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U.S. President Donald Trump speaks during a press conference after the meeting of U.S. President Donald Trump and Russian President Vladimir Putin at the Presidential Palace in Helsinki, Finland, Monday, July 16, 2018. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Donald Trump spricht an der gemeinsamen Pressekonferenz mit Vladimir Putin. Bild: AP/AP

Syrien, Ostukraine, Wahlkampf-Einmischung: Darüber haben Trump und Putin gesprochen

16.07.18, 09:56 16.07.18, 23:15


Der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Trump haben am Montag nach Angaben des US-Präsidenten «eine ganze Reihe kritischer Fragen» zwischen den beiden Ländern besprochen. So rief Putin die USA zu einem gemeinsamen Engagement für eine Beilegung des Konflikts auf.

«Russland und die USA können in diesem Land die Führung in dieser Frage übernehmen und bei der Überwindung der humanitären Krise zusammenarbeiten», sagte Putin in einer Medienkonferenz nach dem Treffen. Er nannte auch die Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Heimat als einen der wichtigen Punkte.

Trump sagte dazu, dass beide das Potenzial hätten, Tausende von Menschenleben in dem Bürgerkriegsland zu retten. Es dürfe nicht erlaubt werden, dass der Iran von der erfolgreichen Kampagne gegen das Terrornetzwerk Islamischer Staat profitiere. Trump hatte noch vor kurzer Zeit erklärt, die USA wollten sich bald aus Syrien zurückziehen.

Mehr Engagement in Ostukraine

Der russische Präsident forderte die USA zudem zu mehr Engagement für eine Friedenslösung im Konflikt in der Ostukraine auf. «Die USA könnten entschlossener sein und die ukrainische Führung dazu bringen, ihre Arbeit zu machen», erläuterte er die Forderung.

Der russische Präsident schlug den USA zudem einen neuen Dialog über Fragen der atomaren Rüstungskontrolle vor. Russland und die USA als grösste Atommächte der Welt stünden in einer besonderen Verantwortung, sagte Putin. Besorgt äusserte sich Putin über die Raketenabwehrsysteme der USA und eine mögliche Aufrüstung im Weltraum. Ausserdem schlug Putin eine enge Zusammenarbeit gegen Terrorismus und Cyber-Bedrohungen vor.

Wahlkampf: «Putin hat interessante Idee»

Trump seinerseits hat nach eigener Aussage viel Zeit darauf verwendet, die mutmassliche russische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016 zu thematisieren. «Ich hatte das Gefühl, dass diese Botschaft am besten persönlich überbracht wird», sagte Trump. Das Gespräch über die Angelegenheit habe «eine Menge Zeit» eingenommen.

Kritik vom republikanischen Senator Lindsey Graham

Trump führte aus, Putin wolle den Vorwürfen der Wahlkampfmanipulation nun «sehr stark» begegnen. «Es liegt ihm sehr viel daran, und er hat eine interessante Idee», fügte der US-Präsident hinzu, ohne dies weiter auszuführen. Zugleich bezeichnete Trump die US-Ermittlungen in der Russland-Affäre als «Desaster». Es habe keinerlei Absprachen zwischen seinem Wahlkampfteam und Russland gegeben, und das wisse auch alle Welt.

US-Präsident Donald Trump hat nach dem Treffen zudem die Militärzusammenarbeit beider Länder gelobt. «Unsere Militärs kommen gut miteinander aus», sagte er. Russland habe in einigen Aspekten geholfen, es gebe koordinierte Aktionen. Die Armeen kämen besser miteinander zurecht als die Politiker beider Länder, sagte Trump. (sda/dpa)

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28
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    Alle Leser-Kommentare
  • Pana 16.07.2018 20:17
    Highlight Trump wich der Frage "Glauben Sie eher Putin oder Ihrem eigenen Geheimdienst" aus. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

    9 0 Melden
  • Blades 16.07.2018 20:16
    Highlight Schön wie sich die beiden wieder gern haben.
    Gegenseitiges Füdiputzen, damit beide sicher sein können dass sie weiterfahren können wie bisher, einander vielleicht ab und zu etwas ermahnen, der Welt zuliebe und das wars dann!!
    Grosse Staatsmänner!!!!
    6 0 Melden
  • reconquista's creed 16.07.2018 19:42
    Highlight Der Clown und sein Dompteur - was für ein Zirkus!
    6 1 Melden
  • reconquista's creed 16.07.2018 19:22
    Highlight Ich glaube Putin steht jeden morgen mit einem Lächeln auf und denkt sich “hätte nie gedacht das dass so einfach wird.“
    5 1 Melden
  • FrancoL 16.07.2018 19:12
    Highlight Lindsey Graham hat recht. Wenn alles ungefähr so abgelaufen ist wie der Artikel beschreibt dann dürfte Trump die schwächere Hälfte gespielt haben und Putin hat ihn noch mehr an der Leine.
    Die Befehle "sitz" nimmt Trump bereits willig an, in einigen Monaten wird er auch "platz" machen wenn Herrchen Putin dies will.
    4 1 Melden
  • wasps 16.07.2018 18:42
    Highlight Eine orchestrierte Weltverarschung zweier Egomanen, für die nur die eigene Wahrheit gilt. Mir wird übel.
    3 1 Melden
  • Cpt. Jeppesen 16.07.2018 18:12
    Highlight So etwas hat es noch nie gegeben. Trump begeht Landesverrat auf offener Bühne. Putin hat gewonnen. America is f*cked!
    4 2 Melden
  • Lowend 16.07.2018 17:51
    Highlight Wie immer spricht der Chef zuerst und der Untertan schmeichelt und huldigt dann dem grossen Diktator.

