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A supporter of Republican U.S. presidential candidate Donald Trump wears a t-shirt before Trump's rally in Baton Rouge, Louisiana, February 11, 2016. REUTERS/Jonathan Bachman        EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE

Super-Donald soll es in den Augen der Trump-Anhänger richten.
Bild: JONATHAN BACHMAN/REUTERS

Trump, Sanders und das Ende des American Dream

Donald Trump und Bernie Sanders sind die grossen Figuren in der Frühphase der US-Präsidentschaftswahl. Beide revoltieren auf ihre Art gegen das bestehende System und sind Phänomene einer Nation, die sich selbst abhanden gekommen ist.



Er beleidigt Frauen, hetzt gegen Latinos und Muslime, findet Waterboarding zu harmlos, erwägt den Einsatz von Atomwaffen gegen den «Islamischen Staat» und redet überhaupt jede Menge Müll. In einem halbwegs normalen Land hätte ein solcher Typ keine Chancen auf höchste politische Weihen. In den USA aber ist Donald John Trump, 69-jähriger Immobilientycoon aus New York, drauf und dran, sich die Nomination als Kandidat der Republikaner für das Weisse Haus zu sichern.

Nach dem «Ausrutscher» in Iowa hat er diese Woche bei der Vorwahl in New Hampshire einen Triumph eingefahren und die parteiinterne Konkurrenz regelrecht deklassiert. In South Carolina, wo am nächsten Samstag gewählt wird, liegt er in den Umfragen ebenfalls an der Spitze. Als «The Donald» im Sommer ins Rennen stieg, wurde er belächelt und als Kurzzeit-Phänomen abgetan. Den Spöttern von damals ist das Lachen inzwischen vergangen.

Supporters of Democratic U.S. presidential candidate Bernie Sanders, react at his 2016 New Hampshire presidential primary night rally in Concord, New Hampshire February 9, 2016.   REUTERS/Shannon Stapleton

Hoffen auf eine bessere Zukunft: Jubelnde Anhänger von Bernie Sanders.
Bild: SHANNON STAPLETON/REUTERS

Bei den Demokraten existiert ein ähnliches Phänomen. Bernard «Bernie» Sanders, ein 74-jähriger Senator aus dem Bundesstaat Vermont, heizt der vermeintlich unschlagbaren Favoritin Hillary Clinton mächtig ein. In Iowa unterlag er hauchdünn, in New Hampshire siegte er überlegen. Vor allem die Jungen feiern den alten Mann, der die Ungleichheit beseitigen, den Mindestlohn erhöhen und die Studiengebühren abschaffen will und nichts weniger verspricht als eine Revolution.

Weder Trump noch Sanders wirken mehrheitsfähig, trotzdem haben sie Erfolg. Beide rebellieren auf ihre Art gegen das System und treffen damit den Nerv zweier sehr unterschiedlicher Segmente der amerikanischen Bevölkerung. Hier die weissen Wutbürger, die dem wütenden Donald zujubeln, weil ihnen das heiss geliebte Land zunehmend fremd wird. Dort die jungen Bernie-Fans, die ihre Ausbildung mit hohen Schulden bezahlen und trotzdem um einen lukrativen Job kämpfen müssen.

Gemeinsam ist ihnen das Gefühl, der amerikanische Traum sei unerreichbar geworden. Die Überzeugung, dass man es mit Fleiss und Talent schaffen kann und es jeder Generation besser geht als derjenigen der Eltern, hat sich in den letzten 15 Jahren zunehmend als Illusion erwiesen. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und mehr noch die Finanzkrise von 2008 und die Grosse Rezession haben den unerschütterlichen Optimismus ins Wanken gebracht.

Kein einziger Topbanker wurde für die Machenschaften während der Finanzkrise  juristisch zur Rechenschaft gezogen. Mit Tiraden gegen die Wall Street punktet Sanders besonders gut.

Vom vermeintlichen Aufschwung der letzten Jahre spüren viele Amerikaner gar nichts. Vor allem die Mittelklasse muss kämpfen, um ihren Lebensstandard nur schon zu halten. Viele gut bezahlte Jobs haben sich in Luft aufgelöst. Die Leute arbeiten mehr und verdienen weniger als in den «goldenen» 90er Jahren. Selbst eine gute und in der Regel sehr teure Ausbildung ist kein Garant mehr für beruflichen Erfolg, was den Frust der jungen Sanders-Wähler erklärt.

