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Trump zieht Truppen aus Syrien zurück – Erdogan schickt Panzer und Granatwerfer an Grenze



epa07242840 (FILE) - US Defense Secretary James Mattis (C) listens to President Donald J. Trump (R) speaking to the media before meeting with senior military advisors in the Cabinet Room of the White House in Washington, DC, USA, 23 October 2018 (re-issued 20 December 2018). Media reports on 20 December 2018 state that US Secretary of Defense James Mattis is retiring at the end of February 2019 citing the announcment from a tweet by US President Donald J. Trump.  EPA/JIM LO SCALZO

James Mattis und Donald Trump, dieses Bild gehört der Vergangenheit an. Bild: EPA/EPA

US-Verteidigungsminister Mattis kündigte aus Protest gegen Trumps Kurs seinen Rücktritt an. Nun löst der US-Präsident den Ressortchef deutlich eher ab als geplant. Der Befehl zum umstrittenen Truppenabzug aus Syrien ist indes nach Medienberichten unterzeichnet.

US-Präsident Donald Trump will Verteidigungsminister James Mattis früher als bisher geplant austauschen, nachdem dieser wegen Meinungsverschiedenheiten mit ihm seinen Rückzug angekündigt hatte. Trump verkündete am Sonntag auf Twitter, der bisherige Vize-Verteidigungsminister, Patrick Shanahan, werde ab 1. Januar die Führung des Ressorts übernehmen.

Der Auslöser des Streits, der umstrittene Abzug amerikanischer Soldaten aus Syrien, ist inzwischen nach Medienberichten offiziell angeordnet worden. In der Nacht zum Montag feierte Trump die bevorstehende Heimkehr der US-Soldaten auf Twitter.

Truppenabzug offiziell unterzeichnet

Unter Berufung auf Quellen im Pentagon berichtete der Sender CNN am Sonntagabend, der Befehl zum Truppenabzug aus Syrien sei inzwischen offiziell unterzeichnet worden. Unterschrieben habe das Dokument der scheidende Minister Mattis persönlich, hiess es unter Berufung auf die namentlich nicht genannten Quellen. Details zum Ablauf des Abzugs der über 2000 Soldaten, wie etwa ein Zeitplan, wurden nicht genannt.

Erdogan verstärkt Truppen an Grenze

Die Türkei hat ihre Truppen an der Grenze zum Bürgerkriegsland Syrien verstärkt, obwohl sie zuvor eine geplante Offensive im Nachbarland vorläufig abgesagt hatte. Ein Konvoi mit Panzern und Granatwerfern erreichte in der Nacht zu Montag den türkischen Grenzort Kilis.

Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Auf der syrischen Seite seien pro-türkische Rebellen in Richtung der kurdisch kontrollierten Stadt Manbidsch vorgerückt. (sda/dpa)

«Unsere Truppen kommen nach Hause!», twitterte Trump. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe ihm versichert, schrieb Trump, dass er «alles, was vom IS noch übrig ist, auslöschen wird ... und er ist ein Mann, der das tun kann, zudem ist die Türkei direkt ‹nebenan›».

Mattis hatte eigentlich erst Ende Februar abtreten wollen, um den Übergang geordnet zu regeln. Er hatte seinen Rückzug kurz nach Trumps umstrittener Entscheidung für dem Truppenabzug aus Syrien angekündigt. Aus Protest gegen den Syrien-Entschluss erklärte auch der US-Sonderbeauftragte für die Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, seinen vorzeitigen Rücktritt.

U.S. President Barack Obama (R) meets with Special Presidential Envoy for the Global Coalition to counter the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) United States Marine Corps (USMC) General John Allen (C) and Deputy Special Presidential Envoy Brett McGurk (L) in the Oval Office of the White House in Washington September 16, 2014.   REUTERS/Gary Cameron    (UNITED STATES - Tags: POLITICS MILITARY)

Brett McGurk wurde noch von Obama eingesetzt. Bild: X00044

Harte Kritik aus In- und Ausland

Trump hatte vergangene Woche angekündigt, alle 2000 US-Soldaten aus Syrien abzuziehen - mit der Begründung, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei dort besiegt. Der Entschluss stiess national wie international auf grosses Unverständnis. Am Sonntag kritisierte auch Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron den Schritt und mahnte: «Ein Verbündeter ist es sich schuldig, verlässlich zu sein.»

