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epaselect epa05625935 US President elect Donald Trump (C), with his wife Melania Trump (L), and Senate Majority Leader Mitch McConnell (R), gives the thumbs up after a meeting in the Majority Leaders office in the US Capitol in Washington, DC, USA, 10 November 2016. Earlier in the day President elect Trump met with US President Barack Obama and Speaker of the House Paul Ryan.  EPA/SHAWN THEW

Donald Trump nach einem Treffen mit dem Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell (10.11.2016). Bild: SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Trump will nur die «Besten» für sein Kabinett: Das heisst offenbar männlich und weiss



Viel Zeit bleibt Donald Trump nicht, um die rund 4000 Stellen zu besetzen, die mit dem Regierungswechsel in Washington frei werden. Bislang hat er nur zwei Posten vergeben, die allerdings auch nicht vom Senat bestätigt werden müssen. Seine Entscheidungen, wer in seinem Kabinett Platz nimmt, stehen noch aus. Eine Übersicht der Schlüsselposten:

Stabschef

Er ist der Gatekeeper, er entscheidet, wer Zugang zum Präsidenten bekommt: Der Stabschef im Weissen Haus. Trumps Wahl ist auf Reince Priebus gefallen, den Chef der Republikanischen Partei. Er gilt als erfahrener Parteipolitiker, der Brücken zur republikanischen Führung bauen kann, allen voran zum Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, dem Republikaner Paul Ryan.

U.S. President-elect Donald Trump and Chairman of the Republican National Committee Reince Priebus (R) address supporters during his election night rally in Manhattan, New York, U.S. on November 9, 2016.  REUTERS/Mike Segar/File Photo

Reince Priebus (rechts) mit Donald Trump. Bild: Mike Segar/REUTERS

Chefstratege

Steve Bannon wird Trumps Chefstratege und wichtigster Berater. Der President Elect hatte den Chef der ultrakonservativen Nachrichten-Website «Breitbart» im August in sein Wahlkampfteam geholt. Der IT-Unternehmer war ebenfalls für den Posten des Stabschefs gehandelt worden. Er gilt unter Konservativen in den USA als provokante Figur.

Campaign CEO Stephen Bannon departs the offices of Republican president-elect Donald Trump at Trump Tower in New York, New York, U.S. on November 11, 2016.   REUTERS/Carlo Allegri/File Photo

Steve Bannon im Trump Tower in New York. Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

Aussenminister

Wer dieses wichtige Amt bekleiden und die USA im Ausland vertreten wird, ist noch unklar. Gerüchten zufolge sollen der Ex-Bürgermeister von New York Rudy Giuliani und George W. Bushs damaliger UNO-Botschafter John Bolton im Rennen sein.

Republican presidential nominee Donald Trump walks with former New York City Mayor Rudolph Giuliani (L) and his son Eric Trumo (R) through the new Trump International Hotel in Washington, D.C., U.S., September 16, 2016.  REUTERS/Mike Segar

Rudy Giuliani (links) mit Donald Trump. Bild: MIKE SEGAR/REUTERS

Beide gelten als Hardliner, wobei Guliani keine aussenpolitische Erfahrung mitbringt. Bolton verteidigt die Irak-Invasion bis heute und hätte gerne die iranischen Atomanlagen bombardiert.

John Bolton, former U.S. ambassador to the United Nations, leaves the stage after speaking on U.S. foreign policy during the Republican Jewish Coalition Spring Leadership Meeting at the Venetian Resort in Las Vegas, Nevada March 29, 2014. REUTERS/Las Vegas Sun/Steve Marcus (UNITED STATES - Tags: POLITICS)

John Bolton. Bild: STEVE MARCUS/REUTERS

Verteidigungsminister

Für diesen Posten wird Jeff Sessions gehandelt. Der republikanische Senator aus Alabama war einer der wenigen nationalen Politiker, die sich im Wahlkampf uneingeschränkt auf die Seite Trumps schlugen. Er wird auch als Justizminister und Minister für Innere Sicherheit (Homeland Security) gehandelt.

Sen. Jeff Sessions, R-Ala., left, looks on as Republican presidential candidate Donald Trump speaks during a national security meeting with advisors at Trump Tower, Friday, Oct. 7, 2016, in New York. (AP Photo/ Evan Vucci)

Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Justizminister

Ausgerechnet Ted Cruz, Trumps erbitterter Kritiker und Widersacher in den Vorwahlen, wurde gestern im Trump Tower gesichtet. Der gelernte Jurist kommt offenbar für den Posten des Justizministers in Frage.

Sen. Ted Cruz, R-Texas, walks from Trump Tower, Tuesday, Nov. 15, 2016, in New York. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Ted Cruz vor dem Trump Tower (15.11.2016). Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Finanzminister

Die naheliegende Wahl hier ist Steve Mnuchin, Finanzchef in Trumps Wahlkampfteam und früherer Banker bei Goldman Sachs.  

