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Femen-Mitgründerin tot in ihrer Wohnung in Paris aufgefunden

Eine Mitgründerin der Frauenrechtsgruppe Femen ist tot in ihrer Pariser Wohnung gefunden worden. Bei der Ukrainerin Oksana Schatschko wurde am Montag ein Abschiedsbrief gefunden, wie Femen-Aktivistinnen mitteilten.



«Wir trauern gemeinsam mit ihrer Familie und ihren Freunden», schrieb Anna Guzol im Online-Netzwerk Facebook. Die Gruppe warte nun auf «die offizielle Version der Polizei» zum Tod der 31-Jährigen.

Guzol, Schatschko und zwei andere Aktivistinnen hatten Femen 2008 in der Ukraine gegründet. Nach Angaben der Gruppe war Schatschko eine von drei Femen-Mitstreiterinnen, die 2011 nach einem barbusigen Protest gegen den weissrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko von Sicherheitskräften entführt und misshandelt worden sein sollen. Der Gruppe zufolge übergossen die Entführer die Frauen in einem Wald mit Öl und drohten, sie in Brand zu setzen.

epa06907746 (FILE) - Three activists of the feminist Ukrainian protest group Femen (L-R) Alexandra 'Sasha' Shevchenko, Oxana Shachko and Yana Zhdanova pose for the photographer before the screening of the movie 'I am Femen' at the Festival Vision du Reel in Nyon, Switzerland, 29 April 2014 (re-issued 24 July 2018). Reports on 24 July 2018 state Oxana Shachko, founding member and activist of FEMEN, was found dead in an apartment 23 July in Paris. Oxana Shachko was 31.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Oksana Schatschko (Mitte) in Nyon 2014. Bild: EPA/KEYSTONE

Die Gruppe gab an, Schatschko sei erneut entführt worden, als der russische Präsident Wladimir Putin einmal zu Besuch in der Ukraine war. Nach Angaben ihres Anwalts wurde sie damals von Unbekannten spitalreif geschlagen.

Schatschko verliess die Gruppe später und arbeitete bis zu ihrem Tod als Künstlerin. Seit 2013 lebte sie im französischen Exil.

Bei ihren Protesten treten die Femen zumeist mit nacktem Oberkörper auf. Zunächst lehnten sie sich vor allem gegen Sexismus auf. Später richteten sich ihre Aktionen dann auch gegen Putin oder die französische rechtsnationalistische Partei Rassemblement National von Marine Le Pen, die bis Juni dieses Jahres Front National hiess. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DomKi 24.07.2018 22:46
    Highlight Highlight Ich denke es ist falsch für Ideologien sein Leben zu lassen, schade um die junge Frau...
    • Demo78 24.07.2018 23:32
      Highlight Highlight Denke ich nicht
      Sie war ein grosses Vorbild und eine Kämpferin, definitiv ist sie zu früh gegangen.
      Ist ein oft zu beobachtendes Phänomen bei Heldinnen/ Helden.
      RIP Oksana
  • Ale Ice 24.07.2018 18:40
    Highlight Highlight Traurig.
    Auf femen.org: "The most fearless and vulnerable Oksana Shachko has left us."
    Mit ihrer Furchtlosigkeit, Verletzbarkeit und ihrem starken Engagement für Frauenrechte habe diese Frau etwas Bewegendes in Gang gesetzt, das sicherlich weiterleben wird.
  • mvrisita 24.07.2018 16:29
    Highlight Highlight Danke, für die tolle Box am Ende des Artikels.

    Ich hoffe Oskana Schatschko findet ihren Frieden 🙏🏼
    • Paddiesli 24.07.2018 17:08
      Highlight Highlight Das war auch mein erster Gedanke, darum auch von mir ein Danke.

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