International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wie hohe Trump-Beamte das Enthüllungsbuch «Fear» indirekt bestätigen

12.09.18, 01:56 12.09.18, 10:16


Zwei mutmassliche Hauptquellen von US-Reporterlegende Bob Woodward für sein Enthüllungsbuch über das Weisse Haus unter Donald Trump haben Kritik an der dortigen Darstellung des Präsidenten geübt. Viel interessanter ist hingegen, was sie nicht gesagt haben.

Ex-Wirtschaftsberater Gary Cohn und Ex-Stabssekretär Rob Porter veröffentlichten am Dienstag Erklärungen, denen zufolge sie mit Woodwards Darstellung nicht einverstanden sind. «Dieses Buch stellt meine Erfahrung im Weissen Haus nicht richtig dar», heisst es in der von Cohn an das Nachrichtenportal Axios verschickten Erklärung. «Ich bin stolz auf meinen Dienst in der Trump-Regierung und unterstütze weiterhin den Präsidenten und sein wirtschaftliches Programm», erklärte Cohn.

FILE - In this Jan. 23, 2018, file photo, White House chief economic adviser Gary Cohn, speaks to reporters during the daily press briefing in the Brady press briefing room at the White House, in Washington. Cohn is leaving the White House after breaking with President Donald Trump on trade policy. Cohn, the director of the National Economic Council, has been the leading internal opponent to Trump's planned tariffs on imports of steel and aluminum. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta, File)

Ex-Wirtschaftsberater Gary Cohn. Bild: AP/AP

Porter äusserte Kritik an der «selektiven und oft irreführenden Darstellung des Präsidenten und seiner Regierung». Er lobte Trumps Errungenschaften, welche Woodward in dem Buch ignoriert habe. Überdies lade der Präsident seine Berater zu «robusten Debatten» ein. «Aber letztlich ist es Präsident Trump, der entscheidet, und er hat gezeigt, dass er mehr als in der Lage ist, das zu tun.»

Vage Kritik

Allerdings gaben weder Cohn noch Porter in ihren Erklärungen an, was genau in Woodwards Buch inkorrekt sei. Auch dementierten sie nicht, mit Woodward gesprochen zu haben. Porter dementierte auch nicht Woodwards Beschreibung, wonach der frühere Stabssekretär während seiner Tätigkeit zu einem Drittel damit beschäftigt gewesen sei, den Präsidenten von gefährlichen Ideen abzubringen.

epa06998120 (FILE) - US Washington Post legend, 1973 Pulitzer Prize winner, Bob Woodward attends a master class conference entitled Management and Bussiness Summit organizated by AtresMedia about the profession held in Madrid, Spain, 14 June 2017. Media reports on 05 September 2018 state that Bob Woodward has written a new book 'Fear', claiming that Trump White House is dysfunctional.  EPA/FERNANDO VILLAR *** Local Caption *** 53585090

Donald Trump kommt in Bob Woodwards Enthüllungsbuch nicht gut weg. Bild: EPA/EFE

Woodward schildert in dem am Dienstag erschienenen Buch «Fear: Trump in the White House» eine Regierung im Zustand des permanenten «Nervenzusammenbruchs». Ein Grossteil der Mitarbeiter ist demnach ständig damit beschäftigt, den Präsidenten davon abzuhalten, das Welthandelssystem zu zerstören, die nationale Sicherheit zu untergraben und Kriege anzuzetteln.

Trump bezeichnete das Buch mehrfach als «Fiktion». Am Dienstag sagte er vor Journalisten, er schätze «wirklich» die Erklärungen Cohns und Porters. Diese hätten dazu beigetragen, zu zeigen, dass «das Buch nur Fiktion ist». (sda/afp)

Obama teilt gegen Trump und die Republikaner aus

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Unsere Liebe zu den Bauern endet beim Portemonnaie

Riesen-Show von Shaqiri – deshalb wechselte ihn Klopp trotzdem in der Halbzeit aus

St.Gallen verbietet Burkas – 3 Dinge, die du dazu wissen musst

Diese 9 Schweizer Orte liebt das Internet (zu sehr)

Wie ein Fussball-Teenie 600'000 Franken für Koks und Alk verprasste und abstürzte

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das essen wir alles in einem Jahr

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

15
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • P. Meier 12.09.2018 15:33
    Highlight "Robuste Debatten"und "präsidialer Entscheid, der zeigt dass D. Trump entscheidungsfähig ist", lässt lässt wohl sehr viel Interpreationsspielraum offen! Von "wir bringen Fakten vor und der Präsident entscheidet ohne diese überhaupt zu beachten" bis "nach sachlicher Debatte entscheidet der Präsident kompetent gemäss den verfügbaren Fakten".
    5 0 Melden
  • Crissie 12.09.2018 12:53
    Highlight Ein weiteres, sehr aufschlussreiches Buch ist " Trump in Putins Hand" von Craig Unger! Der Inhalt könnte ihm ebenfalls zum Verhängnis werden!
    9 2 Melden
  • reconquista's creed 12.09.2018 09:51
    Highlight Habe mich schon gewundert, dass nicht noch mehr zurückgerudert wurde.
    War eigentlich absehbar.
    16 1 Melden
  • Jiri Lala 12.09.2018 09:01
    Highlight Welche Quellen kritisieren denn das Enthüllungsbuch, die Quelle des Missisippis? Oder meinte der Autor etwa Quallen?
    5 24 Melden
  • swisskiss 12.09.2018 07:49
    Highlight Nicht sehr glaubwürdig, wenn Cohn sagt "...und unterstütze weiterhin den Präsidenten und sein wirtschaftliches Programm." wenn man wegen Trumps Entscheidung, der Einführung von Strafzöllen vom Amt zurücktritt.