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Hinzu kommt die Enttäuschung über Präsident Barack Obama, der einen Wandel versprochen hat, auf den viele bis heute warten. Die Ungleichheit hat in den sieben Jahren seit seinem Amtsantritt zugenommen. Gleichzeitig hat er die Wall Street und ihre Abzocker-Mentalität mit Samthandschuhen angefasst. Kein einziger Topbanker wurde für die Machenschaften während der Finanzkrise (dargestellt im Film «The Big Short») juristisch zur Rechenschaft gezogen. Mit Tiraden gegen die Wall Street punktet Sanders besonders gut.

epa05145070 US President Barack Obama responds to a question from the news media after delivering remarks on the economy following the release of the jobs report during the daily press briefing at The White House in Washington, DC, USA, 05 February 2016.  Obama praised his economic policies as data showed the unemployment rate falling below 5 per cent for the first time in his administration.  EPA/SHAWN THEW

Die Arbeitslosigkeit ging in Obamas Amtszeit stark zurück, aber vielen Amerikanern geht es nicht besser.
Bild: SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Sind seine Fans über Obama ernüchtert, so löst der erste schwarze Präsident bei den Trump-Maniacs blanken Hass aus. Er dient als Projektionsfläche für alles, was aus der Sicht dieser praktisch rein weissen, eher älteren Wählerschaft schief läuft in Gottes eigenem Land. Eine ausufernde Regierung, ein wirtschaftlich und militärisch geschwächtes Land und nicht zuletzt der demografische Wandel, von dem sie sich besonders bedroht fühlen. Denn in einer nicht mehr fernen Zukunft wird es in den Vereinigten Staaten nur noch Minderheiten geben.

Das allein erklärt aber die Begeisterung nicht, die dem schrillen New Yorker mit der schrillen Frisur entgegen brandet. Der «Washington Post»-Kolumnist E.J. Dionne verweist in seinem neuen Buch «Why the Right Went Wrong» auf die tiefe Enttäuschung vieler republikanischer Wähler über ihre Partei. Immer wieder versprach sie, die Regierung herunterzufahren und die Werte der guten alten Zeit zu restaurieren. Geschehen ist das Gegenteil. Unter dem letzten republikanischen Präsidenten George W. Bush wucherte der Staatsapparat, explodierten die Defizite.

Sie können oder wollen nicht wahrhaben, dass Donald Trump, der Grosskapitalist und einstige Befürworter des Rechts auf Abtreibung, keineswegs ein überzeugter Konservativer ist, sondern ein schamloser Opportunist.

Viele fühlen sich von den Republikanern regelrecht verraten und sind anfällig auf die Verheissungen eines Maulhelden, der verspricht, alles zu Kleinholz zu machen. Sie können oder wollen nicht wahrhaben, dass Donald Trump, der Grosskapitalist und einstige Befürworter des Rechts auf Abtreibung, keineswegs ein überzeugter Konservativer ist, sondern ein schamloser Opportunist. Trotzdem erzeugt sein Erfolg bei der Partei-Elite Albträume.

DES MOINES, IA - JANUARY 28:  Republican presidential candidates (R-L) Ohio Governor John Kasich, Jeb Bush and Sen. Marco Rubio (R-FL) pose for photographers prior to the Fox News - Google GOP Debate January 28, 2016 at the Iowa Events Center in Des Moines, Iowa. Residents of Iowa will vote for the Republican nominee at the caucuses on February 1. Donald Trump, who is leading most polls in the state, decided not to participate in the debate.  (Photo by Alex Wong/Getty Images)

Marco Rubio, Jeb Bush und John Kasich (von links) beschädigen sich gegenseitig.
Bild: Getty Images North America

Anders als 2008 (John McCain) und 2012 (Mitt Romney), als sich jeweils früh ein Favorit des Establishments herauskristallisierte, ist eine glaubwürdige Alternative derzeit nicht in Sicht. Heute kämpfen Jeb Bush, der Bruder von «W.», John Kasich, der überraschende Zweite in New Hampshire, und Marco Rubio um diese Rolle und beschädigen sich dabei gegenseitig. Und im Hintergrund lauert der erzkonservative Iowa-Sieger Ted Cruz, der vorab bei den Evangelikalen punktet und darauf hofft, dass Donald Trumps Kandidatur doch irgendwann implodieren wird.

Ungeachtet der Unzufriedenheit läuft nicht alles schief in Amerika. Die USA sind immer noch das kreative Epizentrum der Welt.

