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7000 Menschen – Geistliche, Rettungskräfte und Überlebende –  kamen zu einer ersten Gedenkfeier in der Grossen Moschee Baiturrahman zusammen. Bild: ADI WEDA/EPA/KEYSTONE

Zehnter Jahrestag der Katastrophe

Indonesier beginnen Gedenkfeiern für ihre 170'000 Tsunami-Opfer

Vor zehn Jahren hat der Tsunami 230'000 Opfer gefordert – allein in Indonesien starben 170'000 Menschen. Dort haben jetzt die Gedenkfeiern begonnen. Das Land dankt der Welt für die Hilfe beim Wiederaufbau.

25.12.14, 21:46 26.12.14, 13:37

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Dieses Bild ging vor zehn Jahren um die Welt: Eine strahlend weisse Moschee steht nahezu unbeschädigt in einer trostlosen Trümmerlandschaft. Die Häuser in der Umgebung sind fort, weggespült vom Tsunami, der 2004 weite Teile Südostasiens überschwemmte.

Von aussen scheinbar unversehrt: Die Grosse Moschee Baiurrahman nach der Flutwelle vor zehn Jahren. Bild: Achmad Ibrahim/AP/KEYSTONE

Diese Moschee steht seit 135 Jahren in Banda Aceh, einer Hafenstadt im äussersten Westen Indonesiens. Genau dort haben sich am Vorabend des zehnten Jahrestags der Katastrophe Tausende Menschen versammelt, um zu beten und an die Opfer von damals zu erinnern. Rund 7000 muslimische Geistliche, Überlebende und Rettungskräfte kamen in der Grossen Moschee Baiturrahman zusammen. 

35 Meter hoch türmte sich das Wasser

Der Provinzgouverneur von Aceh, Zaini Abdullah, dankte den Menschen im In- und Ausland für ihre Hilfe beim Wiederaufbau. «Der Tsunami hat den Bewohnern von Aceh, die ihre Liebsten verloren haben, grosse Sorgen bereitet», sagte er. «Das Mitgefühl der Indonesier und der internationalen Gemeinschaft hat Aceh geholfen, sich zu erholen.»

Auch diese Moschee hielt den Wassermassen stand. Bild: Greg Baker, File/AP/KEYSTONE

Die Gedenkfeier war die grösste Versammlung in der Moschee seit dem Tsunami vor zehn Jahren. «Gott hat dieses Haus unbeschädigt gelassen. Deshalb glauben wir Muslime», sagte der Imam der Moschee, Azman Ismail. «Wir beten dafür, dass die Toten an der Seite Gottes willkommen geheissen wurden», sagte ein Regierungsbeamter.

Die indonesische Provinz Aceh war am stärksten von der Riesenwelle 2004 betroffen. Allein hier starben etwa 170'000 Menschen. Im Fischerort Meulaboh, wo der Tsunami die Rekordhöhe von 35 Metern erreicht hatte, wehten alle Flaggen auf Halbmast. Insgesamt kamen an den Küsten rund um den Indischen Ozean mehr als 220'000 Menschen ums Leben

Deutschsprachige Zeremonie in Thailand

Die Welle war durch ein Seebeben der Stärke 9,3 vor der indonesischen Küste ausgelöst worden. Am Freitagvormittag, genau zehn Jahre nach dem Beben, finden in Indonesien und anderen betroffenen Ländern die grössten Gedenkveranstaltungen statt. Viele Überlebende kehren an die Orte zurück, an denen sie ihre Angehörigen verloren haben. 

Eine Vorher-nachher-Aufnahme zeigt das Ausmass der damaligen Verheerungen in Banda Aceh. Bild: Getty Images AsiaPac

Am Strand von Khao Lak in Thailand ist eine deutschsprachige Zeremonie geplant, bei der ein Grusswort von Bundespräsident Joachim Gauck verlesen werden soll. Nach offiziellen Angaben starben 534 Deutsche bei der Katastrophe in Thailand.



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