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FILE - In this Friday, Sept. 25, 2015, file photo, Republican presidential candidate Donald Trump greets supporters before he delivers his message during a campaign rally at the state fair in Oklahoma City. Israel's Prime Minister Benjamin Netanyahu on Wednesday, Dec. 9, 2015, rejected Trump's recent statements about Muslims, saying Israel

Donald Trump spaltet Amerika: Entweder man liebt ihn, oder man kämpft gegen ihn an.
Bild: AP/FR171340 AP

Diese Provokation ging zu weit: Zuckerberg und Ali steigen mit Trump in den Wahlkampf-Ring  

Der Widerstand gegen Donald Trump wächst. Nach Parteikollegen und Barack Obama äussern auch Prominente wie Muhammad Ali und Mark Zuckerberg Kritik. In Grossbritannien fordern Hunderttausende ein Einreiseverbot für den Milliardär.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Womöglich wäre es leichter aufzulisten, wen Donald Trump noch nicht gegen sich aufgebracht hat. Besonders heftig steht der Präsidentschaftsanwärter der Republikaner in der Kritik, weil er einen kompletten Einreisestopp für Muslime in die USA gefordert hat.

Seine Parteikollegen haben sich mit deutlichen Worten von ihm distanziert, der US-Präsident liess über seinen Sprecher ausrichten, Trumps Wahlkampf gehöre auf die Müllhalde der Geschichte. Doch es sind nicht nur Politiker, die der Fall empört.

Da ist zum Beispiel Muhammad Ali: 72, Box-Star und seit 1964 Muslim. Am Mittwoch veröffentlichte er ein Statement, in dem er Muslime dazu auffordert, «sich gegen die zu wehren, die den Islam für ihre persönlichen Agenda nutzen». Wahre Muslime wüssten, dass sich die Gewalt der sogenannten islamischen Dschihadisten gegen alles wende, wofür die Religion stehe, schreibt der dreifache Schwergewichts-Boxweltmeister.

In der Erklärung verzichtet Ali darauf, den Namen Trump zu verwenden. Das Schreiben wurde jedoch mit der Überschrift veröffentlicht: «Präsidentschaftsbewerber, die ein Einreiseverbot für Muslime in die USA fordern». Später wurde sie geändert in «Statement von Muhammad Ali, mit dem er alle Muslime auffordert, sich gegen radikale Dschihadisten zur Wehr zu setzen». Laut Alis Sprecher sollte damit klargestellt werden, dass es sich nicht explizit um eine Reaktion auf Trumps Forderung handelt.

Auszug aus Muhammad Alis Statement.

Ali fordert die politischen Führer dazu auf, ihre Position dafür zu nutzen, über den Islam aufzuklären – und darüber, dass «fehlgeleitete Mörder» die Meinung der Menschen über den Islam verdreht hätten. «Es liegt nichts Islamisches darin, unschuldige Menschen in Paris, San Bernardino oder sonst wo auf der Welt zu töten.»

Zuckerberg heisst Muslime willkommen

Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg zeigte sich solidarisch mit Muslimen. Auf seinem Profil im sozialen Netzwerk veröffentlichte er eine Mitteilung: Muslime sollten wissen, dass sie auf Facebook willkommen seien, «dass wir für den Schutz eurer Rechte kämpfen und eine sichere und friedliche Umgebung für euch schaffen».

Facebook-Vater Mark Zuckerberg heisst Muslime in den USA willkommen. 

Auch Zuckerberg verwendete den Namen Trump nicht, schrieb aber: «Nach den Pariser Attacken und dem Hass dieser Woche kann ich mir bloss vorstellen, welche Angst Muslime haben müssen, für die Taten anderer zur Rechenschaft gezogen zu werden.» Seine Eltern hätten ihm beigebracht, «dass wir zusammenstehen müssen, wann immer eine Gemeinschaft angegriffen wird».

Briten wollen Trump nicht ins Land lassen

In Grossbritannien kursiert derzeit eine Petition, mit der ein Einreiseverbot für Trump in das Land gefordert wird. Gerade in Grossbritannien hatte Trump für Empörung gesorgt: erst durch die Forderung nach dem Einreisestopp, dann legte er noch einmal nach und bezeichnete einige Gegenden Londons als derart radikalisiert, dass dort selbst Polizisten um ihr Leben fürchten würden .

Bild

Die britische Online-Petition gegen Donald Trump wächst und wächst. 
bild: petition.parlament.uk

Die Petition unter dem Titel «Donald Trump an der Einreise ins Vereinigte Königreich hindern» haben inzwischen mehr als 375'000 Menschen unterschrieben. Der britische Guardian hat mit der Frau gesprochen, die das Projekt gestartet hat: «Ich bin genauso schockiert wie alle anderen vom Erfolg der Petition», sagte Suzanne Kelly demnach. «Aber auf eine sehr erfreuliche Art.»

Sie habe die Aktion am 28. November gestartet, also vor Trumps jüngsten Äusserungen – und schon da seien Tausende Stimmen zusammengekommen. Nach seiner Forderung sei sie überwältigt gewesen von der Anzahl an Unterstützern, sagte Kelly.

Donald Trump bleibt seiner Linie trotz der massiven Kritik treu.

Bei allen Petitionen, die mehr als 100'000 Unterschriften bekommen, erwäge das Parlament, darüber zu debattieren, heisst es auf der offiziellen Internetseite. Trump sei nicht länger ein Witz, sagte Kelly, sondern jemand, der sich darum bemüht, Anführer einer der mächtigsten Nationen der Welt zu werden.

Es gebe nicht viel, was Menschen in ihrer Position gegen jemanden wie Trump tun könnten – «ausser die wundervollen Gesetzte und Regeln unseres Landes zu nutzen». Die Petition gebe nun allen Menschen eine Plattform, die ihre Meinung teilen, «dass wir gegen Hassreden sind».

Es gibt übrigens auch eine Gegenpetition: «Trump nicht an der Einreise ins Vereinigte Königreich hindern». Sie hat bisher rund 9000 Unterstützer.

Im Video: Trump fordert Einreiseverbot für Muslime

aar/AP/Reuters

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