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Afghan commandos patrol Pandola village near the site of a U.S. bombing in the Achin district of Jalalabad, east of Kabul, Afghanistan, Friday, April 14, 2017. U.S. forces in Afghanistan on Thursday struck an Islamic State tunnel complex in eastern Afghanistan with the largest non-nuclear weapon every used in combat by the U.S. military, Pentagon officials said. (AP Photo/Rahmat Gul)

Bild: Rahmat Gul/AP/KEYSTONE

«IS»-Anführer in Afghanistan getötet



Der Anführer der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») in Afghanistan ist tot. Abdul Hasib sei Ende April bei einem gezielten Einsatz von Spezialeinheiten in der östlichen Provinz Nangarhar getötet worden, teilte der afghanische Präsidentenpalast am Sonntag in Kabul mit.

Hasib gilt als Drahtzieher des Anschlags auf das grösste afghanische Militärspital im März mit mindestens 50 Toten. Die US-Streitkräfte bestätigten den Tod Hasibs und «mehrerer weiterer ranghoher Vertreter» sowie von 35 Kämpfern der Terrormiliz bei einem Einsatz am 27. April.

Der Tod Hasibs und seiner Vertrauten könne den «IS» am Hindukusch «bedeutend» schwächen und das Ziel der Zerstörung der Miliz noch in diesem Jahr näher rücken lassen. Auf jeden weiteren «IS»-Dschihadisten, der nach Afghanistan komme, warte «das gleiche Schicksal», teilte der NATO-Oberkommandierende in Afghanistan, US-General John Nicholson mit.

Die afghanische Regierung kündigte an, ihren Kampf gegen die Miliz und weitere terroristische Gruppen fortzuführen, «bis sie vernichtet sind». Hasib habe den Angriff auf das Militärspital in Kabul angeordnet, bei dem zahlreiche Männer und Frauen getötet und verletzt worden seien.

Am 8. März hatten als Ärzte verkleidete Angreifer das schwer bewachte Sardar-Daud-Chan-Spital in der afghanischen Hauptstadt gestürmt und Handgranaten in die überfüllten Krankenzimmer geworfen. Mindestens 50 Menschen wurden nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums getötet. Sicherheitskräfte und Überlebende berichteten sogar von mehr als hundert Toten. Die «IS»-Dschihadisten bekannten sich zu der Tat.

Eigene Provinz angestrebt

Der vor allem für sein brutales Vorgehen in Syrien und im Irak bekannte «IS» war in den vergangenen Jahren auch nach Afghanistan vorgedrungen. Er strebt über seinen Ableger «Provinz Chorasan» eine Herrschaft über Afghanistan, Pakistan und Teile der Nachbarländer an

Unter dem Druck von US-Luftangriffen und einer Bodenoffensive der afghanischen Armee verlor der afghanische «IS»-Ableger zuletzt jedoch wieder an Boden. Nach Schätzungen des Pentagons ist die Zahl der «IS»-Dschihadisten in Afghanistan von zwischenzeitlich bis zu 3000 Kämpfern auf höchstens 800 zurückgegangen.

Am 13. April hatten die USA erstmals ihre grösste nicht-atomare Bombe eingesetzt. Beim Abwurf der GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast (MOAB) in der Provinz Nangarhar wurden afghanischen Angaben zufolge mindestens 95 Dschihadisten getötet.

Mehr US-Soldaten

Um die afghanischen Sicherheitskräfte zu unterstützen, will das US-Verteidigungsministerium die Zahl der US-Soldaten in Afghanistan deutlich aufstocken. Dem Pentagon zufolge soll US-Präsident Donald Trump in dieser Woche ein entsprechender Vorschlag unterbreitet werden.

US-Medienberichten zufolge wird das Verteidigungsministerium die Entsendung von 3000 bis 5000 zusätzlichen Soldaten beantragen, die vor allem afghanische Soldaten und Polizisten beraten und trainieren sollen.

Offiziell hatten die NATO-Staaten ihren Kampfeinsatz am Hindukusch Ende 2014 beendet. Aktuell beläuft sich die Zahl der US-Streitkräfte in Afghanistan auf 8400, hinzu kommen rund 5000 Soldaten aus anderen NATO-Staaten. Die Sicherheitslage in Afghanistan ist weiterhin äusserst instabil. Mehr als ein Drittel des Landes wird nicht von den Sicherheitskräften der Regierung kontrolliert. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chrigi-B 08.05.2017 14:38
    Highlight Highlight Toll wie der Krieg gegen den Terror läuft. Beinahe so toll wie der War on Drugs😂.
  • Willkommen 08.05.2017 12:30
    Highlight Highlight Die haben scheinbar jeden Monat einen Neuen Anführer. Diese Meldung ist so erstaunlich wie ein umfallender Sack reis in China
  • Olmabrotwurst 08.05.2017 11:13
    Highlight Highlight Die US-Behörden... wie bei Osama ich frage mich immer wo sind die Bilder finde nix..auch meine Hackerfreunde finden nix. Komisch komisch....
    • reaper54 08.05.2017 12:13
      Highlight Highlight Mh war ne "Kommando Aktion" nicht die Energy Fashionnight oder sonst ein gediegener Promianlass bei welchem 1000 Paparazzis alles Dokumentieren. Es war auch nicht in Paris, Mailand, New York oder Zürich sondern in einem weit von der Zivilisation abgelegenem Tal in Afghanistan...
    • Olmabrotwurst 08.05.2017 12:54
      Highlight Highlight Ok folgendes ich weiss anhand eines kollegen der hier gedient hat und ebenfalls in den usa (doppelbürger und ja das geht er musste nur ein paar dinge in bern unterschreiben, wusste ich auch nicht) jeder einsatz wird akribisch dokumentiert denn die amis wollen ja das alles korrekt läuft. Sadams hinrichtung ging viral online osama niicht der IS führer niicht....
    • Blutgrätscher 08.05.2017 13:05
      Highlight Highlight Ja aber seine Hackerfreunde haben sich doch in die Matrixsatelliten über der Erdscheibe gehackt, mit denen haben sie den ganzen Hindukush abgesucht und nix gefunden!
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