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FILE - In this Tuesday, Oct. 3, 2017 file photo, a Las Vegas police officer stands by a blocked off area near the Mandalay Bay casino in Las Vegas. On Sunday, Oct. 1, Stephen Paddock opened fire on the Route 91 Harvest Festival killing dozens and wounding hundreds.  Paddock spent hours in casinos. and was known for betting big on video poker and staring down fellow gamblers.  There is no indication, though, that any particular grievance set him off. But details that have surfaced so far about the one-time IRS agent and son of a notorious bank robber, are clues, at least, to his mindset.  (AP Photo/John Locher, File)

Fünf Tage nach der Tat rätseln die Ermittler noch immer über die Hintergründe dieses Angriffs. Bild: AP/AP

Massenmord von Las Vegas: Polizei spricht über Paddocks Notizzettel – und rätselt.

Die Polizei kommt nach dem Massenmord von Las Vegas bei der Suche nach dem Motiv nicht weiter. Sie bittet die Bevölkerung um Hilfe. Derweil werden neue Details zu der Tat bekannt.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Auf der Suche nach einem Motiv des Massenmörders von Las Vegas kommen die Ermittler nicht voran. Fünf Tage nach dem schrecklichen Blutbad hat die Polizei nun erstmals Auskunft über den Notizzettel gegeben, der in der Suite von Stephen Paddock gefunden wurde. Allerdings gab das Geschriebene auf dem gelben Zettel den Beamten nur noch zusätzliche Rätsel auf. Er enthielt eine Serie von Zahlen, teilte Sheriff Kevin McMahill am Freitag (Ortszeit) mit. «Wir wissen nicht, was sie bedeuten.»

Bild

Der Notizzettel in der Suite, von der aus Paddock 58 Menschen erschoss.

Stephen C. Paddocks hat bei seinem Massenmord in Las Vegas auch einen grossen Treibstofftank am nahegelegenen McCarran-Flughafen getroffen. Eine Kugel durchschlug laut einem Flughafensprecher die Aussenhaut, löste aber keinen Brand aus. Ein weiteres Projektil blieb in der Hülle des etwa zur Hälfte gefüllten Behälters stecken.

Ob der Schütze absichtlich auf den rund 600 Meter entfernten und umgerechnet knapp sieben Millionen Liter fassenden Tank zielte, ist offen. Aus einer Suite im 32. Stock eines Hotels hatte er auf Besucher eines Konzertes gefeuert und mindestens 58 Menschen erschossen. Als die Polizei vor dem Hotelzimmer stand, tötete der Schütze sich selbst.

Fünf Tage nach der Tat rätseln die Ermittler noch immer über die Hintergründe dieses Angriffs. «Wir haben immer noch kein klares Motiv oder einen Grund warum», sagte Kevin McMahill von der Polizei Las Vegas. Die Beamten haben die Bevölkerung nun auf Schautafeln um Hinweise auf mögliche Motive des 64-Jährigen gebeten.

Keine Hinweise auf Verbindung zum IS

«Wenn Sie etwas wissen, sagen Sie es», heisst es auf den Schildern auf denen eine Telefonnummer der US-Bundespolizei FBI angegeben ist. «Wir haben bereits alles untersucht», sagte der hörbar frustrierte Polizist McMahill.

Es gebe nach wie vor auch keine Hinweise auf eine Verbindung des Schützen Stephen Paddock zur Dschihadistenmiliz «Islamischer Staat» (IS). Der IS hatte den Anschlag auf ein Open-Air-Konzert in Las Vegas für sich reklamiert. Daran gibt es jedoch erhebliche Zweifel. Die Ermittler gehen etwa davon aus, dass Paddock ursprünglich geplant hatte, noch zu fliehen.

Paddock soll zudem in den Tagen vor seiner Tat auch die Dienste einer Prostituierte in Anspruch genommen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten US-Bundesbeamten.

«Man muss schon ein Amateur-Terrorist sein, um daran zu glauben»

Luftfahrtexperte Mike Boyd

Weitere Escort-Damen würden demnach befragt. Zudem soll der Attentäter in den vergangenen Jahren mit seiner Freundin Marilou Danley, die von den Anschlagsplänen nichts gewusst haben will, mindestens ein Dutzend Reisen unternommen haben, darunter auch in den Nahen Osten. Eine Bestätigung für all diese Angaben gibt es bislang nicht.

Klar dagegen ist: Selbst wenn Paddock die Treibstofftanks am Flughafen mit seiner Schusswaffe treffen wollte, war es von Anfang an unwahrscheinlich, dass er dadurch ein Feuer oder eine Explosion auslösen konnte. Flughafensprecher Chris Jones sagte, Flugzeugsprit sei nur schwer durch Kugeln zu entflammen. «Man muss schon ein Amateur-Terrorist sein, um daran zu glauben», sagte auch Luftfahrtexperte Mike Boyd laut «Las Vegas Review-Journal».

Waffenschau abgesagt

In den USA trauern derweil weiter viele Menschen um die Opfer des Massenmordes. Vor dem Eishockey-Spiel der Las Vegas Golden Knights gegen die Dallas Stars im US-Bundesstaat Texas stellten sich die Dallas-Spieler für die Nationalhymne hinter das NHL-Team aus Las Vegas, um ihre Solidarität auszudrücken.

Eine für dieses Wochenende geplante Waffenschau im Eastside Cannery Casino Hotel sagten die Organisatoren ab. Auch die National Rifle Association (NRA) zeigte sich zu einem (kleinen) Zugeständnis bereit: Ein Verkaufsverbot für sogenannte Bump Stocks solle geprüft werden, mit der halbautomatische zu vollautomatischen Waffen umgerüstet werden können.

Nach Angaben der Ermittler hat der Attentäter von Las Vegas eine frei erhältliche und legale Umbauvorrichtung benutzt. Er konnte so bis zu 900 Schuss pro Minute abgeben. In dem minutenlangen Dauerfeuer waren mehr als 500 Menschen verletzt worden. Einige von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. (apr/Reuters/AP/AFP)

Mehr als 50 Tote bei Angriff in Las Vegas

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Video: srf

Schiesserei in Las Vegas

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tzhkuda7 07.10.2017 14:14
    Highlight Highlight Hört mal mit dem IS auf. Die kann man gar nicht mehr ernst nehmen.

    Selbst wenn es in Zürich in einem Tunnel zur Massenkarambolage kommt mit mehreren Toten, werden die sagen sie waren es.
    Die sagen immer, das sie es waren.

    Gebt solch einer Dreckorganisation nicht noch mehr Plattform und das bei jedem Artikel!
    • Kunibert der fiese 07.10.2017 16:50
      Highlight Highlight Gestern bin ich auf einen legostein getreten, der IS hat sich zu diesem anschlag bekannt.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 07.10.2017 16:59
      Highlight Highlight Und wenn wir die schon namentlich erwähnen müssen, dann bitte "Daesh" als Bezeichnung verwenden ;-)
    • DaCrooked 07.10.2017 19:17
      Highlight Highlight Kanns auch nicht verstehen dass das Leute noch nicht begriffen haben. Die bekennen sich zu allem. Die wollen die Aufmerksamkeit.
  • Sebastian Wendelspiess 07.10.2017 12:25
    Highlight Highlight Hier sieht man gut wie auch die Medien im dunkeln tappen, und daher (Verschwörungs-)Theorien aufstellen müssen, ist ganz normal bei jedem Kriminalfall. Nur weil viele hier immer gerade blitzen, wenn jemand kritische Fragen stellt. Dabei ist das wichtig und die Medien tun es zu wenig.
    • SemperFi 07.10.2017 14:52
      Highlight Highlight @Wendelspiess: Es ist wirklich nicht die Aufgabe der Medien und der Öffentlichkeit, Kriminalfälle zu lösen. Und nicht jeder der Fragen stellt, trägt zu Wahrheitsfindung bei. Lasst die Behörden einfach ihre Arbeit tun, denn das ist ihr Job. Aber es braucht halt gelegentlich etwas mehr Zeit als 40' wie bei NCIS.
  • Optimistic Goose 07.10.2017 11:36
    Highlight Highlight Also was, Flughafensprecherhaut ist hochexplosiv?
  • LeChef 07.10.2017 10:50
    Highlight Highlight 900 Schuss pro Minute.. Und zwei(!) Kugeln treffen den Treibstofftank. Wie kann da jemand ernsthaft in Erwägung ziehen, dass er den Tank absichtlich treffen wollte?
    • Nuka Cola 07.10.2017 12:23
      Highlight Highlight In anderen Berichten wird wiederum von 500 Schuss/Minute gesprochen, aber seh das gleich wie du, zwei Schüsse, da hat er halt das Gewehr verzogen, aber sicherlich nicht gezielt.
    • bokl 07.10.2017 12:44
      Highlight Highlight Der Flughafen liegt in einer anderen Richtung. Dafür hat er wohl das zweite Fenster zerschlagen. Also doch eher Absicht.
    • road¦runner 07.10.2017 12:53
      Highlight Highlight Eine Theorie besagt, dass er durch brennende Tanks das Publikum nach Schutz/Deckung suchend näher zum Hotel treiben wollte.
      Würde es sich um Querschläger handeln, wie Du vermutlich denkst anhand deines Texts zu urteilen, hätten die Kugeln nicht mehr genug Energie gehabt, dass zumindest eine die komplette Wandung hätte durchschlagen können.
      Dem entgegen zu setzen ist, dass allgemein bekannt ist, dass ein Tank durch Beschuss kaum Feuer fängt.
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