Trump soll die Entscheidung gegen den Rat wichtiger Kabinettsmitglieder gefasst haben, auch gegen den Rat von Mattis. Experten mahnen, der IS sei keineswegs besiegt und ein Abzug habe fatale Folgen. Auch in Trumps eigener Partei löste der Entschluss Empörung und Besorgnis aus.

Der Krieg in Syrien

Kurz nach der Entscheidung hatte Mattis erklärt, er werde Ende Februar seinen Posten räumen. In einem veröffentlichten Schreiben an Trump begründete er dies mit inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten - unter anderem wegen Trumps Kurs gegenüber Verbündeten. Internationale Partner müssten mit Respekt behandelt werden, mahnte er.

Trump zitiert lobende Worte über sich selbst: «Ich bin sehr stolz auf den Präsidenten. Das ist exakt das, was er versprochen hat und ich denke die Leute stimmen ihm zu. Wir sind zu lange an zu vielen Orten im Krieg gewesen ... und gaben mehrere Billionen Dollar aus.» 

US-Medien berichteten, Trump habe sich sehr über diese öffentliche Protestbekundung geärgert. Am Samstag äusserte sich Trump erstmals öffentlich zu Mattis Rückzug und reagierte für seine Verhältnisse vergleichsweise zurückhaltend auf Mattis' Frontalangriff. Ex-Präsident Barack Obama habe Mattis damals gefeuert, schrieb Trump. «Ich habe ihm eine zweite Chance gegeben.» Er sprach mit Blick auf Mattis von einer «interessanten Beziehung» und widersprach dessen Kritik. «Verbündete sind sehr wichtig, aber nicht, wenn sie die USA ausnutzen», schrieb Trump.

Mit der vorzeitigen Ablösung von Mattis setzte Trump aber doch ein deutliches Zeichen gegen seinen Minister. Dessen Nachfolger Shanahan war früher Manager bei dem Luftfahrtkonzern Boeing und wurde 2017 Vize-Verteidigungsminister.

Trump kritisiert McGurk

Trump äusserte sich auch verächtlich über den Rücktritt von McGurk. Dieser war noch von Obama eingesetzt worden. Trump kommentierte, McGurk hätte ohnehin nur bis Februar auf seinem Posten bleiben sollen und habe nun kurz vorher seinen Rückzug erklärt. Die «Fake-News»-Medien machten eine grosse Sache aus diesem «nichtigen Ereignis». Er kenne McGurk nicht einmal. Führende Akteure der damaligen Obama-Regierung werteten es als Armutszeugnis, dass Trump seinen bedeutenden Sondergesandten nicht kenne.

Der Präsident beklagte sich auch bitterlich über die Kritik an seiner Syrien-Entscheidung. Andere wären für einen solchen Beschluss als Helden gefeiert worden, er dagegen werde von den Medien schwer dafür gerügt, schrieb er.

Zugleich änderte Trump nach der Kritikwelle seine Wortwahl mit Blick auf den IS und schrieb nun, der IS sei «weitgehend» besiegt. Andere Länder in der Region, darunter die Türkei, könnten nun problemlos mit dem fertig werden, was noch von der Terrororganisation übrig sei. Zuvor hatte Trump mehrfach erklärt, der IS sei in Syrien komplett besiegt.

