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This undated photo provided by St. Charles County Department of Corrections via KMOV shows the Sayfullo Saipov. A man in a rented pickup truck mowed down pedestrians and cyclists along a busy bike path near the World Trade Center memorial on Tuesday, Oct. 31, 2017, killing several. Officials who were not authorized to discuss the investigation and spoke on the condition of anonymity identified the attacker Saipov. (St. Charles County Department of Corrections/KMOV via AP)

 Sayfullo Saipov. Bild: AP/St. Charles County Department of Corrections

Er verlangte «IS»-Flagge im Spitalzimmer: Das sagt der Pick-Up-Terrorist im FBI-Verhör

Nach dem Anschlag in New York haben die Ermittler den Täter im Spitalbett befragt. Er gab breitwillig Auskunft. Und stellte eine Forderung. 



Von Reue keine Spur. Der Pick-Up-Terrorist Sayfullo Saipov verlangte von FBI-Agenten eine «IS»-Flagge, um sie im Spital aufzuhängen. «Ich fühle mich gut, bei dem was ich getan habe», sagte er bei der Anklageverkündung im Gerichtsgebäude, der er im Rollstuhl beiwohnte.

In this courtroom drawing, defendant Sayfullo Saipov, right, addresses the court during his arraignment on federal terrorism charges, Wednesday, Nov. 1, 2017, at Manhattan Federal Court in New York. The Uzbek immigrant is charged for the Oct. 31, truck rampage on a New York City bike path that left eight people dead. Saipov said he was spurred to attack by the Islamic State group's online calls to action and picked Halloween because he knew more people would be out on the streets. Seated at the defense table federal defenders David Patton and Sylvie Levine. (Elizabeth Williams via AP)

Im Rollstuhl. Attentäter Saipov bei der Anklageverlesung  Bild: AP/FRE 142054

Das Ziel sei gewesen, «möglichst viele Zivilisten zu töten». Er habe die Tat extra an Halloween ausgeführt, weil sich dann besonders viele Leute auf der Strasse aufhielten. Dies sagte der Usbeke laut dem 10-seitigen Strafantrag

Das Papier bringt erste Aufschlüsse, wie sich Saipov vom Uber-Fahrer zum Attentäter gewandelt hat. 

Radikalisierung per «IS»-Videos

Saipov gab zu, die Tat seit über einem Jahr geplant zu haben. Er habe sich von «IS»-Propagandavideos inspirieren lassen und sei den «IS»-Anweisungen fast «1:1 gefolgt», wie der Staatsanwalt sagte.  Der «Islamische Staat» hat im Internet detaillierte «Anleitungen» veröffentlicht, wie solche Fahrzeug-Anschläge auszuführen sind. 

FILE - This file image made from video posted on a militant website July 5, 2014, purports to show the leader of the Islamic State group, Abu Bakr al-Baghdadi, delivering a sermon at a mosque in Iraq during his first public appearance. Islamic State group leader Abu Bakr al-Baghdadi appears to be still alive, a top U.S. military commander said Thursday, Aug. 31, 2017, contradicting Russia’s claims that it probably killed the top counterterror target months ago.(Militant video via AP, File)

«IS»-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi. Bild: AP/Militant video

Die Planung

Am 22. Oktober  hatte Saipov einen Pick-Up gemietet, um Kurvenfahrten zu üben. Am 31. Oktober setzte er dann seinen Plan in die Tat um. Bei einem Autoverleiher in New Jersey mietete er den Pick-Up für 75 Minuten. Zuerst wollte er eine «IS»-Fahne am Fahrzeug anbringen. Er entschied sich dagegen, um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. 

Pick-up rammt in New York Passanten

Die Tat

Saipov fuhr von New Jersey über die George-Washington-Brücke, bog unmittelbar auf den Fahrradweg ein und fuhr unzählige Leute über den Haufen, krachte dann in einen Schulbus. Darauf rannte er auf die Strasse und schrie «Alluahu Akbar». Wie aus dem Strafantrag weiter hervorgeht, fanden die Ermittler im Auto einen Sack mit zwei Messern, ebenso einen Taser. Demnach hatte Saipov nach dem Crash keine Zeit, die Messer zu schnappen. Offenbar hatte er im Sinn, auf der Strasse ein weiteres Blutbad anzurichten. 

Nicht nur das: In der Befragung sagte Saipov, er habe die Pick-Up-Attacke eigentlich bis zur Brookly-Bridge fortführen wollen. 

