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Nach Orlando-Attentat: Schwuler CNN-Moderator grillt Floridas Staatsanwältin live im TV 

Floridas Staatsanwältin war bisher nicht als Verfechterin der Rechte Homosexueller bekannt – dann geschah das Orlando-Attentat. Moderator Anderson Cooper befragte sie nun im TV zu den Widersprüchen. Wieder. Und wieder.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Das Interview dauert nur wenige Minuten, es beginnt noch recht freundlich, dann wird die Stimmung der beiden Beteiligten zunehmend gereizter, sie fallen sich ins Wort. Am Ende gibt es einen Handschlag, viele «Danke, Danke»-Bekundungen, die kaum unehrlicher wirken könnten.

Die Beteiligten, das sind CNN-Starmoderator Anderson Cooper und Floridas republikanische Generalstaatsanwältin Pam Bondi. In dem US-Bundesstaat fand am vergangenen Sonntag das Attentat im Nachtklub Pulse statt, der Täter hatte dort 49 Menschen erschossen – ein Angriff, der vor allem Mitglieder der LGBT-Gemeinde traf (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender).

Bondi hatte sich in der Vergangenheit gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen. Cooper ist homosexuell.

Vor wenigen Tagen verlas der Moderator im Fernsehen die Namen der Todesopfer, mehrfach brach ihm dabei die Stimme, er kämpfte mit den Tränen. Das Thema geht ihm nahe, das sah man dabei deutlich – und das sieht man auch bei seinem Interview mit Bondi.

Er habe in den vergangenen Tagen mit vielen Menschen aus der LGBT-Gemeinde gesprochen, sagt er, und keiner davon sei ein grosser Fan Bondis. Auch, weil sie 2014 vor Gericht gestanden und gesagt hatte, die gleichgeschlechtliche Ehe stelle eine Bedrohung für die Öffentlichkeit dar. «Glauben Sie wirklich, Sie sind ein Champion der Gay-Community?»

Sie habe nie gesagt, dass sie etwas gegen Homosexuelle habe, kontert Bondi. Sie habe damals vor Gericht lediglich geltendes Recht vertreten (inzwischen ist die Homo-Ehe in Florida legal). Cooper hakt nach, ob ihre Aussagen nicht auch als Botschaft verstanden werden könnten für Menschen, die ohnehin Schlechtes im Schilde führten.

Bondi versucht, das Thema allgemeiner zu fassen und betont, es gehe «heute um die Opfer». Cooper: «Um schwule und lesbische Opfer.» Er höre heute zum ersten Mal, dass sie etwas Positives über Homosexuelle sage. Und so geht es weiter. Und weiter.

In zahlreichen US-Medien und Beiträgen in sozialen Netzwerken wird Cooper für sein Interview nun gefeiert. Er habe Bondi «absolut gegrillt» (Washington Post), ihr «die Leviten gelesen» (Politico) oder sie «daran erinnert, dass ihre Behörde die Rechte der LGBT-Gemeinde keineswegs unterstützt» (Jezebel). (aar)

Solidarität mit den Opfern von Orlando

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36
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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Incendium 15.06.2016 17:36
    Highlight Highlight http://www.thenewcivilrightsmovement.com/davidbadash/pam_bondi_s_we_re_honoring_pride_month_with_rainbow_hands_people_image_was_a_total_lie?recruiter_id=2

