlight Highlight Was schlägst du vor?
    • Oh Dae-su 12.12.2018 12:43
      Highlight Highlight Bei solchen Leuten kommt der demokratische Rechtsstaat einfach an seine Grenzen.
      Vielleicht kann man Gefährder ja als geisteskrank klassifizieren und in eine geschlossene Anstalt stecken.
      Dies würde jedoch staatlicher Willkür Tür und Tor öffnen und vermutlich ziemlich schnell von den Gerichten wieder kassiert werden.
    • Andi Amo 12.12.2018 13:05
      Highlight Highlight Australien wurde meines Wissens ursprünglich als ehemalige Gefangenen-Kolonie von Grossbritannien aufgebaut. Wieso tun sich nicht alle westlichen demokratischen Länder zusammen und leisten sich eine Insel für all ihre Gefährder und vorverurteilten Serien-Täter? Die haben mit ihrer Einstellung meines Erachtens nach ihr Recht auf das Leben in unserer Gesellschaft verwirkt und sollten wenn möglichst in Zukunft von dieser fern gehalten werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • leermoond 12.12.2018 10:34
    Highlight Highlight Danke, dass ihr sein Foto nicht zeigt.
    • Roterriese #DefendEurope 12.12.2018 11:39
      Highlight Highlight Warum?
    • Snowy 12.12.2018 12:01
      Highlight Highlight Naja.. der Typ ist noch flüchtig und die Tat ist nahe der CHer Grenze passiert.
    • In vino veritas 12.12.2018 12:04
      Highlight Highlight Das war Sarkasmus...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Homer Ilias Odyssee 12.12.2018 10:08
    Highlight Highlight Information ist aber von offizieller Seite noch nicht bestätigt.

    ein wunder das sie nicht seinen pass gefunden haben wie bei jedem anschlag :)
    • Alnothur 12.12.2018 13:19
      Highlight Highlight Sie haben ja auch das Fluchtfahrzeug noch nicht, in dem der Pass liegt! :)

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