International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

USA wollen in Polen, Ungarn und Slowakei «Widerstand gegen Russland und China verstärken» 

Secretary of State Mike Pompeo speaks at a news conference at the State Department in Washington, Friday, Feb. 1, 2019. Secretary of State Mike Pompeo has announced that the U.S. is pulling out of a treaty with Russia that's been a centerpiece of arms control since the Cold War. (AP Photo/Andrew Harnik)

S-Aussenminister Mike Pompeo Bild: AP/AP



Die US-Regierung will den Einfluss Russlands und Chinas in Zentraleuropa zurückdrängen: US-Aussenminister Mike Pompeo reist dazu nach Angaben seines Ministeriums am kommenden Montag zu politischen Gesprächen nach Budapest, Bratislava und Warschau.

Ein hochrangiger US-Regierungsmitarbeiter sagte am Freitag in Washington, fehlendes amerikanisches Engagement in Zentraleuropa habe dort zu einem «Vakuum» geführt, das Russland und China bereitwillig gefüllt hätten.

Pompeo werde «die Verbündeten dazu ermutigen, flächendeckend ihren Widerstand gegen Russland und China zu verstärken, beim Handel, bei Energiesicherheit und Rechtsstaatlichkeit». Die drei Länder sind EU- und Nato-Mitglieder.

Weiter hiess es, die USA wollten um «positiven Einfluss» in der Region kämpfen. Sowohl in Ungarn als auch in der Slowakei und in Polen werde eine Botschaft Pompeos sein: «Wir erwarten, dass diejenigen, denen die Vereinigten Staaten helfen, nicht unsere Rivalen unterstützen, und dass es die Aufgabe unserer Verbündeten ist, die Freiheit in Europa zu bewahren.» Pompeo werde die Rolle unterstreichen, die die USA beim Ende des Ostblocks vor rund 30 Jahren spielten.

«Problem» der engen Beziehung  Orbáns zu Putin

Der Regierungsmitarbeiter verwies darauf, dass zuletzt vor 20 Jahren ein US-Aussenminister in Bratislava gewesen sei. In Ungarn sei der bislang letzte Besuch eines US-Präsidenten 2006 erfolgt, während der russische Präsident Wladimir Putin alleine im vergangenen Jahr zwei Mal in dem Land gewesen sei.

Er gehe davon aus, dass Pompeo in Budapest auch das «Problem» der engen Beziehung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu Putin ansprechen werde.

In Warschau will Pompeo an einer Konferenz zu «Frieden und Sicherheit im Mittleren Osten» teilnehmen, bei der die USA und Polen Gastgeber sind.

Ein zweiter hochrangiger Regierungsmitarbeiter trat dem Eindruck entgegen, dass es sich dabei um eine gegen den Iran gerichtete Konferenz handeln könnte. «Kein bestimmtes Land oder Thema wird die Tagesordnung der Konferenz dominieren», sagte er. Nach seinem Aufenthalt in Zentraleuropa will Pompeo zu politischen Gesprächen nach Brüssel und Reykjavik reisen. (tam/sda/dpa)

Nancy Pelosi reagiert auf Trumps Rede

abspielen

Video: watson/Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel

Die Neue meines Ex ist ein Baby mit Balkanslang und Billig-Mini

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

10
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sgrandis 09.02.2019 12:15
    Highlight Highlight Die wirklich wichtige Frage hier lautet: Was plant Pompeo, ehemaliger CIA-Chef, in Reykjavik?!?

    Herauszufinden wie man mit mit weniger als einer halben million Leuten sowohl eine gute Fussball- als auch eine gute Handball-Nati haben kann?!?
  • Dirk Leinher 09.02.2019 09:05
    Highlight Highlight "divide et impera" ist das Gebot der Stunde aus Sicht der USA. Ich hoffe dass diese antiquierte, totalitäre Art endlich überwunden wird. Daher hoffe ich dass die EU direkte Verhandlungen über die Sicherheit Europas mit Russkand, China und den USA durchführt. Aus meiner Sicht muss die Stationierung von amerikanischen Raketen auf dem Boden der EU verhindert werden.
  • Dirk Leinher 09.02.2019 03:50
    Highlight Highlight Rhetorik wie aus dem kalten Krieg, nein eigentlich noch schlimmer. Mir läuft es kalt den Rücken hinunter. Pompeo vergisst, dass West-Eutopa nicht der Gegner Russlands ist und auch nicht umgekehrt. Ich hoffe für den Frieden dass Russland und Westeutopa endlich ohne Rinfluss dritter die eigene Sicherheitsstruktur verhandeln.
  • E7#9 09.02.2019 02:15
    Highlight Highlight „Pompeo werde «die Verbündeten dazu ermutigen, flächendeckend ihren Widerstand gegen Russland und China zu verstärken, beim Handel, bei Energiesicherheit und Rechtsstaatlichkeit»“

