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U.S. Republican presidential candidate Donald Trump speaks at a campaign event at Clinton Middle School in Clinton, Iowa January 30, 2015. REUTERS/Carlos Barria

Bild: CARLOS BARRIA/REUTERS

Du glaubst, am Ende wird schon alles gut und Trump verliert gegen Hillary? Hmm ...

05.03.16, 13:58 05.03.16, 18:56


Zu Beginn lachten alle über Donald Trump (auch wir). Spätestens seit seinem klaren Sieg am «Super Tuesday» lacht niemand mehr. Der Milliardär mit den unorthodoxen Positionen hat die Nomination der Republikaner zwar noch nicht in der Tasche. Aber dass ihn einer seiner parteiinternen Rivalen einholt, wird mit jedem Tag unwahrscheinlicher.

Trotzdem wird der Spuk am 8. November enden. Davon sind all jene überzeugt, welche die Vorstellung Trumps im Weissen Haus unerträglich finden. Dann nämlich tritt der 69-Jährige (dann bereits 70) in der eigentlichen Wahl gegen die Demokraten an (ziemlich sicher Hillary Clinton) und wird unterliegen. Davon ist auch US-Präsident Barack Obama überzeugt:

«Ich überlasse euch die Spekulationen, wie dieses Rennen ausgehen wird. Ich glaube nach wie vor, dass Herr Trump nicht Präsident wird. Und zwar, weil ich grosses Vertrauen in die amerikanische Bevölkerung habe.»

Barack Obama, US-Präsident (16.02.2016)

Trump kann unmöglich Präsident werden. Mit seinen extremen Ansichten verschreckt er Mitte-Wähler, Schwarze und Latinos, wiederholen seine Gegner gebetsmühlenartig. Dieselben Leute trauten ihm schon die Nomination der Republikaner nicht zu. Und lagen falsch. Also beginnen Wahlforscher das Undenkbare zu denken: Ist es möglich, dass Trump im November 45. Präsident der Vereinigten Staaten wird?

Bis zur Wahl sind es noch sechs lange Monate, in denen vieles passieren kann und wird. Momentan schneidet Trump in den Umfragen im Direktvergleich mit Clinton schlechter ab. Allerdings nicht viel schlechter, denn auch Clinton ist eine polarisierende Figur:

Aber: «Man wird nicht Präsident, indem man den nationalen Beliebtheitswettbewerb gewinnt», sagt Jeff Nesbit, ehemaliger Top-Beamter in der US-Regierung. Für Al Gore stimmten damals mehr Amerikaner als für George W. Bush, dennoch gewann Letzterer. Entscheidend sind die Wahlmännerstimmen, die pro Staat und nach dem «winner-take-all»-Prinzip verteilt werden.

«Welcome to the White House, Mr. Trump.»

Jeff Nesbit

In den allermeisten Staaten steht der Gewinner bereits fest. Texas zum Beispiel wird ganz sicher republikanisch, Kalifornien ganz sicher demokratisch wählen. «Die Wahrheit ist, Präsidentschaftswahlen werden heutzutage in bloss sieben Staaten ausgetragen und gewonnen», so Nesbit. Diese sogenannten Swing States stimmen mal so, mal so und sind somit Zünglein an der Waage:

Alle 50 US-Gliedstaaten mit jeweiliger Anzahl Wahlmänner (abolutes Mehr: 270); blau: 2012 von Obama gewonnen; rot: 2012 von Romney gewonnen.
karte: pd

Wichtiger als nationale Umfragen ist demnach der Direktvergleich in diesen sieben Staaten. Nesbit zeichnet ein Szenario, in dem am Schluss ein einziger Staat (New Hampshire) das Rennen entscheidet – und zwar zu Gunsten Trumps.

«Ich wäre sehr überrascht, wenn einfach alle Republikaner vor Trump kapitulieren.»

Nate Silver

Eines der Probleme mit Nesbits Analyse ist die implizite Annahme, dass die Wahl 2016 nach denselben Prinzipien wie jene in den Jahren zuvor ablaufen wird. Nate Silver, vermutlich Amerikas berühmtester Wahlforscher, zieht angesichts der letzten Monate genau das in Zweifel. Auf seinem vielbeachteten Blog fivethirtyeight verweist er auf andere tumultartige Vorwahlen in der US-Geschichte (vor allem 1964, 1968, 1980), die viele Wähler verwirrten und zum Wechsel ins gegnerische Lager bewegten.