Im schlimmsten Fall wird der republikanische Kandidat erst am Parteikonvent im Juli in Cleveland ermittelt. Dieser Prozess könnte traumatisch verlaufen und die Partei irreparabel beschädigen. Und wenn Donald Trump es schaffen sollte? Beobachter glauben, er werde sich als gemässigter Macher neu erfinden. Wie er diesen Rollenwechsel angesichts seiner bisherigen Exzesse schaffen will, ist schleierhaft. Dem weit vernünftigeren Romney, der in den Vorwahlen ebenfalls weit nach rechts gedriftet war, gelang dieses Kunststück vor vier Jahren nicht.

Bernie Sanders hingegen dürfte es schwer haben, seine Anfangserfolge in der langen Vorwahlkampagne zu bestätigen, denn er verlässt sich ausschliesslich auf Kleinspenden. Die 68-jährige Hillary Clinton mag in vielerlei Hinsicht eine Verkörperung des ungeliebten Systems sein. Sie tut sich auch im Gegensatz zu Ehemann Bill schwer damit, die Herzen der Menschen zu erobern. Aber sie hat das Geld, den Apparat und das Stehvermögen, um ihr Ding durchzuziehen.

Die Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl

Trotzdem, ein Duell Sanders gegen Trump ist nicht auszuschliessen. Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg bringt sich bereits als mögliche Alternative in Stellung. Vielleicht kommt doch alles anders. Denn ungeachtet der Unzufriedenheit läuft nicht alles schief in Amerika. Die USA sind immer noch das kreative Epizentrum der Welt. Auch der gesellschaftliche Wandel verläuft schneller und dynamischer als etwa im alten Europa.

Die Chancen stehen gut, dass Amerika ein weiteres Mal die richtige Spur findet. Derzeit aber dominiert der Eindruck einer Nation, die sich abhanden gekommen ist. Die Herausforderungen für die nächste Person im Weissen Haus werden nicht kleiner, wer auch immer das sein mag.

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    Alle Leser-Kommentare
  • stadtzuercher 14.02.2016 15:45
    Highlight Highlight clinton hat wohl geglaubt, sie könne mit markigen feministinnensprüchen gegen die männer die stimmen der wählerinnen gewinnen. ist in die hose gegangen, die jungen frauen sind emanzipiert genug, einen mann (sanders) zu wählen, wenn er das bessere programm anbietet. für mich der lichtblick in diesen doch eher niveaulosen wahlen.
  • Saul_Goodman 14.02.2016 14:45
    Highlight Highlight "in einem halbwegs normalen Land hätte ein solcher Typ keine Chancen auf höchste politische Weihen". ja wenn man über den grossen teich schaut wirken solche Leute wie komplette Vollidioten... Kein Europäer würde den wählen. da kann ich nur lachen. trump wäre in der schweiz wohl unbestrittenes svp aushängeschild.
    • stadtzuercher 14.02.2016 15:46
      Highlight Highlight yep. im grossen und ganzen vertreten blocher und trump dieselben ideen. dieselbe minderheitenverachtende rethorik. trump=blocher.
    • zombie woof 14.02.2016 16:41
      Highlight Highlight John, Obama hat die USA an die Wand gefahren? Er mag sicher nicht der beste Präsident gewesen sein aber zeig mir mal jemand der in der Lage gewesen wäre, einen solchen Müllhaufen wie ihn Bush hinterlassen hat, aufzuräumen! Und Trump soll gar nicht die Möglichkeit erhalten, irgendein land an die Wand zu fahren, der Trottel ist schon so gefährlich genug!
    • cbaumgartner 15.02.2016 13:00
      Highlight Highlight John, wie kommst du zur Aussage dass Merkel, Hollande und Obama ihr Land gegen die Wand gefahren haben? Hast Du irgendeine Begründung für Deine Aussage?
  • Beobachter24 14.02.2016 14:06
    Highlight Highlight "Die Chancen stehen gut, dass Amerika ein weiteres Mal die richtige Spur findet."
    Ihr Wort in Gottes Ohr! Fragt sich nur, was die richtige Spur wäre, und welcher Präsident dafür sorgen könnte.

    Dass Trump so gut abschneidet, und dass Sanders der einzige ist, der gegen die Wall Street Seilschaften protestiert, ja, das zeigt, wie total neben der Spur dieses Land derzeit ist.

