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Ukraine's President Petro Poroshenko hands over a flag of a  military unit as a soldier salutes before a military parade on the occasion of Ukraine's Independence Day in the capital Kiev, Ukraine,  Monday, Aug. 24, 2015. Speaking at the parade, President Petro Poroshenko said Ukraine would continue to increase its troop numbers in order to fend off the attacks of separatist rebels.(AP Photo/Efrem Lukatsky)

Ukraines Präsident Petro Poroschenko während der 24-Jahr-Feier der Unabhängigkeit. Bild: Efrem Lukatsky/AP/KEYSTONE

Vor Ukraine-Gesprächen in Berlin: Poroschenko warnt vor russischem Einmarsch

Der Krieg in der Ukraine dauert an, in Berlin will Präsident Poroschenko mit Kanzlerin Merkel und Frankreichs Staatschef Hollande weitere Schritte beraten. Zuvor warnte er am Unabhängigkeitstag vor einem Angriff durch Russland.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Für die Ukraine ist es ein besonderer Tag: Am heutigen Montag feiert das Land seine Unabhängigkeit von Moskau. Am 24. August 1991 hatte die ehemalige Sowjetrepublik einen eigenständigen Staat ausgerufen. 24 Jahre später und etwa eineinhalb Jahre nach Beginn der Ukraine-Krise bangt Kiew um genau diese Souveränität. Die Kämpfe in der von Separatisten besetzten Ostukraine gehen weiter.

Ukrainian army soldiers  march on Khreshchatyk street during military parade on the occasion of Ukraine's Independence Day in the  capital Kiev, Ukraine,  Monday, Aug. 24, 2015. Speaking at the parade, President Petro Poroshenko said Ukraine would continue to increase its troop numbers in order to fend off the attacks of separatist rebels.(AP Photo/Efrem Lukatsky)

Militärparade in Kiew: Am 24. August 1991 rief die Ukraine einen souveränen Staat aus. Bild: Efrem Lukatsky/AP/KEYSTONE

Die Führung bleibt bei markigen Worten: Präsident Petro Poroschenko hat wenige Stunden vor seiner Berlin-Reise eindringlich vor einem russischen Einmarsch in sein Land gewarnt. Der Feind verfolge weiter die Idee eines direkten Angriffs auf die Ukraine, sagte Poroschenko in Kiew auf dem Unabhängigkeitsplatz – dem Maidan.

Russland habe an der Grenze zur Ukraine mehr als 50'000 Soldaten stationiert, im Kriegsgebiet Donbass seien 40'000 Kämpfer im Einsatz, darunter 9000 aktive russische Militärangehörige, behauptete Poroschenko. Russland weist solche Vorwürfe zurück.

«Moskau hat den Kämpfern bis zu 500 Panzer, 400 Artilleriesysteme und 950 Schützenpanzer geliefert. Allein in dieser Woche haben drei grosse Kolonnen unsere Grenze in Richtung Luhansk, Donezk und Debalzewe überschritten», sagte Poroschenko. Er kündigte eine weitere Stärkung des ukrainischen Militärs an. Auf dem Maidan marschierten mehr als 2000 Soldaten von der ostukrainischen Kriegsfront.

Steinmeier will besseres Verhältnis zu Moskau

Am Nachmittag wird Poroschenko von Angela Merkel in Berlin erwartet. Bei den Gesprächen mit der Kanzlerin und dem französischen Präsidenten François Hollande geht es um die friedliche Lösung des blutigen Konflikts im Osten der Ukraine.

Die Aufständischen im Donbass forderten Merkel in einer Meldung der Agentur Interfax auf, Druck auf die ukrainische Führung auszuüben. Deutschland und Frankreich müssten sich als Vermittler dafür einsetzen, dass der im Februar in der weissrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarte Friedensplan umgesetzt werde, sagte Separatistenführer Denis Puschilin. Der Konflikt könne nur durch friedlichen Dialog gelöst werden, betonte er.

Das Abkommen sieht unter anderem eine strikte Waffenruhe vor. Aussenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte zu den Vereinbarungen: «Von einer echten Lösung sind wir weit entfernt.» Trotz der anhaltenden Gewalt dürfe man sich aber nicht entmutigen lassen. Steinmeier kündigte neue Anstrengungen für eine Verbesserung des Verhältnisses zu Russland an. Moskau müsse «über das aktuelle Krisenmanagement hinaus» im Ukraine-Konflikt wieder in die internationale Ordnung eingebunden werden, sagte er. Russland sei zur Lösung vieler internationaler Konflikte wichtig. «Es kann eine europäische Friedensordnung am Ende nur mit der Einbindung Russlands geben.» (kev/dpa)

Andere Bilder aus der Ukraine: Lebensfreude statt Gewalt und Zerstörung

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    Alle Leser-Kommentare
  • WinniePuuh 24.08.2015 13:45
    Highlight Highlight Vernünftige Worte von Herrn Steinmeier. Eine Lösung kann nur angestrebt werden, wenn alle Konfliktparteien involviert werden (Ukraine, Aufständische im Donbass, Russland, EU & Nato)
    Vielleicht bringt dem Poroschenko nochmal jemand bei, dass diese hetzerischen Aussagen kontraproduktiv sind. Besser sollte er mal auf seine Truppen aufpassen, die nach wie vor auf Zivile Einrichtungen wie Spitäler etc. schiessen, was sicher nicht förderlich für eine friedliche Lösung ist.

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