US-Statistik-Guru Nate Silver.
bild via facebook/natesilver

«Ich wäre sehr überrascht, wenn einfach alle Republikaner vor Trump kapitulieren», so Silver. Der Parteielite wäre es vielleicht sogar ganz recht, wenn «ihr» Kandidat gegen Clinton verliert: Der Trump-Ansatz wäre diskreditiert und in vier Jahren könnte man wieder moderatere, berechenbare Kandidaten aufstellen.

Gemäss eines Szenarios der «Huffington Post» muss Trump allerdings nicht unbedingt eine Mehrzahl der Swing States für sich entscheiden, um die Präsidentschaft zu gewinnen. Er könnte den Demokraten auch ein relativ sicher geglaubtes Territorium streitig machen: den sogenannten «Rust Belt» («Rostgürtel»), die älteste und grösste Industrieregion der USA.

Stillgelegtes Stahlwerk in Pennsylvania.
bild: wikipedia/Jschnalzer

Trumps (unrealistisches) Versprechen, ins Ausland verlagerte Jobs zurückzubringen, könnte hier auf fruchtbaren Boden stossen. Der Anteil weisser Amerikaner ist im «Rust Belt» zudem höher als der nationale Schnitt. Das bedeutet, dass hier weniger Minderheiten wohnen, die Trump immer wieder vor den Kopf stösst. Seine Umfragewerte in dieser Schlüsselregion sind zu gut, um das «Rust Belt»-Szenario von vornherein als Utopie abzutun.

Zach Carter und Ryan Grim von der «Huffington Post» schliessen deshalb mit einem dringlichen Appell an die Demokraten: 

«Altgediente Republikaner haben die vergangenen sechs Monate mit dem Kopf im Sand zugebracht, in der Hoffnung, dass Trump von selber verschwindet. Die Demokraten können es sich nicht leisten, denselben Fehler zu begehen.»

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65
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65Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • äti 05.03.2016 22:56
    Highlight ich weiss nicht so richtig ob Trump unter Artenschutz gestellt werden soll oder doch eher wie weiland ein Indianer behandelt gehört
    2 6 Melden
  • Jol Bear 05.03.2016 20:22
    Highlight USA bringen die genialsten Wissenschaftler hervor, unzählige Nobelpreisträger, Hort von Kreativität und Innovation. Selbstverständlich gehören nicht alle Menschen in den USA dieser herausragenden Kategorie an. Das kann und muss auch nicht sein. Dass sich aber einfach nie jemand aus dieser "geistigen Elite" für die Präsidentschaft interessiert, ist eigentlich doch erstaunlich.
    17 4 Melden
    • Kian 05.03.2016 20:38
      Highlight Wahrscheinlich ist es besser, der Präsident/die Präsidentin engagiert diese Leuchten als Berater.
      18 1 Melden
    • E7#9 05.03.2016 22:16
      Highlight Ich wage mal eine These: Trump ist gar nicht so dumm sondern nur im Wahlkampf. Falls er bei den Republikanern gewinnt: Bald beginnt das nächste Rennen und das könnte er ja nicht im selben Stil weiterführen, zumindest kaum erfolgreich (ohne die aufschlussreiche Analyse/Studie abwerten zu wollen).

      Interessant die Wechselstaaten. Verstehe ich richtig? Es wird bei der Präsidentenwahl also nur das "Ständemehr" und nicht das "Volksmehr" berücksichtigt?
      9 2 Melden
    • Marcel Nandy Füllemann 06.03.2016 02:17
      Highlight Oder die haben einfach besseres zu tun ;-)
      Sind wir ehrlich: Obama hatte grossartige Ideen und Ambitionen. Nur in einem System wo Geld und Grosskonzerne die Macht haben, nützt uns auch der beste Präsident nichts.
      Da scheint es mir verständlich, das die von Ihnen erwähnten Personen andere Interessen verfolgen, als die Präsidentschaft. Es gibt heutzutage (zum Glück, noch) mehr Wege als nur Geld, um die Welt zu verbessern :-)
      3 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Abel Emini 05.03.2016 17:56
    Highlight #mitHillary
    2 12 Melden
  • TheCloud 05.03.2016 17:16
    Highlight Ich mag es den Republikanern gönnen, wenn Trump gewinnt. Mit ihren ganzen Tricksereien von Wahlkreise zusammenlegen über Wahlverfahren, die vorbestrafte und Arme ausschliessen und viele mehr, wollten sie sich die Macht sichern. Nun wenden sich genau diese Spielchen gegen sie selber.
    18 1 Melden
    • nimmersatt 05.03.2016 18:06
      Highlight Bin derselben Meinung - solange trump innerhalb der republikaner das rennen macht und nicht gegen Clinton gewinnt, kann die damit einhergehende Krise innerhalb des republikanischen Lagers nur vorteilhaft sein für eine progressive USA
      8 2 Melden
  • walsi 05.03.2016 17:05
    Highlight Mir wäre ein Präsident Trump alle Male lieber als ein Präsident, Rubio, Cruz oder Clinton. Trump ist die beste der schlechten Alternativen. Für die Welt am besten wäre wenn Sanders Präsident wird, die Chancen sind aber sehr klein.
    23 21 Melden
  • Mia_san_mia 05.03.2016 16:31
    Highlight Was sie hier schreiben, glauben sie ja selber nicht Herr Ramezani. Hauptsache auch noch ein Trump Artikel weils halt gerade "In" ist bei Watson 🙈
    9 47 Melden
    • Kian 05.03.2016 18:44
      Highlight Also was jetzt genau?
      10 2 Melden
    • louis_toot 05.03.2016 19:16
      Highlight Nun er schreibt, was die Analysten sagen, und das interessiert doch (zumindest mich).
      16 0 Melden
  • Brehynfak 05.03.2016 16:21
    Highlight Ich hoffe, das Trump gewinnt. Dann wird die Lektüre der Zeitung und der Diskussionsforen interessanter sein. Sonst wird sich wenig bis nichts ändern, wie bei keinem Präsidenten. Präsidenten sind Galionsfiguren. Sie meinen, zu bestimmen, wohin die Reise geht, weil sie immer ganz vorne sind.
    19 31 Melden
    • TheCloud 05.03.2016 17:22
      Highlight Es fragt sich nur wie lange wir noch Zeitungen lesen können, wenn der Trump sein Atomarsenal über den Atlantik schiesst und der Putin seines zurückschiesst und der Kim auch nicht nachstehen will, müssen wir wohl ein paar tausend Jahre warten, bis die Druckpresse wieder anläuft.
      14 10 Melden
    • Brehynfak 05.03.2016 23:34
      Highlight @TheCloud: Für Deine Angst habe ich nur ein müdes Lächeln übrig. Unter Präsident Ronald Reagan löste die USA mit der Operation "Able Archer" wirklich beinahe den dritten Weltkrieg aus mit seiner totalen Vernichtung der Menschheit durch Abertausende nuklearer Sprengköpfe. Trotzdem der nukleare Weltkrieg wie ein Damoklesschwert über allen und allem hing, schliefen wir während des kalten Krieges ruhig. Veteranen des kalten Krieges, wie mich, kann ein Chorknabenpolterer wie Trump nicht beunruhigen.
      5 2 Melden
    • _kokolorix 06.03.2016 20:52
      Highlight das stimmt einerseits, aber andererseits schafte es bush der jüngere in acht jahren die usa völlig zu ruinieren. das obama dies in seinen acht jahren nicht wieder geradebiegen kann war eigentlich immer klar.
      durch notstandsregelungen kann ein präsident schon für kurze zeit fast allmächtig agieren. aber dafür muss er zuerst die voraussetzungen schaffen. allerdings so clever wie bush ist der trump alleweil.
      mit clinton geht alles so weiter wie bisher, was auch nicht der weisheit letzter schluss ist. nur mit trump oder sanders kann sich grundsätzlich was ändern
      1 0 Melden
  • Zeit_Genosse 05.03.2016 16:14
    Highlight Der Sanders-Hype flacht ab wie es auch der Trump-Hype tun wird. Am Schluss viel Lärm um nichts.
    2 13 Melden
    • Pana 05.03.2016 16:36
      Highlight Viel Lärm um nichts? Er liegt fast uneinholbar in Führung.. Und Sanders hat im Gegensatz zu Trump mit Clinton echte Konkurrenz.
      24 1 Melden
    • Hayek1902 05.03.2016 18:02
      Highlight @Pane: Ja, er liegt fast unüberholbar in Führung und bewiesen, dass kein Skandal ihm wirklich was anhaben kann, richtig. Aber es ist noch lange nicht klar, ob er die Mehrheit vor dem Parteikonvent hat. Wenn nicht, wird es spannend.
      2 0 Melden
    • Marcel Nandy Füllemann 06.03.2016 02:26
      Highlight @ yogey: es gibt schon Ausnahmen. Obama zum Beispiel wäre ein guter Präsi gewesen, wäre er nicht bloss eine Marionette der Wirtschaftselite :-)
      Seine Ideen und Ansätze waren wirklich vielversprechend! Doch was nützen diese, wenn sich mit ein wenig Geld die Politik so leiten lässt, wie man es gerade will..
      Umso mehr ein hoch auf die Schweiz, wo das Volk wirklich noch einen Einfluss nehmen kann, wenn auch hier viele Marionetten im Parlament sitzen ;-)
      3 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • jayjay325 05.03.2016 15:42
    Highlight lieber trump als hillary. aber besser wäre ted cruz
    16 79 Melden
  • JohnDoe 05.03.2016 15:15
    Highlight Weiss nicht ob ein Idiot wie Trump so schlecht wäre (vorausgesetzt die Welt überlebt seine Präsidentschaft). Evtl würden die ego Bonzen dieser Wwelt dann raffen, das Schaffot steht bereit - L etat c est nous.

