International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06382872 Former Georgian president and ex-governor of the Odessa region Mikheil Saakashvili shows victory as he sits inside a defendants' cage during a court hearing on a preventive punishment for him at the Pecherskiy district court in Kiev, Ukraine, 11 December 2017. Mikheil Saakashvili the leader of the 'Movement of Popular Forces,' was detained in Kiev on 08 December after police discovered his whereabouts. He was previously detained on 05 December, but was freed from police custody by supporters. According to reports quoting the Prosecutor General of Ukraine Yuriy Lutsenko, Saakashvili, who is suspected of assisting a criminal organization, was placed in a pre-trial detention center.  EPA/SERGEY DOLZHENKO

Saakaschwili wies die Vorwürfe als politisch motiviert zurück. «Ich sehe mich nicht als Häftling, sondern als Kriegsgefangener», sagte Georgiens Ex-Präsident, der inzwischen Oppositionspolitik in der Ukraine betreibt, vor der Anhörung in Kiew. Bild: EPA/EPA

Georgiens Ex-Präsident in der Ukraine wieder auf freiem Fuss



Wenige Tage nach seiner Festnahme ist der frühere georgische Präsident Michail Saakaschwili wieder auf freiem Fuss. Ein Gericht in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ordnete am Montag die Freilassung des 49-Jährigen für die Dauer der Ermittlungen an.

Bei einer Verurteilung drohen Saakaschwili bis zu fünf Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, umgerechnet mehrere Hunderttausend Euro aus dem Umfeld von Ex-Präsident Viktor Janukowitsch angenommen zu haben, um Proteste gegen den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zu organisieren.

Saakaschwili wies die Vorwürfe als politisch motiviert zurück. «Ich sehe mich nicht als Häftling, sondern als Kriegsgefangener», sagte Georgiens Ex-Präsident, der inzwischen Oppositionspolitik in der Ukraine betreibt, vor der Anhörung in Kiew.

«Ich halte mich für einen Gefangenen der Oligarchie der Ukraine und von (Russlands Präsident Wladimir) Putin», sagte er. Im Gerichtssaal sang er die ukrainische und die georgische Nationalhymne.

Grosse Solidarität

Mehrere ukrainische Parlamentsabgeordnete solidarisierten sich am Montag vor Gericht mit Saakaschwili. Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten mehrere Hundert seiner Anhänger - darunter Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko.

Im Gerichtssaal applaudierten die Unterstützer des Politikers, als Richterin Larisa Zokol die Freilassung verkündete. «Das ist eine sehr mutige Entscheidung der Richterin. Sie wird jetzt grossen Druck aushalten müssen», sagte Saakaschwili.

Zu Journalisten sagte er nach der Anhörung, er werde seine politischen Aktivitäten fortsetzen. Sein Ziel sei, «einen verfassungskonformen, ruhigen, aber sehr notwendigen Machtwechsel im Land» herbeizuführen. Ambitionen auf das Präsidentenamt habe er nicht.

Vorzeitige Neuwahlen als Ziel

Saakaschwili warf der ukrainischen Führung Korruption und «Machtmissbrauch» vor - in Georgien ist er selbst wegen Machtmissbrauchs angeklagt. Der staatenlose Politiker will mit seiner Bewegung vorzeitige Neuwahlen in der Ukraine herbeiführen.

Am Wochenende hatte Saakaschwili einen Hungerstreik angekündigt, nachdem er am Freitagabend erneut festgenommen worden war. Ein erster Versuch der ukrainischen Sicherheitskräfte, ihn hinter Gitter zu bringen, war am vergangenen Dienstag spektakulär gescheitert - die Anhänger des 49-Jährigen hatten ihn aus dem Polizeigewahrsam befreit.

In seiner Heimat Georgien hatte Saakaschwili als Präsident von 2004 bis 2013 proeuropäische Reformen durchgesetzt. Im Zuge der prowestlichen Maidan-Revolution 2015 siedelte er auf Einladung Kiews in die Ukraine um, wurde dort eingebürgert und zum Gouverneur der Schwarzmeerregion Odessa ernannt.

Ende 2016 kam es zum Zerwürfnis: Saakaschwili bezichtigte die Regierung in Kiew, die Korruption nicht genügend zu bekämpfen, trat als Gouverneur zurück und büsste in der Folge seine ukrainische Staatsbürgerschaft ein. (sda/dpa/afp/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

76
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

117
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

148
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

76
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

117
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

148
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Ukraine-Affäre um Donald Trump: Die zwielichtige Rolle des EU-Botschafters

Donald Trumps Mann in Brüssel rückt ins Zentrum der Ukraine-Affäre: Hat Gordon Sondland die Diplomaten gedrängt, Trumps persönliche Interessen über alles zu stellen?

Er hatte Donald Trump einst eine Million Dollar für die Feierlichkeiten zur Amtseinführung gespendet, und nun schien Gordon Sondland seinem Präsidenten erneut unter die Arme greifen zu wollen.

Sondland, offiziell der US-Botschafter bei der EU in Brüssel, übernahm im Frühsommer dieses Jahres eine inoffizielle, aber zentrale Rolle bei der Politik gegenüber der neuen ukrainischen Führung. Laut bislang bekannt gewordenen Informationen ist Sondland womöglich die treibende Kraft dabei gewesen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel