International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Aggressivster Akteur»: USA warnen vor Cyberattacken aus Russland 

15.07.18, 06:25 15.07.18, 09:32


Kurz vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin hat der nationale Geheimdienstdirektor der USA Russland als «aggressivsten ausländischen Akteur» bei Cyberattacken bezeichnet. Die Bedrohung durch solche Angriffe habe einen «kritischen Punkt» erreicht.

Dies sagte Dan Coats bei einer Veranstaltung in Washington. Die digitale Infrastruktur werde «buchstäblich angegriffen», fügte er hinzu.

epa06521825 Director of National Intelligence Dan Coats testifies before an annual Senate Intelligence Committee hearing on 'world wide threats' in the Hart Senate office Building in Washington, DC, USA, 13 February 2018. The panel faced questions about the Adam Schiff memo and North Korea.  EPA/JIM LO SCALZO

Dan Coats warnt kurz vor dem Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin vor russischen Cyberattacken.  Bild: EPA/EPA

Coats nannte Russland, China, Iran und Nordkorea als die schlimmsten Angreifer, wobei Russland «ohne Frage» am aggressivsten vorgehe. In die digitale Infrastruktur werde «jeden Tag» eingedrungen. Ziele seien Unternehmen, Behörden und Infrastrukturen, sagte der Geheimdienstdirektor. Die Angriffe sollten die Demokratie täglich untergraben, unabhängig davon, ob Wahlen anstünden.

Am Freitag hatte die US-Justiz zwölf russische Geheimdienstmitarbeiter wegen der Hackerangriffe während des US-Wahlkampfs 2016 unter Anklage gestellt. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, E-Mails und Dokumente von Computern der Demokratischen Partei sowie der Wahlkampagne von deren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gestohlen zu haben.

Frage an Putin erneut stellen

Die Anklagen gehen auf die Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zurück, der seit Mai 2017 die mutmasslichen russischen Interventionen im Wahlkampf und eine mögliche Verwicklung von Mitarbeitern Trumps in diese Einmischungen untersucht. Der US-Präsident hatte die Ermittlungen wiederholt als «Hexenjagd» kritisiert. Beim Gipfeltreffen mit Putin am Montag in Helsinki will Trump dennoch die Frage der russischen Einmischung in den US-Wahlkampf ansprechen.

Bereits bei ihrem Treffen am Rande eines Asien-Gipfels in Vietnam im November hatten Trump und Putin über das Thema gesprochen. Der US-Präsident sagte damals, er schenke Putins Darstellung Glauben: «Er hat mir absolut beteuert, dass er sich nicht in unsere Wahl eingemischt hat. Ich glaube wirklich, dass er das, was er mir sagt, auch so meint.» (sda/afp)

Trumps Geschenk: Briten lassen Riesen-Baby-Ballon steigen

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Avocado ist keineswegs böse» – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

So verteidigt der Vater der Selbstbestimmungs-Initiative sein «Kind»

Der Küsche, der in den Tee pisste – und andere Militärerlebnisse der watson-User

Das musst du über die von Russland finanzierten Propaganda-Kanäle Redfish und Co. wissen

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

Willkommen im Dschungel der Weltpolitik

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

15
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beat Galli 16.07.2018 01:23
    Highlight Belustigenderweise benutzen diese&/ bosen Agressoren wahrscheinlich Hintertürchen, welche die Hersteller von Software auf geheiss der US Geheimdienste einbauen mussten.
    Wir nehmen an, diese sind nur dazu da durchzulüften. Da ja Wir/Sie die Guten sind, werden die ja sicher nicht benutzt um „Freunde“ zu überwachen...
    0 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 15.07.2018 19:45
    Highlight Wer ist der grösste Überwacher in der westlichen Hemisphäre?
    14 2 Melden
    • reconquista's creed 15.07.2018 21:54
      Highlight Da würde ich ganz klar auf die USA tippen. Leider ist diese Fragestellung nicht Thema des Artikels. Thema sind Russland und Cyberattacken
      5 6 Melden
    • Wilhelm Dingo 16.07.2018 08:19
      Highlight @Domsh: ja, da hast Du Recht. Diese Art von Agenda Setting ist aber gefährlich weil sie das Feindbild Russland weiter aufbaut. Klar die Russen machen eine Menge falsch, es geht aber darum das Gesamte im Auge zu behalten.
      2 0 Melden
  • roger_dodger 15.07.2018 10:50
    Highlight Cold War 2.0. Der "aggressivste Akteur" ist wohl bei weitem die USA welche die Messlatte bei Spionage und Manipulation vorgeben. Da versuchen Russland, China et. natürlich gegenzuhalten.
    57 31 Melden
    • redeye70 15.07.2018 11:10
      Highlight Man denke da nur an die Abhörung Merkels privatem Handy. Diese heuchlerischen Schleimbeisser! Glauben die Amis echt, dass irgendjemand denen noch glaubt?
      48 10 Melden
    • MARC AUREL 15.07.2018 12:45
      Highlight Und die Chinesen und Russen sind natürlich glaubwürdiger! Versuchen nur entgegenzuhalten...Die Chinesen wollen ganz Asien alles vorschreiben und versuchen unrechtmässig Gebiete an sich zu reissen. Ach ja über die Russen reden wir besser gar nicht..😂 Mir sind die Amis immer noch lieber...
      26 23 Melden
    • reconquista's creed 15.07.2018 18:29
      Highlight Also in Sachen Wirtschafts- und Armeetechnologiespionage würde ich bei den Chinesen von mehr als nur Entgegenhalten sprechen...
      11 3 Melden
  • Uli404 15.07.2018 10:44
    Highlight Das Bild vom kindlifressenden Russen muss mit allen Mitteln aufrecht erhalten werden.