    Aber hoffe immer noch, das Radikale lässt sich verhindern und Sanders gewinnt. Clinton und die anderen Handpuppen tragen nur zur erhaltung des jetzigen Systems bei und korrigieren es marginal. Das System bedarf einer Überarbeitung und mehr sozialistischer Ideen
    42 12 Melden
    • Crecas 05.03.2016 17:55
      Highlight Mach dir keine Illusionen, Sanders ist im schweizerischen Kontext ein guter Mitte-Rechts Politiker.

      Wäre aber wirklich an der Zeit, dass einige Missstände korrigiert werden.
      4 8 Melden
    • atomschlaf 05.03.2016 18:43
      Highlight @JohnDoe:
      Überarbeitung des Systems: Ja
      Mehr Sozialismus: Nein
      6 11 Melden
    • 7immi 06.03.2016 12:03
      Highlight @johnDoe: mehr sozialismus? echt jetzt? was soll bitte an sozialismus gut sein? wenn man - zurecht - gegner des nationalsozialismus ist, sollte man auch gegner des sozialismus sein. denn so sehr unterscheiden die beiden strömungen sich nicht... während in europa der NS aufgearbeitet wurde, wurden leider spätere verbrechen (im kommunismus und sozialismus) bisher grösstenteils verschwiegen. doch auch da gibt es "vergleichbare" gräueltaten (z.b. roter holocaust).
      3 7 Melden
  • Calvin Watsn 05.03.2016 15:04
    Highlight der Gewinner wird ja wohl HC sein. Bin kein Fan von Ihr aber alles andere!!! Nein.
    24 9 Melden
  • 7immi 05.03.2016 15:03
    Highlight Trump ist ein idiot. soweit meine meinung. schlussendlich sollte es uns aber egal sein, wie die amerikaner entscheiden. denn sie sind das stimmvolk. als stimmvolk wählen sie und niemand sollte über ihre wahl richten. sie müssen primär mit ihrer entscheidung leben können - für mindestens 4 jahre. mit allen vorteieln und nachteilen ihrer wahl. das gilt für alle demokratien. warten wir doch einfach ab, denn ändern können wir ja nichts. uns stört es ja auch, wenn das ausland über unsere demokratie richtet und das ausland alles besser weiss. den amis gehts wahrscheinlich nicht anders...
    19 16 Melden
    • lofi 05.03.2016 16:25
      Highlight @7immi: die usa sind ja schon aussenpolitisch auch aktiv. darum finde ich nicht, dass es nur die us-stimmbevölkerung zu interessieren hat, wer da präsident wird.
      21 3 Melden
    • 7immi 05.03.2016 16:44
      Highlight natürlich, die konsequenzen werden auch nach europa überschwappen. ändern können wir dennoch nichts. wenn die amis trump wollen dann ist das so.
      12 0 Melden
    • Hayek1902 05.03.2016 18:09
      Highlight Das ist richtig, aber deswegen darf man sich ja auch darüber informeiren (hier happerts zwar schon bei den meisten) und diskutieren (das machen die meisten auch, wenn sie Schritt 1 übersprungen haben). Denn die nächste US Präsidentschaft prägt das Weltgeschehen für die nächsten 4 Jahre massiv.
      3 1 Melden
  • Luca Brasi 05.03.2016 15:02
    Highlight Europäer verstehen irgendwie nicht, daß die USA völlig anders ticken als sie. Reagan war B-Movie-Darsteller. Gewählt. Schwarzenegger ein Actionstar. Als Gouverneur im liberalen Kalifornien gewählt. Bush ein Präsidentensohn, der vieles in den Sand gesetzt hat, Alkoholprobleme hatte und religiös wurde. Gewählt (wenn auch beim ersten Mal äußerst umstritten). Das ist der "Saufkumpan-Effekt". US-Amerikaner wählen meist denjenigen, mit dem sie sich vorstellen könnten ein Bierchen zu zischen. "Professorale Eierköpfe" -wie sie genannt werden- haben es da schwer. Wer will ein Bier mit Clinton trinken?
    39 6 Melden
    • Beobachter24 05.03.2016 15:36
      Highlight Eigentlich müsste man so tolerant sein, mit jedem und jeder mal ein Bier zu trinken. Ich gebe aber zu, dass ich mich weder mit der Clinton noch mit Trump in einer Bar verabreden würde.