Steven Mnuchin, national finance chairman of President-elect Donald Trump's campaign, walks in the lobby of Trump Tower, Monday, Nov. 14, 2016, in New York. (AP Photo/ Evan Vucci)

Steven Mnuchin im Trump Tower in New York. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Ist das eine gute Mannschaft (bislang keine Frauen), die Trump da zusammenstellt? Die Frage ist falsch gestellt, denn sein Anspruch ist nicht «gut», sondern «die Besten».

«Ich werde mich ausschliesslich mit den besten und seriösesten Leuten umgeben.»

Donald Trump (August 2016) quelle: washington post

Auch seine Tochter Ivanka bestätigte am Parteikonvent der Republikaner die kompromisslose Haltung ihres Vaters, wenn es um Stellenbesetzungen geht:

«Mein Vater ist farbenblind und geschlechtsneutral. Er stellt für jeden Job den besten Kandidaten ein. Punkt.»

Ivanka Trump (23.07.2016)

Tja, dann wissen wir es jetzt. Die «Besten» sind ausnahmslos männlich, weiss und republikanisch.

Ivanka Trump steht in der Kritik

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FrancoL 17.11.2016 00:10
    Highlight Highlight Ja und der mögliche Aussenminister wäre ja dann der Hammer:

    Bolton verteidigt die Irak-Invasion bis heute und hätte gerne die iranischen Atomanlagen bombardiert.

    Eigentlich sollten da bei allen Hillary-Basher die Alarmglocken läuten.

    Ich hoffe diese Wahl wird nicht bestätigt, denn dann müsste ich mich doch krumm lachen, auch wenn es nichts zu lachen gibt.

  • Luca Brasi 16.11.2016 22:59
    Highlight Highlight Ach kommen Sie, Herr Ramezani! Weisse alte republikanische Männer sind vom Aussterben bedroht und es ist vielleicht deren letzte Chance. Ausserdem ist mit Ted Cruz ein Latino-Kanadier dabei und auch die italoamerikanische Community freut sich für Rudy Giuliani. Die Italos sind schon lange in den USA und hatten nicht einmal einen Präsidenten. Sogar die Iren hatten das.

    😉
  • Stöckli 16.11.2016 21:30
    Highlight Highlight Um ein Onlineportal zu zitieren: mimimimimimimi
  • The fine Laird 16.11.2016 17:01
    Highlight Highlight Also wenn ich Trump währe würde ich nur afroamerikaner einstellen. Nur zum Spass gegenüber allen.😁
  • Aged 16.11.2016 15:48
    Highlight Highlight Wir haben dafür die "Beste Armee der Welt".
  • INVKR 16.11.2016 15:46
    Highlight Highlight "Bolton verteidigt die Irak-Invasion bis heute und hätte gerne die iranischen Atomanlagen bombardiert."

    Ok.

    Wisst ihr noch wie es hier während des gesamten Wahlkampfs in den Kommentarspalten getönt hat? "Mimimi, schreibt nicht immer gegen Trump, er ist für den Frieden, keine Weltpolizei mehr, Clinton ist eine Kriegstreiberin, mimimi..."
    • Ton 16.11.2016 17:39
      Highlight Highlight Es sagte aber auch so gut wie niemand, dass Trump befürwortet würde. Dass das kleinere Übel übel sein wird, war hoffentlich allen klar.
  • Aluhut 16.11.2016 15:26
    Highlight Highlight Na klar sind weisse Männer die geeignetsten Kandidaten. Frauen sind nur zum angrapschen da (gemäss Trump)

    Hingegen sind Männer nieten bei Haushaltssachen wie Putzen und Abwaschen (gemäss TV-Werbung)
  • Sapere Aude 16.11.2016 15:21
    Highlight Highlight Man stelle fest, bis auf Bannon alles Leute die zum Republikanischen Establishment gehören, sogar die Wallstreet hat man mit ins Boot geholt.

Sieben Methoden: So will Trump Afroamerikaner und andere Minderheiten vom Wählen abhalten

Er hat Hochkonjunktur: der Spruch «Amerika ist gespalten wie nie zuvor». Selten aber ist damit das Wahlsystem gemeint. Dabei herrscht gerade in diesem Bereich Krieg. Seit Jahren versuchen die Demokraten, die Zugangshürden für Wähler zu senken. Die Republikaner hingegen setzen alles daran, möglichst viele Amerikaner*innen von der Urne fernzuhalten. In den USA gilt traditionell: Grössere Wählermassen sind besser für die Demokraten. Ein geringer Wähleranteil hingegen hilft den Republikanern.

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