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epa05436050 Republican Presidential nominee Donald Trump (L) and Vice Presidential nominee Mike Pence (R) during the final day of the 2016 Republican National Convention at Quicken Loans Arena in Cleveland, Ohio, USA, 21 July 2016.  Donald Trump formally accepted the nomination of the Republican Party as their presidential candidate in the 2016 election.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Siegessicher: Donald Trump und sein Vize-Kandidat Mike Pence am Parteikonvent in Cleveland.
Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

Trump for President? Warum Michael Moore (vermutlich) falsch liegt

Filmemacher Michael Moore sieht schwarz: Er geht davon aus, dass der Republikaner Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl gewinnen wird. Dabei sprechen gewichtige Gründe dagegen.



«In meinem ganzen Leben wollte ich nie so sehr Lügen gestraft werden wie jetzt.» Dies schreibt Michael Moore, Dokumentarfilmer und linker Aktivist, auf seiner Website. Denn Moore hat «üble Neuigkeiten» für seine Freunde: Donald Trump wird im November gewinnen. «Dieser erbärmliche, ignorante und gefährliche Teilzeitclown und Vollzeitsoziopath wird unser nächster Präsident.»

FILE - In this June 9, 2016, file photo, director Michael Moore reacts as he poses for photographers at the photo call of his new film, 'Where To Invade Next' in London. Moore said during an online edition of HBO's

Michael Moore gibt den Schwarzmaler.
Bild: AP/Invision

Fünf Gründe nennt Michael Moore, warum der Kandidat der Republikaner seiner Ansicht nach ins Weisse Haus einziehen wird: Die Brexit-Stimmung im «Rust Belt», den vier traditionellen Industriestaaten im Nordosten der USA, die wütenden weissen Männer, das Hillary-Problem, die enttäuschten Sanders-Wähler und eine allgemeine Protestwahl-Mentalität.

Moore hat mit seiner Diagnose nicht Unrecht. Trotzdem gibt es gewichtige Gründe, mit denen man ihn Lügen strafen kann. Donald Trump muss mit zwei grossen strukturellen Nachteilen fertig werden, die seinen Wahlsieg zwar nicht verunmöglichen, aber enorm erschweren.

Die Bevölkerungsstruktur

Donald Trump hat seinen unerwarteten Erfolg bei den republikanischen Vorwahlen in der Tat den wütenden weissen Männern zu verdanken, die den persönlichen Niedergang und jenen des ganzen Landes nicht nur fürchten, sondern als Tatsache empfinden. Umfragen zeigen, dass Trump den grössten Rückhalt bei den über 40-jährigen weissen Amerikanern geniesst.

Mit diesem Segment allein aber wird er niemals Präsident. In allen anderen Bevölkerungsgruppen ist sein Image negativ. Die Frauen lehnen ihn mehrheitlich ab, und bei den Jüngeren, den Schwarzen und den Latinos sind seine Beliebtheitswerte fast schon unterirdisch. Genau diese Koalition (Frauen, Junge, Minderheiten) hat Barack Obama zweimal zum Wahlsieg getragen.

Bild

Die USA wandeln sich, sie werden bunter. Ohne gewichtigen Stimmenanteil bei den Minderheiten kann man die Wahl nicht gewinnen. Das wusste schon George W. Bush, er konnte auf viele Latino-Stimmen zählen. Donald Trump hat das am stärksten wachsende Bevölkerungssegment nach Kräften brüskiert. Bei seinem ersten Auftritt beschimpfte er mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger und Diebe, und an der Südgrenze der USA will er eine Mauer errichten.

Deshalb dürfte Trump seinen Wahlkampf auf die vier Bundesstaaten Michigan, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin im «Rostgürtel» konzentrieren, wie Michael Moore vorhersagt. Dort leben besonders viele verbitterte weisse Menschen, die den Niedergang der US-Industrie am eigenen Leib erfahren haben. Falls Trump in diesen vier Staaten gewinnt, könnte er es tatsächlich schaffen.

Diese Hürde aber ist sehr hoch. Barack Obama hatte bei seinen beiden Wahlsiegen jeweils alle vier Staaten abgeräumt, obwohl er mit Sicherheit kein Posterboy der weissen Arbeiter ist. Ich habe das vor vier Jahren selbst erlebt. In der heissen Phase des Wahlkampfs unterhielt ich mich in Ohio mit einem Gewerkschafter aus der Stahlindustrie. Seine Begeisterung für Obama hielt sich in engen Grenzen. Der Präsident sicherte sich den Staat und die Wiederwahl trotzdem.

