International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Islamic cleric Fethullah Gulen poses for a photo while speaking to members of the media at his compound, Sunday, July 17, 2016, in Saylorsburg, Pa. Turkish officials have blamed a failed coup attempt on Gulen, who denies the accusation. (AP Photo/Chris Post)

Der türkische Prediger Fethullah Gülen lebt seit 1999 im selbstgewählten Exil im US-Bundesstaat Pennsylvania. Bild: AP

Trump will den Prediger Gülen an Türkei ausliefern



US-Präsident Donald Trump hat der türkischen Regierung zufolge die Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen versprochen. Türkische Medien zitierten am Sonntag Aussenminister Mevlüt Cavusoglu mit der Aussage, Trump habe dies während des G20-Gipfels in Argentinien zugesagt. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom Sommer 2016 verantwortlich.

Gülen lebt seit langem im US-Bundesstaat Pennsylvania. Das Thema ist ein zentraler Konflikt zwischen den USA und der Türkei.

Gerüchte über eine mögliche Auslieferung des Predigers waren bereits Mitte November aufgetaucht. US-Medien hatten damals berichtet, dass das Weisse Haus bei verschiedenen Behörden Erkundigungen über rechtliche Möglichkeiten eingezogen habe, Gülen ausser Landes zu bekommen. Eine Sprecherin des US-Aussenministeriums hatte dies damals dementiert.

Seit dem Putschversuch vom Juli 2016 gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan greift die türkische Regierung gegen angebliche Mitglieder der Gülen-Bewegung hart durch. Justiz und Medien gelten unterdessen als weitgehend handzahm gegenüber dem Staat.

Nach offiziellen Zahlen von Mitte November wurden seither wegen angeblicher Verbindungen zu den Putschisten rund 218'000 Menschen festgenommen. 16'684 der Betroffenen wurden demnach verurteilt. 14'750 befanden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Mehr als 140'000 Menschen wurden aus dem Staatsdienst entlassen. Die international scharf kritisierten Massnahmen treffen auch Akademiker, Menschenrechtler und Journalisten. (sda/dpa)

Diese Kurden leben seit 49 Tagen im Flughafen Zürich

abspielen

Video: watson/Nico Franzoni

Das könnte dich auch interessieren:

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

19
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Moelal 16.12.2018 19:35
    Highlight Highlight Trump sind Menenrechte vollkommen egal. Es ist ihm egal, ob Gülen schuld ist oder nicht, es ist ihm egal, ob Gülen, was zu erwarten ist, in der Türkei gefoltert und ws auch ermordet wird. Es kratzt ihn nicht. Hauptsache er hat einen „Freund“ und einen Deal mehr. Es kann nicht weiter denken, als die nächsten fünf Minuten. Er hat kein Rückgrad und keine Linie. Nur Instinkt.
  • Walser 16.12.2018 17:27
    Highlight Highlight Trump ist menschgewordener Oportunismus. Er arbeitet mit jedem zusammen. Einziges Kriterium ist ein Nutzen für ihn und das Land. Das tun viele Führer anderer Länder. Trump ist in dieser Disziplin der Spitzenreiter. Ist und war immer so. Das muss man akzeptieren. Ein Naturgesetz.
  • borael 16.12.2018 15:39
    Highlight Highlight Es ist alles andere als erwiesen, dass der Putschversuch wirklich von Gülen war. Was erwartet Gülen in der Türkei? Ein gerechtes Verfahren? Wohl kaum... sonst müsste Erdogan Fehler eingestehen.
  • Walter Röhrich 16.12.2018 15:26
    Highlight Highlight Wie viele Kashoggi-Fälle gibt es in der Türkei seit dem missglückten Putschversuch?
  • swisskiss 16.12.2018 13:46
    Highlight Highlight In einem ordentlichen Rechtsstaat, wird eine Auslieferung durch die Justiz entschieden, die die Beweise , die einem ordentlichen Auslieferungsbegehren beiliegen müssen, prüfen und als ausreichend für eine Auslieferung bewerten.

    In den USA macht der Präsident einen Deal zur Auslieferung, für das Engegenkommen der Türken, in Nordsyrien die von den USA unterstütze kurdische YPG nicht anzugreifen.

