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A screen shows CNN projecting U.S. Republican presidential candidate Ted Cruz will win the Iowa caucus in Des Moines, Iowa, United States, February 1, 2016. REUTERS/Jim Young

Jubel bei den Cruz-Anhängern. 
Bild: JIM YOUNG/REUTERS

Iowa-Caucus: Ted Cruz gewinnt Republikaner-Vorwahl +++ Clinton hauchdünn vor Sanders +++ O'Malley will nicht mehr

Überraschend entscheidet Ted Cruz die erste Vorwahl um die Nomination durch die republikanische Partei für sich. Der erzkonservative Senator aus Texas verwies Mitbewerber Donald Trump und Marco Rubio auf die Plätze. Bei den Demokraten liegt Hillary Clinton nach Auszählung von mehr als 90 Prozent aller Stimmen hauchdünn vor Herausforderer Bernie Sanders.



Mit den Vorwahlen in Iowa ist am Montag in den USA das Wahljahr gestartet. Im landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat im Mittleren Westen begannen Punkt 19 Uhr (2 Uhr MEZ) die Parteiversammlungen der Republikaner und der Demokraten. 

Und alle Polit-Nerds so: 

Die Anhänger der Kandidaten kamen in den sogenannten Caucus zusammen und stimmen nach eingehender Diskussion ab. Die Wahl ist zahlenmässig als eine von mehr 50 Vorwahlen kaum bedeutend, hat aber als erste Abstimmung grosse Signalwirkung. 

Die Wahlbeteiligung war laut Medienberichten im Vergleich zu 2012 signifikant höher. Nicht zuletzt das — für Februar — milde Wetter dürfte dabei eine Rolle spielen.

Cruz hat Republikaner-Vorwahl gewonnen

A screen shows CNN projecting U.S. Republican presidential candidate Ted Cruz will win the Iowa caucus in Des Moines, Iowa, United States, February 1, 2016. REUTERS/Jim Young

Bild: JIM YOUNG/REUTERS

Ted Cruz hat die erste Vorwahl der US-Republikaner im Bundesstaat Iowa gewonnen. Der texanische Senator verwies Donald Trump auf den zweiten Platz. Der umstrittene New Yorker Milliardär Trump blieb damit hinter den Erwartungen zurück.

Cruz kam nach Auszählung von fast aller Bezirke auf rund 28 Prozent der Stimmen. Trump, der in Umfragen leicht vor Cruz lag, erreichte rund 24 Prozent und damit nur rund ein Prozent mehr als Marco Rubio, der auf dem dritten Platz landete. Der Senator aus Florida schnitt damit deutlich besser ab als erwartet.

Die anderen republikanischen Bewerber waren abgeschlagen. Der frühere Neurochirurg Ben Carson holte etwas mehr als neun Prozent. Senator Rand Paul lag bei 4,5 Prozent vor Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush, der auf weniger als drei Prozent kam. Alle anderen Kandidaten blieben unter zwei Prozent.

Two voters hold up a sign for Republican presidential candidate, Sen. Marco Rubio as presidential candidate Donald Trump, center, and wife, Melania visit Saint Francis of Assisi Church, a caucus site, Monday, Feb. 1, 2016, in West Des Moines , Iowa. (AP Photo/Jae C. Hong)

Nicht das, was er sich erhofft hatte: Donald Trump.
Bild: Jae C. Hong/AP/KEYSTONE

«Wir sind Zweiter geworden, und ich möchte euch etwas sagen: Ich fühle mich einfach geehrt, sehr geehrt», erklärte Trump vor Anhängern. Der wegen seiner populistischen und teils fremdenfeindlichen Äusserungen umstrittene Geschäftsmann gratulierte Cruz «und allen unglaublichen Kandidaten».

Rubio feierte sein Abschneiden vor Anhängern wie einen Sieg. «Ich bin euch so dankbar, Iowa», sagte. «Ihr habt an mich geglaubt, als andere nicht geglaubt haben, dass diese Nacht möglich sein würde.» Der im Vergleich zu Trump und Cruz weniger extreme Rubio gilt als Kompromisskandidat der Republikaner.

Nach seinem zweiten Platz bei der US-Vorwahl in Iowa will Donald Trump nun alle Kräfte auf die nächsten Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina richten. «Wir werden uns diese Nominierung für die Präsidentschaft holen», rief er seinen Anhängern in Des Moines zu.«Wir werden Hillary oder Bernie Sanders oder wen auch immer sie da aufstellen, locker schlagen», sagte Trump in der Nacht zum Dienstag. 

Marco Rubio, der auf dem dritten Rang landete, gratulierte seinem Widersacher Ted Cruz auf Twitter zu dessen Sieg.

Democratic presidential candidates (L - R) Hillary Clinton, Martin O'Malley and Bernie Sanders stop for a photo following the First in the South Presidential Candidates Forum held at Winthrop University in Rock Hill, South Carolina in this November 6, 2015 file photo. Former Maryland Governor Martin O'Malley, who had trouble gaining any traction in the Democratic race, planned to suspend his campaign at 9:30 p.m. CST (0330 GMT), according to a Democrat with knowledge of his plans. O'Malley was in third place with 0.5 percent. REUTERS/Chris Keane/Files

Das demokratische Dreigespann: Clinton, O'Malley, Sanders. O'Malley hat bekanntgegeben, nach den Iowa-Vorwahlen aus dem Rennen auszusteigen.
Bild: CHRIS KEANE/REUTERS

Bei den Demokraten liegen die frühere Aussenministerin Hillary Clinton und der Senator Bernie Sanders praktisch gleichauf. Nach Auszählung von rund 94 Prozent der Bezirke führte Clinton mit weniger als einem halben Prozentpunkt vor Sanders.

Clinton sprach zu ihren Anhängern und zeigte sich siegessicher für den ganzen Wahlkampf, ohne aber den Sieg in Iowa für sich zu reklamieren. Sanders sagte vor begeisterten Anhängern, vermutlich würden die Delegiertenstimmen der Demokraten geteilt.

Stand: 5.30 Uhr MEZ

Bild

bild: screenshot/politico

Stand: 5.30 Uhr MEZ

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Bild: screenshot/politico

Martin O'Malley, der Dritte im Bunde der Demokraten, wirft nach den Vorwahlen in Iowa das Handtuch. O'Malley, Ex-Gouverneur aus Maryland, galt neben Clinton und Sanders als chancenloser Kandidat. O'Malley dürfte bei den Vorwahlen weniger als ein Prozent der Stimmen erzielen. 

Auf Seiten der Republikaner steigt Mike Huckabee aus dem Rennen um die Nomination der Grand Old Party aus. 

Stimmenzähler an der Arbeit

Und so sah das Ganze aus der Perspektive des SRF-NY-Korrespondenten in der Kleinstadt Osceola aus:

>> Caucus? Bahnhof? Hier wird dir geholfen!

Das sind die Kandidaten der Republikaner

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Iowa-Caucus: Republikaner
quelle: x90035 / carlos barria
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Als Favorit ging in Iowa bei den konservativen Republikanern der New Yorker Immobilien-Mogul Donald Trump in seine erste Wahl überhaupt. Chancen wurden auch dem erzkonservativen Texaner Ted Cruz eingeräumt — zurecht, wie sich nun herausstellt.

Das sind die Kandidaten der Demokraten

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Iowa-Caucus: Demokraten
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Bei den Demokraten zeichnete sich bereits im Vorfeld ein überraschend enges Rennen zwischen der Favoritin und Ex-Aussenministerin Hillary Clinton und ihrem Widersacher Bernie Sanders, Senator aus dem Bundesstaat Vermont, ab. (wst/sda/dpa)

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