International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this May 16, 2016 file photo, Michael Moore attends the 20th Annual Webby Awards at Cipriani Wall Street in New York. Moore premiered a surprise film about the U.S. presidential election on Tuesday, Oct. 18, 2016.

Prophezeit Trumps Amtsenthebung bereits vor dessen Amtsantritt: Filmemacher Michael Moore. Bild: AP/Invision

Michael Moore überzeugt: «Donald Trumps Auftritt als Präsident wird nur kurz sein»

Er hat Donald Trumps Nomination und seinen Einzug ins Weisse Haus vorhergesagt. Jetzt ist Michael Moore auch sicher: Der Immobilien-Tycoon wird wegen seines unberechenbaren Verhaltens kurz nach Amtsantritt untergehen und des Amtes enthoben. Weitere Polit-Experten teilen die Meinung des US-Filmemachers.



«Impeachment» ist das Wort, dass erklärten Trump-Gegnern derzeit noch ein Fünkchen Hoffnung gibt. Es ist das in der amerikanischen Verfassung festgehaltene Verfahren zur Amtsenthebung des Staatspräsidenten. 1868 wurde es gegen Andrew Johnson wegen Missachtung der Rechte des Kongresses durchgeführt. 1999 gegen Bill Clinton wegen Meineids und Behinderung der Justiz im Zuge der Lewinsky-Affäre. In beiden Fällen kam es jedoch zu keiner Verurteilung. 

So könnte Trumps Regierungsmannschaft aussehen

Nun sind nicht nur US-Filmemacher Michael Moore, sondern auch andere Polit-Experten überzeugt: Man wird Donald Trump nach kurzer Zeit das Präsidentenamt entziehen. Dies schreibt heute Montag die «Welt» unter Berufung auf Aussagen Moores und weiterer politischer Beobachter. 

Das Interview mit MSNBC

Video: © Youtube/PlanetEarth Trimtab

«Er denkt nur daran, was das Beste für ihn ist.»

Entweder gebe Trump selbst auf, oder er werde durch ein Amtsenthebungsverfahren gestoppt, erklärt Moore im Interview mit dem Fernsehsender MSNBC. Ihm werde zum Verhängnis, dass er keine Ideologie habe «ausser der Ideologie des Donald J. Trump», so der Filmemacher. 

«Er wird Gesetze brechen, weil er nur daran denkt, was das Beste für ihn ist.»

Michael Moore, Filmemacher

In der Tat wäre ein Gesetzesbruch Anlass, den milliardenschweren Immobilien-Tycoon des Amtes zu entheben. Ihm, der angedroht hatte, er werde gegen Hillary Clinton wegen Rechtsbruchs mit diesen Mitteln vorgehen, könnte derselbe Grundsatz zum Verhängnis werden, erklärt die «Welt» weiter.

Wütende Anti-Trump-Proteste in San Francisco (10. November 2016)

Video: © az/Patrick Züst

Die Formulierung des «Impeachment»-Artikels in der Verfassung könne allerdings weit ausgelegt werden. Wenn sich Präsident, Vizepräsident oder andere hohe Regierungsvertreter des Verrats, der Bestechlichkeit, anderer Schwerverbrechen oder Missetaten schuldig machen oder wegen solcher Straftaten verurteilt werden, können sie ihrer Ämter enthoben werden.

Donald Trump – sein Leben in Bildern

Auch der amerikanische Professor Allan Lichtman glaubt, dass Trump ein solches Verfahren droht, wie die «Welt» weiter ausführt. Diese Aussage traf der Polit-Experte bereits vor Ausgang der Wahl, und zwar in einem Gespräch im September mit der «Washington Post», das nun veröffentlicht wurde. Wie Moore hatte Lichtman einen Sieg des Milliardärs prognostiziert und auch mit anderen Prognosen recht behalten.

Polit-Experte Allan Lichtman im Interview mit der «Washington Post».

Video: © Youtube/LoneWolf & The Three Muskadoggies(◑_◑)

«Ich bin mir ganz sicher, dass Trump Anlässe für eine Amtsenthebung geben wird.»

Allan Lichtman, American University in Washington D.C. 

