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Quetta: Die Angreifer hinterliessen ein Bild der Verwüstung. Bild: EPA/EPA

Sie kamen während des Gebets – Islamisten töten 8 Menschen in pakistanischer Kirche

17.12.17, 16:18


Eine Woche vor Weihnachten haben zwei islamistische Selbstmordattentäter in einer Kirche in Pakistan mindestens acht Menschen getötet und 30 verletzt. Ziel sei die Methodistenkirche in Quetta, der Hauptstadt der unruhigen Provinz Belutschistan, gewesen, teilten Polizei und Behörden mit. Unter den Opfern waren auch zwei Frauen.

Über ihren Internet-Propagandakanal Amak bekannte sich die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) zu dem Anschlag. Die Echtheit der Nachricht liess sich zunächst nicht überprüfen. Sie wurde aber über die üblichen IS-Kanäle verbreitet. Die sunnitischen Fanatiker vom so genannten Islamischen Staat gefielen sich bisher darin, umgehend so viele Blutbäder wie möglich für sich zu reklamieren.

Angehörige trauern um die Opfer in Quetta. Bild: AP/AP

Die Attentäter griffen an, als die Kirche in Quetta während des Sonntagsgottesdienstes sehr voll war. Mindestens 400 Menschen seien in der methodistischen Kirche in der Hochsicherheitszone im Zentrum der Stadt gewesen, sagte der örtliche Polizeichef. Es sei den Attentätern aber nicht gelungen, in den Hauptraum der Kirche zu gelangen.

Einer von ihnen sei von Sicherheitskräften am Eingang erschossen worden, der zweite habe seinen Sprengsatz im Gebäude, aber nicht im Hauptraum gezündet, sagte Polizeichef Moazzam Jah Ansari.

Klima der Gewalt und Intoleranz

Quetta ist die Hauptstadt von Belutschistan, Pakistans grösster Provinz, die an Afghanistan und den Iran grenzt. In den vergangenen Jahren hat es dort immer wieder Anschläge aus verschiedenen politischen Richtungen gegeben. Sowohl islamistische Extremisten als auch Separatisten waren unter den Angreifern.

Christen wie auch andere religiöse Minderheiten in Pakistan wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Opfer von Anschlägen. Bei einem Selbstmordanschlag Ostern 2016 auf Christen in einem Park in Lahore waren mehr als 70 Menschen getötet worden, darunter viele Kinder. Die pakistanische Taliban-Gruppierung Jamaat-ul-Ahrar (deutsch: Vereinigung der Freien) hatte sich zu dem Attentat bekannt. Von den 200 Millionen Bürgern des Landes sind etwa 1.6 Prozent Christen. (sda/dpa/afp)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • me myself 17.12.2017 22:57
    Highlight Religion des "Friedens" ... aha. Tolleranz fordern aber nicht geben wollen. Und wir importieren noch diese sogenannte "Bereicherung"
    24 11 Melden
  • Royeti 17.12.2017 22:43
    Highlight Wo sind die Demonstrationen? Indonesien? Erdogan? UNO Sicherheitsrat??
    Ah sorry, geht ja nicht um Juden, Israel oder Trump...!

    Scheinheilige, heuchlerische Arabische/Muslimische Welt...
    29 6 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 17.12.2017 20:02
    Highlight Da wurde wohl einfach zu wenig in staatliche Integrations-Massnahmen investiert!
    21 25 Melden
  • derEchteElch 17.12.2017 17:54
    Highlight „Christen wie auch andere religiöse Minderheiten wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Opfer von Anschlägen.“

    Die Christenverfolung im Nahen Osten ist seit eh und je eine Tatsache. Diese wird in den Diskussionen um die Gleichstellung des Islams in Europa immer verschwiegen.

    Wieso also sollten wir in unseren Breitengraden diese Kultur integrieren, ja sogar als Staatsreligion anerkennen, wie es gewisse linke Kreise fordern?

    Und jetzt; Hatet, blitzt und verdreht die Aussage. Interpretiert was hineinein, was ihr wollt, tut ihr doch sowieso.. 😉
    126 37 Melden
    • xlt 17.12.2017 18:53
      Highlight Was haben Muslime in Europa mit der Verfolgung von Christen zu tun?
      19 45 Melden
    • Platon 17.12.2017 20:18
      Highlight @derRechteElch
      Weil es bei der Schaffung gesellschaftlicher und rechtlicher Strukturen niemal darum ging was gewisse Menschen einer Religion irgendwann oder irgendwo einmal getan haben oder gerade tun. Es geht immer um den Menschen selbst, unabhängig davon was ihm verwandte Menschen gerade irgendwo tun oder taten. Wir fangen auch nicht an Männer zu unterdrücken, weil Frauen überall einmal unterdrückt wurden, das macht absolut keinen Sinn. Verstehst du das?
      14 21 Melden
    • derEchteElch 17.12.2017 21:00
      Highlight Wenn Sie keine parallelen zwischen den beiden Situationen sehen und hier noch fragen müssen kann ich ihnen auch nicht hefen, xlt..
      34 10 Melden
    • Max Cherry 17.12.2017 22:19
      Highlight Zum Glück denkt und dachte die Mehrheit der Menschen in Europa nicht so wie du, sonst wären wir bis heute nicht über die Kreuzzüge und Hexenverbrennungen hinweg. Falsches mit Falschem bekämpfen ist sinnlos und destruktiv.

      Natürlich sollte der Islam nicht als "Staatsreligion" anerkannt werden. Genau so wenig wie die katholische oder reformierte Kirche, Scientology oder Pastafari. Ein Laizismus wie in Frankreich wäre erstrebenswert!
      Aber mit deinen rechtspopulistischen Pseudo-"Lösungen" durch Ignoranz, Verachtung und Ausgrenzung ist niemandem geholfen.

      Eher das Gegenteil...
      11 22 Melden
  • Sapien 17.12.2017 16:37
    Highlight Ich weiss viele Leute finden in Religion grosse kraft und einen Sinn im Leben. Und es gibt durchaus gute Lehren, aber es wird seit der Mensch zu denken vermag, misbraucht, um die Massen zu steuern. Ich wünsche mir, dass die Leute sich mehr der Wissenschaft zu wenden. Ich bin der festen Überzeugung, dass Bildung einer der grössten Schlüssel zur Erhaltung der Welt und zum friedlichen Zusammenleben ist. Die Grenzen, die „Rassenunterschiede“, die Religionszugehörigkeit...usw., dass sind alles nur Fiktionen in vielen Köpfen. Wir sind eine Spezies!!!
    68 46 Melden
    • M3DUS4 17.12.2017 19:16
      Highlight Der Mensch ist leider schlicht und einfach zu leicht steuerbar. Es gibt auch genug gebildete Menschen, die fehlgeleitet sind und sich radikalen ldeologien hingeben. Es ist hoffnungslos.
      Die aktuellen und zukünftigen Erkenntnisse der Neurowissenschaften werden auch Missbraucht werden, um uns in diese oder jene Richtig zu steuern. Wir sind so oder so verloren.
      18 3 Melden

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