      Hingegen auf ein Bier mit Sanders, das würde ich sofort machen. Leider weiss man über ihn sehr wenig, er ist für mich immer noch eine ziemliche Wundertüte, trotzdem bleibt er für mich die einzig wählbare Person.
      18 2 Melden
    • Luca Brasi 05.03.2016 16:10
      Highlight Das Problem für US-Amerikaner bei Sanders ist einfach, dass er Schweden, etc. als Modell und er sich als Sozialist sieht. Alles äusserst europäische Ideen. Die durchschnittlichen Amerikaner wollen aber keine Europäer sein, weil sie "das auserwählte Volk" sind und Europäer zögerliche Oberlehrer mit Hang zur Bürokratie seien. Nach 5 Bierchen über Steuergerechtigkeit zu debattieren, macht weniger Spass als über Rosie O'Donnell herzuziehen. Trump ist Entertainment. US-Amerikaner lieben Entertainment. Schaut euch die letzten Präsidenten und deren Herausforderer mal an. Die These ist bestechend.
      17 1 Melden
    • Crecas 05.03.2016 17:41
      Highlight @Luca
      Sanders hat bei nationalen Umfragen erst letzte Woche wieder von allen Kandidaten die höchsten Zustimmungsraten erhalten.

      Trotzdem ist Hillary schon durch.
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 05.03.2016 14:51
    Highlight Sehr guter Bericht. Ich kann allen, die gerne die US-Präsidentschaftswahlen mit einer gewissen statistischen Distanz verfolgen möchten oder sich für SABRnomics interessieren Nate Silvers Website http://fivethirtyeight.com/ empfehlen.
    5 2 Melden
  • CyanLama 05.03.2016 14:46
    Highlight ich glaube, dass die Amerikaner genau so wahlfaul wie alle anderen auf diesem planeten. wenn die kacke dann aber richtig, wie bei uns mit der dsi, am dampfen ist werden sie hingehen. ich kann nur hoffen, dass dann selbst die polit-desintressierten wählen gehen und diesen unfähigen, agressiven, unhöflichen erbe ohne erfolgreicher vita die grenzen aufzeigen!
    hillary wiederum ist auch nicht gerade das gelbe vom ei, da sie und ihr gatte schon die Scientology Kirche ge- und unterstützt haben.
    Aber im ernst, es gibt nicht schlimmeres als dieses Meerschweinchen!
    15 5 Melden
  • HabbyHab 05.03.2016 14:46
    Highlight Ach, Donald Drumpf..
    23 4 Melden
  • Isiosi 05.03.2016 14:41
    Highlight Bernie Sanders hätte laut Umfragen bessere Chancen gegen Trump. Schade.
    21 1 Melden
  • Amboss 05.03.2016 14:39
    Highlight Trump wird bestimmt nominiert, und zwar nominiert und zwar aus folgendem Grund: Wer sonst? Die Republikaner haben KEINEN EINZIGEN brauchbaren Kandidaten. Keinen einzigen, den man sich als US-Präsident vorstellen kann.