Für Trump könnten einzig die Unbeliebtheit seiner Kontrahentin sprechen, also das «Hillary-Problem», und die in diversen Bundesstaaten verschärften Vorschriften für die Teilnahme an der Wahl. Man muss nun einen amtlichen Ausweis vorlegen, was für Schwarze oder Latinos zum Problem werden kann. Ob dies Trump wirklich helfen wird, ist dennoch fraglich.

Die Wahlkampf-Organisation

Donald J. Trump ist eine One Man Show, und so hat der Immobilientycoon aus New York auch seinen bisherigen Wahlkampf bestritten. Bei den Vorwahlen konnte er damit abräumen, doch die eigentliche Präsidentschaftswahl am 8. November ist eine andere Dimension. Eine starke Wahlkampfmaschinerie ist notwendig, um die Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren.

Barack Obama hat dies zweimal meisterhaft umgesetzt. Er sammelte enorme Geldsummen und überzog vor allem die umkämpften Swing States mit einem dichten Netz an Wahlkampfbüros und freiwilligen Helfern, mit dem seine republikanischen Kontrahenten nicht mithalten konnten. Donald Trumps Wahlkampfteam dagegen ist bislang finanziell und personell schwach dotiert.

A cardboard cut out of U.S. Democratic presidential candidate Hillary Clinton stands in the window of her campaign office in Scranton, Pennsylvania July 7, 2016, the day before her campaign rally with U.S. Vice President Joe Biden in Scranton.  REUTERS/Brian Snyder

Wahlkampfbüro von Hillary Clinton in Pennsylvania.
Bild: BRIAN SNYDER/REUTERS

Im Vorfeld des republikanischen Parteitags in Cleveland versuchte die «Huffington Post», die Wahlkampfbüros von Trump in allen 50 Bundesstaaten telefonisch zu kontaktieren. Vielfach war die angegebene Nummer nicht in Betrieb. In anderen Fällen erfolgte kein Rückruf, oder es hiess, die Organisation sei erst im Aufbau begriffen. Hillary Clinton hatte zum gleichen Zeitpunkt bereits mehr als 100 Büros in 14 wichtigen Staaten und bezahlte Mitarbeiter in 45 Bundesstaaten, obwohl die Demokratin in manchen davon nicht die geringste Wahlchance hat.

Laut Angaben der nationalen Wahlbehörde von Ende Juni hatte Donald Trump gerade mal 68 bezahlte Mitarbeiter auf der Lohnliste, Clinton hingegen 651. Dieser Rückstand wird schwer aufzuholen sein. Trump zählt auf die Unterstützung der Republikanischen Partei, doch dort ist der Widerwille gegen ihn gross. Viele im Parteiapparat betrachten den Quereinsteiger als windigen Hochstapler, der die Republikaner quasi gekidnappt hat.

Das alles bedeutet nicht, dass Donald Trump chancenlos ist. Für ihn spricht vor allem der letzte Punkt in Michael Moores Auflistung. In den USA brodelt eine revolutionäre Proteststimmung, von der auch Bernie Sanders bei den Demokraten profitiert hat. Hillary Clinton dagegen gilt als typische Vertreterin des Establishments, die viele Amerikaner zudem als unehrlich betrachten.

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Trump ruft Russland dazu auf, Clintons E-Mails zu finden.
YouTube/C-SPAN

Bis zur Wahl in dreieinhalb Monaten kann einiges passieren. Wenn Donald Trump jedoch die Russen auffordert, Clinton auszuspionieren, dann verdrehen nicht nur die neokonservativen Hardliner die Augen, die «ihren» Kandidaten ohnehin nicht ausstehen können. Man muss sich in solchen Fällen vielmehr fragen, ob der Kandidat mit der schrillen Frisur es wirklich ernst meint, oder ob er den Wahlkampf nicht doch nur als PR-Show betrachtet.

Selbst Michael Moore scheint es mit seiner Analyse nicht ganz wohl zu sein. Nächste Woche will er erläutern, wie Trump zu schlagen ist. Material dafür müsste er eigentlich genug haben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • demokrit 28.07.2016 17:59
    Highlight Highlight Bei uns gibt es auch genug Leute, die die Milliardenerbin Martullo-Blocher und die beiden linksextremen Ewigstudenten Wermuth oder Glättli in den NR wählen. Rationale Erklärungen scheitern hier. Für eine Präsidentenwahl ist der Bauch vielleicht sogar noch entscheidender. Seit den 70ern sind 90% der Amerikaner ärmer geworden, damit könnte Trumps "Make America great again" vielleicht sogar verfangen.
  • Angelo C. 28.07.2016 17:56
    Highlight Highlight Auch die Gegenargumente Peter Blunschis haben einiges für sich, wobei der Hinweis auf Trumps Unbeliebtheit bei den Frauen problemlos auch auf Hillary Clinton übertragen werden kann. Obwohl da mutmasslich immer noch ein gewisser Vorsprung bleiben mag, denn immerhin wünschen sich viele Amerikanerinnen erstmals eine Präsidentin.

    Doch wird sie von vielen Durchschnittswählerinnen als kaltherzig, zu machtbezogen und zu intellektuell empfunden.

    Hier noch was dazu von der Website der WW abgekupfert:

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2016-30/artikel/wetten-dass---die-weltwoche-ausgabe-302016.html?
  • Sunking_Randy_XIV. 28.07.2016 17:49
    Highlight Highlight Ja, da ist sie wieder, die nächste formell korrekte Politanalyse. Gut geschrieben, die logischen Schlüsse gezogen. Die Frauen, Minderheiten und die Jungen werdens dann am Ende doch noch richten. Und am Ende ist alles Gut. Ach, Mann! Die Wähler_innen sind in sehr kurzer Zeit sehr unberechenbar geworden, die Neigung und die Lust zum (reinen) Protest - wie es Moore gesagt hat -, macht Unmögliches plötzlich möglich und Undenkbares denkbar. Ich bin ziemlich überzeugt, dass Trump Präsident wird, es ist einfach die logische, gegenwärtige Konsequenz. Dann ist der Rieseneinlauf Realität geworden ;)
  • ziellos 28.07.2016 16:41
    Highlight Highlight ...
    Benutzer Bild
  • Pana 28.07.2016 16:29
    Highlight Highlight Der Artikel ist gut geschrieben, aber der Autor verkennt den Sinn hinter Moore's Aktion. Natürlich weiss er, dass er (vermutlich) falsch liegt. Aber es geht genau um dieses "vermutlich". Wenn sich alle auf die logischen Tatsachen verlassen, gehen weniger wählen, und Trump's Chancen steigen.

    Die Demokraten müssen Trump mit seinen eigenen Waffen schlagen: Die Angst. Eine Angst vor einer Trumpschen Präsidentschaft.
    • FrancoL 28.07.2016 17:57
      Highlight Highlight Ihre Aussage bezüglich Teilnehme an den wahren und dass diese eher für Trump ausgeht wenn wenige wählen trifft sicherlich zu.

      Das mit der Angst ist so eine Sache, der Schuss kann auch nach hinten losgehen.
  • TheCloud 28.07.2016 15:51
    Highlight Highlight Etwas Wichtiges was für einen Sieg Trumps spricht wurde im Artikel nicht erwähnt.
    Trump verfügt über milliardenschwere Fonds eines russischen Cellisten, und hat indirekt ungehindert Zugriff auf alle Rechner der Demokraten und den meisten staatlichen Systemen.
    • Stachanowist 28.07.2016 16:16
      Highlight Highlight Sorry was? Meinst du die Roldugin-Gelder? Wie sollte Trump darauf Zugriff haben? Und warum sollte Putin das wollen?

      Manchmal habe ich das Gefühl, dass die wildesten Verschwörungstheorien salonfähig werden, sobald sie was mit Russland, China, der Türkei o.ä. zu tun haben. Weird.
    • TheCloud 28.07.2016 17:06
      Highlight Highlight Netter Versuch Stachanovist.
      Fakten sind eben Fakten.
    • Toerpe Zwerg 28.07.2016 17:16
      Highlight Highlight Vice versa.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Brasi 28.07.2016 15:28
    Highlight Highlight Kann es sein, dass Moore einfach Alarmismus betreibt, damit eine Grosszahl sich schlicht hinter Clinton stellt, damit das Schreckgespenst Trump nicht gewinnt und er so die Wähler mobilisieren will?
    • sdv520 28.07.2016 16:37
      Highlight Highlight kann schon sein. ist aber angesichts der erfahrungen in den letzten jahren, stichwort mei, brexit, nicht verwunderlich, dass er so reagiert. anscheinend treiben angst und frust mehr wähler zur urne, als vernunft und weitsichtigkeit. imo ist es deshalb nur legitim, dass er neben der pro-hillary kampagne eine anti-trump kampagne starten will. soll ende jahr kein ami sagen, hab zwar nicht gewählt, aber trump wollt ich schon gar nicht.
    • FrancoL 28.07.2016 18:07
      Highlight Highlight Scheinheilige Frage!
      Natürlich versucht er anzustacheln die lethargische Wählerschaft der Demokraten zur Wahl zu bewegen und er wird in wenigen Tagen dann dieses Ziel mehr Demokraten an die Urne zu bringen auch nochmals klar darlegen. Erst mal "aufscheuchen" und dann den Weg zur Urne zeigen!
  • Alnothur 28.07.2016 15:20
    Highlight Highlight Nun, in der letzten Umfrage - auf der Grafik noch nicht zu sehen - hat Trump deutlich zugelegt; wenn ich mich richtig erinnere um 7%. Und wenn dann noch der neuste WikiLeaks-Leak erscheint...
    • Peter 28.07.2016 16:09
      Highlight Highlight Bis jetzt haben die Wikileaks-Enthüllungen kaum Substanzielles hervorgebracht. Und Umfragen sind Momentaufnahmen, man darf sie nicht überbewerten. Er muss noch einiges tun, um sein Image bei Frauen, Schwarzen und Latinos zu verbessern.
    • Kookaburra 28.07.2016 16:51
      Highlight Highlight Immerhin kam heraus, dass die Latino Wähler von gewissen Demokraten als Tacos bezeichnet werden. Die Gemeinschaft der Latino-Wähler als "Taco bowl"...

      Ich weiss nicht mehr, wie sie die Frauen und Schwarzen nannten. Zum Glück sind die nicht so rassistisch wie Trump...
    • Peter 28.07.2016 23:24
      Highlight Highlight Wir waren eines der ersten Medien hierzulande, das über das DNC-Leak berichtet hat:

      http://wat.is/q2d8NBAA6ENBtHTD

      Alles andere ist rein hypothetisch.
  • Howard271 28.07.2016 15:09
    Highlight Highlight Wer den berühmt-berüchtigten Moore-Text zu Ende liest, sieht, dass er unten noch eine Fortsetzung namens "Trump's Achilles Heel and how I think he can be beat" ankündigt. Er sieht Hillary also überhaupt nicht als chancenlos. 😉
  • Linus Luchs 28.07.2016 14:54
    Highlight Highlight Vielleicht ist Michael Moore ein schlauer Fuchs? Er weiss, wie wichtig es ist, alle an die Wahlurnen zu trommeln, die Trump verhindern wollen. Mit einer schockierenden Prognose weckt er die Clinton-wird's-schon-machen-Penner auf, damit auch die ihren Beitrag leisten.
    • FrancoL 28.07.2016 18:09
      Highlight Highlight Ja die Lethargie von etlichen Demokraten sollte beendet werden, sonst hat Trump mehr als nur eine reale Chance.
  • JPPJ 28.07.2016 14:52
    Highlight Highlight Wahnsinn, wie Sie in diesem Artikel Moore's Einschätzung zu Trump's Chancen im Rust Belt durch ein vor 4 Jahren geführtes Gespräch mit einem einzelnen Gewerkschafter zunichte machen.
    • Peter 28.07.2016 15:23
      Highlight Highlight Dieses Gespräch spricht eher für Trumps Chancen im Rust Belt. Der Gewerkschafter war definitiv kein grosser Obama-Fan. Trotzdem hat der Präsident im damaligen widrigen Umfeld in Ohio und den anderen drei Staaten gewonnen. Trotz der derzeit miesen Stimmung kann ich mir schlecht vorstellen, dass Trump diesen Trend nun total zu seinen Gunsten umbiegen kann.
    • JPPJ 28.07.2016 15:54
      Highlight Highlight Sie schreiben dass die Hürde für Trump, alle 4 Staaten zu gewinnen, hoch sei. Dies untermauern Sie mit besagtem Gespräch mit dem Gewerkschafter, der kein grosser Fan des demokratischen Kandidaten war. Trotzdem gewann Obama alle 4 Staaten.
      Nun schreiben Sie, dass Sie sich schlecht vorstellen können, dass Trump diesen (demokratischen?) Trend umbiegen kann.
      Ich kann nicht folgen, inwiefern das Gespräch nun für Trumps Chancen sprechen soll
    • Peter 28.07.2016 16:01
      Highlight Highlight Bitte den Text genau wiedergeben. Ich schreibe, dass Obama gewonnen hat, obwohl er kein Posterboy der weissen Arbeiter war und wohl immer noch ist. Als Beleg dafür dient mein Gespräch mit dem Stahlarbeiter-Gewerkschafter. Bei Leuten wie ihm dürfte Trumps protektionistische Botschaft durchaus Anklang finden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • URSS 28.07.2016 14:49
    Highlight Highlight Also wenn die Wahlmännergremien diesen Lump äh Trump als Präsident " wählen"dann aber nen dicken Lumber überwerfen sich ducken und den Notvorrat aufstocken...
    • FrancoL 28.07.2016 18:19
      Highlight Highlight @JohnW; Schauen sie sich die letzten 25 Jahre in der Stammgattung des Baulöwen Trump herum und sagen sie dann nochmals er habe noch nichts angestellt? Lesen Sie einmal wie er so mit den Unternehmen umgesprungen ist, was er für Mittelchen benutzt hat um die Bauten zu realisieren, wo er um Steuervergünstigungen als Katalysator für seine Projekte gebuhlt hat.
