International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this handout photo made on Sunday, Sept. 25, 2016, provided by the Israeli Government Press Office, Republican Presidential candidate Donald Trump shakes hand with Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu in New York. Netanyahu’s upcoming White House visit aims to cement ties to a surprisingly supportive U.S. president _ but it also presents a political minefield. Israel’s nationalist leader this week upset Mexico with a tweet supporting President Trump’s border wall, stayed sheepishly silent while American Jewish groups condemned an awkward White House statement ignoring the Jewish element of the Holocaust, and saw many Mideast-born Israelis fret the controversial U.S. new refugee ban might affect them as well. (Kobi Gideon,GPO via AP)

Donald Trump empfängt im Wahlkampf Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu im Trump Tower in New York (25.09.2016). Bild: AP/Government Press Office

Netanjahu hat sich so auf Trump gefreut – aber der lässt ihn eiskalt auflaufen



Benjamin Netanjahu konnte Barack Obama nicht ausstehen (und umgekehrt). Ungeachtet Rekord-Militärhilfen hat der israelische Regierungschef dem US-Präsidenten der letzten acht Jahre zwei Dinge nicht verziehen: Das Atomabkommen mit dem Iran und die dauernde Kritik am Siedlungsbau im besetzten Westjordanland, die in der UN-Resolution 2334 gipfelte. So erstaunt es nicht, dass Netanjahu bei Trumps Wahl die Korken knallen liess, zumal dieser im Wahlkampf Israel viele schöne Dinge versprochen hatte.

Das Atomabkommen mit dem Iran nannte Trump «den schlechtesten Deal aller Zeiten» und kündigte an, «ihn in der Luft zu zerreissen», sollte er die Wahl gewinnen. Die UN-Resolution 2334 hatte er scharf kritisiert und als «Dolchstoss in den Rücken Israels» bezeichnet. Und als besonderes Zückerchen hatte er gelobt, die US-Botschaft aus Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen und damit auch Israels alleinigen Anspruch auf die heilige Stadt anzuerkennen (was ausser Israel selbst kein anderes Land tut). Als seinen Botschafter in Israel berief Trump den Hardliner David Friedman, der Israel rät, die Westbank zu annektieren.

Rosh Hashanah, Yom Kippur, Hanukkah, alles zusammen. So gross war die Freude Netanjahus, dass er ohne Not Trumps geplante Mauer lobte und damit Mexiko vor den Kopf stiess. Als einer der ersten ausländischen Regierungschefs erhielt er ausserdem eine Einladung ins Weisse Haus. Nach acht Jahren mehr oder weniger offener Feindseligkeit standen die Zeichen auf Bromance.

Standen – denn inzwischen fragen sich in Israel viele, wie Israel-freundlich dieser neue US-Präsident wirklich ist.

Iran

Das Atomabkommen mit dem Iran kritisiert Trump weiter, aber zerrissen hat er es bislang nicht. Die anderen Vertragsstaaten Russland, China, Grossbritannien, Deutschland und Frankreich haben klar gemacht, dass sie keine Neuverhandlungen wünschen. Was Irans provokativen Raketentest anbelangt, so haben die USA diesen verurteilt und stellen neue Sanktionen in Aussicht – genau wie Obama das früher gemacht hat.

FILE -- In this Dec. 29, 2016 file photo, released by the semi-official Iranian Students News Agency (ISNA), a long-range S-200 missile is fired in a military drill in the port city of Bushehr, on the northern coast of Persian Gulf, Iran. President Donald Trump's national security adviser, Michael Flynn, has said the U.S. is

Iranischer Raketentest. Bild: AP/ISNA

Siedlungen

Siedlungen seien kein Hindernis für Frieden zwischen Israel und den Palästinensern, aber ebenso «vermutlich nicht hilfreich für die Friedensbemühungen». So äusserte sich das Weisse Haus gestern zum Siedlungsbau. Das entspricht ziemlich genau der Haltung der Obama-Regierung: Bestehende Siedlungen können im Rahmen einer Friedenslösung mittels Landtausch abgegolten werden. Neue Siedlungen oder der Ausbau bestehender Siedlungen hingegen erschweren dies.

