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Trevor Noah on set during a taping of

Trevor Noah, Host der beliebten «Daily Show», wurde vom französischen Botschafter zusammengestaucht – seine Reaktion ist beeindruckend.  Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

US-Komiker Trevor Noah zeigt, wie man die Doppeladler-Debatte auch hätte führen können

19.07.18, 14:03 19.07.18, 15:39


Es geschieht nicht alle Tage, dass ein Komiker Post erhält von einem Botschafter. Trevor Noah, seines Zeichens Anchorman der erfolgreichen US-Satiresendung «The Daily Show» und niemand, der einen guten Witz der politischen Eintracht opferte, wurde jetzt zur Zielscheibe französischer Kritik aus der höchsten Ebene.

Auslöser der Affäre: Noah hatte nach dem Sieg Frankreichs an der WM in seiner Sendung Afrika gratuliert – eine Anspielung auf den Migrationshintergrund vieler Spieler der französischen Nationalmannschaft. Für den Botschafter Frankreichs in den USA eine grobe Beleidigung, ja geradezu ein Angriff auf die Grundwerte der Grande Nation.

France's Ambassador to the U.S. Gerard Araud speaks during the U.S. Holocaust Memorial Museum's annual Days of Remembrance Ceremony, Thursday, April 16, 2015, in Emancipation Hall on Capitol Hill in Washington, to mark this year as the 70th anniversary of the liberation of the concentration camps by the Allies during World War II. (AP Photo/Andrew Harnik)

Gérard Araud, Botschafter Frankreichs in den USA. Bild: AP/AP

In einem geharnischten Schreiben wies er Noah darauf hin, dass es sich bei den Spielern ausnahmslos um Franzosen handelt, dass ihre «Französischheit» nicht in Zweifel zu ziehen sei und dass eigentlich überhaupt nichts wahr sei an dem, was Noah gesagt hatte.

Das hier hat er gesagt:

Video: YouTube/Comedy Central UK

Die Retourkutsche der französischen Regierung auf einen Satirebeitrag erinnert an die ätzende Doppeladler-Diskussion, die die Schweiz nach dem Sieg gegen Serbien an der WM erfasst und das Land für einige Tage in einen Zustand kollektiver Hysterie versetzt hatte.

Damals prasselte eine Welle der Kritik auf Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Co. ein, der Generalsekretär des Fussballverbands SFV goss zusätzlich Öl ins Feuer mit einem Interview, in dem von «Problemen mit Mehrfachnationalitäten» die Rede war. Der Chefredakteur einer grossen Zeitschrift fabulierte von der «Fortsetzung des innerjugoslawischen Bruderkriegs unter Schweizer Flagge» und stramm rechte Patrioten hätten es am liebsten gesehen, wenn die Schweiz ihre besten Spieler gleich selber für den Rest des Turniers ausgeschlossen hätte.

Begründet wurden diese interessanten intellektuellen Verrenkungen mit der Eidgenossen-Formel: Schweizer sein kann nur, wer schon immer Schweizer war und vor allem: Wer sonst nichts ist. 

«Why can't they be both?»

Noah wählte einen anderen Weg, der einen, sagen wir, positiveren Ansatz beinhaltete. In seiner nächsten Sendung las er den Brief des Botschafters vor – natürlich nicht ohne sich über den Englisch-Akzent der Franzosen zu mokieren – und sezierte den Inhalt ebenso gründlich wie genüsslich.

Noahs Kernbotschaft: Das Eine schliesse das Andere nicht aus, mehrschichtige Identitäten seien kein Ding der Unmöglichkeit, sondern vielmehr wünschenswert. Oder ganz simpel: «Why can't they be both?» 

Noahs Reaktion in voller Länge:

Er wolle den Franzosen afrikanischer Abstammung nicht ihre Französischheit wegnehmen, im Gegenteil, so Noah. Er wolle vielmehr ihre Afrikanischheit feiern, gerade weil sie es geschafft haben, französische Staatsbürger zu werden.

Das allgemeine Unverständnis in den USA über die Doppelbürger-Diskussion in Frankreich (und in der Schweiz) leitet Noah gleich selber her: Während Frankreich das Französischsein mit der Auslöschung der afrikanischen Herkunft kopple, um eine vermeintliche Gleichheit unter seinen Bürgern zu schaffen, sei es in den USA völlig selbstverständlich, sich als US-Bürger zu fühlen und gleichzeitig die Erinnerung an die eigene Herkunft hochzuhalten. Der St.Patricks-Day der irisch-stämmigen Bevölkerung sei bestes Beispiel dafür. 

«Wenn sie arbeitslos sind oder ein Verbrechen begehen, dann sind sie afrikanische Immigranten. Wenn ihre Kinder die Weltmeisterschaft gewinnen, dann sind sie Franzosen.»

Natürlich unterliess es der Komiker nicht, den einen oder anderen Seitenhieb auf die angebliche Heuchelei anzubringen, die in den Worten des Botschafters mitschwängen.

The French team pose for a team group prior to the final match between France and Croatia at the 2018 soccer World Cup in the Luzhniki Stadium in Moscow, Russia, Sunday, July 15, 2018. (AP Photo/Martin Meissner)

Die französische Startelf vor dem WM-Finale in Moskau. Bild: AP/AP

Wo der französische Botschafter die Vielfalt der Hintergründe der französischen Nationalmannschaft preist, erwähnt Noah mit maliziösem Lächeln die Geschichte des Kolonialismus – der vielbeschworene gemeinsame Hintergrund resultiere letztendlich daraus, dass die Kolonialmacht Frankreich fremde Länder eroberte und ihre Bevölkerung ausbeutete.

Auch die Doppelmoral, die in der mit viel Medienecho begleiteten Geschichte des jungen malischen Migranten Mamoudou Gassama mitschwang, der ein Kleinkind rettete, indem er die Fassade eines Pariser Wohnhauses hochkletterte, kritisierte Noah scharf.

Gassama erhielt nach der mirakulösen Rettungstat kurzerhand die französische Staatsbürgerschaft von Premier Macron höchstpersönlich überreicht – zuvor war er allerdings ein unwillkommener illegaler Einwanderer oder schlicht: Un noir.

«Wenn sie arbeitslos sind oder ein Verbrechen begehen, dann sind sie afrikanische Immigranten. Wenn ihre Kinder die Weltmeisterschaft gewinnen, dann sind sie Franzosen.» Besser hätte man es nicht zusammenfassen können.

Übrigens: Trevor Noah selber ist Südafrikaner mit Schweizer Wurzeln. Darauf kann man eigentlich stolz sein. (wst)

«Wenn noch einer ‹Schlitzauge› zu mir sagt ...»