Hatte Saipov einen Komplizen? 

epa06302863 Handout image released by the Federal Bureau of Investigation (FBI) of Mukhammadzoir Kadirov whom the FBI is looking for information about in connection with the 31 October 2017 truck attack which killed eight people and injured 11 in New York, New York, USA, 01 November 2017. The attacker, Sayfullo Saipov, was shot after jumping out of the truck and is in critical condition. The attack is being investigated as a terrorist incident.  EPA/FBI / HANDOUT HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Mukhammadzoir Kadirov. Bild: EPA/FBI

Kurz nach der Terrorattacke sagte die Behörden, dass Saipov als «einsamer Wolf» den Anschlag ausgeführt hat. Nun gibt es aber Anzeichen, dass er Usbeke einen Helfer hatte. Das FBI fasste am Mittwochabend einen zweiten Usbeken. Die Bundespolizei hatte den 32-jährigen Mukhammadzoir Kadirov zur Fahndung ausgeschrieben, weil er «Informationen zu dem tödlichen Angriff» haben könnte. Weitere Details nannten die Ermittler nicht. (amü)

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Asmodeus 02.11.2017 12:09
    Highlight Highlight Achja. Könnt Ihr übrigens nicht mehr die Bezeichnung "Pick-Up-Terrorist" benutzen?

    Das klingt wie jemand der Abends in der Bar steht "Hey Süsse. Soll ich Dir zeigen wie Gross mein Allah ist?"
  • Das Fragezeichen 02.11.2017 07:41
    Highlight Highlight @HansDampf, weiss ich wohl. Du hast halt leider nie den "Ruedi Walther" auf der Bühne gesehen....Pisiater ist eine Wortverdrehung aus den 6zigern:-)
    • Asmodeus 02.11.2017 10:14
      Highlight Highlight Sii! Dä spinnt!
      Play Icon
  • Kong 02.11.2017 07:19
    Highlight Highlight Eine Gesellschaft bleibt verwundbar, weil ein Täter sich nie an Spielregeln und Gesetze hält. Ein paar bauliche/polizeiliche Maßnahmen können punktuell abwehren, sind aber vermutlich nur eine Verlagerung. Langfristig kommen wir nicht umher die Hintergründe anzugehen (Lebensumstände, geopolitische Einmischung, Migration, Extremismus). Aufgrund der Komplexität bin ich nicht zuversichtlich, dass uns das gelingt. Zu verschieden sind die weltweiten (Macht-/Geld-)Interessen. Damit ein Nährboden für Irre von A bis Z...
  • Das Fragezeichen 02.11.2017 06:09
    Highlight Highlight Ja seht mal, die Psychologen und Pisiater sagten immer: Gewaltvideos/Gewaltspiele seien kein Problem. Das Zeugs gehört verboten. Punkt.
    • Roterriese 02.11.2017 06:41
      Highlight Highlight @Spötter es gibt hier etwas, dass fast alle Attentäter gemeinsam haben. Das könnte man ja anstatt der Gewaltvideos/spiele verbieten.
    • Lukas Brunner 02.11.2017 06:47
      Highlight Highlight Gell, es gibt hier in Europa ja viele IS-Propaganda Games. Ich sehe hier, dass Sie viel Ahnung haben.
    • HansDampf_CH 02.11.2017 06:58
      Highlight Highlight Pisiater lern mal deutsch wenn Du mit den Erwachsenen mitreden willst. Du machst es Dir viel zu einfach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mozartino 02.11.2017 05:03
    Highlight Highlight Was hat denn dies mit Glauben zu tun, Leute umzubringen ? Sicher nicht im Sinne Gottes, wenn es denn einen Gott gäbe ....!!!
    • Roterriese 02.11.2017 06:43
      Highlight Highlight https://www.nzz.ch/feuilleton/toeten-im-namen-allahs-1.18378020
    • HansDampf_CH 02.11.2017 07:00
      Highlight Highlight Das hat nichts mit glauben zu tun, dass sind Soldaten. Die führen halt einen asymmetrischen Krieg. Sie haben keine Bomber und Panzer.
      Glaubt ihr man kann hundert tausende von Zivilisten töten im Irak, Jemen etc.. Ohne das es einen Gegeneffekt gibt? Der Glaube ist nur der Deckmantel. Das ist Krieg. Bei Ihnen sind es drohnen und bei uns das... Verlogene Debatte
    • bcZcity 02.11.2017 08:59
      Highlight Highlight Nur dass die Drohnen nicht auf Zivilisten zielen und der IS und co. selbige als Schutzschild missbraucht um dann einen heiligen Krieg rechtfertigen zu können. Es ist nicht so einfach Hansdampf, bei weitem nicht!
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