epa05741707 General view of a construction site of a new residential neighborhood at the Jewish settlement of Male Adumim, near Jerusalem, 22 January 2017. Israeli media reports state that right-wing parties in the coalition pressed Prime Mnister Benjamin Netanyahu to contain sovereignty over Maale Adumim and annex it into Israel territory. Some 40.000 Israelis live in Maale Adumim.  EPA/ABIR SULTAN

Bauaktivität in der jüdischen Siedlung Male Adumim im besetzten Westjordanland. Bild: ABIR SULTAN/EPA/KEYSTONE

Die neuen (alten) Töne aus dem Weissen Haus haben die israelische Regierung eiskalt erwischt. Netanjahu hatte sich nach der Wahl Trumps derart sicher gefühlt, dass er eben mal 5500 neue Wohneinheiten in den besetzten Gebieten bewilligte. Vermutlich ging er damit auch in den Augen Trumps zu weit, der ihn nun zurückpfeift.

Botschaft in Jerusalem

Auch aus dem heiligen Gral, dem US-Botschaftsumzug nach Jerusalem, scheint vorerst nichts zu werden. Pressesprecher Sean Spicer betonte, man spreche noch mit allen Seiten. Die Palästinenser aber auch Jordanien, ein wichtiger US-Verbündeter, haben in den vergangenen Wochen klar gemacht, dass sie den Umzug für keine gute Idee halten. Offenbar teilen auch israelische Sicherheitskreise diese Einschätzung.

FILE PHOTO: An ultra-Orthodox Jewish man stands in front of the U.S Embassy in Tel Aviv, Israel January 24, 2017. REUTERS/Baz Ratner/File Photo

US-Botschaft in Tel Aviv. Bild: BAZ RATNER/REUTERS

Aufregung am Holocaust-Gedenktag

Und dann wäre da noch die Aufregung um die Mitteilung des Weissen Hauses zum Holocaust-Gedenktag (27. Januar), in der die jüdischen Opfer nicht explizit erwähnt werden. Stattdessen ist von «unschuldigen Menschen» die Rede. Die Anti-Defamation-League (ADL), die gegen die Diskriminierung und Diffamierung von Juden eintritt, bezeichnete das Versäumnis als «seltsam, rätselhaft und beunruhigend». Yad Vashem, die zentrale Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem, kritisierte die Wortwahl in einer Stellungnahme indirekt als «historisch inakkurat».

Neben sechs Millionen Juden ermordeten die Nazis auch Homosexuelle, Behinderte, Roma sowie Mitglieder der politischen Opposition. Die Zahl dieser nicht-jüdischen Opfer ihrer Vernichtungspolitik wird auf fünf Millionen geschätzt. Im vergangenen Jahr hatte der damalige US-Präsident Barack Obama in seiner Erklärung ausdrücklich der «sechs Millionen Juden und der Millionen weiteren Ermordeten» gedacht.

Trumps Stabschef versuchte zu retten, was zu retten ist, machte es aber eher noch schlimmer: «Alle litten im Holocaust, einschliesslich, natürlich, alle Juden», sagte Reince Priebus am Fernsehen. Das Nicht-Erwähnen der jüdischen Opfer, die im Einklang mit der NS-Rassenpolitik im Zentrum der «Endlösung» standen, gilt unter Antisemitismus-Experten als «Holocaust-Leugnung light». Alt-Right-Superstar Richard Spencer feierte die Mitteilung auf seinem Blog denn auch als «De-Judifikation des Holocausts».

Die Geschichte ist für das Weisse Haus noch nicht ausgestanden: Am Freitag wurde bekannt, dass der Holocaust-Beauftragte des US-Aussenministeriums eine Mitteilung vorbereitet hatte, welche die jüdischen Holocaust-Opfer explizit erwähnte. Diese sei aber von Weissen Haus kassiert und durch eine eigene ersetzt worden, berichtet Politico.

Antisemitismus im Weissen Haus?

Gibt es antisemitische Strömungen im Weissen Haus? Kritiker unterstellen Trumps Chef-Berater Steve Bannon, ehemals Chefredaktor der Rechtsaussen-Website Breitbart, eine solche Gesinnung. Andere mögen sich an Episoden aus dem Wahlkampf erinnern, etwa als Trump vor jüdischen Spendern erklärte, er lasse sich nicht von ihnen kaufen. Später sorgte er mit einem Tweet für Kopfschütteln, in dem Hillary Clinton als Marionette des «jüdischen Kapitals» dargestellt wurde. Trump stritt diese Interpretation ab, liess den Stern aber wenig später durch einen Kreis ersetzen.