Video: watson/Bunni Khun, Emily Engkent

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94
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94Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • La12 20.07.2018 11:34
    Highlight Mich würde mal interessieren was Trevor Noah zu den rassistischen Gesetzen sagt, welche in Südafrika im Moment gerade verabschiedet und umgesetzt werden sollen. Oder welche Meinung er hat, was den angedrohten Genozid von Julius Malema an der weissen Bevölkerung betrifft.
    2 1 Melden
  • Ingenting 20.07.2018 10:15
    Highlight besser kann man es nicht sagen. und es ist zu hoffen, dass es die Diskussion bei uns beeinflusst. Danke watson für den Beitrag.
    0 0 Melden
  • felixJongleur 20.07.2018 00:38
    Highlight Soll denn die Botschaft nicht jene sein, dass ein ganzes Team, egal welcher Hintergrund, vereint unter einer Farbe füreinander eintritt? Das ist doch das Ziel schlussendlich. Ich sehe es leider immer noch nicht ein, warum ich nun auf Teufel komm raus den Doppeladler gut finden muss wenn der doch eben nicht das gemeinsame betont sondern nur den Nationalstolz der Herkunft? Ein stolzer Albaner mit schweizer Flagge am feiern, das heisst für mich teil des CH-Ganzen zu sein, nicht mit der Albanienflagge feiern, dann feiert man nicht die Diversität sondern betreibt Heimatnationalismusfolklore.
    3 0 Melden
  • TRL 20.07.2018 00:17
    Highlight Ich fand seine Speech super bis zum Punkt als er Kontextualität auf die Hautfarbe reduzierte. Wir alle können zusammen den St.PatricksDay feiern, aber Afrikaner zu sein ist ein exklusives Recht? ... naja, aus Afrika kommen wir schlussendlich alle - und ich hoffe, dass man das eines Tages schmerzfrei sagen kann; dass es das natürlichste der Welt ist, sich mit Afrika oder den afrikanischen Franzosen zu freuen, ohne als Weisser sich sofort rechtfertigen zu müssen. Und genau das hätte der Botschafter auch nicht tun sollen. Er hätte ganz easy twittern können: Je suis africain.
    1 0 Melden
  • rodolofo 19.07.2018 21:15
    Highlight Es kommt nicht nur darauf an, WAS jemand sagt, sondern WER es sagt (und WIE)!
    Trevor (mit Südafrikanischen Wurzeln) sagt den schwarzen Franzosen "Afrikaner", weil er diesen damit ein Kompliment machen will!
    Würde aber ein Front National - Wähler von "Afrikanern" im Französischen Weltmeister-Team sprechen, dann würde er damit einen Teil dieses erfolgreichen Teams schlecht machen und beleidigen.
    Was lernen wir daraus?
    Schau Dir die Person, die etwas sagt, genau an!
    Denn nur so kannst Du die Bedeutung vom Gesagten verstehen!
    Prüfungs-Frage:
    Aussage: "Du bist doch ein Blocher!"
    Kompliment?
    8 10 Melden
    • Citation Needed 20.07.2018 08:13
      Highlight Nosh erklärt diese Thematk mit dem simplen Hinweis ‚context‘.. Und mit ein paar Beispielen.
      2 0 Melden
    • Citation Needed 20.07.2018 22:57
      Highlight Noah..
      🙄
      2 0 Melden
  • chicadeltren 19.07.2018 17:53
    Highlight Die Doppeladlerdiskussion ist für die Amis eh zu hoch, dass es eventuell Streitigkeiten um die Herkunft verschiedener Weissen geben könnte, ist dort unvorstellbar...
    Gleichzeitig werfen sie auch liebend gern alle Afrikaner in einen Topf, vollkommen ignorierend, dass einzelne Volksstämme dort auch völlig verschiedene Bräuche haben und es "den Afrikaner" gar nicht gibt. Kommt dort mittlerweile leider nur noch auf die Hautfarbe an...
    34 17 Melden
    • Saraina 19.07.2018 20:35
      Highlight Erstens ist Trevor Noah kein Ami, und zweitens glaube ich nicht, dass ihm die Doppeladler-Debatte zu hoch ist, oder er, als Südafrikaner, nicht weiss, dass in Afrika mehrere Ethnien leben. Immerhin hat das Land fünf offizielle Landessprachen. Was allfällige Differenzen unter Weissen angeht, hat er sicher ebenfalls etwas mitbekommen, leben doch in Südafrika holländisch-, französisch- und englischstämmige Afrikaner seit längerem und nicht immer friedlich zusammen. Vielleicht hat ihm ja auch sein Schweizer Papi mal etwas über die beiden Weltkriege erzählt...
      32 4 Melden
    • satyros 19.07.2018 21:23
      Highlight Das mag auch damit zu tun haben, dass die wenigsten Afro-Amerikaner wissen, wo ihre Vorfahren genau lebten, bevor sie als Sklaven in die Neue Welt verschifft wurden. Um sich dieser Wurzeln bewusst sein zu können und sie in die eigene afro-amerikansiche Kultur zu integrieren, ist unumgänglich, Afrika als grosses Ganzes wahrzunehmen.
      10 4 Melden
  • Pnesch 19.07.2018 17:48
    Highlight Toll! Und wie er den Brief vom Franz. Botschafter las - mit einem französischen Akzent 😂
    32 10 Melden
  • Luca Brasi 19.07.2018 17:17
    Highlight Wusste gar nicht, dass Lloris, Giroud, Griezmann, Pavard, etc. aus Afrika stammen.
    The more you learn...
    Thanks, Trevor...

    PS: Die Schweiz wird übrigens von nationalistischen Albanern gerne als ihr "B-Team" betitelt.
    34 48 Melden
    • Vincent2255 19.07.2018 18:43
      Highlight Ich dachte die nationalistischen Albaner mögen Xhaka und Co. nicht weil sie nicht für Albanien spielen? Was nun? Viele Schweizer sagten auch die Schweiz wäre auch im Final wegen Rakitic. What gives..