Der Präsident mühte sich, den Eindruck zu zerstreuen, der Entschluss komme überstürzt, unüberlegt und unvorbereitet. Am Sonntag schrieb er bei Twitter, er habe soeben mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über den «langsamen und hoch koordinierten» Abzug von US-Soldaten aus Syrien gesprochen. (sda/dpa)

Russischer Föderationsrat: Truppen in Syrien bleiben vorerst

Ungeachtet des angekündigten Truppenabzugs der USA will Russland die Zahl seiner Soldaten in Syrien vorerst unverändert lassen. «Der Abzug unserer Fachleute hängt überhaupt nicht mit der Entscheidung der USA zusammen», sagte die Vorsitzende des Föderationsrates in Moskau, Valentina Matwijenko, am Montag laut russischen Medien.

«Ob die Soldaten komplett oder zum Teil abgezogen werden, darüber wird von der syrischen Regierung mit uns zusammen entschieden.»

Die Entscheidung Washingtons sei absolut richtig, sagte die Chefin des russischen Oberhauses. Matwijenko verwies darauf, dass US-Soldaten ohne internationales Mandat in Syrien seien. Das russische Militär sei im Gegensatz zur USA auf Einladung der syrischen Regierung im Einsatz. (sda/dpa)​

Warum erscheint Trump, wenn ich «Idiot» suche?

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Friedenstaube68 26.12.2018 01:43
    Highlight Highlight Was wäre mit den US Soldaten in Syrien passiert, wenn Minister Mattis dieses Dokument für den Truppenabzug nicht unterschrieben hätte??
  • stamm 24.12.2018 23:40
    Highlight Highlight Warum genau ist das nicht gut? Das ist doch super! Oder falls das nicht gut ist; woher habt ihr eine andere Quelle?
  • TanookiStormtrooper 24.12.2018 17:51
    Highlight Highlight Zu Weihnachten bekommt Erdogan die Kurden und Putin Syrien. Grosszügige Geschenke, die Trump dieses Jahr seinem Chef verteilt.
  • Majoras Maske 24.12.2018 15:36
    Highlight Highlight Wer will den noch mit den USA verbündet sein? In Friedenszeiten wird man von ihnen erpresst und in Krisen fallen gelassen. Trump's USA braucht kein Mensch.
    • rodolofo 24.12.2018 16:34
      Highlight Highlight Lieber ein richtiger Feind, als ein falscher Freund!
  • Therealmonti 24.12.2018 15:17
    Highlight Highlight Wie praktisch jedes Mal hat es Trump auch diesmal traumwandlerisch sicher verstanden, das Falsche zu machen. Dass ihm die Kurden egal sind, versteht sich von selbst. Schliesslich sind ihm ja auch alle anderen Verbündeten der USA egal. Und der IS wütet ja nicht in den USA. America first. Oder noch eher: America alone.
    • rodolofo 24.12.2018 16:42
      Highlight Highlight Die Kurden versuchen anscheinend, "Westliche Werte", wie Demokratie, Gleichberechtigung von Frauen und Männern, Rechtstaatlichkeit, freie Presse und Multikulturelle Toleranz zu verwirklichen, und das ausgerechnet im Nahen Osten wo doch angeblich nur rückständige Bartlis, eingesackte Burka-Trägerinnen und wild um sich schiessende Macho-Rambos hausen!
      Was für ein dummer Zufall, dass "der Westen" mit den Kurden tatsächlich so eine Art Verbündete innerhalb der Islamischen Welt hat, denen man eigentlich den Rücken stärken müsste, anstatt die Erdogan-Türkei mit Super-Waffen zu beliefern...
  • Triple A 24.12.2018 15:11
    Highlight Highlight Warum ist es nur immer so, dass jene die einem die Suppe einbrocken, sie nicht auslöffeln müssen?
  • manhunt 24.12.2018 13:32
    Highlight Highlight naja, trump hat nicht nur keine ahnung von nicht, er hat auch keinen respekt vor nichts und niemanden. und wenn erdogan nach abzug der us-truppen in syrien einmarschieren, und an den kurden ein blutbad anrichten wird, wird das trump herzlich egal sein. er wird auch für dieses von ihm angerichtete schlamassel eine schuldigen finden.
  • malu 64 24.12.2018 13:30
    Highlight Highlight Erdogan reibt sich schon die Hände. Nun kann er die Kurden ohne lästige Zeugen umbringen. Ich hoffe, dass die Weltgemeinschaft interveniert.
  • Ueli Blocher 24.12.2018 13:00
    Highlight Highlight Dieser Rückzug ist ein Offenbarungseid! Seine Verbündeten lässt er einfach alleine zurück und gibt sie zum Abschuss frei. Die Kurden Kämpften für ein eigenen Gebiet. Die USA hat ihnen das sicher zugesagt und jetzt wenn es daran ist ein Versprechen einzulösen, Zieht man sich wie ein "Friedens Engel" zurück. Nach dem Motto, nach mir die Sinflut! Aber dieser Rückzug beweisst auch etwas andres. Es ist viel einfacher in ein Land Einzumaschieren als sich daraus Zurückzuziehen! Darum wollte Obama auch nicht richtig in Syrien mit mischen und versuchte nur zu Bomben.
    • Billy the Kid 24.12.2018 13:56
      Highlight Highlight @Georg Drake
      In welchem offiziellen Papier steht geschrieben, dass die USA wegen dem kurdischen Befreiungskampf sich seit 2015 im Syrienkonflikt befinden?
      Falls dies wirklich der Fall gewesen wäre - wäre der Hauptfeind ja auch nicht Assad, sondern Erdogan gewesen.
      Die Kurden haben jedenfalls begriffen, dass kein Weg an Verhandlungen mit Assad vorbeigeht.