«Ich bin mir ganz sicher», erklärte Lichtman im Interview mit der «Washington Post», «dass Trump Anlässe für eine Amtsenthebung geben wird.» Auch die Republikaner selbst würden ihn gerne des Amtes entheben, so der Professor. Im Interview sagte er überzeugt: «Sie wollen Trump nicht als Präsidenten, weil sie ihn nicht kontrollieren können. Er ist unberechenbar.» (luk/az)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

40
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
40Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skip Bo 15.11.2016 07:32
    Highlight Highlight Angenommen Trump müsste zurücktreten, dann wäre der Republikaner Pence Präsident. Politisch dürfte sich kaum was ändern.
    Wäre Pence dann Moore's Präsident? Eher Nein.
    Moore muss noch mindestens 4 Jahre demonstrieren, gut für seine Fitness.
  • AJACIED 15.11.2016 01:20
    Highlight Highlight Ach neeee jetzt kommt dieser klug... wieder hervor. 😂😂😂
  • Einfache Meinung 14.11.2016 20:54
    Highlight Highlight Der Grund ist also: "weil Sie Ihn nicht kontrollieren können".... Ist das also unsere scheinheilige demokratische Politik?!?
    • dan2016 15.11.2016 06:17
      Highlight Highlight aus der WEbseite des deutschen Bundestages:
      Der Bundestag macht nicht nur Gesetze.
      Er passt auch auf,
      was die Bundes-Regierung macht.
      Er kontrolliert also die Bundes-Regierung.
      Das Ding nennt sich Gewaltentrennung und ist einer der tragenden Säulen der Demokratie. Offenbar fehlt bei den besonders glühenden Demokratiefans das Basisverständnis für das funktioneren eines Staates und hätten lieber einen Diktator, welcher im Namen des Volkes unkontrolliert agiert....
    • Einfache Meinung 15.11.2016 12:16
      Highlight Highlight Wenn es so ist, wie Sie sagen, warum dann diese Hysterie gegen Trump?!?
      Das weiße Haus ist kein Kindergarten!
    • dan2016 15.11.2016 15:59
      Highlight Highlight Ich kanns nur aus meiner Sicht darlegen... mit dem ARgument, die Mexikaner seien fast alle Vergewaltiger kommt ein akut gefährderter potenzieller Vergewaltiger ins Präsidentenamt...
  • chartreader 14.11.2016 20:44
    Highlight Highlight Wenn ich daran denke, wie kreuz falsch sämtliche Vorhersagen, Umfragen und sonstige Einschätzungen über Trump waren, muss ich mich doch sehr wundern, dass man sich jetzt sogar mit Wahrsagerei versucht. lol.
  • malu 64 14.11.2016 19:54
    Highlight Highlight Es wäre schön wenn die senile Schmalzlocke einmal geerdet würde. Sicher finden sich noch Leichen im Keller des Donald. Sein Wesen und seine Aussagen passen besser zu einem Paten, statt zu einem Staatspräsidenten. Wir haben in der heutigen Zeit in manchen Staaten ähnliche Clowns am Ruder. Bin gespannt wie Trump sich mit der Presse arrangieren wird!🤔
    • UHauser 15.11.2016 02:06
      Highlight Highlight Da musst du nicht mal in den Keller...bis heute hat er seinen Steuernachweis nicht oeffentlich gemacht...übrigens versteh ich das Geblitze wegen Deiner Aussage nicht. Laufen die Lemminge jetzt ploetzlich in die andere Richtung?
    • malu 64 15.11.2016 19:01
      Highlight Highlight Manche Lemminge drehen nach dem Wind. Es gibt sogar Fische welche mit
      dem Strom schwimmen, aber die sind meistens Tod💀
  • Marcs 14.11.2016 19:40
    Highlight Highlight Ausgerechnet DER wird es wohl "wissen".
  • pamayer 14.11.2016 18:16
    Highlight Highlight Michael Moore, wir nehmen dich beim Wort.
  • Rom78 14.11.2016 17:09
    Highlight Highlight Man erinnere sich an dem Abgang von John f. Kennedy.
    • malu 64 14.11.2016 21:41
      Highlight Highlight Der ist in Dallas an einer Bleivergiftung verstorben!💀
  • lilie 14.11.2016 16:29
    Highlight Highlight Ich halte das grundsätzlich für möglich. Besonders Trumps geschäftlichen Verflechtungen werden ein Mienenfeld werden für ihn - denn im Gegensatz zu seinen Behauptungen, unabhängig zu sein, ist er viel enger in der Geschäftswelt verwickelt als vermutlich jeder Präsident vor ihm.
  • Angelo C. 14.11.2016 15:22
    Highlight Highlight Irgendwie rührend, wenn man sich an den hilflosen Blitzern orientiert - Motto: die Hoffnung stirbt zuletzt 🤔!