    Wieso zum Widerstand beim Handel und Energiesicherheit ermutigen? Sind das schon die Weichen für den nächsten Krieg? Die Rethorik passt (Verbündete, Widerstand, um positiven Einfluss kämpfen, zurückdrängen, keine Rivalen unterstützen etc.). Immer dasselbe Propagandamuster, aktuell Schritt 1: Spaltung!

    Und was genau versteht man unter „Widerstand in Europa gegen chinesische und russische Rechtsstaatlichkeit“?
    • Echo der Zeit 09.02.2019 13:11
      Highlight Highlight Russland führt bereits Krieg gegen Europa. Auch diese Informations Seiten die in Osteuropäischen Staaten zu Duzenden Aufgeschaltet werden mit Desinformation - kein vergleich mit unseren Medien - es ist Sonnenklar das Putin alles macht um ein einiges und Starkes Europa zu Verhindern. Das übliche USA Bashing Spielt dem Wunderbar in die Hände.
      https://www.srf.ch/play/radio/echo-der-zeit/audio/ukraine-schueren-auslaendische-uebeltaeter-unfrieden?id=b22d19d4-e937-4e45-9f7c-c3228d694800
    • Dirk Leinher 10.02.2019 13:06
      Highlight Highlight "Russland führt bereits Krieg gegen Europa"? Ach ja? Russland möchte mit Europa zusammenarbeiten und eine multipolare Ordnung aufbauen. Wer gegen diese multipolare Ordnung ist und seine Sicht allem anderen aufzwingen will, sind die Transatlantiker, insbesondere die City. (London)
    • Echo der Zeit 10.02.2019 14:08
      Highlight Highlight @Leinher - Ihre Sprache Zeugt von Ausgiebigem Konsum von Alternativen Medien - die Komischerweise alle denn USA Teufel an die Wand Mahlen. Tja wenn es einem nicht Auffällt - Zur Info: Dank unseren unabhängigen Medien gingen damals zig Tausende gegen denn Irak Krieg der Bush Regierung auf die Strasse. Und nicht wegen Propaganda Schleudern aus dem Kreml.
  • swisskiss 09.02.2019 01:08
    Highlight Highlight Mal schnell sortieren. Ein Nationalist wie Trump, der sagt, dass die USA zuerst mal für sich schauen müssen und nicht mehr Weltpolizist sein wollen, erklärt einem Nationalisten wie Orban, wie er und der Rest Europas sich gegen Russland und China zu stellen haben.

    Mal schauen, wie Trump eine solch schizophrene Politik seiner Anhängerschaft verkaufen will.

    Oder Trump nur nach seinem Handeln bewerten, anstelle seinem Geschwafel ?
    • Dragona 09.02.2019 12:41
      Highlight Highlight Eine interessante Ausgangslage gekonnt auf den Punkt gebracht.
  • Andreas Beerli 08.02.2019 22:34
    Highlight Highlight Rivalitäten austragen auf fremden Boden und gleichzeitig Freiheit in Europa bewahren? Die US Administration hält uns alle für bescheuert! Schlimmer, die glauben das wohl selbst noch. Je höher der Kopf sich reckt, um so dünner die Luft.

Umstrittene Gebiete, Teil II – 12 Territorialkonflikte plus 1 Bonus

Zahlreiche Kommentarschreiber haben im ersten Teil dieser Übersicht über umstrittene Gebiete weitere territoriale Konflikte genannt, die sie im Artikel vermissten. Des Users Wunsch ist uns Befehl: Hier folgt der zweite Teil – allerdings ist auch dieser weit davon entfernt, vollständig zu sein.

• Konfliktparteien: USA und Kuba • Hintergrund: Der Marinestützpunkt Guantánamo Bay wurde von den USA 1903 zunächst für 99 Jahre gepachtet, 1934 dann auf unbestimmte Zeit. Nach der Revolution 1959 …

Artikel lesen
Link zum Artikel