    Sanders hatte es verdient, dass man ihn hier in den Medien etwas genauer betrachtet. Er wird aber primär als "ein ähnliches Phänomen" wie Trump und damit im Umkehrschluss als Extremer bezeichnet. Das finde ich schwach.
    • icarius 14.02.2016 15:30
      Highlight Highlight Finde ich auch. Sanders sollte insbesondere für Europäer keine Bedrohung darstellen. Seine "revolution" ist ja im kern einfach eine Annäherung an den europ. Wohlfahrtsstaat.
    • Beobachter24 14.02.2016 18:39
      Highlight Highlight @John D.
      Erklär doch mal, inwiefern die USA Europa "immer" beschützt haben. Sagen wir mal nach 1945.

      Bis vor kurzem haben die USA Merkel (persönlich!) abgehört. Zudem ziehen die USA die europäischen Staaten immer wieder in Kriege rein. Unter beschützen verstehe ich was anderes.

      Ich wünschte mir "stärkere" europäische Staaten insofern, dass sie sich mehr von den USA abwenden sollten! Grad Deutschland sollte sich wieder an Russland annähern. Frankreich hätte auch das Zeug zu mehr Unabhängigkeit. Die Briten hingegen mauscheln gerne mit den USA rum ... so what.
  • Domino 14.02.2016 13:31
    Highlight Highlight Weitere Terroranschläge Weltweit (z.B. EM-FR) werden Trup weiter helfen, da er der einzge ist der ein Umdenken fordert und Schritte gegen den Islam umsetzen wird. Deutschland musste von ihm auch schon Kritik einstecken wegen der Flüchtlingspolitik. Sollte sich seine Kritik bewahrheiten gibt das weiteren Aufschwung. In meinen Augen ist Trup der einzige der aktive Veränderungen will, während die anderen später mit der Masse mitschwingen. Das gibt ihm eine Sonderstellung im Wahlkampf, da die Amis das Wischi-Waschi satt haben.
  • malu 64 14.02.2016 13:05
    Highlight Highlight Ich kann mir nicht vorstellen das
    Amerika einen solchen Clown wie
    Trump wählt. Er führt sich schon
    jetzt wie ei Diktator auf. Bei seinen
    Wahlveranstaltungen hat er
    Türsteher, welche Fragen, für oder
    gegen Trump. Wer gegen ihn ist
    wird des Salles verwiesen. Zudem
    wird die Presse in die hinterste Ecke gedrängt. Nur genehme TV
    und Radio Stationen werden
    zugelassen. Nun kann man sich
    vorstellen, wie ein solcher Diktator
    mit einer Regierung im Team
    zusammenarbeiten kann. Er lässt
    keine andere Meinung zu. Zudem
    würde er Kriege provozieren mit
    seinen rassenfeindlichen Sprüchen
    und Aktionen.
  • indubioproreto 14.02.2016 12:41
    Highlight Highlight Wie wäre der komplette Umbruch und das vollkommen überholte, undemokratische und ungerechte Mehrheitswahlsystem durch ein Proporz zu ersetzen? So wären die "Extremen" repräsentiert, aber nicht in der Mehrheit. Wie man 2016 noch an diesem veralteten System festhalten kann, ist mir ein Rätsel.
    • christianlaurin 14.02.2016 15:08
      Highlight Highlight USA USA USA USA .... Kein Witz des wegen. USA USA USA USA
  • kuhrix 14.02.2016 12:39
    Highlight Highlight Hört doch auf, warum sollte Sanders nicht mehrheitsfähig sein? Für uns Europäer ist Sanders ein normaler Linker. Gerade die jungen Amerikaner haben mittlerweile die Schnauze voll. Clinton ist für viele keine wählbare alternative. Wer die letzten Reden von ihr gehört hat, hat sicher gemerkt, dass sie jetzt krankhaft versucht mit den Sanders-Anliegen zu Punkten. Zudem stammt sie aus einer dieser Amerikanischen-Clans die sowieso viel zu viel Einfluss haben. Warum sollten Präsidenten immer Clinton oder Bush heissen?
  • Schmiedrich 14.02.2016 12:19
    Highlight Highlight Nun für Amerika und die Welt wäre wohl Bloomberg das beste, wobei ich sagen muss, dass mir Sanders auch durchaus Symphatisch ist.
    • zipper 14.02.2016 12:48
      Highlight Highlight Bloomberg? Er wäre der allerschlimmste von allen... noch mehr Wallstreetmafia geht wohl kaum... wie naiv muss man sein um Bloomberg zu wollen???
    • NWO Schwanzus Longus 14.02.2016 12:54
      Highlight Highlight Bloomberg vertritt interessen der Wall Street und der City of London. Er ist ein System Handlanger.
  • Go-away 14.02.2016 12:04
    Highlight Highlight Also meiner Meinung nach ist Bernie Sanders die einzige "Rettung" für die USA. Dem Mittelstand geht es immer schlechter und wenige Super-Reiche besitzen fast alles. Bernie Sanders, wenn er es den auch schaffen würde seine Ideen in die Tat umzusetzen, wäre wohl einer der besten, revolutionärsten Kandidaten. Ich denke eine Revolution würde der USA gut tun.
    • Luca Brasi 14.02.2016 13:49
      Highlight Highlight Wobei man auch realistisch sein muss. Denn ein Präsident Sanders hätte noch immer als Gegenspieler ein Parlament, dass von Republikanern dominiert wird und selbst Demokraten wohl einige seiner Ideen verhindern würden.
    • Go-away 14.02.2016 22:47
      Highlight Highlight Manchmal ist die Politik selbst ihr grösster Gegner. Es geht oft nicht mehr darum ein Land gemeinsam sinnvoll weiterzubringen, sondern das "meine" Partei am meisten Stimmen abkriegt, meine Lösung das einzig Wahre und mein Kandidat der einzig Richtige, wenn es nicht nach meinem Kopf geht, trete ich auf die Barrikaden und versuche zu erreichen, dass auch keine Idee meines Gegners(warum spricht man in der Politik so oft von Gegner?) umgesetzt wird.
  • TheRabbit 14.02.2016 11:13
    Highlight Highlight http://money.cnn.com/2016/02/08/news/economy/sanders-income-jobs/index.html