      PS: Die Schweizer Natispieler werden gerne von Schweizer Nationalisten als Balkan-Söldner verunglimpft.
      28 4 Melden
    • Luca Brasi 19.07.2018 21:35
      Highlight Nationalisten machen sich die Welt wie es ihnen gefällt. Wenn Spieler gegen Albanien antreten, sind sie Verräter, treten sie gegen Serbien an und machen den Adler, sind sie Helden.
      Bei Schweizer Nationalisten ist es das gleiche. Wenn sie schlecht spielen, sind sie nicht mit dem Herz dabei. Wenn sie hervorragend spielen, dann nur wegen den profesionellen Bedingungen in der Schweiz.
      Seltsame Leute in allen Nationen.
      27 1 Melden
    • rodolofo 20.07.2018 07:10
      Highlight @ Luca Brasi
      Als Yakin (oder Türkilmaz?) gegen die Türkei und erst noch IN der Türkei das entscheidende Tor für die Schweiz schoss, verzog er keine Mine und jubelte demonstrativ nicht.
      Die Schweizer Spieler mussten sich nach Spielende von einem aufgebrachten Türkischen Mob in die Kabine flüchten.
      Ganz anders im EM-Spiel Albanien-Schweiz !
      Die Stimmung war friedlich und familiär.
      Der Witz mit der Schweiz als "Albanien 2" zeigt, dass uns die Albaner in ihre Familie INTEGRIEREN!
      Und darum bin ich auch gerne ein "Albaner":
      Ik bin auk eine Albaner und ik can auk seigen die Doppeladler-Signal!
      3 5 Melden
  • Gummibär 19.07.2018 17:10
    Highlight Trevor Noahs Vater ist Schweizer, seine Mutter Xhosa (Bantu) und er lebte als Kind, während der Apartheit, bei seiner Grossmutter in Soweto.
    In seiner südafrikanischen Heimat, wo er sehr beliebt ist, fällt er offiziell in die Volksgruppe "coloured" .
    Dank seiner Kindheit und als Mensch afrikanischer Herkunft in Amerika lebend, weiss er aus Erfahrungen am eigenen Leib, was es heisst sich als Afrikaner auf der Welt zu bewegen. Es ist sein gutes Recht diese Erfahrungen in seinen Auftritten zu karikieren und sich über ethnische Zugehörigkeiten lustig zu machen.
    Lekker man !
    65 9 Melden
  • Nelson Muntz 19.07.2018 16:58
    Highlight Wie soll Afrika eine WM gewinnen? Es nehmen Länder daran Teil, nicht Kontinente.

    „Africa is not a country!“. Und ja die Jungs sind Franzosen. Wie unsere Jungs Schweizer sind. Egal ob eingebürgert oder mit Landesstammbaum seit 1500 Jahren: jeder der den Pass hat ist gleichberechtigter Bürger des Landes, egal ob die Frankreich, Schweiz, Kenja, Indien oder Japan ist!
    47 17 Melden
    • rodolofo 20.07.2018 07:20
      Highlight Afrika hat nicht nur im Fussball gewonnen, sondern noch viel mehr in der Musik!
      Was wäre unsere Musik ohne Salsa, Souk, Blues, Reagea, Jazz, Rumba, Samba, usw.?
      In der Afrikanischen Musik sind Körper, Geist und Seele sehr eng verbunden!
      Im Unterschied zur Grossartigkeit der Klassik, die eine gewaltige akustische Landschaft vor uns ausbreitet, durch die wir fortschreiten, wie Louis IV, fährt die Afrikanische Musik in uns hinein und lässt uns zappeln und pulsieren!
      Und ein solches Körpergefühl braucht es auch im Fussball, damit Du vom besserwisserischen Zuschauer zum Mit-SPIELER wirst!
      2 2 Melden
  • DemonCore 19.07.2018 16:26
    Highlight Es ist lustig, dass die Kritik an den Nationalisten, d.h. diejenigen die gegen die doppelte Staatsbürgerschaft sind, gleichzeitig die Verteidigung primitiver nationalistischer Instinkte, nämlich des Zeigens des Doppeladlers, ist.
    25 8 Melden
    • Babalu 19.07.2018 23:40
      Highlight Stimme dir 100% zu. Von links bis rechts werden Reflexe ausgelöst, welche am Thema vorbeigehen.
      3 0 Melden
  • whatthepuck 19.07.2018 16:24
    Highlight Mühsame Debatte.

    Diese Leute spielen für Frankreich, weil sie Franzosen sind. Franzosen sind sie als direkte Folge des Französischen Kolonialismus. Frankreich hat diese Gebiete und Kulturen aktiv erobert; es gibt so gesehen wenig Französischeres, als dass heute auch Leute nicht-europäischer Herkunft zu Frankreich gehören. Der Staat hat noch heute Territorium überall auf dem Globus. Vielleicht sollte Trevor Noah auch einfach Frankreich etwas besser kennenlernen.

    Halte diese Situation zudem für anders als in klassischen Immigrationsländern ohne aktive Eroberungshistorie.
    25 39 Melden
    • Ludovigo 19.07.2018 19:15
      Highlight Mit der Eroberung und Besetzung von Ländern kannst du diese Leute nicht einfach zu genetische Franzosen machen, sondern du zwingst denen eine Zugehörigkeit auf.
      17 10 Melden
    • DonChaote 19.07.2018 23:31
      Highlight @ludovigo
      „genetische franzosen“
      Sagen sie das nochmal ganz langsam und hören sie sich dabei zu... bitte...
      ist ihnen „rassenlehre“ ein begriff?

      19 4 Melden
    • TRL 20.07.2018 00:36
      Highlight nein, die Zugehörigkeit eben nicht. Sonst hätten sie ja keine Probleme wenn sie nach Frankreich kommen.
      0 0 Melden
    • MacB 20.07.2018 08:43
      Highlight @DonChaote: Jetzt wälztt du aber Ludovigo's WOrt im Mund. Ist ja offensichtlich nicht dozierend motiviert, seine Aussage. Ich lese da was anderes als du und zwar lediglich: Eroberst du ein Land und verteilst Pässe an die Bevölkerung, so ist die Kultur und alles andere damit nicht auf einen Schlag gleich, nur weil sich beide Franzosen nennen dürfen.
      2 1 Melden
    • DonChaote 20.07.2018 11:13
      Highlight @macb
      Wenn ich das heute am morgen lese, sehe ich das auch nicht mehr ganz so tragisch wie gestern nacht. Aber der begriff „genetische franzosen“ stösst mir noch immer leicht säuerlich auf...
      Und ich verstehe hier eher eine diskussion über „nationalitäten“ und nicht über „kultur“ (auch diese begriffe lösen bei mir mittlerweile säuerliche gefühle aus).

      1 0 Melden
    • MacB 20.07.2018 12:25
      Highlight Ja säuerliche gefühle kann ich 100% verstehen...ich bin es auch leid 😊✌️
      1 0 Melden
  • gjonkastrioti 19.07.2018 16:06
    Highlight Ich sehe nicht, was mit dem Schreiben der franz. Botschaft falsch ist. Die Spieler sind Franzosen ohne wenn und aber. Noah hatte in seinem vorherigen Beitrag angedeutet, sie seien Afrikaner und nicht Franzosen, womit sich viele Rechtsradikale in ihrer Meinung unterstützt gesehen hätten.
    28 37 Melden
    • Saraina 19.07.2018 19:03
      Highlight Nun, sie sind eben auch Afrikaner. Noah hat Recht, würde einer von ihnen mit einer Missetat unangenehm auffallen, wäre er sofort wieder Afrikaner. Schwarze in den USA sind African-American, und Shaqiri ist auch ein Albaner. Das macht ihn nicht weniger Schweizer. Nur Extreme und Radikale beharren auf einer völlig eingleisigen „reinen“ Identität. Das sollte man ihnen nicht durchgehen lassen.
      22 6 Melden
    • Maracuja 19.07.2018 21:45
      Highlight @Saraina: Nur Extreme und Radikale beharren auf einer völlig eingleisigen „reinen“ Identität

      „Reine“ Identität gibt es nicht, auch wenn Deppen darauf beharren. Trevor Noah hat Recht damit, Doppelmoral (wenn Schwarze Grossartiges leisten sind sie Franzosen, wenn nicht sind sie Afrikaner) zu entlarven. Trotzdem kann ich auch den Standpunkt des Botschafters nachvollziehen. Zudem versteh ich nicht, wieso man ein Team, dass zusammen ein grosses Ziel erreicht hat, nach Herkunft auseinander dividieren muss, bei den hellhäutigen Spieler ist allfällige ausserfranzösische Herkunft ja auch kein Thema.
      11 0 Melden
    • Saraina 20.07.2018 09:04
      Highlight Man muss die Spieler nicht auseinander dividieren. Der Standpunkt des Botschafters ist eine Reaktion auf den rassistischen Diskurs in Frankreich. Der Witz von Trevor Noah - und nicht nur dieser Witz, er spielt ja öfter mit dem Thema - beruht auf der realen Diskriminierung, die Afrikaner ständig und überall, auch in Afrika selbst, erleben.
      Man kann auch nicht erwarten, dass Schweizer mit albanischen Wurzeln unter „Messerstecher“ Plakaten und abwertenden Diskussionen aufwachsen und ständigen Vorurteilen unterworfen sind, aber dann an der WM zu lupenreinen Schweizern mutieren.
      1 1 Melden
  • Petrarca 19.07.2018 15:54
    Highlight https://geschichtedergegenwart.ch/handspiel/ Hier noch ein spannender Artikel darüber, weshalb die Doppeladlergeste eben doch nicht ganz so harmlos ist.
    18 30 Melden
  • Turrdy 19.07.2018 15:27
    Highlight Ich glaube Noah hat den Botschafter nicht exakt verstanden: "Noahs Kernbotschaft: Das Eine schliesse das Andere nicht aus".
    Ich würde noch einen Schritt weiter gehen und behaupten: der Botschafter wollte darauf hinweisen, dass "Französischsein" das "Afrikanischsein" explizit miteinschliesst. Es gibt also nicht das Eine und das Andere, sondern nur das Eine, und das Andere ist Teil davon.
    34 9 Melden
  • Therealmonti 19.07.2018 15:18
    Highlight Beim Lesen dieser Kommentare hier wird mir klar, warum es bei mir heftig geblitzt hat, als ich nach der WM postete: Afrika wurde Weltmeister. Selber Doppelbürger meinte ich dies keineswegs rassistisch.
    16 29 Melden
    • Ludovigo 19.07.2018 19:18
      Highlight Aber du hast recht, es sind die mehrheitlich Afrikaner, die Frankreich den WM-Titel beschert haben. Das ist Tatsache.
      4 8 Melden
    • DonChaote 19.07.2018 23:38
      Highlight @ludovigo
      Franzosen mit afrikanischen wurzeln...
      hört doch bitte endlich damit auf, hautfarbe, wurzeln oder gar religionen mit der aktuellen nationalität (wessen pass man besitzt/wo man das bürgerrecht geniesst) zu verwechseln.
      Wir leben in einer bunten und pluralistischen welt und das ist gut so, schön so, und bereichert uns im endeffekt alle...
      13 3 Melden
  • sir_kusi 19.07.2018 15:03
    Highlight Genauso wie die Afrika-Aussage kann man auch sagen, „die kosovaren/albaner/serben haben die Schweiz weitergebracht“, lesen wir ja auch und ist in Ordnung. Was aber nicht geht m.M.n. ist das Zur-Schau-stellen von Symbolen der einen „Herkunft/Identität“ durch einen Direktbetroffenen, wenn er gleichzeitig eigentlich die andere „H/I“ öffentlich vertritt.
    24 14 Melden
  • Alcedinidae 19.07.2018 14:57
    12 4 Melden
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 15:16
      Highlight Diese Meinung stammt doch gerade von einem, für den es unmöglich erscheint, dass man beides sein kann. Er insistiert, dass die dunkelhäutigen WM-Gewinner Franzosen, und nur Franzosen seien.

      Das ist aber doch gerade sein Problem. In dem Sinne bestätigt der doch gerade, was Trevor Noah sagt, dass es Leute gibt, die einfach ein Problem damit haben. Die Guten sind Franzosen, die schlechten sind Afrikaner. Afrikaner zu sein, sei erniedrigend.

      "TL;DR: Calling our players "Africans" is really insulting to them"

      Jemanden Afrikaner zu nennen ist beleidigend. Eben! So sehen es die Rassisten.
      29 11 Melden
    • Turrdy 19.07.2018 16:48
      Highlight @Ueli: Es ist eben schwierig für nicht-Franzosen (du, Trevor, viele andere hier) zu verstehen, dass die französische Identität die unterschiedliche Abstammung explizit miteinbezieht. Französisch sein heisst eben genau beides zu sein. Die Frage, ob es möglich ist, Franzose UND Afrikaner zu sein, ist deshalb von Grund auf nichtig.
      Und Afrikaner genannt zu werden ist nicht beleidigend weil rassistisch (Afrika = schlecht), sondern weil dadurch implizit das Französischsein aberkannt wird.
      14 15 Melden
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 17:27
      Highlight Turrdy: "Und Afrikaner genannt zu werden ist nicht beleidigend weil rassistisch, sondern weil dadurch implizit das Französischsein aberkannt wird."

      So willst du das verstehen. Tatsächlich hat sich Noah klar ausgedrückt, dass er nicht das Französischsein aberkannt, sondern beides anerkennt. Auch das Afrikanische.

      Nichtig? Hättest DU gerne!

      Du bist doch derjenige, der genau diese schwarz-weisse Entweder-oder-Haltung vertritt, und sie sogar noch als einzig richtiges Französischsein verkündest.

      Es ist auch für schweizer Nicht-Eidgenossen schwierig, den Rassismus der Eidgenossen zu verstehen.
      16 10 Melden
    • Turrdy 19.07.2018 19:03
      Highlight Ueli: "Du bist doch derjenige, der genau diese schwarz-weisse Entweder-oder-Haltung vertritt, und sie sogar noch als einzig richtiges Französischsein verkündest." Wow. Textverständnis überhaupt nicht dein Ding, oder? Das hat Null Übereinstimmung mit dem was ich gesagt habe. So wie du mir die Worte im Munde verdrehst, glaube ich, dass du hier nur am rumtrollen bist.
      9 0 Melden
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 21:35
      Highlight Turrdy, wenn da steht:
      "Afrikaner genannt zu werden ist nicht beleidigend weil rassistisch, sondern weil dadurch implizit das Französischsein aberkannt wird."

      Tatsächlich könnte man jemand wie zB. Mbappé auch ohne weiteres Afrikaner nennen, ohne das Französischsein abzuerkennen. Nur in deiner Entweder-Oder-Logik geht das offenbar nicht, weil du etwas implizierst siehst, was gar nicht impliziert wird. Textverständnis?

      Wie soll ich denn dein oben zitierter Satz anders verstehen?

      Auch wenn du glaubst, ich sei hier am rumtrollen, fehlt dir offenbar noch mehr als nur das Textverständnis.
      1 6 Melden
  • Nicosinho 19.07.2018 14:52
    Highlight einfach genial dieser Trevor Noah!
    41 25 Melden
  • dho 19.07.2018 14:49
    Highlight P.S. ... um auf der Wahrheit in bezug auf die Mehrheisnationalitäten zu beharren: Granit Xhaka hat nur einen Pass... siehe:

    https://m.tagesanzeiger.ch/articles/5b4a3ba2ab5c371f33000001
    30 3 Melden
    • Saraina 19.07.2018 19:04
      Highlight Who cares! Das ist doch seine Privatsache.
      7 3 Melden
  • Alcedinidae 19.07.2018 14:44
    Highlight Naja. In Frankreich und auch hier müssen Dunkelhäutige ständig beweisen, dass sie wirklich die Nation lieben, das nur wegen ihrer Hautfarbe. Jetzt werden sie in Frankreich endlich als Helden gesehen, aber jetzt kommen ein paar Amis/Afrikaner und sagen, dass Afrika gesiegt hat. Ich habe einen Kollegen "aus Madagascar", der aber hier geboren ist, dessen Vater Urschweizer ist und 10kg Käse pro Tag isst. Trotzdem wird er immer in Frage gestellt und anders behandelt. Dass meine Eltern nicht Schweizer sind juckt niemand, weil ich halt weiss bin...
    Siehe Tweets von B Mendy und co.
    72 12 Melden
  • Therealmonti 19.07.2018 14:41
    Highlight Noah ist grossartig. Er trifft wie immer den Nagel auf den Kopf
    48 29 Melden
  • Qui-Gon 19.07.2018 14:37
    Highlight "Afrika" ist für den Herrn Botschafter also eine Beleidigung. Auch nicht schlecht...
    38 28 Melden
  • Pidemitspinat 19.07.2018 14:28
    Highlight Nuff said.
    18 17 Melden
  • grind 19.07.2018 14:26
    Highlight ich liebe trevor aber diesen "witz" fand ich auch doof.

    afrika hat auch die nba gewonnen. und die nfl. hörte ich ihn aber noch nie sagen.

    zudem ist es wasser auf die mühlen der rechten rhetorik, die ja genau in die gleiche kerbe schlägt.

    nichts für ungut, er ist komiker. es sei ihm verziehen
    134 105 Melden
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 14:55
      Highlight grind: Die dunkelhäutigen NBA oder NFL-Spieler werden in den Staaten Afro-Amerikaner genannt. Es wird daher gar nicht negiert, dass sie beides sind, und auch beides sein dürfen.

      Er sprach auch darüber, dass es in Amerika üblich ist, dass die Leute einerseits Amerikaner sind, aber anderseits praktisch alle einen Migrationshintergrund haben, und dass sie nebst der amerikanischen auch ihre Herkunftskultur pflegen, und darauf stolz sind.

      Da hattest du aber vermutlich gerade deine Scheuklappen an. Nichts für ungut, dein Missverständnis sei dir verziehen.
      33 37 Melden
    • Ratchet 19.07.2018 15:42
      Highlight Naja NBA Spieler nennen sich selber AFRICAN american, wenn das nicht genug sind.
      9 3 Melden
    • SpoonerStreet 19.07.2018 17:53
      Highlight Ja stimmt, der Witz an und für sich ist wirklich nicht sehr geistreich.
      Wie er die Situation dann aber darstellt finde ich sehr witzig und intelligent.
      12 1 Melden
    • Pinhead 19.07.2018 22:44
      Highlight Ich glaube grind hat es nicht wirklich gecheckt
      1 5 Melden
    • Anded 20.07.2018 09:16
      Highlight Afrika gewinnt jedes Jahr NFL und NBA. Da machen auch nur Afrikanische Teams mit.
      1 1 Melden
  • estelle_pink 19.07.2018 14:25
    Highlight Ich mag trevor sehr und mit diesem beitrag hätte er den nagel nicht perfekter auf den kopf treffen können.
    206 49 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.07.2018 14:24
    Highlight Wenn wir hier schon besonders genau sein und das Identitätsspiel spielen wollen. Wie kommt Noah darauf, dass die "afrikanischen" Spieler eine "afrikanische" Identität haben oder haben wollen? Vielleicht fühlen sie sich einfach als "Franzosen"?
    Was um alles in der Welt ist bitte eine "afrikanische Identität? Normalerweise macht man sich ja über die dummen Amis lustig, die nicht checken, das Afrika kein Land, sondern ein Kontinent ist, offensichtlich sind auch bei Noah alle vom afrikanischen Kontinent "Afrikaner", als gebe es keine historisch gewachsene Staaten oder Ethnien.
    49 49 Melden
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 14:36
      Highlight Du hast auch einiges nicht begriffen, Retikulum.

      Zum Beispiel wie es sich anfühlt, mehreren Kulturen anzugehören. Oder wie es sich in einer Haut afrikanischer Herkunft anfühlt.

      Wenn du besonder genau sein willst, und dieses Identätsspiel spielen willst, dann solltest du zuerst bemerken, dass du keine Ahnung hast, dass du gar keine Ahnung haben kannst, weil du nämlich nicht in deren Haut steckst, und dass du dich daher besser solchen Kommentaren enthälst.

      Vielleicht sprichst du mal ein paar Dunkelhäutige an, und frägst sie, woher sie kommen, und ob sie sich auch als Afrikaner fühlen. Okay?
      16 58 Melden
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 14:40
      Highlight Noch was zu deiner Bildung, Retikulum, aus einer normalerweise eher rechts gesinnten Zeitung:

      "Eine der wichtigsten Entdeckungen dabei ist die beträchtliche genetische Vielfalt nicht nur innerhalb, sondern auch zwischen den Völkergruppen"
      https://www.welt.de/wissenschaft/article3760193/Afrikaner-mit-riesiger-genetischer-Vielfalt.html

      Will heissen: Die von dir angesprochenen "historisch gewachsene Staaten oder Ethnien" gibt es in dieser Reinrassigkeit, wie du dir das vorstellst, schlicht und einfach nicht. Sie sind alle wild durcheinander gemischt. Das macht sie letztlich genetisch stark.
      22 45 Melden
    • Lauwärmer 19.07.2018 14:43
      Highlight Achherrje... Natürlich sind alle Kulturen unterschiedlich voneinander, jedoch kann man bei vielen französischen Spieler klar erkennen, dass sie afrikanisches Blut haben. Man muss sie nur feiern sehen. Sei nicht so streng :)
      6 19 Melden
    • narasimhaji 19.07.2018 14:44
      Highlight es seien tatsächlich afrikaner. meinetwegen kongolesen oder nigerianer. sind auch mensch, was haben sie bloss für ein problem. nicht dass sie mich falsch verstehen, mir sind die eher nicht sympathisch. aber guess what, ich bin auch mensch. hahahah
      2 17 Melden
    • Butschina 19.07.2018 14:45
      Highlight Ob Sie das glauben wollen oder nicht, wer aus einem Land des Kontinetes Afrika kommt, ist nun mal Afrikaner. Genauso bin ich Europäer obwohl die CH nicht in der EU ist. Zwischen allen Kontinenten gibt es kulturelle Unterschiede. Klar gibt es bei den einzelnen Ländern/Völkern/Kantone/Dörfer noch weitere Unterteilungen.
      23 6 Melden
    • lilie 19.07.2018 14:51
      Highlight @rEpR: Das ist eine etwas merküwürdige Kritik, Trevor, der selber aus Afrika stammt, vorzuwerfen, er kenne sich nicht in Afrika aus...

      Die afrikastämmigen Spieler der französischen Nati stammen aus verschiedenen Länder. Also kann man auch nicht ein Land und schon gar nicht ein Volk benennen.

      Und Afrika hat (genauso wie Europa, Amerika oder Asien) ein gewisses Selbstverständnis als Kontinent. Es gibt die Afrikanische Union, das panafrikanische Parlament, die Afrikameisterschaft etc.

      Also, ja, es gibt eine afrikanische Identität. Das ist keine gesichtslose Masse.
      24 7 Melden
    • lily.mcbean 19.07.2018 14:56
      Highlight Er ist in Südafrika geboren und aufgewachsen........
      7 8 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.07.2018 15:00
      Highlight Ich widerhole mich, was ist bitte eine Afrikanische Haut? Was sie schreiben ist essentialismus pur!
      Warum sollte ich ein paar "Afrikaner" fragen, ob sie sich als solche fühlen, was sie beschreiben ist wohl eher ein Problem, man fragt eine Person mit Migrationshintergrund von wo sie ist, sie antwortet Zürich und dann reagiert man mit "nein von wo wirklicj, bist du kein Afrikaner?"
      Das ist in meinen Augen hochproblematisch.
      Vielleich war meln Komentar nicht klar, ihr zweiter bestätigt jedoch meinen eher als er ihn wiederlegt.
      33 4 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.07.2018 15:07
      Highlight Staaten sind menschengemacht und über die Zeit gewachse , dementsprechend kritisch muss man gegenüber "die Schweizer sind so, die Deutschens sind so" auch sein.
      Trotzdem können sie Identitätsstiftend sein, vielleicht fühlen sich einige im Fr. Team auch als Franz- Algerische Menschen oder eine andere Kombination, dass ist auch völlig egal, es ist jedoch ein ganz anderer Rahmen als Franz-Afrikanisch.
      11 2 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.07.2018 15:07
      Highlight Zu den Ethnien, natürlich weisem diese zum Teil beträchtliche genetische Unterschiede auf, die Vielfalt ist in Afrika sehr gross, ich sehe nur nicht was das mit dem Rest zu tun hat? Es zeigt ja, dass es auch keine genetische Afrikaner gibt, höchstens zb Bantu oder Kru.
      4 1 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.07.2018 15:12
      Highlight @Lilie
      Trevor stammt aus Afrika, macht in das zum Experten? Nur weil ich aus der Schweiz komme, bin ich wohl auch kein Experte für Europa.
      Ich werfe ihm ja auch nicht vor, nichts über Afrika zu wissen.
      15 2 Melden
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 15:35
      Highlight Was soll denn jetzt diese blöde Frage, Retikulum: "was ist bitte eine Afrikanische Haut?"

      Butschina hat es so beantwortet: "kann man bei vielen französischen Spieler klar erkennen, dass sie afrikanisches Blut haben. Man muss sie nur feiern sehen" - oder Fussball spielen.

      Es ist offensichtlich, Retikulum. Insofern ist deine Frage wirklich nur eine blöde Frage.

      So sieht man bei Shaqiri, Xhaka oder Behrami oder auch bei Rakitić ihren Balkan-Kampfgeist und bei Embolo oder Akanji sieht man afrikanische Spielfreude.
      5 23 Melden
    • lilie 19.07.2018 15:35
      Highlight @rEpR: Wenn du alle Aussagen von Menschen aus Afrika genauso in Zweifel ziehst wie die von Trevor Noah, ist natürlich jedes Gespräch für die Katz'. ;)

      Und es gibt durchaus Fragen, die man einem Menschen mit Migrationshintergrund stellen kann, um ein Gespräch über seine Herkunft zu initiieren, z.B.:
      - Woher stammen deine Eltern/woher stammt deine Familie?
      - Bist du mehrsprachig aufgewachsen?/Welches ist deine Muttersprache?/Welche Sprache sprecht ihr zuhause?
      - Bist du hier aufgewachsen?

      Die meisten erzählen einem interessierten Zuhörer gerne von ihrem Hintergrund.

      6 11 Melden
    • lilie 19.07.2018 16:36
      Highlight @rEpR: Es geht nicht darum, dass Trevor ein Experte ist für Afrika, darum geht es nicht.

      Es geht darum, wie sich ein Mensch aus Afrika FÜHLT, darüber haben wir hier gesprochen.

      Und ich finde es extrem schräg, die Wortwahl eines Betroffenen zu hinterfragen, wenn man selber nicht betroffen ist.

      Bestimmt kann Trevor nicht für alle sprechen. Aber für sicher eher als du oder sonst ein Europäer oder Amerikaner (oder Asiate).

      Finde das echt schräg. Warum erlaubst du einem Menschen aus Afrika nicht, SEINE Wahrheit auszudrücken?
      8 7 Melden
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 17:06
      Highlight Retikulum:
      "die Vielfalt ist in Afrika sehr gross, ich sehe nur nicht was das mit dem Rest zu tun hat?"

      Die erheblich grössere genetische Vielfalt in der dunkelhäutigen afrikanischen Bevölkerung hat eine spürbar grössere statistische Variabilität zur Folge (http://bit.ly/2O3ck0I).

      Das bedeutet letztlich, dass die besten Fussballer (und auch sonst die Besten aller Disziplinen) mit höherer Wahrscheinlichkeit dunkelhäutig und afrikanischer Herkunft sind. Diese Herkunft ist Teil des Erfolgs.

      Menschen mit mulitkulturellem Hintergrund haben ein Feeling, das Monokulturelle nicht nachfühlen können.
      3 9 Melden
    • Chamael 19.07.2018 17:08
      Highlight Aber genau darum geht es ja. Nur weil jemand dunkle Haut hat und offensichtlich afrikanische Vorfahren hat, heisst es noch lange nicht, dass er sich als Afrikaner FÜHLT.
      Ich habe genetisch und geneaologisch nachgewiesen englische Vorfahren, aber FÜHLE mich überhaupt nicht englisch...
      Nur weil man es Dunkelhäutigen ansieht, MÜSSEN sie sich noch lange nicht mit Afrika identifizieren.
      16 2 Melden
    • Maracuja 19.07.2018 18:20
      Highlight @Ueli: Vielleicht sprichst du mal ein paar Dunkelhäutige an, und frägst sie, woher sie kommen, und ob sie sich auch als Afrikaner fühlen.

      Abgesehen davon, dass sich vielleicht nicht alle angesprochenen Dunkelhäutigen über solche Fragen freuen, ist bestimmt nicht zu erwarten, dass alle eine ähnliche Antwort geben. Obama hat sich ja auch anders zum französischen Team geäussert als Trevor Noah: «Die sehen für mich nicht alle aus wie Gallier. Aber es sind Franzosen!» (watson).
      5 0 Melden
    • lilie 19.07.2018 18:30
      Highlight @Chamael: Du willst doch deinen Fall der Abstammung, die man dir nicht ansieht und von der du nichts wusstest, mit z.B. einem Umtiti vergleichen, der in Kamerun geboren wurde??? 🙈

      Unsere Nati-Spieler mit Migrationshintergrund haben lange Erklärungen abgegeben, wie sie sich mit zwei Heimaten fühlen. Trevor Noah hat seine Ansichten dazu kundgetan.

      Und ihr kommt hier und findet, das könne ja alles nicht sein??? Finde das einfach unfassbar ignorant und überheblich. 🙈

      Das sind MENSCHEN. Sie haben GEFÜHLE. Und sie haben ein Anrecht darauf, mit RESPEKT behandelt und ERNST genommen zu werden.
      5 2 Melden
    • Chamael 19.07.2018 18:57
      Highlight @lilie: Darum geht es doch genau! Es sind MENSCHEN! Abstammung, Aussehen und Glaube ist egal! Eigentlich auch Nationalität, nur bei einer WM wird ja diese immer wieder extra herausgekehrt...

      Fragt doch einfach die Spieler, als was sie sich fühlen, anstatt so herumzudiskutieren.

      Aber solange „Dunkle Hautfarbe = Afrikaner“ vorherrscht wird auch die Separation weitergehen. Und Trevor Noah macht genau das. Er sagt mit dem Witz: Dunkelhäutige haben gesiegt = Afrika hat gesiegt. Egal, ob sich Pogba oder Umtiti als Franzose fühlt oder nicht...
      6 2 Melden
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 19:30
      Highlight Maracuja:
      "«Die sehen für mich nicht alle aus wie Gallier. Aber es sind Franzosen!»"
      -Obama.

      Noah brachte es auf den Punkt:

      "Context ist everything."

      Du verschweigst aber den Kontext. Er hielt seine Rede an einem Nelson Mandela gewidmeten Anlass.

      "Vielmehr sieht Obama den Titelgewinn der Franzosen als neuerliches Beispiel für die Chancen einer multikulturellen Vielfalt. Es sei erwiesen, dass diese Vorteile bringe." (watson)

      Obama sieht daher BEIDES, er sieht die Multikultis. Sie sind ebenso Franzosen wie auch Afrikaner. Deswegen sind sie so stark. Mbappé ist auch Kameruner und Algerier.
      4 2 Melden
    • Maracuja 19.07.2018 19:38
      Highlight @lilie: - Woher stammen deine Eltern/woher stammt deine Familie? ... Die meisten erzählen einem interessierten Zuhörer gerne von ihrem Hintergrund.

      Stellen Sie Menschen mit weisser Hautfarbe genauso Fragen zu Ihrer Herkunft? Je nach Kontext gehen solche Frage auf die Nerven.
      6 0 Melden
    • Maracuja 19.07.2018 19:44
      Highlight @lilie: Und sie haben ein Anrecht darauf, mit RESPEKT behandelt und ERNST genommen zu werden.

      Nur findet es der eine respektvoll, wenn man ihn als Mensch mit einem binationalen Hintergrund wahrnimmt, während es einem anderen wichtig ist, vor allem als Bürger des Landes wahrgenommen zu werden, in dem er lebt und sozialisiert wurde. Kann man halt aus verschiedener Perspektive sehen/fühlen, darum hat für mich sowohl Trevor Noah wie auch der Botschafter Recht (auch wenn es unlogischt scheint).
      6 1 Melden
    • lilie 19.07.2018 20:26
      Highlight @Chamael: "Abstammung, Aussehen und Glaube ist egal!".

      Nein, das ist es nicht. Den meisten Menschen ist es NICHT egal, woher sie kommen! Es ist ihnen WICHTIG! Sie wollen ihre Wurzeln und ihre ursprüngliche Kultur pflegen.

      Aber nein, sie dürfen nur schwarz sein, solange sie sich als Franzosen/Europäer fühlen! Fühlen sie sich als Nigerianer, Westafrikaner, San, Luo oder allgemein Afrikaner, sind sie plötzlich verkehrt!

      Noah hat aber genau das getan: Er hat seine Verbundenheit mit Menschen aus seinem Heimatkontinent kundgetan.

      Und das ist sein gutes Recht!
      3 4 Melden
    • lilie 19.07.2018 21:15
      Highlight @Maracuja: Selbstverständlich stelle ich auch weissen Menschen Fragen nach ihrer Herkunft! Was ist denn das für eine merkwürdige Frage?????

      Im Ausland wird man ja auch gefragt, woher man kommt? Warum soll das ein Problem sein? Es ist nur ein Problem, weil wir ein Problem daraus machen!

      Und auch daraus, ob man diese Fragen stellen soll oder nicht. Man stellt sie, wenn es passt, oder man lässt es bleiben.

      Herrje, wie verkokst kann man sein???

      Und wenn man wissen will, wie ein Mensch wahrgenommen werden will, führt kein Weg darum herum, ihn danach zu fragen. ;)
      3 2 Melden
    • Chamael 19.07.2018 21:40
      Highlight @lilie: Ihr Statement zeigt schön, warum der Alltagsrassismus nicht aussterben wird. Sobald man sich mit einer Gruppe identifiziert, schliesst man andere aus...

      Für mich haben MENSCHEN Fussball gespielt und MENSCHEN haben gewonnen. Nicht Frankreich, nicht Afrika, nicht Europa oder sonst was. Sondern Menschen.
      Und dann kann man endlich auch neutral über das grossartige Spiel diskutoeren, anstatt sich irgendwelchen imaginären Grenzen zu ergötzen...

      3 3 Melden
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 23:12
      Highlight Maracuja:

      "Nur findet es der eine respektvoll, wenn man ihn als Mensch mit einem binationalen Hintergrund wahrnimmt, während es einem anderen wichtig ist, vor allem als Bürger des Landes wahrgenommen zu werden, in dem er lebt."

      Es gibt vorallem noch diejenigen Menschen, denen

      1) "wichtig ist, vor allem als Bürger des Landes wahrgenommen zu werden, in dem sie leben",

      UND (gleichzeitig)

      2) dass man sie als Menschen mit bi-, tri- oder polynationalem Hintergrund wahrnimmt.