      Bei Quereinsteiger sollte man doch auch einmal den Leistungsausweis in deren Stammgebiet einmal genauer ansehen, doch das ist Ihnen wohl zu umständlich. Un kommen sie nicht mit der Ausrede, wo stehet denn das?
    • FrancoL 28.07.2016 21:19
      Highlight Highlight @JohnW; das nächste mal wo ich meine Arbeiter unterbezahle und die Steuerfonds zu meinen Gunsten benutze und damit öffentliche Gelder Sinn entfremde werde ich den Behörden sagen; Das ist Privatsache JohnW hat es zur Privatsache degradiert. Nun kannst Du nochmals versuchen die Steuern und das Arbeitsrecht als Privat zu taxieren.
      Zudem wer ein Gauner im Privaten ist wird es auch in der Politik bleiben. Ich weiss dass es Deine Vorbilder in der Ch-Politik nicht so genau mit dem Ergaunern nehmen aber Dieb bleibt Dieb.
    • _kokolorix 28.07.2016 21:48
      Highlight Highlight @JohnW
      Die 8Jahre G.W. Bush waren miese Jahre. Die Wirtschaft brach ein, die Staatsausgaben stiegen ins uferlose, vor allem durch sinnlose kriegerische Aktivitäten, offensichtlicher Wahlbetrug wurde juristisch unter den Teppich gekehrt, hochrangige Regierungsmitglieder haben sich schamlos bereichert, es wurde gelogen und betrogen wo es nur ging.
      Das Obama das in seinen 8 Jahren gegen ein republ. Parlament wieder ins Lot bringen könnte hat wohl niemand erwartet. Umso wichtiger wäre es wenn diese langweilige, pragmatische Politik weitere 8 Jahre bestand hätte
  • saukaibli 28.07.2016 14:44
    Highlight Highlight Ich befürchte die geringste Wahlbeteiligung aller Zeiten bei der nächsten Präsidentschaftswahl. Viele Republikaner werden nicht für Trump stimmen (und auch nicht für eine demokratische Kandidatin). Umgekehrt werden viele Demokraten nicht für Clinton stimmen, weil sie endlich mal einen Wechsel wollen (was mit Clinton natürlich vollkommen illusorisch ist). Und bei geringer Wahlbeteiligung haben die Wutbürger immer einen Vorteil, denn die sind ja sowieso immer motiviert zum Abstimmen. Die US-Präsidentenwahl ist in etwa wie die Wahl zwischen Pest und Ebola.
  • Kookaburra 28.07.2016 14:34
    Highlight Highlight Trump verspricht schon einiges, dass ihm hilft. Vor allem sein "anti-politik-sumpf" und "anti Geldadel" Image.

    Für Hillary spricht im Grunde nur, dass sie Frau und nicht Trump ist.

    Oder kann jemand sagen wieso man Hillary wählen sollte, ohne Trump zu erwähnen?

    Ich glaube schon das Trump gewinnt.

    Aber am besten wäre wohl Michelle Obama :)
    • SJ_California 28.07.2016 15:11
      Highlight Highlight Bin auch für Michelle Obama :)

      Gut möglich, dass Trump die ganze Kandidatur nur zu PR-Zwecken nutzt. Er ist schliesslich nicht der Typ, der Verantwortung für ein ganzes Land übernimmt. Und auch keiner, der konstruktive Lösungen sucht. Eine Mauer entlang der Südgrenze ist nur lächerlich.
    • Fabio74 28.07.2016 15:21
      Highlight Highlight Trump ist nicht anti sondern er kommt aus dieser Ecke und für diese wird er Poltik machen.alles andere ist naiv
    • Alnothur 28.07.2016 15:22
      Highlight Highlight Johnson wäre noch. Dieses Jahr zwar chancenlos, aber seine Umfragewerte sind für US-Verhältnisse schon fast astronomisch.
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Anonymous hackt Sasek-Sekte: Schulungs-Videos zeigen, wie Mitglieder fanatisiert werden

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