    Einfach nur abstossend.
  • dracului 15.06.2016 16:15
    Highlight Highlight Kürzlich verweigerte die Standesbeamtin Kim Davis die Eheschliessung eines Homo-Paares und brach damit geltendes Gesetz. Pam Bondi hält sich an die Gesetze. Kein Metzger, kein Abtreibungsarzt, kein Polizist und auch keine Pam Bondi könnte ihren Job machen, wären da fundamentale Zweifel. Ich teile die Meinung von Kim Davis nicht, aber ich respektiere jeden, der einen Job nicht machen kann, wenn er gegen die persönlichen Überzeugungen geht! Pam Bondis ist jedoch primär überzeugt, dass geltendes Recht (blind folgend) umzusetzen ist.
  • balabala 15.06.2016 15:23
    Highlight Highlight E widert mich ehrlich gesagt an, wie dieses Attentat von der LGBT-Gemeinde dazu benutzt wird, gegen jeden Stimmung zu machen der nicht zu 100% auf Ihrer Linie schwimmt.
    • Tatwort 15.06.2016 16:18
      Highlight Highlight Aber dass die Republikaner vorher die LGBT-Gemeinde diskriminiert und zur Ingridienz ihres unappetittlichen Polit-Süppchens gemacht haben, hat Dich nie gestört. Oder irre ich mich?
    • Fabio74 15.06.2016 16:25
      Highlight Highlight mich widern solche Kommentare an. Es wird von uns keine Stimmung gemacht.
      Jetzt kriechen die Rechten aus ihren Löchern und verdrehen Tatsachen.
    • Hops 15.06.2016 17:27
      Highlight Highlight Was meinst du denn mit Stimmung machen? Gleiches Recht für alle Menschen einfordern? Z.B., dass niemand aufgrund seines Geschlechts, Rasse, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexuelle Ausrichtung diskriminiert werden darf? Man hab ich ein Privileg, weiss und hetero zu sein! :(
  • Tatwort 15.06.2016 14:49
    Highlight Highlight Wer hinhört und auch schon in der Vergangenheit hingehört hat bemerkt, dass Anderson Cooper nichts anderes macht als der Staatsanwältin den Spiegel vorzuhalten. Sie war an Hetze beteiligt. In der Geisteshaltung gegenüber Schwulen und Lesben hat sie sich nicht von den Leuten des IS unterschieden. Und jetzt, da sie das bemerkt, rudert sie zurück.
    Von daher: Gut gemacht, Anderson Cooper.
  • Schreiberling 15.06.2016 14:49
    Highlight Highlight Können wir bitte aufhören davon zu sprechen, dass "die Homo-Ehe" "legalisiert" wurde? Es gibt keine Homo-Ehe. Es gibt nur eine Ehe, die in den USA für alle geöffnet wurde.
  • chicadeltren 15.06.2016 14:35
    Highlight Highlight So ein Asi! Es spielt doch keine Rolle ob die Opfer aus der LGBT Community stammen oder nicht! Menschen sind Menschen. Und nur weil sie gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ist, heisst das noch lange nicht, dass sie es befürwortet, Homosexuellte zu töten!
    Ein persönlicher Rachefeldzug im Schatten dieses Dramas - einfach nur peinlich.
    • Fabio74 15.06.2016 16:28
      Highlight Highlight sehr wohl spielt es eine Rolle. Weil sie nicht zufällig sondern gezielt ausgewählt wurden.
      Es ist keine Rachefwldzug. Sondern man hält der Dame den Spiegel vor. Jetzt biedert man sich an und vorher redet man von Gefahr für die Gesellschaft.
      Es ist widerlich wie die Rechten plötzlich LGBT gut finden, nachdem man sich bisher weigerte über gleiche Rechte zu reden.
    • Hops 15.06.2016 17:28
      Highlight Highlight <3 Fabio74
  • Fairness_3 15.06.2016 13:33
    Highlight Highlight "Grillen"? Wieder mal eine masslose Übertreibung. In der letzten Zeit übertreibt Ihr es.
    • Asmodeus 15.06.2016 14:39
      Highlight Highlight Teilweise sind die Titel ziemlich Clickbaity
    • wonderwhy 15.06.2016 15:35
      Highlight Highlight Bitte vergisst nicht das watson für die User kostenlos ist und sich irgendwie finanzieren muss. Das geschieht halt nun mal durch Klicks meine Freunde!
  • Prof.Farnsworth 15.06.2016 12:45
    Highlight Highlight politisches denken wird ja nur so von solchen Coopers, Olivers und co. in den Staaten gelenkt! Einzelne Fakten werden herausgepickt für die eigene Inszenierung, so wis einem hald passt! 👏 (ausnahme cooper jetzt weil er auch gay ist) dann wird noch so akurat über solche "nachrichten" diskutiert! MURICA hald...
  • Ivan der Schreckliche 15.06.2016 12:15
    Highlight Highlight "grillt" Ich weiss, es isch en englische Usdruck, aber mer chas au übertriebe mit de Anglizisme, wenigstens findet Kanibale jetzt Watson😁
  • Lauwärmer 15.06.2016 11:39
    Highlight Highlight Ich finde es kein passender Moment um den Finger gegen vergangene Aussagen zu richten. Dieser Anschlag sollte uns allen erinnern, dass wir Menschen sind und dass wir zusammen halten sollten. Die Argumente Coopers sind gültig, jedoch ist der Moment meiner Meinung nach unangebracht.
    • Asmodeus 15.06.2016 13:26
      Highlight Highlight Es ist der perfekte Moment dafür.

      Jetzt ist die Aufmerksamkeit groß und Aussagen wie die von Bondi haben den Killer ja erst angestachelt.
    • Lauwärmer 15.06.2016 13:56
      Highlight Highlight Wieso weiterhin nach Konflikte suchen wenn wir schon genug zu lösen haben? Ich versteh den Aufruhr und ich finde auch lächerlich, dass sich Pam Bondi aufgrund ihrer Kampagne plötzlich für die LGBT-Community einsetzt aber so Diskussionen trennen. Trump tut momentan das Gleiche und es ist einfach nicht der Zeitpunkt um das Volk noch mehr zu spalten.
    • Hops 15.06.2016 14:01
      Highlight Highlight Sehe ich so wie Asmodeus. In Amerika (u.a.) wird in der Politik im grossen Stil gegen Homosexualität propagiert. Gewisse Politiker und Medien schaffen seit Jahren eine feindliche und hassvolle Atmosphäre. Ich weiss nicht vorher die den Mut nehmen, Beileid auszusprechen. Homophobie ist allgegenwärtig und darum ist es wichtig, nicht einfach von "Opfern" zu sprechen, sondern auch zu sagen, weshalb sie Opfer wurden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donald 15.06.2016 11:27
    Highlight Highlight Naja, wenn es in der Verfassung steht... was soll sie machen? Soll ich meine Arbeit niederlegen, wenn mir ein Teil der Firmenstratgie nicht passt?
    • moimoimoi 15.06.2016 11:39
      Highlight Highlight Wenn dir die politik deines arbeitgebers nicht zusagt, könntest du die stelle wechseln ;-)
    • Alex_Steiner 15.06.2016 12:08
      Highlight Highlight @Donald: Öhm... wäre eine möglichkeit ja...
      Vielleicht hilft dir das weiter: https://de.wikipedia.org/wiki/Streik
    • Fabio74 15.06.2016 13:09
      Highlight Highlight DasGesetz vertreten ist das eine, abrer es braucht dazu nicht die Aussagen, Gleiche Rechte seien eine Gefahr.Und nun Betroffenhrit heucheln ist nur widerlich.
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