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FILE - In this Thursday, Sept. 2016 file photo, Democratic presidential candidate Hillary Clinton pauses while speaking at a rally at Johnson C. Smith University, in Charlotte, N.C. House Republicans on Tuesday, Sept. 13, 2016, continue their attacks on former Secretary of State Clinton's emails by calling the tech expert who set up her private server and representatives from the company that maintained the system to testify at a congressional hearing. Bryan Pagliano, a former information resource management adviser at the State Department, is scheduled to appear Tuesday before the Oversight and Government Reform Committee. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Clintons Schwächeanfall wirft Fragen auf. Bild: Andrew Harnik/AP/KEYSTONE

Was passiert, wenn Clinton ausfällt? Oder Trump?



Krankheit, Verzicht oder Tod: Was passiert, wenn ein US-Präsidentschaftskandidat seine Kandidatur zwischen Nominierung und Wahl aufgeben muss oder sogar stirbt? Das hängt vor allem davon ab, welcher Partei er oder sie angehört.

Vorgekommen ist so ein Fall in der Geschichte der US-Präsidentenwahlen allerdings noch nie. Das geht aus Websites hervor, die auf US-Verfassungsrecht spezialisiert sind und welche die Nachrichtenagentur SDA konsultierte, sowie aus Recherchen von US-Medien.

«Die Verfassung der USA sieht kein spezielles Vorgehen für diesen Fall vor und es gibt auch keinen Präzedenzfall.»

Karine Prémont, Universität von Québec

Falls Hillary Clinton oder Donald Trump vor der Präsidentenwahl am 8. November sterben würden, denkt man als erstes an die Vizepräsidentschaftskandidaten als Ersatz. Bei den Demokraten ist das Tim Kaine und bei den Republikanern Mike Pence. Dem muss aber nicht so sein: Es gebe keinen Automatismus, schreiben verschiedene US-Medien wie etwa das Magazin «Slate».

Kein spezielles Vorgehen festgelegt

«Die Verfassung der USA sieht kein spezielles Vorgehen für diesen Fall vor und es gibt auch keinen Präzedenzfall», sagte Karine Prémont dem kanadischen Magazin «La Presse». Prémont ist Vizedirektorin der Beobachtungsstelle für die Vereinigten Staaten der Universität von Québec in Montréal. Der Kongress in Washington könne von seiner Seite her lediglich das Wahldatum verschieben.

Hillary Clinton – ihr Leben in Bildern

Jede Partei habe ihre eigene Vorgehensweise im Falle von Tod oder Verzicht. Zudem hänge das Vorgehen davon ab, zu welchem Zeitpunkt ein Kandidat sterbe, erklärte Prémont.

Die republikanische Partei sieht in ihrer Charta zwei Möglichkeiten vor: Das nationale republikanische Komitee kann intern für einen neuen Kandidaten stimmen. Oder es kann die Delegierten der Partei bei einem neuen Parteitag wählen lassen. Der neue Präsidentschaftskandidat muss in beiden Fällen die Mehrheit der Stimmen erhalten.

Die Regeln der demokratischen Partei sind etwas vage. Hier soll ebenfalls die Parteiführung das weitere Vorgehen bestimmen. Eine erneute parteiinterne Wahl ist vorgesehen. Wie diese genau ablaufen soll, ist aber nicht festgelegt.

Unterschiedliche Regeln in Bundesstaaten

Die Dinge werden noch komplizierter, wenn ein Kandidat nach dem Wahltag stirbt oder auf den Posten verzichtet. Die US-Präsidentenwahl ist eine allgemeine, indirekte Wahl: Die US-Bürger und US-Bürgerinnen stimmen im November für Wahlmänner und -frauen, welche wiederum meist Mitte Dezember den Präsidenten oder die Präsidentin wählen.

Erkrankte Clinton will in wenigen Tagen Wahlkampf fortsetzen

Video: watson.ch

Wenn der Todesfall zwischen diesen beiden Wahlen eintritt, unterscheiden sich die Regeln in den einzelnen Bundesstaaten, zumindest wenn sich die Parteien auf ein einheitliches Vorgehen einigen können. Schliesslich können die Wahlmänner dazu aufgerufen werden, für den Vizepräsidentschaftskandidaten, für den Kandidaten einer dritten Partei oder einen anderen Kandidaten zu stimmen.

Prominente Trump-Unterstützer

Wenn ein Kandidat zwischen der Wahl der Wahlmänner und dem Tag der Amtseinsetzung stirbt und der Kongress die Wahl bestätigt, dann gilt der Verstorbene offiziell als US-Präsident. Laut dem 20. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung wird er im Todesfall direkt vom Vize-Präsidenten, der mit ihm zusammen gewählt wird, ersetzt.

Dasselbe passiert auch, wenn ein Präsident im Amt stirbt. Der Vize-Präsident bleibt dann für den Rest der vierjährigen Amtszeit im Weissen Haus, bis zu den nächsten Wahlen. (sda)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schläfer 13.09.2016 18:52
    Highlight Highlight Danke Watson, genau das wollte ich heute noch googeln :)
  • atomschlaf 13.09.2016 18:29
    Highlight Highlight Clinton fällt aus --> Demokraten müssen jemand anders nominieren --> Ich mache eine Flasche Champagner auf

    Trump fällt aus --> Die Republikaner müsse einen nicht so durchgeknallten Kandidaten nominieren --> Chancen von Clinton verschlechtern sich --> Ich mache eine Flasche Champagner auf
  • Bruno S.1988 13.09.2016 18:00
    Highlight Highlight Übrigens toller Artikel. Die richtige Information zur richtigen Zeit. Deswegen schätze ich Watson!
  • Bruno S.1988 13.09.2016 17:57
    Highlight Highlight Der einzig logische Nachfolger von Hillary darf eigentlich nur Bernie sein. Was ist mit den Deligierten Stimmen die er zuvor im Wahlkampf gegen Hillary gewonnen hat? Ich sehe es wie im Sport. Wenn der Erste aus welchem Grund auch immer disqualifiziert wird, gewinnt der Zweite! Vergessen wir nicht, dass Bernie trotz negativer Manipulation seiner Partei doch ziemlich knapp gegen Hillary verloren hat.
  • Sillum 13.09.2016 16:34
    Highlight Highlight Herzig, dieser Titel! Besonders der komische Zusatz "Oder Trump". Das kommt so richtig als verzweifelter Wunsch rüber. Wie ein Erstklässler: "Und lieber Gott mach auch dass die Lehrer krank wird."
  • Hank Scorpio 13.09.2016 15:54
    Highlight Highlight Sarah Palin wird es richten
    • pun 13.09.2016 18:48
      Highlight Highlight Jeeiiii
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