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Christopher Lee Price sollte hingerichtet werden, doch es kam etwas dazwischen



FILE - This undated file photo provided by the Alabama Department of Corrections shows Christopher Lee Price. A federal judge on Thursday evening, April 11, 2019, has halted the planned execution of Price, who was convicted of the sword-and-dagger stabbing death of a pastor. U.S. District Judge Kristi K. DuBose issued the stay two hours before the scheduled lethal injection of 46-year-old Price. (Alabama Department of Corrections via AP, File)

Bild: AP/Alabama Department of Corrections

Die Hinrichtung eines zum Tode verurteilten Mörders im US-Bundesstaat Alabama ist in der Nacht zum Freitag in letzter Minute verschoben worden. Die Gouverneurin von Alabama, Kay Ivey, sprach von einer «Niederlage für die Gerechtigkeit».

Grund war ein Rechtsstreit um die Methode der Hinrichtung. Dieser zog sich so lange hin, bis die Frist für eine mögliche Vollstreckung des Todesurteils verstrichen war.

Die Anwälte des 46-jährigen Christopher Lee Price hatten beantragt, ihren Mandanten nicht mit einer Giftspritze, sondern durch die Inhalation von Stickstoff zu töten. Diese Option steht zum Tode verurteilten Häftlingen in Alabama offen. Sie gilt als weniger schmerzhaft als eine Hinrichtung mit Gift.

Price hatte im Jahr 1991 einen Pfarrer erstochen und war daraufhin zum Tode verurteilt worden. Während am Donnerstagabend nach Medienberichten Angehörige des Opfers und des Täters auf die für 18.00 Uhr Ortszeit geplante Urteilsvollstreckung warteten, lieferten sich die Anwälte und der Staat Alabama einen Rechtsstreit, der bis vor den Obersten Gerichtshof der USA ging.

Der genehmigte zwar eine Tötung per Giftspritze, traf seine Entscheidung aber erst, nachdem die erlaubte Frist für Price' Hinrichtung verstrichen war. Nun soll ein neuer Termin für die Vollstreckung des Todesurteils angesetzt werden. (aeg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Magnum44 13.04.2019 09:24
    Highlight Highlight Meldungen über einen qualvollen Tod hört man im Zusammenhang mit Exit und co. aber nie, wie kann das sein?
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 13.04.2019 12:15
      Highlight Highlight Weil man bei Exit eine Überdosis eines Babiturats zum schlucken bekommt und dann zuerst einschläft, bis man dann an der Atemdepression stirbt.
      Bei Hinrichtungen kommen mehrere verschiedene Mittel zum Einsatz, welche intravenös verabreicht werden.
      Bei Exit sind Ärzte zugegen. Bei einer Hinrichtung Angestellte des Gefängnis, die nicht die geringste Ahnung von Medizin haben.
  • _stefan 13.04.2019 00:41
    Highlight Highlight Der hat mit 19 zusammen mit einem Komplizen einen Pastor umgebracht. Mit 46 wartet er nun immer noch auf die Vollstreckung seiner Strafe.

    Sein Komplize (Kevin Coleman) hatte übrigens damals einen besseren Anwalt und hat seine Schuld eingestanden. Er wurde "nur" zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Schlussendlich werden beide im Gefängnis sterben, der eine bisschen humaner als der andere.
  • HPOfficejet3650 12.04.2019 22:32
    Highlight Highlight Nun- ich bin medizinischer Laie.
    Aber ich höre immer, dass Patienten die eine Vollnarkose erhalten, künstlich beatmet werden müssen.
    Warum bekommen die Delinquenten keine Narkose und dann vielleicht noch ein Mittel das den Herzstillstand herbeiführt?
    So wurde meine Katze eingeschläfert, als sie unheilbar erkrankt war; sie ist ganz ruhig in meinen Armen eingeschlafen.

    und nein, ich befürworte die Todesstrafe nicht im Gegenteil, diese Quälereien sollen aufhören.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 13.04.2019 09:44
      Highlight Highlight Gabs schon.
      Nur die Hersteller weigern sich mittlerweile entsprechende Mittel, wie beispielsweise Thiopental oder Pentobarbital, zu liefern.
      Aber bei der Hinrichtung geht trotzdem meistens viel schief.
      Besonders weil die Infusion von Leuten gelegt wird, die weniger von Medizin verstehen als eine Kuh von der Raumfahrt.
  • Gregor Hast 12.04.2019 20:29
    Highlight Highlight Habe betreffend der Todesstrafe eine geteilte Meinung, auf die ich nicht weiter eingehen will. Doch, wer andere mit einer Giftspritze tötet oder erhängt, wird der nicht automatisch auch zum Mörder?
  • honesty_is_the_key 12.04.2019 19:40
    Highlight Highlight Ich habe ja keine Ahnung was hier passiert ist, ob er schuldig ist, wie grausam die Tat war etc.