    So geht Rechtsstaat nach trumpschem Verständnis.
  • MaxHeiri 16.12.2018 13:39
    Highlight Highlight Meine Prognose:
    Trump macht dies im Gegenzug für die gemachte Freilassung des inhaftierten Amerikaners vor paar Wochen und für die Normalisierung zur Beziehung zur Türkei.
    Im Hintergrund weiss er sehr wohl, dass die amerikanische Justiz eine Auslieferung eines politisch Angeklagten an einen menschenrechtlich schwach aufgestellten Staat kaum zustimmen wird.
    • balzercomp 16.12.2018 14:07
      Highlight Highlight Hoffentlich funktioniert die US Justiz da noch.
    • _stefan 16.12.2018 15:33
      Highlight Highlight @MaxHeiri: Mit deinem zweiten Absatz bin ich nicht einverstanden.
      Trump hat aber kaum Ahnung wie das Justizsystem funktioniert. Ich denke nicht, dass er so weit gedacht hat.

      Er will dem Erdogan einen gefallen machen und erwartet dann im Gegenzug ein öffentliches Lob aus der Türkei. Damit kann er sich dann im eigenen Land brüsten. Seine Wähler feiern ihn dafür!
    • redeye70 16.12.2018 19:37
      Highlight Highlight Eher nicht. Die Türkei hat den Preis genannt für ihr Stillhalten gegenüber den Saudis und dem Kronprinz und bekommt diesen nun. Ein mieser Deal unter unmoralischen Demagogen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • roger.schmid 16.12.2018 13:38
    Highlight Highlight Dann hat der Druck in der Kashoggi-Affäre also endlich das gewünschte Resultat für Erdogan gebracht..

    «Verräter!» Türkische Webseite veröffentlicht Zitate aus Aufnahmen vom Khashoggi-Mord https://www.watson.ch/!798176736?utm_medium=social-user&utm_source=social_app
    Benutzer Bild
  • _stefan 16.12.2018 13:37
    Highlight Highlight Die Diktatoren tanzen Trump auf der Nase rum. Bisher hat Mr. "I'm the best Dealmaker" im internationalen Kontext noch gar nichts erreicht. Im Gegenteil, er verschenkt Freipässe für Menschenrechtsverletzungen und destabilisiert diplomatische Beziehungen.

    Hoffen wir für ihn, dass die Herren sich daran erinnern, falls er selber mal ins Exil muss ;)
    • Firefly 16.12.2018 13:44
      Highlight Highlight Er wäre wohl selber gern ein kleiner. Diktator, der Trump.
  • Unicron 16.12.2018 13:28
    Highlight Highlight Ich bin sicher das endet positiv für alle beteiligte Parteien. /s
    • balzercomp 16.12.2018 14:08
      Highlight Highlight Gülen frei und Trump hinter Gittern?
  • What’s Up, Doc? 16.12.2018 13:25
    Highlight Highlight Diktatoren unter sich 🤮
    • Max Dick 16.12.2018 14:07
      Highlight Highlight Nein, Trump ist kein Diktator. Er wäre es vielleicht gerne und meint auch er sei es, aber in den USA funktioniert der Rechtsstaat nach wie vor. Und ein Gericht kann und wird die Auslieferung verhindern.
    • What’s Up, Doc? 16.12.2018 14:17
      Highlight Highlight Ich meinte es auch so dass er wie ein Diktator denkt. Danke fürs Feedback.
    • Triple A 16.12.2018 14:43
      Highlight Highlight Genau! Eine dreckige Hand wäscht die andere noch dreckigere Hand!

«Überall übernehmen die Killerclowns die Macht» – das steckt dahinter

Diese «Guardian»-Kolumne ist viel zu gut, um sie zu verpassen! Wir fassen die wichtigsten Punkte der messerscharfen Polit-Analyse zusammen.

Der britische Autor George Monbiot hat für den «Guardian» eine messerscharfe Analyse verfasst. Sie dreht sich um Killerclowns in der Politik und globale Oligarchen.

Die lesenswerte Kolumne ist auf Englisch verfügbar. Wir fassen die wichtigsten Punkte zusammen:

Monbiot meint damit Politiker à la Trump oder Boris Johnson, die mit ihren Mätzchen und Kapriolen auffallen. Er bezeichnet diese Figuren als «lächerliche Muskelmänner», die sich oft als Schwächlinge herausstellten. Sie würden sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel