International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04539889 Acehnese residents pray during a mass prayer at the Baiturrahman mosque in Banda Aceh, Indonesia, 25 December 2014. December 2014 marks the tenth anniversary of the 2004 Indian Ocean Tsunami, or Boxing Day tsunami, which struck on 26 December 2004, triggered by a 9.2 earthquake in the Indian Ocean off the west coast of northern Sumatra, Indonesia killing an estimated 280,000 people in 14 countries along the Indian Ocean and Aceh was one of the worst hit.  EPA/ADI WEDA

7000 Menschen – Geistliche, Rettungskräfte und Überlebende –  kamen zu einer ersten Gedenkfeier in der Grossen Moschee Baiturrahman zusammen. Bild: ADI WEDA/EPA/KEYSTONE

Zehnter Jahrestag der Katastrophe

Indonesier beginnen Gedenkfeiern für ihre 170'000 Tsunami-Opfer

Vor zehn Jahren hat der Tsunami 230'000 Opfer gefordert – allein in Indonesien starben 170'000 Menschen. Dort haben jetzt die Gedenkfeiern begonnen. Das Land dankt der Welt für die Hilfe beim Wiederaufbau.

25.12.14, 21:46 26.12.14, 13:37

Ein Artikel von

Dieses Bild ging vor zehn Jahren um die Welt: Eine strahlend weisse Moschee steht nahezu unbeschädigt in einer trostlosen Trümmerlandschaft. Die Häuser in der Umgebung sind fort, weggespült vom Tsunami, der 2004 weite Teile Südostasiens überschwemmte.

FILE - In this Dec. 27, 2004 file photo, debris left by southern Asia's massive earthquake and tidal waves are seen around the Baiturrahman Grand Mosque in Banda Aceh, about 240 kilometers (150 miles) from the earthquake's epicenter, Indonesia. When the powerful tsunami smashed into this Indonesian city ten years ago, the only structures left standing in many neighborhoods were mosques. For the hundreds who found refuge within their walls, the buildings’ lifesaving role has not been forgotten - and for many, that experience strengthened their faith. Architectural experts say the mosques in Banda Aceh survived because they were sturdily built and had stronger foundations than surrounding structures, many of which were likely constructed of shoddier materials. But many survivors believe the mosques were spared by divine intervention. (AP Photo/Achmad Ibrahim, File)

Von aussen scheinbar unversehrt: Die Grosse Moschee Baiurrahman nach der Flutwelle vor zehn Jahren. Bild: Achmad Ibrahim/AP/KEYSTONE

Diese Moschee steht seit 135 Jahren in Banda Aceh, einer Hafenstadt im äussersten Westen Indonesiens. Genau dort haben sich am Vorabend des zehnten Jahrestags der Katastrophe Tausende Menschen versammelt, um zu beten und an die Opfer von damals zu erinnern. Rund 7000 muslimische Geistliche, Überlebende und Rettungskräfte kamen in der Grossen Moschee Baiturrahman zusammen. 

35 Meter hoch türmte sich das Wasser

Der Provinzgouverneur von Aceh, Zaini Abdullah, dankte den Menschen im In- und Ausland für ihre Hilfe beim Wiederaufbau. «Der Tsunami hat den Bewohnern von Aceh, die ihre Liebsten verloren haben, grosse Sorgen bereitet», sagte er. «Das Mitgefühl der Indonesier und der internationalen Gemeinschaft hat Aceh geholfen, sich zu erholen.»

FILE - In this Jan. 30, 2005 file photo, the Rahmatullah Lampuuk Mosque stands intact after the 2004 tsunami hit the area in Lhoknga, near Banda Aceh, Indonesia. When the powerful tsunami smashed into this Indonesian city ten years ago, the only structures left standing in many neighborhoods were mosques. For the hundreds who found refuge within their walls, the buildings’ lifesaving role has not been forgotten - and for many, that experience strengthened their faith. (AP Photo/Greg Baker, File)

Auch diese Moschee hielt den Wassermassen stand. Bild: Greg Baker, File/AP/KEYSTONE

Die Gedenkfeier war die grösste Versammlung in der Moschee seit dem Tsunami vor zehn Jahren. «Gott hat dieses Haus unbeschädigt gelassen. Deshalb glauben wir Muslime», sagte der Imam der Moschee, Azman Ismail. «Wir beten dafür, dass die Toten an der Seite Gottes willkommen geheissen wurden», sagte ein Regierungsbeamter.

Die indonesische Provinz Aceh war am stärksten von der Riesenwelle 2004 betroffen. Allein hier starben etwa 170'000 Menschen. Im Fischerort Meulaboh, wo der Tsunami die Rekordhöhe von 35 Metern erreicht hatte, wehten alle Flaggen auf Halbmast. Insgesamt kamen an den Küsten rund um den Indischen Ozean mehr als 220'000 Menschen ums Leben

Deutschsprachige Zeremonie in Thailand

Die Welle war durch ein Seebeben der Stärke 9,3 vor der indonesischen Küste ausgelöst worden. Am Freitagvormittag, genau zehn Jahre nach dem Beben, finden in Indonesien und anderen betroffenen Ländern die grössten Gedenkveranstaltungen statt. Viele Überlebende kehren an die Orte zurück, an denen sie ihre Angehörigen verloren haben. 

(FILE PHOTO) In this composite image a comparison has been made between a scene in 2004 (LEFT) and 2014 (RIGHT)
***LEFT IMAGE***  ACEH, INDONESIA - JANUARY 8, 2005: An aerial shot taken from a US Navy Seahawk helicopter from carrier USS Abraham Lincoln shows devastation caused by the Indian Ocean tsunami to the west of Aceh on January 8, 2005 in Banda Aceh, Indonesia. Indonesia, Thailand and Sri Lanka are the countries most affected by the December 26 earthquake-tsunami disaster. (Photo by Dimas Ardian/Getty Images) ***RIGHT IMAGE*** BANDA ACEH, INDONESIA - DECEMBER 11: An aerial view of coastal in Lampuuk prior to the ten year anniversary of the 2004 earthquake and tsunami on December 11, 2014 in Banda Aceh, Indonesia. Aceh was the worst hit location, being the closest major city to the epicentre of the 9.1 magnitude quake, suffering a huge hit from the following tsunami and resulting in around 130,000 deaths. Throughout the affected region of eleven countries, nearly 230,000 people were killed, making it one of the deadliest natural disasters in recorded history. (Photos by Ulet Ifansasti/Getty Images)

Eine Vorher-nachher-Aufnahme zeigt das Ausmass der damaligen Verheerungen in Banda Aceh. Bild: Getty Images AsiaPac

Am Strand von Khao Lak in Thailand ist eine deutschsprachige Zeremonie geplant, bei der ein Grusswort von Bundespräsident Joachim Gauck verlesen werden soll. Nach offiziellen Angaben starben 534 Deutsche bei der Katastrophe in Thailand.



Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

US-Regierung hält weiter 565 Kinder aus Migrantenfamilien fest

Die US-Regierung hält weiter 565 Kinder aus Migrantenfamilien fest. Unter den Kindern in staatlicher Obhut sind nach Gerichtsunterlagen, die am Freitag öffentlich wurden, 24 Kinder im Alter von fünf Jahren oder jünger.

Ein Bundesrichter hatte am 26. Juni angeordnet, dass alle Kinder unter fünf Jahren bis zum 10. Juli mit ihren Eltern zusammengeführt werden müssten. Für Kinder in einem Alter von über fünf Jahren lief die Frist am 26. Juli aus.

Nach Angaben des Flüchtlingsbüros (Office of Refugee …

Artikel lesen