    Was mich allerdings sehr nachdenklich und auch traurig stimmt: Christopher hat die Tat im Alter von 18 Jahren begangen (falls er sie begangen hat). Sprich - er hat inzwischen mehr Zeit im Todestrakt verbracht, als in der Freiheit. Wie krank ist das ? Ich bin total gegen die Todesstrafe. Aber wenn schon, dann "schnell". Und nicht X Jahre später. Das ist sowas von unmenschlich.
  • uth 12.04.2019 19:28
    Highlight Highlight Was ist das für ein Land, das - einmal abgesehen von der Sinnhaftigkeit der Todesstrafe - einen Verurteilten 28 Jahre der Verzweiflung und der Ungewissenheit aussetzt und am Termin selber nicht einmal den Vollzug anständig über die Bühne bringt? Ein unaufgeklärtes Entwicklungsland eben, das einige Schritte in der Entwicklung der Menschlichkeit nie vollzogen hat.
  • Jesses! 12.04.2019 18:00
    Highlight Highlight Lee Price hatte kein Recht zu töten. Gut so. Der Bundesstaat Alabama hat ein Recht zu töten. Und zwar dann, wenn einer, der kein Recht hat zu töten, tötet. Nun, zum Glück übernimmt die Verantwortung für die Tötung von Lee Price der Staat - also das Gesetz - und nicht ein Mensch. Wobei die Gesetze von Menschen erlassen werden. Also tötet eine Gruppe im Namen des Gesetzes. Leider muss die Tötung selber immer noch von Menschen durchgeführt werden. Wohl nicht mehr lange, denn dann übernehmen die Maschinen. Ohne zu Zögern. Welch Glück.
    • honesty_is_the_key 13.04.2019 12:44
      Highlight Highlight Verstehe ich dich richtig, du bist ein Verfechter der Todesstrafe ?

      Ist das nicht sehr widersprüchlich ?
      Jemanden der einen Mord begangen hat mit einem Mord zu bestrafen ?

    • Jesses! 13.04.2019 16:57
      Highlight Highlight Nein, ich bin gegen die Todesstrafe. Aber mit der Robotik wird sie einfacher umzusetzen sein. Genauso wie die zukünftigen Kriege. Kein Mensch und kein Staat hat das Recht zu töten.
  • Gollum27 12.04.2019 17:33
    Highlight Highlight rückständiges land, dieses alabama.
  • Nurmalso 12.04.2019 17:29
    Highlight Highlight Ich lehne die Todesstrafe nicht ab. Ich finde tatsächlich dass manche Individuen müssen entfernt werden müssen.

    Aber ich finde Stickstoff als zu 100% schmerzfreie Alternative sollte und von Anfang an das Mittel zum Zweck sein so viel Respekt muss sein um sich nicht auf das gleiche Niveau zu begeben.
  • Jute-statt-Plastik-Tagträumer 12.04.2019 17:02
    Highlight Highlight Kay Ivey, sprach von einer «Niederlage für die Gerechtigkeit».

    Dafür ein Sieg für die Menschlichkeit ? ... und sind wir ehrlich, die Todesstrafe wäre für ihn sogar eine Erlösung gewesen ... er leidet mehr, wenn er jeden Tag die gleichen 4 Quadratmeter um sich hat ;)
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 12.04.2019 17:06
      Highlight Highlight Es gibt in Amerika leider immer noch zu viele Menschen, die sich einbilden dass Rache Gerechtigkeit wäre.
    • Garp 12.04.2019 17:42
      Highlight Highlight Bist Du sein Brieffreund und weisst das von ihm selber?
    • Jute-statt-Plastik-Tagträumer 13.04.2019 11:25
      Highlight Highlight Nein ? aber jetz stell dir mal vor, du hast noch etwa 30 -50 Jahre zu leben, und du weisst genau, dass du jeden Tag am selber ort aufwachen wirst, dass du nur deine kleine zelle zum leben hast, und dass du nie mehr nach draußen kommst .. also ich würde lieber sterben, als so zu leben ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wander Kern 12.04.2019 16:51
    Highlight Highlight Selbst für Befürworter der Todesstrafe kann es nicht vertretbar sein, einen Menschen jahre-, ja jahrzehntelang im Ungewissen, und jeden Moment mit seiner bevorstehenden Tötung rechnen zu lassen. Wenn das keine Folter ist, was dann?
    • Alphonse Graf Zwickmühle 12.04.2019 17:29
      Highlight Highlight Mord ist immer ungünstig für alle Beteiligten, die Angehörigen des Opfers kommen vermutlich auch nicht immer klar mit der Situation und leiden auch entsprechend Jahrelang, wenn nicht lebenslänglich. Idealerweise lässt man sich gar nicht erst auf solch niederträchtiges Handeln ein.
    • Leider Geil 12.04.2019 18:20
      Highlight Highlight Stimmt in den USA, andere Länder wie China fackeln da nicht lange rum.
    • Fanta Diallo 12.04.2019 20:49
      Highlight Highlight Ich gebe Dir teils recht. Aber ist die Todesstrafe nicht dazu da, um Jemandem die Freiheit des Nichtwissens seines Zeitpunktes des Todes zu nehmen - sozusagen die ultimative Freiheit zu nehmen? Dann hat dieser hier eigentlich Glück in seinem Aufschub, oder? Mit dem Ungewissen wird es doch ein bisschen menschlicher, ein bisschen freier, oder? Verstehe mich nicht falsch, bin auch gegen Freiheitsstrafe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frances Ryder 12.04.2019 16:49
    Highlight Highlight Pefektes Beispiel wieso die Todesstrafe Müll ist. Es ist so ein drastisches Mittel, dass es unzählige Kontrollmechanismen braucht, wodurch es schlussendlich Jahrzente bis zur Hinrichtung dauert und ein vielfaches von einer lebenslangen Haft kostet.
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 12.04.2019 16:43
    Highlight Highlight Jetzt bin ich verwirrt. Hat jetzt der oberste Gerichtshof die gewünschte Inhalation genehmigt, oder die nicht gewünschte Hinrichtung mit der Giftspritze?

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