Israels Benjamin Netanjahu war vielleicht der einzige ausländische Politiker auf der Welt, der den Eindruck machte, sich von Herzen auf die Trump-Präsidentschaft zu freuen. Nun muss auch er einsehen, dass er letztlich nicht weiss, wie der neue Mann im Weissen Haus tickt und was das für ihn und sein Land bedeutet.

40 (momoll, vierzig!) Gründe, weshalb man trotz Trump die USA immer noch lieben kann

Das könnte dich auch interessieren:

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

Fans raten GNTM-Gewinnerin Stefanie Giesinger zu grösseren Brüsten – aber ihr Konter sitzt

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Coop schliesst das Tropenhaus Wolhusen

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Hitzewarnung der höchsten Stufe ++ So bereitet sich die Armee auf die Hitze vor

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

Boris Beckers Tennis-Trophäen zwangsversteigert

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

Das gab's noch nie: Schweizer Mathe-Genie startet als 15-Jähriger mit Master-Studium

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

69
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thinkdeeper 04.02.2017 11:27
    Highlight Highlight Was Juden, anderen Religionen und Minderheiten angetant wird und wurde ist schrecklich und traurig. Dies darf nie vergessen werden und es ist zu lernen.
    Die Lehre ist, es fängt mit dem Aufbau von Schuldigen, Sündenböcke, Feindbilder, Bashing, Ausgrenzung und Erniedrigung anderer und propagieren von starker Führung und Gummischleifen (Machtmissbrauch) an.
    Israel und deren Rechte (nicht die Juden) sind ein No Go. Sie tun, dass was Ihren Vorfahren angetan wurde und verbreiten das abwertende Arischische D0enken eines überlegen Volkes. Der andere blonder Arier tut das gleiche.
    Great = Bullshit


  • Coppoletti 03.02.2017 21:55
    Highlight Highlight Wieso wird denn immer gleich der Staat (Israel) der Religion (Judentum) gleichgestellt? Da sollte man schon etwas differenziert sein...
  • malu 64 03.02.2017 21:24
    Highlight Highlight Es ist eine Schande, was den Juden im zweiten Weltkrieg angetan wurde. Auch die anderen Opfer dürfen nicht vergessen werden. Körperliche und geistig Behinderte, Homos,
    Kommunisten, Sozialisten, Kritiker, Pazifisten welche den Kriegsdienst verweigerten usw.
    Das war tragisch, aber es kann nicht sein, das sich Israel selber wie damals die Nazis aufführen. Araber werden als Menschen zweiter Klasse behandelt. Ihr Land wird enteignet, ihre Häuser zerstört. Willkürlich werden Grenzübergänge geschlossen. Auf jugendliche Steinewerfer wird mit scharfer Munition geschossen. Kritik = Antisemitismus!!!

  • EifachSo 03.02.2017 18:23
    Highlight Highlight Ach diese Juden.. Machen seit Jahren eins auf Opfer und beschimpfen jeden als Antisemit, der etwas gegen sie sagt. Aber was die Juden seit Jahren im Gaza machen, gleicht 1:1 den Naziverbrechen in den 30er und 40er. Da hätte Ich auch kein bock auf eine gemeinsame Colabo...
    • LeChef 03.02.2017 18:43
      Highlight Highlight Israels Politik in Gaza ist furchtbar und beschämend. Aber zu meinen, das liege auf einer Stufe mit dem Holocaust ist entweder peinliche Unwissenheit oder eine perfide Lüge. Ich tippe bei dir mal auf Letzteres.
    • FrancoL 03.02.2017 19:57
      Highlight Highlight Beschämend sind die vielen Herzen und lassen doch tief blicken bzw. sie zeigen dass wir nicht mit Verwunderung über den Teich schauen müssen sondern bei uns zu rechten sehen, denn das was sich anbahnt mit solchen irren Vergleichen ist schon fast tragisch.
      Ich verurteil was zwischen Palästinenser und Juden verbrochen wird, aber der Holocaust ist da nicht anzuführen.
    • Herbert Anneler 03.02.2017 20:13
      Highlight Highlight Habe kürzlich auf N24 einen eindrücklichen Film gesehen: geflüchtete Nazis bildeten unter der Obhut des Jerusalemer Grossmuftis arabische Organisationen in Terrorismus aus - auch die Fedayin und unter ihnen auch einen gewissen Yassir Arafat... Seitdem habe ich meine Zweifel, Israel mit den Palästinensern in einen Topf zu werfen. Ich denke, der Antisemitismus ist (oder war?) via Hitler/Grossmufti von Jerusalem virulenter als der Antiislamismus. Die von den Nazis geschulten Terrortruppen (Hamas, Hisbolla) usurpieren ihre zu 90% friedliebenden Landsleute für ihren Fanatismus. Welche Tragik!
    Weitere Antworten anzeigen
  • MichaelTs 03.02.2017 18:23
    Highlight Highlight Was bei diesem Artikel fehlt bzgl den Siedlungen ist die aktive Diplomatie von Jordaniens König.