      Die USA waren vorwiegend im Weg und verhinderten mit ihrer einseitigen Strategie, die in Assad den Hauptaggressor ausmachte, sogar wichtige Abkommen, die zu mehr Frieden hätten führen können.
    • AdiB 24.12.2018 14:41
      Highlight Highlight Die usa haben den kurden nie ein eihenes land zugesprochen, damit würden sie gegen die eigenen wuchtigeren verbündeten vorgehen. England das schuld ist an der misäre (grenzaufteilung nach dem ersten wk) und die türkei (natopartner).
      Viele syrische kurden die ich kenne sind froh darüber. Die usa fing an den kurden befehle zu erteilen und usa loyale leute an die spitze der kurdischen politik zu setzen. Jetzt können die kurden wie geplannt selbst das gespräch mit assad suchen.
  • Avenarius 24.12.2018 11:47
    Highlight Highlight Wow, denselben Fehler wie Obama nochmals machen?
    Ich hätte Trump für klüger gehalten! (Das war ein Scherz:-)
    Der IS ist also bald wieder da. Schön blöd. Vielleicht kann man den Trumpf nachher in die Wüste schicken, wenn er das alles verkackt hat!
  • reaper54 24.12.2018 11:02
    Highlight Highlight Gratulation ein dummer Entscheid welcher seit Tagen breitgeschlagen wird. Dabei gehen europäische und schweizerische News regelrecht unter, z.B. die Gratisanwälte wo uns die Pianistin bei der Abstimmung angelogen hat was dem Staat bereits 12 Millionen an Mehrkosten verursacht hat!
    Oder das Daesh Bekenntnis des Weihnachtsmarkt Attentäters...

    Oder gingen diese News bewusst vergessen...?
    • D(r)ummer 24.12.2018 16:29
      Highlight Highlight Nein das ging nicht bewusst vergessen.
      Vielleicht hast du es einfach verpasst...
  • Billy the Kid 24.12.2018 10:54
    Highlight Highlight Endlich macht der Präsident mal was richtig (Truppenabzug aus Syrien UND Afghanistan!) und irgendwelche oberschlauen Pseudopazifisten würden lieber noch weitere 16 Jahre (so lange sind die schon in Afghanistan) das amerikanische Militär dort gewähren lassen, da es ja so super Erfolge verbuchen konnte.
    Das Trumpbashing geht bei vielen schon so weit, dass man lieber noch einen Weltkrieg vom Zaun brechen würde - als Trump für einmal Recht zu geben.