    Jeder, und somit auch Moore und Konsorten, müssten wissen, dass ein Amtenthebungsverfahren nur mit Zustimmung von Senat und Repräsentantenhaus, die beide von den Reps dominiert werden, möglich würde.

    Demnach kaum anzunehmen, dass sich die Regierungspartei selbst beschneiden würde. Kommt hinzu, dass ein Impeachementverfahren die Gefahr bürgerkriegsähnlicher Zustände heraufbeschwören könnte, da sich die Trump-Wähler um den demokratisch errungenen Wahlsieg betrogen fühlen würden.
    • saukaibli 14.11.2016 15:48
      Highlight Highlight Die Republikaner in Senat und Repräsentantenhaus stützen Trump nur solange er keine Gefahr für das Parlament ist. Ich glaube nicht, dass sie es zulassen würden, dass sich Trump à la Erdogan zum mächtigen Diktator aufschwingen wird. Die Demokraten werden versuchen Trump zu provozieren und wir alle wissen, dass dieser vollkommen austickt wenn er sich beleidigt fühlt. Das sagen auch Leute die ihn schon lange kennen und sogar mit ihm befreundet sind.
    • Pana 14.11.2016 16:20
      Highlight Highlight Jein. Falls es zu so einer Situation kommen sollte, wäre die Alternative ein Präsident Pence. Eine Person, die dem republikanischen Establishment (und somit dem Senat / RepH) viel mehr zusagt. Und was im Artikel gesagt wird, ist, dass ein Impeachment bei Trump's Geschichte durchaus realistisch ist. Nur so als Beispiel: Trump hat tausende (!) von Gerichtsverfahren am Laufen. Sowas gab es noch nie.
    • satyros 14.11.2016 16:21
      Highlight Highlight In zwei Jahren sind schon wieder Parlamentswahlen. Falls Trump bis dahin die Mehrheit seiner WählerInnen enttäuscht hat - wovon auszugehen ist - können die Mehrheiten sich dann ziemlich rasch ändern.
  • Ohniznachtisbett 14.11.2016 14:02
    Highlight Highlight Das ist doch wieder mal ein Artikel... Damit ein solches Verfahren überhaupt möglich ist: Einfache Mehrheit des US-House entscheidet über Anklage. 2/3-Mehrheit des Senat kann eine Verurteilung beschliessen. Dafür sind 67 Senatoren möglich. Bei der nächsten Wahl in zwei Jahren kommen nur 8 Rep. Sitze zur Wahl. D.h. dass in zwei Jahren max. 52(+2 unabhängige, die meist mit den Dem. stimmen) Demokraten im Senat sitzen. Ein Impeachment in der ersten Amtsdauer ist also nur mit den Rep. möglich... Also nicht glauben was so Pfeiffen wie Moore erzählen. Abwahl nach 4 Jahren scheint möglich...
    • mcfly74 14.11.2016 15:16
      Highlight Highlight Finde das nicht abwegig. Je nachdem wie er sich benimmt scheint den Republikanern ein Pence als Präsident plötzlich ein valabler Ausweg aus der Misere. We'll see
  • Prof. Dr. Dr. D. Trump 14.11.2016 13:56
    Highlight Highlight Trump war von den Republikanern nominiert worden. Warum sollten Sie das gewonnene Amt riskieren und die Macht in ihren Händen entgleiten lassen mit der Absetzung Trumps? Dass ist weder plausibel noch wahrscheinlich.
    Die zitierten Herren liessen ihre Gedanken zum Spielball ihres innigsten Wunsches werden: "Trump muss weg.!" Sie sagen "Impeachment", aber meinen wohl eher eine radikalere, nicht publikationsfähige Massnahme.
    • Aged 14.11.2016 16:51
      Highlight Highlight Falls Trump negativ auffällt, hat das direkte Auswirkungen auf die Partei. Sie tragen schlussendlich die Verantwortung für was er anstellt. Das kann dem Ruf ganz schön und lang schaden.
    • Lord_ICO 14.11.2016 17:03
      Highlight Highlight Die rep. Partei, wird es nicht akzeptieren, wenn Trump Verfehlungen begeht, die der Partei langfristig schaden würden.
      Trump wird sich auf einem Minenfeld bewegen, da schon kleinste Verfehlungen ausgeschlachtet werden.
      Stell dir vor, wenn Trumps Unternehmen z.B. Aufträge des russischen Staates erhält, dann ist Feuer im Dach und Trump wohl seinen Job los.
      Mit Mike Pence, würden die reps. die Macht ja nicht verlieren und Trumps Standing in der Partei ist alles andere als solide.
    • Jürg Müller - Der Katzenmann 14.11.2016 17:13
      Highlight Highlight Also für einen Prof. Dr. Dr. D. Trump (ähä) solltest Du das amerikanische System besser kennen. WENN es überhaupt zu einem Impeachment kommt, bleibt die Macht bei den Reps - dann kommt sein Vize zum Zug. Das "gewonnene Amt" kann nur eine Neuwahl ändern, und auch nur dann, wenn sich die Demokraten wieder zusammengerauft haben und die Mehrheit erringen.