    Der flog nämlich sofort und ungefragt nach Washington, als Israel die neuen Pläne publik machte. Und dort gelang es ihm, zwischen Tür und Angel mit Trump zu sprechen.

    Und wie wir wissen gibt Trump immer demjenigen Recht, mit dem er zuletzt geredet hat. Ich würde die Opposition Trumps hier also nicht zu hoch hängen.

    Aber es ist ein Lehrbeispiel für unsere europäischen Politiker, wie sie mit Trump umzugehen haben...
  • gnp286 03.02.2017 16:58
    Highlight Highlight Klar wird das Holocaust-Statement als Anhaltspunkt dafür verwendet, wie die neue Administration zum Staat Israel steht. Ich finde es nicht problematisch, dass die Juden nicht explizit erwähnt werden, sondern der Term "unschuldige Menschen" verwendet wird.

    Was ich allerdings sehr problematisch finde, ist, dass sofort Antisemitismus geschrien wird. Wieso das?
    • Maracuja 03.02.2017 17:42
      Highlight Highlight @gnp: ich finde es nicht problematisch, dass die Juden nicht explizit erwähnt werden, sondern der Term "unschuldige Menschen" verwendet wird.

      Nur noch von unschuldigen Menschen zu sprechen und sich nicht mehr daran erinnern zu wollen, dass die Nazis, die komplette Ausrottung der Juden geplant und 6 Millionen Juden auch tatsächlich umgebracht haben, bedeutet m.E. diese Opfer ein zweites Mal auszulöschen. Beim 1x mal wurden sie physisch ausgelöscht und beim 2x will man auch noch die Erinnerung an sie tilgen. Ihren Kommentar finde ich problematisch, obwohl ich nicht Antisem. dahinter vermute.

    • trio 03.02.2017 18:28
      Highlight Highlight @Maracuja
      gilt das auch für die Romas, Behinderte, Landstreicher und andere unschuldige Menschen? Oder genügt es, wenn die Juden namentlich erwähnt werden? Oft genug spricht man ja nur von den 6 Millionen Juden, die ermordet wurden, von 5 Millionen anderen hört man dann leider nichts. Ist das etwa Oke?
    • Luca Brasi 03.02.2017 18:42
      Highlight Highlight Was ich aber auch bedenklich finde ist, dass viele Menschen beim Wort Holocaust nicht an die Leiden der Sinti und Roma, etc. denken. Auch filmisch werden diese Opfer des Holocausts marginal thematisiert. Antiziganismus wird leider auch zu oft nicht thematisiert.
      Ich will aber in keinster Weise die jüdischen Opfer vergessen machen. Am besten wäre es alle Opfer zu erwähnen und den historischen Kontext noch zu verdeutlichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alex23 03.02.2017 16:53
    Highlight Highlight Na nu, na nu. Auf Trump ist kein Verlass? Wer hätte das gedacht. Welche Enttäuschung für Netanjahu.
    Aber dass dieser deswegen einsichtiger wird bezüglich seiner Politik, ist nicht zu erwarten. Also weiter munter Siedlungsbau im besetzten Jordanland.
  • Moudi 03.02.2017 16:25
    Highlight Highlight Siedlungsbau gut oder nicht gut?
    • http://bit.ly/2mQDTjX 03.02.2017 17:40
      Highlight Highlight Nicht gut: Illegal und völkerrechtswidrig.