    Das Woodward kein ausgeglichenes Bild von Trump zeichnet, ist klar. Verkauft sich nicht.

    Das ehemalige Mitarbeiter von Trump ein geschöntes Bild zeichnen, ist genauso klar.

    Jeder hat ein "non disclosure agreement" unterzeichnet, dass ehemaligen Mitarbeitern der Trump Administration unter Strafe verbietet aus dem Nähkästchen zu plaudern. Ein NDA funktioniert nicht nur bei Pornostars.
    18 3 Melden
  • Vanessa_2107 12.09.2018 07:38
    Highlight Die nachfolgende Aussage von Jim Acosta von CNN sagt alles:
    8 3 Melden
  • Crecas 12.09.2018 06:25
    Highlight “Robuste Debatten” 🤣🤣🤣 Das Buch zeigt ja eigentlich genau nur das Bild vom Trump, das man schon seit langem jeden Tag selber sehen kann. Einfach mit ein paar neuen Anekdoten.
    97 13 Melden
  • walsi 12.09.2018 05:58
    Highlight Da fragt man sich welchen Teufel Woodward geritten hat als er das Buch geschrieben hat, wenn sich nun die Quellen zu diesem Buch genötigt sehen öffentlich dagegen Stellung zu nehmen.
    23 148 Melden
    • capture 12.09.2018 06:11
      Highlight Genötigt sehen oder genötigt werden?
      130 18 Melden
    • Crissie 12.09.2018 06:12
      Highlight Zitat: " Allerdings gaben weder Cohn noch Porter in ihren Erklärungen an, was genau in Woodwards Buch inkorrekt sei"...
      Das finde ich schon sehr aufschlussreich! Das sind einfach nur vage und damit unglaubwürdige Statements.
      30 4 Melden
    • walsi 12.09.2018 06:28
      Highlight Es kann natürlich nur sein, dass diese Männer unter Druck gesetzt wurden dies zu sagen. Dass der Journalist Woodward einfach über die Stränge gehauen hat kann nicht sein. Warum sollte er das auch tun? Nun ja, ein Argument könnte sein, dass Bücher gegen Trump sich aktuell wie "warme Weggli" verkaufen.

      Ich sage nicht, dass er in seinem Buch lügt. Er wäre aber nicht der Erste, der zu Übertreibungen neigt oder andere Fakten, die helfen das Gesagte besser einzuordnen, weg lässt. Das ist bei Journalisten und Autoren weit verbreitet.
      3 44 Melden
    • Danyboy 12.09.2018 06:49
      Highlight Walsi: Hahahaha, ja genau... Was sind wohl die Gründe, weshalb die Herren inhaltlich nicht konkret werden?? Nicht dem widersprechen, was Woodward schreibt, sondern vage einen „Gesamteindruck“ beschreiben?🤔😄
      91 8 Melden
    • Punktraum 12.09.2018 07:11
      Highlight oder dafür bezahlt wurden?!
      6 2 Melden
    • Gummibär 12.09.2018 11:42
      Highlight Ich habe nur zwei von etwa 20 Woodward Büchern gelesen:
      "All the presidents men" über die Watergate Affäre und "Plan of attack" , welches im Detail beschreibt wie George W. Bush den Irak-Krieg orchestriert hat.
      Woodward recherchiert äusserst genau und keiner der von ihm beschriebenen Akteure inklusive Ex-Präsidenten hat ihn je wegen Ehrverletzung oder Verleumdung vor Gericht gebracht und gewonnen.
      Auch Trump und Konsorten werden es tunlichst sein lassen.
      24 0 Melden
  • rolf.iller 12.09.2018 04:59
    Highlight Der Titel hier sollte vielmehr heissen: "Trump Berater bestätigen Aussagem im Enthüllungsbuch über Trump". Beide leugnen weder Quellen gewesen zu sein noch bestreiten sie die von ihnen stammenden Aussagen. Ein Dementi sähe anders aus. Sie kritisieren lediglich die "selektive" Auswahl. Die scheinen wohl einfach Angst zu haben, selber im schlechten Licht dazustehen.
    28 3 Melden

Wie dieser Zuschauer nationale Berühmtheit erlangte

Nur in zwei Punkten gab er Donald Trump recht. Sonst teilte Tyler Linfesty die Meinung des US-Präsidenten überhaupt nicht – was deutlich zu erkennen war. 

Vor einer Woche war Tyler Linfesty noch ein unbekannter junger Mann, der im US-Bundesstaat zur High School ging. Nun kennt die halbe USA den Mann im Holzfällerhemd – den «#plaidshirtguy».

Was ist passiert?

Am Donnerstag besuchte Donald Trump den US-Bundesstaat Montana und hielt eine Wahlkampfveranstaltung ab. «Eine solche Chance kann ich mir eigentlich nicht entgehen lassen», dachte sich der 17-jährige Tyler Linfesty, der aus der Region kommt. Er rief der Trump-Kampagne an und fragte, ob er …

Artikel lesen