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In this July 25, 2018 photo, Andrew Craig Brunson, an evangelical pastor from Black Mountain, North Carolina, arrives at his house in Izmir, Turkey.   Brunson, who had been jailed in Turkey for more than one and a half years on terror and espionage charges was released and will be put under house arrest as his trial continues.  The White House is announcing that the Treasury Department is imposing sanctions on two Turkish officials over a detained American pastor who is being tried on espionage and terror-related charges.  (AP Photo/Emre Tazegul)

Der US-Pastors Andrew Brunson wurde in der Türkei unter Hausarrest gestellt. Bild: AP/AP

USA verhängen Sanktionen gegen zwei türkische Minister

01.08.18, 19:56 02.08.18, 06:51


Kurz nach dem Putschversuch in der Türkei wurde US-Pastor Andrew Brunson festgenommen. Der Fall hat die Beziehungen zwischen Ankara und Washington in den vergangenen Monaten zunehmend belastet. Nun ist eine weitere Eskalationsstufe erreicht.

Im Fall des in der Türkei inhaftierten und nun unter Hausarrest gestellten US-Pastors Brunson verhängt die US-Regierung Sanktionen gegen zwei türkische Minister. Betroffen seien Justizminister Abdulhamit Gül und Innenminister Süleyman Soylu, sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, am Mittwoch in Washington.

epa06922318 White House Press Secretary Sarah Huckabee Sanders responds to a question from the news media during the daily briefing at the White House in Washington, DC, USA 01 August 2018. Sanders responded to several questions on the Paul Manafort trial and the special prosecutor's investigation in general.  EPA/SHAWN THEW

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders. Bild: EPA/EPA

«Beide haben führende Rollen bei der Inhaftierung und Festnahme von Pastor Brunson gespielt.» Durch die Sanktionen werden die Vermögen der Minister in den USA eingefroren, ausserdem dürfen US-Bürger keine Geschäfte mit ihnen abschliessen.

Die US-Regierung beharrt darauf, dass Brunson – gegen den in der Türkei Terrorvorwürfe erhoben wurden – unschuldig ist. «Wir sehen keine Beweise dafür, dass Pastor Brunson irgendetwas falsch gemacht hat», sagte Sanders.

Drohung wahr gemacht

US-Präsident Donald Trump hatte bereits am vergangenen Donnerstag mit Sanktionen gedroht. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan betonte am Mittwoch erneut, dass sein Land solche Drohungen nicht akzeptieren werde. Erdogan warf den USA eine «evangelikale, zionistische Mentalität» vor.

Andrew Craig Brunson, an evangelical pastor from Black Mountain, North Carolina, arrives at his house in Izmir, Turkey, Wednesday, July 25, 2018 An American pastor who had been jailed in Turkey for more than one and a half years on terror and espionage charges was released Wednesday and will be put under house arrest as his trial continues. Andrew Craig Brunson, 50, an evangelical pastor originally from Black Mountain, North Carolina, was let out of jail to serve home detention because of

Andrew Craig Brunson, ist ein evangelischer Pastor aus Black Mountain, North Carolina, USA. Bild: AP/AP

Der 50-jährige Brunson lebt seit mehr als zwanzig Jahren in der Türkei. Er war Pastor an einer Kirche in der Küstenmetropole Izmir, als er im Oktober 2016 - wenige Monate nach dem Putschversuch in der Türkei - festgenommen wurde.

Hintergrund schienen zunächst Visaprobleme zu sein, nach US-Angaben sollte Brunson ausgewiesen werden. Im Dezember verhängte ein Gericht dann aber wegen Terrorvorwürfen Untersuchungshaft gegen Brunson.

Bis zu 35 Jahre Haft verlangt

Brunson werden Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und zur Bewegung um den im US-Exil lebenden Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert bis zu 35 Jahre Haft für den US-Pastor.

Erdogan macht Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Vergangene Woche wandelte ein Gericht die Untersuchungshaft wegen gesundheitlicher Probleme Brunsons in Hausarrest um. Festgehalten wird er damit weiterhin. Erdogan fordert von den USA die Auslieferung Gülens.

epa04139891 A handout picture made avaliable on 25 March 2014 provided by Zaman Turkish Daily newspaper shows Fethullah Gulen, an Islamic opinion leader and founder of the Gulen movement, poses during an interview at his residence in Pennsylvania, USA, 15 March 2014. Turkish Prime Minister Erdogan is considering banning YouTube and Facebook after local elections at the end of this month. Leaked recordings, which have not been verified, link Erdogan and his allies to corruption and attempts to control the media. Erdogan has blamed the leaks on followers of US-based Muslim cleric Fethullah Gulen, a one-time ally, but now a foe. Gulen denies the allegations.  EPA/SELAHATTIN SEVI/ZAMAN DAILY NEWSPAPER / HANDOUT   EDITORIAL USE ONLY

Der im US-Exil lebenden Prediger Fethullah Gülen. Bild: EPA/ZAMAN DAILY NEWSPAPER

US-Vizepräsident Mike Pence hatte am Samstag gesagt, Hausarrest für Brunson sei «nicht gut genug». Es gebe keine glaubwürdigen Beweise gegen den Pastor.

«Dieser unschuldige Mann des Glaubens sollte freigelassen werden und es sollte ihm erlaubt werden, in die Vereinigten Staaten von Amerika zurückzukehren.» Im Streit um Brunson hat die türkische Regierung immer wieder auf die Unabhängigkeit der Justiz in dem Land verwiesen, die Experten in Zweifel ziehen. (sda/dpa)

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