      https://www.un.org/press/en/2016/sc12657.doc.htm

      Es wundert mich, dass Migros, Coop und andere immer noch legal den Palästinensern geklaute Produkte (aus den Siedlungsgebieten) verkaufen darf. Meines Erachtens ist das nach dem eindeutigen UN-Entscheid gewerbsmässige Hehlerei zum Schaden des palästinensischen Volks.
    • rolf.iller 04.02.2017 04:00
      Highlight Highlight Na, zumindest unterscheidet der Migros, wenn auch verborgen. Ist mir mal bei Grapefruits aufgefallen. Wenn die aus Amerika, Spanien, sonst wo kommen, dann ist's die 101. Jene aus Israel haben eine andere Nummer.
      Ich hatte mal vernommen, dass der Migros Produkte aus Siedlungsgebieten explizit kennzeichnen möchte. Machen sie wohl nicht aus politischen Gründen. Die könnten aber rasch das Label wechseln.
  • Chrigi-B 03.02.2017 16:23
    Highlight Highlight Hahaha Israel, der Schattenpräsi Steve hasst euch! Hoffentlich lassen sie euch fallen. Das wäre der absolute Hit!
  • TanookiStormtrooper 03.02.2017 16:22
    Highlight Highlight Netanjahu ist schon ein bisschen blöde. Trump hat im Wahlkampf öfters gesagt, dass er die Nato für "Müll" hält und er allgemein keinen Bock mehr hat anderen Nationen militärisch beizustehen, zumindest nicht ohne ihnen eine saftige Rechnung zu schreiben. Wo wäre wohl Israel ohne den Schutz der Amis? Aber hey, er hasst Moslems! Das hat er mit dem Beni ja etwas grosses gemeinsam.
  • Butzdi 03.02.2017 15:45
    Highlight Highlight Trump mischt sich halt nur ein, wo es ihm hilft.
    Am Holocaust Gedenktag die Juden nicht erwähnen ist falsch. Es starben viele, aber die Juden waren die Gruppe welche explizit ausgerottet werden sollte, alle anderen waren weniger im Fokus.
    Der Twitter-Präsident hat auch das Massaker in der Moschee in Kanada komplett totgeschwiegen, obwohl, oder gerade weil, es ein Trump supporter war.
    Wenn aber jemand wagt, gegen seinen kleinen Hetzteufel Milo zu protestieren, dann wird er aktiv und droht Berkeley den Geldhahn abzudrehen... schizophren...
    • Raembe 03.02.2017 17:51
      Highlight Highlight Zum Holocaust: Es kamen tausende Roma und Sinti ums Leben. Darum bin ich der Meinung das es Richtig war so wie es kommuniziert wurde.

      Bitte folgendes nicht falsch deuten: Juden werden mMn in der Öffentlichkeit als Opfer wahrgenommen. Es war absolut schrecklich was damals passiert ist, aber was Israel heute tut ist ähnlich verwerflich.

      Was mich auch stört ist das man die meist gescheiterte Integration von Juden in der Schweiz verschweigt. Bestes Beispiel dafür ist Zürich Wiedikon
    • trio 03.02.2017 18:32
      Highlight Highlight @Raembe
      nicht tausende sondern Millionen! Ansonsten zu 100% einverstanden.
    • Raembe 03.02.2017 19:38
      Highlight Highlight Ja sry 2ry hatte es falsch im kopf
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stachanowist 03.02.2017 15:05
    Highlight Highlight Verstehe nicht, warum man nicht einfach der ermordeten "Juden und Homosexuellen, Sinti, Roma, Kommunisten, Zeugen Jehovas" gedenken kann. Durch die Erstnennung und die Trennung von den anderen Opfergruppen durch ein "und" würde die zentrale Stellung der Judenvernichtung im Holocaust deutlich hervorgehoben und zugleich alle anderen Opfer erwähnt.