    So wies aussieht hätten die Ideen von Sanders sogar einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft.

    Warum hört man nie was von den positiven Seiten von Sander's Plan?
    • Go-away 14.02.2016 12:01
      Highlight Highlight Sehe ich ganauso.
  • Luca Brasi 14.02.2016 11:09
    Highlight Highlight "Der gesellschaftliche Wandel verläuft schneller und dynamischer als etwa im alten Europa".
    Dürfte ich da ein paar Beispiele hören? Denn irgendwie ist dieser Satz ein wenig kryptisch.
    • Mehmed 14.02.2016 11:37
      Highlight Highlight Vielleicht meint der Autor die schnelle und dynamische Abschaffung des Mittelstandes?
    • NWO Schwanzus Longus 14.02.2016 12:58
      Highlight Highlight @Hayek1902, ich glaube es auch das er das meint, zudem wird die US-Gesellschaft immer mehr durch Konsum und vermeintliches Glück durch eben dieses Geprägt. Speziell die Jungen Menschen. Ein Grund warum die Weissen bald in der Minderheit sein werden ist auch mangelndes Interesse eine Familie zu gründen. Die Latinos und andere Minderheiten sind da noch Traditionsbewusst weshalb ihre Anzahl nicht nur durch Migration sondern auch durch Geburtenraten steigt.
  • koks 14.02.2016 10:54
    Highlight Highlight der amerikanische traum ist ein mythos. den zu beschwören, ist schiere demagogie. herr blunschi, bringen sie doch ein paar statistiken darüber, wiewenige us-familienclans 90% der us-medien kontrollieren, und wiewenige amerikaner die hälfte des us-vermögens besitzen. der amerikanische traum ist eine lüge, die seit dem aufstieg des neoliberalismus propagiert wird um zu kaschieren, dass die usa undemokratisch am gängelband weniger superreicher läuft und kriege als business führt.
    bonusfrage: wieviele ferientage sieht das us-arbeitsgesetz für normale angestellte vor pro jahr?
    • AdiB 14.02.2016 11:14
      Highlight Highlight ich hab mal was von 10 ferientagen im jahr gehört und 12 stunden am tag arbeiten. so sei es bei einem normalen arbeiter.
    • manhunt 14.02.2016 14:34
      Highlight Highlight ferien gibts in den usa nur für reiche und superreiche. und die müssen ja irgendwie finanziert werden. darum gibt es für ottonormalarbeitnehmer keine gesetzliche untergrenze für ferientage. die sollen den bonzen schliesslich dankbar dafür sein, überhaupt einen job zu haben! da wäre es schon eine frechheit noch ferien oder gar einen anständigen lohn zu erwarten. es ist schliesslich eine grosse ehre für den geldbeutel und das wohlergehen des chefs zu schuften. und ganz nebenbei, freizeit ist ist eh total überbewertet. zu viel freizeit bringt bloss auf dumme gedanken.

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