    Die einzige Chance, die Trump hat, ist, wenn es gelingt, Hillary in den Dreck zu ziehen - und sie ist gefährdet, gut möglich, dass in ihrem Keller einige Leichen sind. Es dürfte also dreckig werden bis im November
    20 1 Melden
  • Domino 05.03.2016 14:37
    Highlight Ich denke es wird ein anderes Szenario geben: Bis im Herbst gibt es bestimmt wieder islamische Anschläge & riesige Flüchtlingsströme. Trump hat eine klare Linie in dieser Beziehung und die Wähler kennen die wischi-waschi-politik von den Demokraten in diesem Gebiet. Auch andere Republikaner sind nicht wählbar, da diese wie Bush mit den Saudis paktieren und sunnitische Staaten stürzen zu wollen. Da weis man wenigstens von Trump, dass er sich raushalten wird und Einreisebeschränkungen für Muslime umsetzen wird. Evt eine Enteignung der arabischen Hochfinanz um das Land unabhängiger zu machen.
    3 26 Melden
    • Pana 05.03.2016 17:02
      Highlight Trump hat eine klare Linie? Wenn du ein Fan von Kriegsverbrechen bist, aber ja doch.
      6 0 Melden
  • Luca Brasi 05.03.2016 14:34
    Highlight Das Wort Analyse scheint nicht ihr Lieblingswort zu sein, Herr Ramezani. Einmal beim Analysten und noch einmal bei Analyse selbst. ;)
    2 5 Melden
  • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 05.03.2016 14:32
    Highlight wie verblödet sind diese amis eigentlich (ich meine die trump wähler)
    19 23 Melden
  • NatValCas 05.03.2016 14:29
    Highlight Obwohl Putin und er sich nach aussen hin als grosse Buddies geben, fürchte ich um die Welt würde grump-frump-Trump gewinnen. Die beiden sehen ihr jeweiliges Land nur dann als sicher wenn ihnen niemand mehr widerspricht. Beides sind rücksichtslose, beratungsresistente Egomanen mit napoleonischen Komplexen die keinerlei Konsens eingehen können, da sie jede diplomatische Zusage als persönliche Niederlage empfinden. Ein falsches Wort und der rote Knopf wird gedrückt, nur weil sie es können!
    24 8 Melden
    • Brehynfak 05.03.2016 16:16
      Highlight rücksichtslos = ergebnisorientiert; beratungsresistent = selbständig; Egoman = selbstbewusst; Napoleonkomplex = ambitioniert; kein Konsens eingehend = durchsetzungsstark; Zusagen als pers. Niederlage = engagiert; drückt rasch roten Knopf = entscheidungsfreudig und urteilskräftig; Richtig ausgedeutscht ist Deine Beschreibung ein ideales Persönlichkeitsprofil für die Besetzung eines Spitzenmanagerpostens, also mehr wie gut genug für eine Präsidentschaft der USA.
      2 11 Melden
  • Maett 05.03.2016 14:28
    Highlight Mir macht es Sorgen, dass sich Clinton bei den Demokraten durchzusetzen scheint. Nimmt man deren Aussagen aus der Vergangenheit für bare Münze, wäre der 3. Weltkrieg schneller da, als einem lieb ist - inkl. unserer Nachbarländer, die über das NATO-Bündnis zwangsverpflichtet würden.

    Ich hab zwar keine Ahnung was unter Trump passieren würde, aber wenn er lieber Innenpolitik macht, würde ich ihn bevorzugen. Handelseinbrüche und diplomatische Krisen wären Kriegen zu bevorzugen.

    Ich hege deshalb immer noch die kleine Hoffnung, dass sich Sanders durchsetzt.
    36 14 Melden
    • atomschlaf 05.03.2016 14:40
      Highlight Sehe ich ähnlich. Clinton wäre in meinen Augen wesentlich gefährlicher für den Rest der Welt als Trump.
      14 19 Melden
    • FrancoL 05.03.2016 14:45
      Highlight Ich glaube da unterschätzen Sie den Gestaltungswillen Trumps in Sachen Aussenpolitik!
      Klar dass er zur zeit sich eng um die Innenpolitik äussern muss, um Wähler zu fangen. Die Aussenpolitik bringt (zu) wenig Wähler.
      Sollte Trump wirklich Präsident werden, werden manche Hillary- Gegner auch in der Aussenpolitik ihr böses Erwachen erleben.
      Kein amerikanischer Präsident kann es lassen, die Welt zu beackern! Leider.
      19 4 Melden
    • Maett 05.03.2016 15:54
      Highlight @FrancoL: dass das kein amerikanischer Präsident lassen kann/wird ist mir bewusst, es muss allerdings nicht grad Europa betreffen (was bei einem Russlandkonflikt, so wie es Clinton will, der Fall wäre).