    Wahrscheinlich würde es aber in den USA zu Protesten gewisser Kreise führen, wenn man Kommunisten und Homosexuellen explizit gedenken würde.
    • Kian 03.02.2017 15:09
      Highlight Highlight An und für sich ein löblicher Gedanke, aber eine solche Liste wäre nie abschliessend.
    • Arutha 03.02.2017 15:31
      Highlight Highlight Du würdest eine Aufzählung beginnen mit Juden UND Homosexuellen. Danach jedoch nur noch Komas setzen?
      Ein dient normalerweise als Abschluss einer Aufzählung. Mit deiner Formulierung heisst es Juden und Homosexuelle, was danach kommt ist nicht mehr so relevant.
    • Fabio74 03.02.2017 15:54
      Highlight Highlight @arutha: Haarspalterei nennt man das
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 03.02.2017 14:38
    Highlight Highlight Okay, dass das Weisse Haus die Erwähnung der Juden als Opfer des Holocasts in der Mitteilung gestrichen hat ist wohl ziemlich eindeutig schlecht und sicher kein gutes Signal (wie ich finde, auch nicht nur an Israel).
    • Angelo Hediger 03.02.2017 15:12
      Highlight Highlight You’ve Met with a Terrible Fate, Haven’t You?
    • Majoras Maske 03.02.2017 16:00
      Highlight Highlight Ben?
    • FrancoL 03.02.2017 16:17
      Highlight Highlight Der Grund des Streichens ist die Problematik. Der zeigt den neuen Geist in der Trumpumgebung.

      Dass dieser neue Geist dem Netanjahu zu denken gibt freut mich aber, das muss ich ehrlich zugeben. Da müsste Netanjahu einmal etwas länger darüber nachdenken mit wem er sich ins Bett legen will.

    Weitere Antworten anzeigen
  • trxr 03.02.2017 14:04
    Highlight Highlight Neuer Tag, neuer Trump Post. 🙂
  • Tilman Fliegel 03.02.2017 13:39
    Highlight Highlight Trump hat vermutlich erst jetzt bemerkt, dass Israel jüdisch ist.
    • Saraina 03.02.2017 15:25
      Highlight Highlight Kaum, Yvanka wird es ihm schon gesagt haben.
  • Herbert Anneler 03.02.2017 13:38
    Highlight Highlight Wie konnte Natanjahu übersehen, dass niemand sich mehr über Trumps Sieg freuten als die Amercan National Socialist Party und der Kukluxklan und dass sich Trump von Ihnen nicht distanzierte? Und wie konnte Natanjahu übersehen, dass Trumps Darling, Putin, ebenfalls eine antisemitische Politik verfolgt, indem er eng mit Iran und Judenhasser Orban kooperiert? Der Feind meines Feindes muss nicht automatisch mein Freund sein!
    • El Vals del Obrero 03.02.2017 14:22
      Highlight Highlight Ist halt immer kompliziert im Beziehungsgeflecht Nazi-ähnliche/(extremistische) Juden/(extremistische) Moslems:

      Alle drei hassen jeweils die zwei anderen Gruppen. So weit noch überschaubar.

      Kompliziert wird es aber, wenn sie sich überlegen müssen, welcher der beiden anderen Gruppen sie mehr hassen und ob sie sich mit der anderen gegen diese zusammentun wollen.

      So gibt es ja z.B. Rechtsextreme, die die Juden gut finden, weil sie gegen die Moslems sind und es gibt Rechtsextreme, die die Moslems gut finden, weil sie gegen die Juden sind.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 03.02.2017 16:23
      Highlight Highlight OhGott.
      <iframe src="//giphy.com/embed/XrHc1gDORei1q" width="480" height="269" frameBorder="0" class="giphy-embed" allowFullScreen></iframe><p><a href="http://giphy.com/gifs/wtf-confused-huh-XrHc1gDORei1q">via GIPHY</a></p>
    • Mr. Malik 03.02.2017 16:53
      Highlight Highlight @mein senf
      Kleine unnötige haarspalterei von meiner seite:
      Bei deinem beispiel hast du bei deb rechten extreme als beispiel genommen, bei den judem und muslimen hast du verallgemeinert.
      Absicht?
    Weitere Antworten anzeigen

US-Regierung stellt Nahost-Friedensplan vor – Palästinenser lehnen ab

Der Nahost-Friedensplan der USA soll den Palästinensern innerhalb von zehn Jahren internationale Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Dollar und eine Million neue Jobs bringen.

Ziel sei es, das Bruttoinlandsprodukt der Palästinenser in diesem Zeitraum zu verdoppeln, teilte die Regierung von US-Präsident Donald Trump am Samstag mit. Damit gab sie erstmals Details zum wirtschaftlichen Teil des Friedensplans preis.

Eine führende Vertreterin der Palästinenser lehnte den Vorstoss umgehend ab. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel