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epa04962239 A group of tourists take photos as massive waves splash over the historic Battery as Hurricane Joaquin brings heavy rain, flooding and strong winds as it passes offshore in Charleston, SC, USA, 03 October 2015. Flood warnings and watches were posted in several eastern US states where more heavy rainfall was forecast to reach accumulations of up to 25 centimetres in already saturated areas. Hurricane Joaquin, which has moved to the west of Bermuda over open ocean, is partially to blame for the rainfall, the weather service said. But the storm is expected to turn toward the north-northeast on Sunday and not ram the east coast of the United States.  EPA/RICHARD ELLIS

Charleston, South Carolina: Touristen fotografieren die gewaltigen Wellen, die Hurrikan «Joaquín» gegen die Küste peitscht.
Bild: RICHARD ELLIS/EPA/KEYSTONE

Rekordregenfälle, schwere Überschwemmungen, Stromausfälle: Hurrikan «Joaquín» bedroht fast die gesamte Ostküste der USA



Ein Hurrikan und ein Tiefdruckgebiet setzen die Ostküste der USA unter Wasser. Von South Carolina bis Delaware wurden Flutwarnungen ausgegeben, 27 Millionen Menschen könnten betroffen sein.

Vor allem in South Carolina führten heftige Regenfälle - laut dem Sender CNN mehr als 30 Zentimeter binnen zwei Tagen - bereits am Wochenende zu grossen Problemen. US-Präsident Barack Obama erklärte den Staat zum Notstandsgebiet.

So waren in der Stadt Charleston zahlreiche Strassen überflutet, manche Fahrzeuge standen fast bis zum Dach im Wasser. Die Innenstadt war teilweise durch die Überschwemmungen abgeschnitten, in einem Bezirk mussten bis Sonntagmorgen fast 150 Menschen aus ihren im Wasser steckengebliebenen Fahrzeugen gerettet werden. 30'000 Menschen in South Carolina waren ohne Stromversorgung.

epa04960604 A handout picture released by NASA on 02 October 2015 of hurricane Joaquin pictured from the International Space Station (ISS), 02 October 2015. Hurricane Joaquin, still an

Wie gewaltig Hurrikan «Joaquín» ist, erkennt man auf dieser Aufnahme aus dem All.
Bild: EPA/NASA

Das Schlimmste könnte noch kommen

Und laut dem Nationalen Wetterdienst könnte es noch schlimmer werden. Es wurde erwartet, dass es bis Montagabend (Ortszeit) weiterregnet, wenn auch vielleicht mit allmählich nachlassender Stärke.

Schuld sind zwei Schlechtwettersysteme, die den Osten sozusagen in die Zange genommen haben. Im Atlantik zieht Hurrikan «Joaquín» von den Bahamas nordwärts ins offene Meer. Er trifft zwar nicht auf die US-Küste, aber ein Tiefdruckgebiet über dem Festland, das sich seit Tagen nur langsam fortbewegt hat, saugt daraus Feuchtigkeit.

«Joaquín» verursacht ausserdem einen hohen Wellengang - das drückt zusätzliche Wassermassen ins Land, wie CNN-Meteorologen erläuterten. Erschwerend kommt hinzu, dass der Boden nach überdurchschnittlich starken Niederschlägen in den vergangenen Wochen bereits vollgesogen ist.

Dillon Christ, front, and Kyle Barnell paddle their canoe down a flooded street in Charleston, S.C., Saturday, Oct. 3, 2015. Rain pummeling parts of the East Coast showed little sign of slackening Saturday, with record-setting precipitation prolonging the soppy misery that has been eased only by news that powerful Hurricane Joaquin will not hit the U.S. (AP Photo/Chuck Burton)

Land unter an der Ostküste der USA.
Bild: Chuck Burton/AP/KEYSTONE

Containerschiff wird weiterhin vermisst

Insgesamt sieben Bundesstaaten bereiteten sich auf schwere Regenfälle und Überflutungen vor. South und North Carolina, Virginia und New Jersey riefen bereits am Freitag vorsorglich Katastrophenalarm aus, in besonders niedrig liegenden Gebieten wurden Hunderte Häuser evakuiert.

«Lebensgefährliche Strömungen, hohe Brandungen und Überschwemmungen werden sich vor allem bei Flut fast an der gesamten US-Ostküste entlang ausbreiten», sagte CNN-Meteorologe Michael Guy.

Seit Donnerstag sind nach Medienberichten sechs Menschen bei wetterbedingten Unfällen ums Leben gekommen. Dazu zählen zwei Männer, die vor New York ertranken, als ihr Boot in stürmischer See kenterte.

Die US-Küstenwache setzte am Sonntag nahe den Bahamas ihre Suche nach einem im Hurrikan vermissten Containerschiff fort. Der Kontakt zum Frachter «El Faro» mit 33 Menschen an Bord war am Donnerstag abgebrochen, nachdem die Crew einen Seenot-Hilferuf abgesetzt hatte. Am späten Samstagabend (Ortszeit) entdeckte die Küstenwache einen Rettungsring 75 Meilen nordöstlich der letzten bekannten Position des Schiffes.

Dazu passend: 10 Jahre nach dem Jahrhundertsturm: Ein Fotograf reist mit den Bildern von damals zurück nach New Orleans

(sda/dpa)

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