      Zum 2. Teil Deines Posts sage ich gar nichts; ausser: einem Prof. Dr. Dr. vollkommen unwürdig. Schäm Dich. *facepalm*
    Weitere Antworten anzeigen
  • m:k: 14.11.2016 13:51
    Highlight Highlight Also mir ist ein unberechenbarer Selbstdarsteller lieber als ein fundamentalistischer Frömmler wie sein Vize Mike Pence.
  • legis 14.11.2016 13:48
    Highlight Highlight "Sie wollen Trump nicht als Präsidenten, weil sie ihn nicht kontrollieren können. Er ist unberechenbar."

    Und diese Sätze sind ganz entscheidend. Es geht nicht darum, dass er etwas Illegales anstellt. Es geht nur darum, dass er komplett entgegen der "vorgegebenen" Richtung politisiert, vor allem aussenpolitisch! Und dass das gewissen Leuten (oder besser deren Portemonnaie) ganz und gar nicht passt, hätte dann zur Folge, dass man irgend etwas ausgräbt, um Trump des Amtes zu entheben.
    • Blutgrätscher 14.11.2016 14:01
      Highlight Highlight Ja, oder vielleicht weil er ein Muschigrabschender Reality-Show Star ist, der konstant Unwahrheiten erzählt.
      Sorry aber diese Qualifikationen reichen nicht für den Job mit der grössten Verantwortung der Welt.
    • Alex23 14.11.2016 14:51
      Highlight Highlight Lexlex: Soso, Trump wird also entgegen der Interessen derer mit dem Portemonnaie handeln? Er, der genau durch das System zu seinem Geld gekommen ist, das er da angeblich austrocknen will? Wer glaubt denn sowas? Ein "Systemgegner", den das "System" gross gemacht hat ..... Das haben schon seine Wähler geglaubt und werden nach Strich und Faden verschaukelt werden.
    • legis 14.11.2016 15:05
      Highlight Highlight @Blutgrätscher: Es gab da mal einen Präsidenten, der ist für anzüglichere Handlungen auch nicht aus dem O(R)val Office geflogen, lügen tut wohl fast jeder Politiker und einer der Besten US-Präsidenten war auch Quereinsteiger (Schauspieler).

      @Scrambler: In deiner Traumwelt würde ich auch gerne leben. Unwissenheit ist halt doch ein Segen.
    Weitere Antworten anzeigen

Analyse

So will Donald Trump seinen teuflischen Plan durchsetzen

79 Tage liegen zwischen der Wahl des Präsidenten und seiner Amtseinsetzung. Diese Zeit will Trump nutzen.

Am 24. März 1933 liess Adolf Hitler vom deutschen Reichstag das sogenannte «Ermächtigungsgesetz» verabschieden. Es sicherte ihm die absolute Macht. Begründet wurde dieser Staatsstreich mit dem Brand des Reichstages, den ein gewisser Marinus von der Lubbe angeblich verursacht haben soll.

Donald Trump hat keine Möglichkeit, ein Ermächtigungsgesetz durch den amerikanischen Kongress zu peitschen. Anders als Putin, Orban, Erdogan & Co. kann er auch die Wahlen nicht so manipulieren, dass sein …

Artikel lesen
Link zum Artikel