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Am Sonntag verkündet Hillary Clinton, was sowieso alle längst wussten: Ihre Präsidentschafts-Kandidatur 2016

Am Sonntag verkündet Hillary Clinton, was sowieso alle längst wussten: Ihre Präsidentschafts-Kandidatur 2016

10.04.2015, 16:3910.04.2015, 16:52

Die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton will Medienberichten zufolge an diesem Wochenende ihre Bewerbung um die Nachfolge von Präsident Barack Obama offiziell bekannt geben. Clinton soll ihre Ambitionen auf die demokratische Präsidentschaftskandidatur 2016 am Sonntag zunächst mit einem Internetvideo und auf dem Onlinedienst Twitter verkünden.

Das berichteten die «New York Daily News» und die «Washington Post» am Freitag. Anschliessend werde sie in den Bundesstaat Iowa reisen, wo Anfang 2016 die erste Vorwahl stattfindet.

Eine grosse Rede zum Wahlkampfauftakt ist offenbar nicht geplant. Nach Informationen der «Washington Post» will sich Clinton in Iowa vor allem in kleinen Diskussionsrunden mit Wählern unterhalten. Alle Einzelheiten stünden aber noch nicht fest, hiess es. Auf Nachfrage wollten Clintons Sprecher die Berichte nicht kommentieren.

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Für die 67-Jährige wäre es der zweite Anlauf auf das Weisse Haus. Die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton war 2008 im parteiinternen Vorwahlkampf an Obama gescheitert, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf.

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Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

Regelmässige Auftritte

Bislang hatte Clinton stets erklärt, dass sie über eine Kandidatur nachdenke und ihre Entscheidung in den ersten Monaten dieses Jahres verkünden werde. Allerdings führt die frühere Aussenministerin und First Lady schon seit einiger Zeit eine Art Schattenwahlkampf und tritt regelmässig bei Veranstaltungen auf.

Vergangenen Sommer veröffentlichte sie eine Autobiografie, die viele Beobachter als Bewerbungsschreiben für das Präsidentenamt deuteten. Daneben trommeln politische Interessengruppen wie «Ready for Hillary», die formal unabhängig von der Demokratin sind, für eine Kandidatur Clintons. 

Zuletzt gab es Berichte, dass die frühere Aussenministerin zwei Etagen eines Bürogebäudes im New Yorker Stadtteil Brooklyn als Wahlkampfzentrale angemietet und eine Google-Managerin als Leiterin ihres Onlinewahlkampfes angeheuert habe.

Favoritin bei Demokraten

Ende November hatte der frühere Senator Jim Webb als erster Demokrat seine Präsidentschaftsbewerbung erklärt, Clinton gilt aber als grosse Favoritin beim Vorwahlkampf ihrer Partei. In aktuellen Umfragen liegt sie laut der Internetseite realclearpolitics.com mit knapp 60 Prozent weit vorne. 

Ein ernsthafter innerparteilicher Konkurrent ist nicht in Sicht. Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren und Vizepräsident Joe Biden liegen in der Wählergunst bei je rund zwölf Prozent – bei beiden ist aber völlig unklar, ob sie überhaupt antreten.

Im Feld der Republikaner haben bislang der christlich-konservative Senator Ted Cruz und der libertär-konservative Senator Rand Paul ihre Präsidentschaftsbewerbung erklärt. Bald könnte der Senator Marco Rubio aus Florida dazustossen, der Medienberichten zufolge am Montag seine Ambitionen offiziell machen will. 

Sehr wahrscheinlich tritt auch Jeb Bush an, der Ex-Gouverneur von Florida, Bruder des früheren Präsidenten George W. Bush und Sohn von Ex-Präsident George Bush. Der Nachfolger von Obama wird am 8. November 2016 gewählt. (wst/sda/afp)

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