    Solange die Russen den Luftraum nicht freigeben - können sich die Kurden sehr gut auch ohne US-"Berater" gegen Erdowahn zur Wehr setzen.
    • Hoopsie 24.12.2018 12:38
      Highlight Highlight Ach Billy, es ist so einfach aus der sicheren Schweiz solche Texte zu schreiben. Erzähl das doch mal den Kurden, die den Arsch riskiert haben um den IS zu stoppen. Erkläre ihnen doch, warum ihr ehemaliger Verbündeter USA nun sie einfach zurücklässt, umzingelt von Gestalten wie Erdogan, Assad und Putin die nur darauf warten, endlich die Kurden anzugreifen.

      Tja Erdowahn ... mit wem hat jetzt Trump abgesprochen, wer den letzten IS Rest zerstören soll? Nicht etwa Erdo, oder? Trump hat nicht nur seine Verbündeten verraten, sondern auch noch andere Regimes aufgefordert zuzuschlagen. Feiner Kerl!
    • piatnik 24.12.2018 13:12
      Highlight Highlight der einzige vernüftige kommentar hier!
    • Billy the Kid 24.12.2018 13:46
      Highlight Highlight @Sportfan
      1. Die Kurden haben sich vor allem selber verteidigt.
      2. Die USA waren mitnichten wegen den Kurden oder dem IS in Syrien - sondern wegen geostrategischen Interessen.
      3. Putin und Erdogan besitzen nicht die gleichen Interessen.
      Können Sie sich noch daran erinnern, dass die Türken einen russischen Jet mit einer Rakete abgeschossen haben? Sehen so Freunde aus?
      4. An Verhandlungen mit Assad geht kein Weg dran vorbei - das geben die Kurden sogar selber zu. Da sind die um einiges pragmatischer drauf als Sie.
      5. Sie sollten zwischen Propaganda und Realpolitik unterscheiden lernen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yorik2010 24.12.2018 10:09
    Highlight Highlight Am meisten gefeiert würde dieser intellektuelle Tiefflieger wenn er sich selbst an der Spitze der USA ablösen und in seinen Milliardentower verschwinden würde!
    • Fairness 24.12.2018 12:39
      Highlight Highlight Dem Milliardentower, der vermutlich den Banken und gar nicht ihm gehört. Aber als Präsident kann er jetzt - anscheinend ungestört - etwas private Schulden abbauen.
  • Füdlifingerfritz 24.12.2018 09:52
    Highlight Highlight "Andere wären für einen solchen Beschluss als Helden gefeiert worden, er dagegen werde von den Medien schwer dafür gerügt, schrieb er." Jo, da hat er sogar recht. Wie damals als Obama auf Nordkorea zuging und dafür viel Lob bekam. Als Trump dasselbe tat, hiess es in den US-Medien man dürfe nicht mit Despoten reden. Tja, wenn zwei dasselbe tun, ist es eben nicht immer dasselbe.
    • roger.schmid 24.12.2018 10:36
      Highlight Highlight Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Obama von Kim komplett über den Tisch gezogen wurde und anschliessend verkündet hat, er habe sich in diesen VERLIEBT (sic!)

      Trump hat aber genau dies getan.
    • Füdlifingerfritz 24.12.2018 12:21
      Highlight Highlight @roger
      Es ging um die Berichterstattung als klar war, dass Trump überhaupt mit Kim sprechen will. Nicht um das was dann effektiv Besprochen wurde. Allein die Ankündigung der Gespräche wurde bei Trump kritisiert und bei Obama gefeiert. Auf Youtube gibt es davon irgendwo eine schönen Zusammenschnitt. Konktrete Handlungen/Resultate kann man natürlich immer kritisieren. Aber wenn Person A sagt ich rede jetzt mit Person Z und alle so: "Yeah!" Und dann sagt Person B später, ich rede jetzt auch mit Person Z und alle so: "Das geht ja garnicht!". Dann ist das komisch. Das ist alles was ich sagen will.
    • Hoopsie 24.12.2018 12:47
      Highlight Highlight Und täglich grüsst der verlogene Obama-Vergleich:

      Zugehen, heisst nicht in den A... kriechen und das als grossen Sieg zu feiern.

      Seit Jahrzehnten versucht Nordkorea genau dieses Bild zu bekommen. Ihr Machthaber mit dem US Präsidenten auf Augenhöhe. „Seht her geknechtetes Volk - wir sind so mächtig - selbst die USA kommt“

      Trump macht genau diesen Fehler, läuft unvorbereitet in diesen Super Gau, brüstet sich wie historisch er sei (zb Gedenkmünze usw.), verrät Verbündete (Südkorea) und erreicht ausser einem Chaos vor Ort nichts, Null.

      Warum also sollen die Medien diesen Volldeppen loben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • laska 24.12.2018 09:38
    Highlight Highlight Die USA hatten zu keiner Zeit irgend eine Legitimation, sich in Syrien aufzuhalten, sowenig wie dies auch die Türken haben. Einfach immer daran denken, dass die Zerstörung von Syrien darauf zurückzuführen, dass sich Assad für die „falsche“ Erdölpipeline entschieden hat. Übrigens war der gleiche Assad nach 9/11 gut genug, die von den Amis nach Syrien entführten „Terroristen“ foltern zu lassen.
    • Hoopsie 24.12.2018 12:49
      Highlight Highlight Lesen sie weniger Daniele Ganserˋs Texte. Hilft gegen solche Verschwörungstheorien, versprochen!
    • rodolofo 24.12.2018 16:59
      Highlight Highlight Hat für Dich ein Régime, das übermütige jugendliche Sprayer in ein grausiges Foltergefängnis warf, welches Amnesty International anhand von Erzählungen von Gefolterten Skizzenmässig rekonstruieren, aber niemals besuchen konnte, ein Régime, das in einem asymmetrischen Krieg gegen aufständische Rebellen ganz Syrien in Schutt und Asche bombte, zusammen mit einer ebenso skrupellosen und brutalen Russischen Flugwaffe, das Spitäler und Rettungskräfte absichtlich bombardierte und zu all diesen Grässlichkeiten noch Giftgas gegen eingeschlossene Zivilisten einsetzte, noch irgendeine Legitimität?!!
    • Billy the Kid 24.12.2018 20:17
      Highlight Highlight @rodolofo
      Schon schön so ein einfaches Denken in schwarz-weiss aus dem Kalten Krieg.
      Auf der einen Seite die freiheitsliebenden "Rebellen" und die, wie immer, selbstlosen Amerikaner - auf der anderen Seite der skrupellose Diktator aus dem Nahen Osten und der böse Russe, die gemeinsame Sache machen um dem freiheitsliebenden Westen eins auszuwischen.
  • Skeptischer Optimist 24.12.2018 09:19
    Highlight Highlight Was mich an der Berichterstattung stört, ist der Umstand, dass die Medien brav nachbeten, dass die US Truppen in Syrien seien um den ISIS zu bekämpfen. Dies ist nicht einmal nach offiziellen US Verlautbarungen wahr. Die Truppen sind offiziell vor allem dort um den Einfluss des Iran zu begrenzen und das Assad Regime zu destabilisieren. Heisst im Klartext um den Krieg auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Aus absolut eigensinnigen Gründen. Zudem wird persistent verschwiegen, dass die Amerikaner weder Mandat noch Recht haben dort überhaupt zu sein. Das gilt auch für ihre Vasallen, die Franzosen.
    • Skeptischer Optimist 24.12.2018 12:12
      Highlight Highlight @Echo: Die USA haben den Regime Change in Syrien schon seit Dekaden betrieben:

      "we're going to start with Iraq, and then we're going to move to Syria, Lebanon, Libya, Somalia, Sudan and Iran"

      https://www.salon.com/2011/11/26/wes_clark_and_the_neocon_dream/
    • rodolofo 24.12.2018 16:33
      Highlight Highlight Du meinst wohl ein Mandat von Assad?
      Du bist ja vielleicht ein seltsamer, pseudo-raffinierter Manipulator!
      Kannst Du das nicht besser?
      Und warum will Assad keine UNO-Untersuchungen zu den Giftgas-Einsätzen zulassen und blockieren die Russen solche Untersuchungen mit ihrem Veto?
      Weil in der UNO lauter Vasallen der USA sitzen?
    • Rumbel the Sumbel 24.12.2018 16:50
      Highlight Highlight Vergiss die Russen nicht!
  • Fabio Ray Rüegsegger 24.12.2018 09:17
    Highlight Highlight Wer sich die syrische Karte mit den amerikan. und russischen Frontlinien, sowie des IS genauer anschaut, dem wird klar, dass die Amerikaner da nichts mehr verloren haben. Ich hätte es niemals gedacht, dass ich das im 2018 einmal sagen würden, doch Trump hat richtig gehandelt. Mattis war schon immer ein Hardliner und Kriegstreiber, gut dass der endlich geht.
    • weachauimmo 24.12.2018 10:10
      Highlight Highlight Vielen Dank, @Fabio. Finde es äußerst mutig von Dir, dass Du Dich in dieser Zeit der Denkverbote bzw. des vermeintlich einzig erlaubten Schwarz-oder-Weiß-Denkens, das uns - insbesondere wenn es um Trump geht - nur zu oft von denen aufgedrängt wird, die Schwarz-Weiß-Denken verteufeln, außer wenn es um ihre(n) eigenen Lieblingsteufel geht, unabhängig äußerst, bei der Sache bleibst und sagen kannst, dass es - obwohl ein Entscheid Trumps - das einzig richtige war: Truppenabzug.
    • Hoopsie 24.12.2018 12:53
      Highlight Highlight Ok, gut, dann bleibt zurück in Syrien zurück:

      Assad, Putin und Erdogan ...

      Und das feiert ihr als einzig richtiger Entscheid? Na Bravo
    • AdiB 24.12.2018 14:47
      Highlight Highlight @sprtfam, türkei ist natomitglied und daher auch vertretter der natostaaten. Alles was die türkei macht wird von oben (usa) bestimmt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • chraebu 24.12.2018 09:08
    Highlight Highlight "Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe ihm versichert, schrieb Trump, dass er «alles, was vom IS noch übrig ist, auslöschen wird"

    Wie praktisch für Erdogan, dass die Kurden (notabene Verbündete der USA) auch in Syrien sind. Habe kein Zweifel, dass die Türken eine Offensive starten werden und versuchen gleich beide Parteien auszulöschen.
    • Billy the Kid 24.12.2018 10:59
      Highlight Highlight @chraebu
      Solange die Russen den Luftraum nicht freigeben - werden die Kurden mit ihrer ausgezeichneten Kenntnis des Geländes keinen Fussbreit weichen.
    • TocK 24.12.2018 13:54
      Highlight Highlight Quatsch! Er kommt mit panzer und Artillerie und ende gelände. Wär mir neu das die kurden selbst flieger haben.
    • trio 24.12.2018 14:06
      Highlight Highlight @Billy the Kid
      Und was hindert die Russen daran, den Luftraum freizugeben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 24.12.2018 08:53
    Highlight Highlight Trump hat bereits am 17. Dezember in einem Telefonat Erdogan gesagt: "It's all yours". Und so werden Russland, die Türkei, Iran und Syrien untereinander ausmarchen was mit ISIS und dem kurdischen Volk geschieht.

    Den Kurden in Syrien, wird es leider ähnlich ergehen wie anderen, die schlussendlich von den Amerikanern verraten wurden: so z.B. die Montagnards in Vietnam und die Schiiten im Irak nach dem ersten Golf Krieg.
  • roger.schmid 24.12.2018 08:43
    Highlight Highlight "Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe ihm versichert, schrieb Trump, dass er «alles, was vom IS noch übrig ist, auslöschen wird "

    Soso, bis jetzt hat Erdogan Islamisten eher mit Waffen beliefert, anstatt bekämpft.. Hat Trump wohl nicht mitbekommen, oder es ist ihm schlicht egal wie die Kurden, die gegen den IS bis anhin die Drecksarbeit im Bodenkampf verrichtet haben. Was für ein ignorantes Ekel.
    • Silent_Revolution 24.12.2018 15:21
      Highlight Highlight Der "Kampf gegen den IS" war immer nur Vorwand aller Interessensparteien und wurde von allen Seiten als Besatzungsgrund missbraucht. An einem islamistischen Terrorregime stört sich keiner wie das Beispiel Saudi Arabien zeigt.

      "Der IS" sind lediglich Splittergruppierungen die einen islamischen Staat nach deren Vorbild errichten wollen.

      Die Saudis sind bester Freund und Handelspartner fast aller Beteiligten in diesen Konflikten. Wird denn "der IS" gut, sobald er einen souveränen Staat unterhält?!

      Es gab nie einen Krieg gegen den Terror, nur wirtschaftliche und strategische Interessen.
    • roger.schmid 24.12.2018 15:59
      Highlight Highlight @SR: Bin mit deinem Kommentar eigentlich einverstanden - dass Saudi-Arabien eigentlich ein IS mit Geld ist, habe ich hier x-mal geschrieben.. ändert aber alles nicht's an der Tatsache, dass die Kurden erfolgreich (und mit US-Luftunterstützung) gegen die Islamisten gekämpft haben und nun im Stich gelassen werden.
    • Silent_Revolution 24.12.2018 22:39
      Highlight Highlight Auch ich bin grundsätzlich mit dir einverstanden. Natürlich haben die Kurden nun das Nachsehen, was aber ebenfalls nichts an der Tatsache ändert, dass die Besatzung nicht erfolgte um Kurden zu schützen. Das war lediglich ein willkommener Nebeneffekt.

      Mit Rückblick auf die rein strategische nebenbei völkerrechtswidrige Besatzung, ist es geradezu lächerlich den Abzug nun als unglaubliches Übel darstellen zu wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Conguero 24.12.2018 08:20
    Highlight Highlight Trump redet von sich selbst in der dritten Person - das lässt auch tief blicken. Demnächst führt er wohl auch das feudalistische "wir" wieder ein.
    Ein Versprechen von Egowahn ist zudem keinen Pfifferling wert. Viel zu viele Jahre liess die Türkei Daesh gewähren, liess die Grenzen offen, nur um seinem Intimfeind Assad zu schaden. Ja, die Türkei wird das Vakuum nützen - aber bloss, um den Kurden in den Rücken zu fallen, also denjenigen, die den Daesh auch für uns bekämpfen und als einzige demokratische Strukturen schaffen, während Egowan diese in der Türkei zertört.
    • ands 24.12.2018 09:21
      Highlight Highlight Nicht, dass er das nicht manchmal tun würde. Aber hier spricht Trump nicht von sich selbst in der dritten Person, sondern zitiert Rand Paul.

Nein, diese Reptilien willst du nicht zu Hause – Texaner entdeckt 45 Klapperschlangen

Eigentlich hatte ein Hausbesitzer in Albany im US-Staat Texas nur an einige Klapperschlangen unter seinem Haus gedacht, als er eine spezialisierte Firma zu Hilfe rief. Die Experten fanden jedoch eine ganz andere Situation vor.

Der Mann wollte zunächst nach einem Sturm einen beschädigten Kabelanschluss unter dem Haus reparieren - doch er zog sich schnell zurück, als er Schlangen entdeckte. Schlangenexperten fanden dann aber unter dem etwas erhöhten Gebäude insgesamt 45 der gefährlichen …

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