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President Donald Trump addresses the audience at a rally at the Four Seasons Arena at Montana ExpoPark, Thursday, July 5, 2018, in Great Falls, Mont., in support of Rep. Greg Gianforte, R-Mont., and GOP Senate candidate Matt Rosendale. (AP Photo/Jim Urquhart)

Es kommt nicht oft vor, doch am Donnerstag wurde ihm die Show gestohlen: Donald Trump in der Four Seasons Arena in Montana. Bild: AP/FR170447 AP

Wie dieser Zuschauer nationale Berühmtheit erlangte

Nur in zwei Punkten gab er Donald Trump recht. Sonst teilte Tyler Linfesty die Meinung des US-Präsidenten überhaupt nicht – was deutlich zu erkennen war. 



Vor einer Woche war Tyler Linfesty noch ein unbekannter junger Mann, der im US-Bundesstaat zur High School ging. Nun kennt die halbe USA den Mann im Holzfällerhemd – den «#plaidshirtguy».

Was ist passiert?

Am Donnerstag besuchte Donald Trump den US-Bundesstaat Montana und hielt eine Wahlkampfveranstaltung ab. «Eine solche Chance kann ich mir eigentlich nicht entgehen lassen», dachte sich der 17-jährige Tyler Linfesty, der aus der Region kommt. Er rief der Trump-Kampagne an und fragte, ob er Tickets für die Rally haben könne.

Erst am Donnerstag erfuhr er, dass er nicht nur Tickets habe, sondern auch gleich für den VIP-Bereich ausgewählt worden sei. Und so kam es, dass der 17-Jährige und seine zwei Freunde direkt hinter dem Präsidenten platziert wurden und die ganze Zeit im Fokus der Kamera waren. 

«Ich hatte nicht wirklich einen Plan», sollte Linfesty später der Billings Gazette sagen. «Ich wollte nur für Dinge klatschen, mit denen ich einverstanden war, und nicht für Dinge, mit denen ich nicht einverstanden war.»

Schnell war zu erkennen, dass Linfesty nur selten die Meinung des Präsidenten teilte. Mal verzog er das Gesicht, mal fragte er «what?». Der Schüler avancierte im Nu zum Star auf Social Media, wurde zum Meme und erhielt den Namen «plaid shirt guy».

Später sollte er CNN erzählen, dass er nur in zwei Punkten einer Meinung mit Trump gewesen sei. Und zwar als der Präsident gegen NAFTA wetterte und als er behauptete, Bernie Sanders sei bei den Vorwahlen 2016 bestohlen worden. 

Als es aber zum Beispiel um die Steuer-Reform ging, habe er einfach nicht applaudieren können. Seiner Meinung nach profitiere davon nur das reichste Prozent, nicht die Mitteklasse.

Doch damit nicht genug: Mitten während der Rally steckte sich Linfesty auch noch ein Rosen-Emblem auf das Holzfällerhemd.

Linfesty trägt das Logo der demokratischen Sozialisten. Auch seine Freunde wirken wenig begeistert von Trumps Rally.

Es ist das Zeichen der demokratischen Sozialisten. Die Bewegung um Bernie Sanders und Shootingstar Alexandria Ocasio-Cortez. 

Trumps Wahlkampfteam, das gemäss der «Billings Gazette» den Störenfried bereits zuvor bemerkt hatte, hatte nun definitiv genug gesehen. 

«Ich habe gesehen, wie diese Frau links auf mich zugekommen ist», erzählte Linfesty der Zeitung. «Sie sagte zu mir: ‹Ich werde dich ersetzen.›» In nur wenigen Sekunden war Linfesty aus dem Bild verschwunden. Die Trump-Mitarbeiterin begleitete den 17-Jährigen in einen Raum, wo Mitglieder des Secret Service auf ihn warteten.

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Eine Mitarbeiterin des Trump-Teams bittet Linfesty die VIP-Zone zu verlassen. Video: streamable

Die präsidialen Sicherheitsbeamten überprüften Linfestys ID und liessen ihn nach zehn Minuten wieder gehen. «Sie haben mich gut behandelt», so Linfesty. «Sie haben mir nur gesagt, ich soll nicht wiederkommen.»

Ein Zusammenschnitt der besten Reaktionen 

Es dauerte nur wenige Minuten, bis auch seine Freunde aus dem VIP-Bereich befördert wurden. Doch da waren die drei auf Social Media bereits zu Legenden avanciert. (cma)

Und nun, weil es so herrlich passt: 21 Bilder, bei denen sich das Beste im Hintergrund abspielt 😅

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Masta Ace 10.09.2018 00:14
    Highlight Highlight Ich feier den Typen!
  • Pafeld 09.09.2018 20:53
    Highlight Highlight Sehr geehrte Hutbürger. DAS nennt man offiziell Zensur. Wenn man von staatlichen Organen mit dem Bühnenhaken aus dem Bild gezerrt wird, weil man eine andere Meinung teilt. Und nicht, weil man von einer privaten Socialmediaplattform fliegt, weil man sich nicht an die Gemeinschaftsstandards halten kann.
  • Raembe 09.09.2018 19:42
    Highlight Highlight Jmd der ne andere Meinung hat wird aus dem Saal geschmissen? Sieht so Demokratie aus?
    • Citation Needed 09.09.2018 20:33
      Highlight Highlight Macht braucht Inszenierung, auch in Demokratien. Blöd (bzw. Peinlich) nur, dass Trump‘sTeam diese Leute nicht professioneller selektioniert. Aber witziger Streich!
    • swisskiss 10.09.2018 01:42
      Highlight Highlight Raembe. Nope, er wurde nicht rausgeschmissen, weill er eine andere Meinung hatte, sondern immer noch die eigene, im Gegensatz zu den gleichgeschalteten Rotmützenträger im Saal.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 10.09.2018 02:57
      Highlight Highlight Trump nennt das Demokratie.
      Ich nenne das eine Diktatur.
  • Til 09.09.2018 19:29
    Highlight Highlight Kennt jemand "Yertle the Turtle" von Doctor Seuss? Das wäre so ziemlich der Moment, wo es der kleinen Schildkröte Mack zuviel wird und sie den König mit einem Rülpser kopfüber in den Schlamm schickt.
  • goldmandli 09.09.2018 19:26
    Highlight Highlight Umso besser. Vergrault weitere Wähler und steckt eure Köpfe weiter in die republikanische Bubble. Der Fall wird umso unerwarteter und tiefer sein.
  • Macto 09.09.2018 18:46
    Highlight Highlight Land of the free... Kims Generäle nicken auch immer zu allem was er sagt.
    • Phrosch 10.09.2018 09:35
      Highlight Highlight Pocht nicht auch die GOP immer wieder auf das Recht auf freie Meinungsäusserung? Aber klar, ist immer eine Frage, wem‘s nptzt😉

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