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The launch of the SpaceX Crew Dragon capsule atop a Falcon 9 rocket to the International Space Station from Pad 39A at Kennedy Space Center Saturday morning, March 2, 2019, in Florida. (Malcolm Denemark/Florida Today via AP)

Die «Falcon 9»-Rakete von Elon Musks Unternehmen SpaceX hebt auf US-Boden ab. Bild: AP/Florida Today

Neustart für das US-Weltraumprogramm: Elon Musk schiesst erfolgreich eine Puppe ins All



Seit dem Ende des Shuttle-Programms können US-Astronauten nur noch mit russischen Raumschiffen zur Raumstation ISS gelangen. Die Nasa will das ändern und setzt auf private Anbieter wie Elon Musks Firma SpaceX. Ein Start mit einer Puppe an Bord ist nun gelungen.

Eine unbemannte Raumkapsel des Unternehmens SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk ist am Samstag erfolgreich zu Raumstation ISS gestartet. Eine Falcon-9-Rakete mit dem Raumschiff «Crew Dragon» hob am Morgen (MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab, wie Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.

Die Raumkapsel mit einer Testpuppe voller Sensoren anstelle von Astronauten an Bord sollte am Sonntag an der ISS andocken, einige Tage später soll sie zur Erde zurückkehren.

A SpaceX Falcon 9 rocket with a demo Crew Dragon spacecraft on an uncrewed test flight to the International Space Station lifts off from pad 39A at the Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Fla., Saturday, March 2, 2019. (AP Photo/John Raoux)

Die erste privat finanzierte Crew-Transporter hebt von US-Boden ab. Bild: AP/AP

Es war das erste Mal, dass ein von einem Privatunternehmen gebauter und betriebener Crew-Transporter von amerikanischem Boden abhob. Ziel der USA ist es, wieder selbst bemannte Flüge zur Internationalen Raumstation zu schicken und nicht länger von Russland abhängig zu sein.

Seit dem Ende des Shuttle-Programms der Nasa im Jahr 2011 fliegen US-Astronauten mit russischen Sojus-Kapseln zur ISS. Die USA wollen künftig stärker auf private Unternehmen für bemannte Flüge ins All setzen.

«Neues Kapitel»

Nasa-Chef Jim Bridenstine schrieb nach dem Start auf Twitter: «Der heutige erfolgreiche Start markiert ein neues Kapitel der amerikanischen Exzellenz und bringt uns dazu, amerikanische Astronauten erneut mit amerikanischen Raketen zu fliegen.» Nach Angaben der Nasa soll mit dem Testflug sichergestellt werden, dass das Raumschiff und seine Systeme wie geplant funktionieren, «bevor wir die Crew an Bord holen». Der «Crew Dragon» hat Platz für sieben Menschen.

Im Frühjahr sollen SpaceX zufolge zum ersten Mal Nasa-Astronauten an Bord der «Crew Dragon» sitzen. Die beiden früheren US-Militärpiloten Bob Behnken und Doug Hurley trainieren derzeit für den Testflug. Anschliessend soll die SpaceX-Kapsel zwei Raumfahrer für eine Langzeitmission zur Internationalen Raumstation bringen.

Das Unternehmen teilte am Samstag mit, es sei auch gelungen, die erste Stufe der Falcon 9 sicher zur Erde zurückzubringen. Der Booster landete demnach auf einer unbemannten Plattform von SpaceX im Ozean. Es sei das 35. Mal gewesen, dass ein solches Manöver funktioniert habe. Für die Nasa ist es wichtig, dass Raketen wiederverwendet werden können. Auf diese Weise lassen sich die immensen Kosten der Missionen reduzieren.

NASA Administrator Jim Bridenstine, left, and Elon Musk, CEO of SpaceX, answer questions during a news conference after the SpaceX Falcon 9 Demo-1 launch at the Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Fla., Saturday, March 2, 2019.  (AP Photo/John Raoux)

Jim Bridenstine und Elon Musk an der vorgängigen Pressekonferenz zum Start. Bild: AP/AP

Die USA setzen bereits auf private Unternehmen, um die ISS mit Material und Lebensmitteln für die Besatzung versorgen. Erst im Dezember war der Raumfrachter «Dragon» des Betreibers SpaceX zum Aussenposten der Menschheit etwa 400 Kilometer über der Erde geflogen. Der nächste bemannte Start zur Raumstation ist für den 14. März geplant. Dann soll eine russische Sojus-Rakete drei Raumfahrer ins All bringen. (leo/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • amazonas queen 03.03.2019 09:03
    Highlight Highlight Wenn ich bedenke, dass wir nun in etwa auf dem Niveau von Apollo 4 sind (erster Test Command-Service-Module) dann frage ich mich, was in den letzten Jahrzehnten schief lief. Wir sind mal mit Autos über den Mond.
    • DerHans 03.03.2019 13:55
      Highlight Highlight Das kann ich ihnen sagen: Bremser, es gibt zuviele Bremser. Anstatt warum nicht, heisst es immer haben wir die letzten 50 Jahre so gemacht, werden wir auch weiterhin so machen. Wie gross war das Gelächter als so ein Nerd der angeblich keine Ahnung von nichts hat behauptete er werde wiederverwertbare Raketen entwickeln. Komischerweise ist es der selbe Nerd der gerade die Autoindustrie aufmischt.
  • Julian Roechelt 03.03.2019 08:04
    Highlight Highlight Natürlich war die Rakete unbemannt, schliesslich sass eine Puppe am Steuer, d.h. sie war bepuppt.
    Ist eine Rakete auch unbemannt, wenn sie nur Astronautinnen an Bord hat?
    • River 03.03.2019 20:47
      Highlight Highlight Nein. Sogar wenn nur Kinder an Bord wären, wäre sie bemannt.
  • Stema 02.03.2019 19:40
    Highlight Highlight Hab mir den Start in der Liveübertragung angeschaut. Leider war es in Florida noch tiefe Nacht und deshalb gab es etwas weniger zu sehen also sonst. Aber für eine Gänsehaut bei der Landung der Stage 1 hat es trotzdem gereicht. 50m-Booster auf einem Schiff im Ozean zu landen, was für eine Leistung!

    Finde ich echt toll, wie sich die Weltraumprogramme im Moment entwickeln. SpaceX, ULA, Blue Origin, Boeing, usw. machen grosse Fortschritte. Die NASA kann sich für ihre Missionen den jeweils passenden Partner aussuchen. Und sich selber auf die wissenschaftlichen Projekte konzentrieren. Win/Win.
  • piatnik 02.03.2019 17:55
    Highlight Highlight das ist sehr schlecht fürs klima!!
    • _stefan 02.03.2019 19:15
      Highlight Highlight @piatnik: Das stimmt zwar. Die CO2-Emissionen eines Fluges zur ISS sind etwa gleich wie ein 17-Stunden Flug mit dem Airbus A380.

      Meiner Meinung nach ist das Betreiben einer Forschungsstation im All jedoch wichtig, um unser Klima besser zu verstehen und Massnahmen gegen die Erwärmung zu entwickeln.
  • Pachyderm 02.03.2019 17:40
    Highlight Highlight Sass nicht in dem Tesla, den er letztes Jahr hochgeschossen hat auch schon eine Puppe?
    • _stefan 02.03.2019 18:13
      Highlight Highlight Im Tesla sass damals der Starman. Diesmal war Ripley an der Reihe. Im Gegensatz zum Starman ist dieser ein echter Test-Dummy mit Sensoren. Hoffen wir, dass Ripley am 8. März "lebendig" wieder zur Erde zurückkehrt...

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