    Obwohl immer mehr Menschen klar wird, wo die wirkliche Gefahr für uns alle herkommt. Hier einer der weiss wovon er spricht:



    23 35 Melden
    • reconquista's creed 15.07.2018 12:05
      Highlight Sie behaupten also, dass die Warnung vor russischen Cyberangriffen nur dazu dient, ein Feindbild aufrecht zu erhalten.
      Denken sie in der Folge es gibt keine russischen Cyberangriffe oder finden sie, dass es sie gibt man es aber nicht veröffentlichen soll?
      41 16 Melden
    • Uli404 15.07.2018 13:06
      Highlight Domsh: Erste Frage ganz klar ja!
      Zur zweiten Frage. Natürlich führen die Russen Cyberangriffe durch. Jeder spinoniert jeden aus. Aber im Vergleich zur Aggresivität des CIA oder NSA sind die Russen ein harmloser Fisch, der zu Propagandazwecken aufgeblasen wird um von den eigenen Schweinereien abzulenken.
      Oder hast bist du der Meinung Kevin Shipp habe keine Ahnung wovon er spricht?
      23 20 Melden
    • reconquista's creed 15.07.2018 18:26
      Highlight Ich würde ihnen das widersprechen. Ich sehe bei dieser Verlautbarung zum jetzigen Zeitpunkt nicht das Bedürfnis von US-Cyberattacken abzulenken wie sie es meinen, da dies aktuell gar kein Thema ist. Ich denke eher es ist ein Fingerzeig Richtung Trump zu dessen bevorstehenden Putin-Meeting.
      Und ich stelle fest, dass sie inhaltlich sogar nichts gegen diese Vorwürfe einzuwenden haben.
      7 4 Melden
  • Alice36 15.07.2018 10:42
    Highlight "Ich glaube wirklich, dass er das, was er mir sagt, auch so meint." Das kann ja sein aber es muss ja nicht zwangsläufig der Wahrheit entsprechen. Mittlerweile sind ja wohl genug Beweise und Indizien vorhanden die die russische Einflussnahme bestätigen. Nur weils grad nicht in Trump's Weltbild passt, aus welchen Gründen auch immer, kann er die Fakten wohl nicht ewig leugnen. Es wäre an der Zeit für's Trump Baby mal einen realen Blick auf die ganze Situation zu riskieren aber das scheint zu viel verlangt von dem egomanischen Narzissten.
    27 22 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 15.07.2018 12:13
      Highlight Die Beweise würd ich gern sehen...
      17 18 Melden
    • Ueli der Knecht 15.07.2018 18:47
      Highlight Sebastian: Die Anklageschrift wegen Verschwörung gegen die USA, Identitäts-Diebstahl und Geldwäsche ist ziemlich detailiert und nennt Namen, Angriffsvektoren, Techniken (vorallem Spearphishing), gestohlene Daten und Vertuschungsmanöver:
      http://cdn.cnn.com/cnn/2018/images/07/13/gru.indictment.pdf
      Ich geh davon aus, dass Mueller dies vor dem Bezirksgericht in Washington alles mit einwandfreien Beweisen untermauern kann.
      15 5 Melden

Sie will die Politik mit Frauen fluten – Meg Wolitzer, die Feminismus-Autorin der Stunde

#MeToo, die Brett-Kavanaugh-Hearings und Trump: Meg Wolitzers Roman «Das weibliche Prinzip» passt perfekt in die heutige Zeit.

An der Frankfurter Buchmesse von vergangener Woche hatte sie Auftritte auf prominenten Bühnen. Meg Wolitzer hat das Buch der Stunde geschrieben. Auch wenn das gar nicht ihre Absicht war. Dass sie sich mit weiblicher Macht, Diskriminierung, Frauenfeindlichkeit, mit Deutungshoheit und dem Erlangen einer weiblichen Stimme auseinandersetzt und dass es die MeToo-Bewegung gibt, sei kein Zufall, sagt sie. Dass ihr Buch genau in diesem zugespitzten und beschleunigten Moment erscheine, hingegen schon.

Frau …

Artikel lesen