      Niemand will als Bürger zweiter Klasse behandelt werden, bloss weil er mehrere Pässe besitzt.
      2 1 Melden
    • Maracuja 20.07.2018 07:04
      Highlight @Ueli

      Ich sehe niemanden als Bürger zweiter Klasse, ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass nicht alle dunkelhäutigen Menschen gleich denken.
      1 0 Melden
    • Maracuja 20.07.2018 07:18
      Highlight @lilie: Herrje, wie verkokst kann man sein?

      Schön, dass Sie alle als verkokst ansehen, die anders denken als Sie. Meinen Kinder/Nichten/Neffe gehen solche Fragen, wie vielen anderen nicht europäisch aussehenden Menschen, gelegentlich auf die Nerven, mit Kokainkonsum hat das nichts zu tun. Aber Sie machen ja auch Ihre Ansicht zum allgemeingültigen Standpunkt, wenn es um die Benennung dubioser Süssigkeiten geht.
      1 0 Melden
    • lilie 20.07.2018 07:45
      Highlight @Chamael: Natürlich haben Menschen den World Cup gewonnen. Und es haben auch Menschen zugeschaut.

      Warum aber gestehst du diesen Menschen keine Identität zu? Dürfen sie keinen (mehrfachen) Nationalstolz haben, nur weil du das falsch findest? Dürfen sie sich nicht mit dem Herkunftsland identifizieren, nur weil du Grenzen falsch findest? Dürfen sie sich nicht besonders freuen für andere Menschen, mit denen sie sich besonders verbunden fühlen?

      Es geht nicht an, dass wir anderen vorschreiben, was sie zu fühlen haben! Denn genau DAMIT machen wir sie zu Menschen zweiter Klasse!
      0 1 Melden
    • lilie 20.07.2018 07:55
      Highlight @Chamael: Und es ist, nebenbei, reichlich scheinheilig, über die Bedeutungslosigkeit von Grenzen zu schwadronieren im Zusammenhang mit einer WM. Da treten nun mal Länder gegeneinander an, und es können nur Menschen für das jeweilige Land auflaufen, dessen Staatsbürgerschaft sie auch besitzen.

      So, ich treffe mich mit meiner (@Maracuja: weissen) Kollegin, die erst seit Kurzem hier ist und von der ich wissen möchte, wie es ihr geht. Weil es für ein Mensch eine ziemlich grosse Sache ist, in ein Land zu ziehen, wo man niemanden kennt und man die Sprache erst lernen muss. Wir vergessen das leicht.
      0 0 Melden
    • lilie 20.07.2018 11:24
      Highlight @Maracuja: Ach ja, da ist ein r vergessen gegangen, tut mir leid. 😊

      Aber ich glaube, da gibts ein Missverständnis: Ich spreche Leute nicht pauschal auf ihre Herkunft an, nur weil sie anders aussehen! Sowieso nicht Leute, die lupenreines Schweizerdeutsch sprechen und sich auch sonst wie Schweizer verhalten bzw. selbst nichts erwähnen.

      Aber wenn die Ladenverkäuferin von sich aus erzählt, dass sie Muslimin sei und aus dem Kosovo stamme, soll ich sagen: Das interessiert mich nicht? DAS finde ich latent rassisstisch, weil ich damit zu verstehen gebe, dass es nicht akzeptiert ist.
      0 1 Melden
    • Maracuja 20.07.2018 14:24
      Highlight @lilie

      Ich habe nicht dafür plädiert, dass man sich radikal nicht für die Herkunft anderer Menschen interessieren soll. Mir geht aber die Überbedeutung, die Herkunft aktuell hat (und die Stereotypen - oft auch positive - die automatisch damit verbunden werden), sowie das penetrante Fragen danach auf die Nerven. 1Beispiel : 2 neue Kitamitarbeiterinnen stellten sich vor, anschliessend fragte eine Mutter die dunkelhäutige, woher sie denn komme. Als diese cool „Chur“ antwortete, stellte sie damit klar, wie deplatziert die Frage in diesem Kontext war.
      1 0 Melden
    • lilie 20.07.2018 15:24
      Highlight @Maracuja: Ah ok, na, dann sind wir uns ja einig. :)

      Und das Beispiel von der Kitamitarbeiterin ist für sicher bemühend, weil das bestimmt nicht das erste Mal war. Umgekehrt hat sie mit ihrer souveränen Antwort bestimmt mehr dazu beigetragen, akzeptiert zu werden, als wenn einfach vorurteilsbeladene Fragen nicht gestellt werden - und somit Vorurteile nicht aufgelöst werden können.

      Natürlich würde man sich wünschen, dass es diese Vorurteile gar nicht gibt. Aber das entspricht nun mal nicht der Realität. Wir können aber gemeinsam daran arbeiten, sie aufzulösen.
      0 0 Melden
    • DonChaote 20.07.2018 18:19
      Highlight Also ich frage manchmal interessehalber jeweils nach den „wurzeln“. Nicht, dass ich dies dann wertend beurteile. Habe damit bisher noch nie schlechte erfahrungen gemacht. Ich selbst habe ja auch deutsche wurzeln. Sehr weit entfernte und keine verwandte dort, aber stammbaumtechnisch halt.
      Ich sehe kein problem darin danach zu fragen. Kommt dabei jedoch bestimmt darauf an, in welchem punkt des gesprächs und die art wie man es anbringt.
      Fragen darf man immer alles, solange man auch die jeweilige antwort respektiert.
      Hat, wie alles im leben, mit anstand und respekt gegenüber allen menschen zu tun.
      1 0 Melden
  • MeinSenf 19.07.2018 14:23
    Highlight Fairerweise muss man noch ergänzen, dass Noah darauf hingedeutet hat, dass er verstehe, die Reaktion des Botschafters fusse wahrscheinlich auf dem Hintergrund der rechtsradikalen Debatte über Bürger zweiter Klasse... Kennen wir ja bei uns auch, etwa Schweizer vs. Eidgenossen
    237 23 Melden
    • Chamael 19.07.2018 14:58
      Highlight Und damit macht er es sich zu einfach. In der Meinung von „ich weiss, was der Botschafter meint, ABER...“ ist etwa die gleiche Argumentation wie „Ich hab ja nichts gegen Ausländer, ABER...“
      Es zeigt, dass Noah die Seite des Botschafters egal ist...
      Uhd warum muss sich jeder mit afrikanischen Wurzeln als Afrikaner fühlen? Mein Neffe hat auch haitianische Wurzeln, also indirekt afrikanische und ist einfach nur Schweizer durch und durch, weil er bei uns aufgewachsen ist, keine Nachteile hat und noch nie in Haiti oder Afrika war.
      31 10 Melden

Die USA wollen sich im All verteidigen – so lacht das Internet über «Space Force»

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