      Trump könnte der Welt natürlich Schaden zufügen - aber was ist besser als Krieg? Das schlimmste was passieren könnte ist, dass es genauso schlimm wie unter Clinton kommen könnte.

      Ich traue dieser Frau einfach nicht aufgrund der Faktenlage; sprich Ihrer in der Vergangenheit geäusserten Aussagen. Eine Diplomatin ist sie ja genauso wenig wie Trump, dieses Argument gegen Trump ist keins für sie.
      5 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 05.03.2016 14:18
    Highlight Checkt mal das hier:

    http://primarymodel.com/

    The Primary Model
    (2016)

    87%-99% Certain Trump Will Be President
    5 7 Melden
    • Crecas 05.03.2016 14:44
      Highlight Dieses Modell beruht rein auf der Vergangenheit und der Statistik und beachtet dabei weder die einzelnen Kandidaten und ihre Positionen, noch eine sich verändernde Demographie oder Umfragen. Würde nicht zu viel darauf verwetten.
      10 2 Melden
    • Kookaburra 05.03.2016 15:27
      Highlight Da gebe ich dir recht.

      Aber ich habe ehrlich gesagt schon 10.- auf Trump (und die Dummheit der Amis) gesetzt, lange bevor es so ernst wurde. Ist zum Glück nicht zu viel - und ich hoffe ich liege falsch :)
      6 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 05.03.2016 14:17
    Highlight Trump muss erstmal die Nomination schaffen und das ist in der gegenwärtigen Konstellation gar nicht so klar. Es ist eher wahrscheinlich, dass keiner der Kandidaten das absolute Mehr schafft. Dann trten andere Mechanismen in Kraft.

    Nehmen wir aber mal an, Trump tritt gegen Clinton an. Was geschah davor? Die Republikanische Partei wurde gespalten. Ein Präsidentschaftskandidat Trump wäre - so meine gewagte Prognose - das Ende des (faktischen) 2 Parteiensystems in den USA, aber das nur am Rande. Persönlich kenne ich Reps, die auch Sponge Bob wählen würden, um Trump zu verhindern.
    35 2 Melden
  • Schmiedrich 05.03.2016 14:07
    Highlight Wenn Trump gewinnt... Gute Nacht Welt!
    35 11 Melden
    • atomschlaf 05.03.2016 14:44
      Highlight Eher wenn Hillary gewinnt. Trump würde sich vermutlich sehr viel stärker auf die Innenpolitik konzentrieren, was für den Rest der Welt nur von Vorteil wäre.
      10 18 Melden
  • Ignorans 05.03.2016 14:07
    Highlight Was ist denn bitte an Clinton gut?
    Wie will Trump Florida gewinnen?
    18 5 Melden
    • Kian 05.03.2016 14:13
      Highlight Trump muss Florida nicht gewinnen. Das Rust-Belt-Szenario erlaubt dort eine Niederlage.
      17 1 Melden

Schweizer Firmen spenden 1,7 Millionen an Trumps Partei

Tochterfirmen hiesiger Konzerne spenden bei den Zwischenwahlen für beide Parteien. Allein die Lobbygruppe der UBS hat im Wahlzyklus 2018 bis Ende September eine Million Dollar an amerikanische Politiker gespendet.

Die amerikanischen Gesetze sind eigentlich glasklar. Ausländische Personen, seien es Individuen oder Firmen, dürfen sich nicht finanziell im Wahlkampf engagieren. Wer gegen diese Auflage verstösst, gerät schnell ins Visier der Strafverfolgungsbehörden. Doch es gibt Schlupflöcher.

US-Tochtergesellschaften von ausländischen Konzernen etwa dürfen bei ihren Mitarbeitern Spenden einsammeln und an Politiker verteilen. Bedingung ist: Das Geld muss von US-Bürgern stammen. Und nur US-Bürger dürfen …

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