    Die einzige Frage, die sich mir bei diesem ganzen Lügen- und Propagandatheater stellte war, wie man es schafft, die ganze Welt derart zu belügen, ohne rot zu werden?
    4 2 Melden
  • Flexon 16.07.2018 17:43
    Highlight Es heisst Nicht-ProLIFERATION ;)
    0 0 Melden
  • Siebenstein 16.07.2018 15:32
    Highlight Putin wird auf seine verschlagene Art Trump Honig ums Maul schmieren und Trump wird glauben, er hätte die Situation voll im Griff 🤐
    Und da sich die beiden auch alleine sprechen steht zu befürchten, das Trump wieder einmal Bockmist baut...🙈
    40 41 Melden
  • Dirk Leinher 16.07.2018 15:03
    Highlight "Eigentlich müssten die neuen Vorwürfe über die russische Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016 das beherrschende Thema des Gipfels sein."

    Es ist ja offensichtlich dass die neuen Vorwürfe bezweckten das Treffen irgendwie dioch noch zu sabotieren.
    17 34 Melden
    • wuschel1984 16.07.2018 16:54
      Highlight Die planen doch eher wo sie sich als nächstes gemeinsam einmischen werden🙄🙈
      2 0 Melden
    • FrancoL 16.07.2018 19:07
      Highlight Sabotieren? Du nennst also die Resultate einer Ermittlung Sabotage. Und wann genau hätte man diese veröffentlichen sollen? Dann wenn es Putin in der Kram passt oder wenn Trump gerade mal Lust dazu hat?
      Himmel sind wir da schon in den Sumpf geraten wenn man Ermittlungen als Sabotage ansieht.
      5 2 Melden
    • Dirk Leinher 16.07.2018 23:57
      Highlight Reg dich nicht zu fest auf, ist schlecht für die Leber. Wirklich. Ich präzisiere, nicht die Ermittlungen sind ein Sabotageversuch an sich, sondern das gezielte publik machen/einreichen der Anklage vor dem Treffen, mit der Forderung, dass das das beherrschende Thema hätte sein sollen. Dass John McCain und Brennan sich göttlich über das Treffen aufregten, zeigt doch schön dass den Kriegstreibern und Terroristen-Göttis langsam die Kontrolle entgleitet.
      0 0 Melden
  • zombie woof 16.07.2018 14:51
    Highlight Persönliches Gespräch mit Putin? Wie ich schonmal sagte, Putin hat Trump den Nasenring schon lange angelegt und an dem wird Trump genau in die Richtung geführt, welche für Putin passt.
    38 43 Melden
    • Vanessa_2107 17.07.2018 00:15
      Highlight zombie woof...und dafür kriegst du 42 Blitze, ich glaub ich spinn...
      1 0 Melden
    • zombie woof 17.07.2018 07:55
      Highlight Tja Vanessa, Putin und Trump sind von ihren Fans schon lange heilig gesprochen, das ist also schon fast Gotteslaesterung, was ich hier mache
      1 0 Melden
  • Waedliman 16.07.2018 14:15
    Highlight Worüber werden diese zwei Diktatoren wohl sprechen? Sie werden sich Honig ums Maul schmieren, sich Strategien überlegen, wie sie die EU demontieren, um sich dann ihre Einzelteile einzuverleiben, Syrien verteilen und ansonsten Scheingefechte vereinbaren, um damit die Welt in Atem zu halten. Sinnvolles wird bei dem Treffen nicht rauskommen, wozu auch - man kann beiden ohnehin nicht über den Weg trauen.
    27 18 Melden
    • Hades69 16.07.2018 21:48
      Highlight Wurden beide demokratisch gewaehlt, passt aber nicht in dein Weltbild.
      4 2 Melden
    • Waedliman 17.07.2018 10:07
      Highlight @Hades69: Hitler wurde auch demokratisch gewählt. Sind deswegen seine Taten zu billigen?
      2 0 Melden
  • äti 16.07.2018 12:20
    Highlight Trump gehts nur um private Geschäfte in RU: Resorts, Golfplätze, Tower, Beauty-Contest, Redlight und so.
    27 24 Melden
  • Paddiesli 16.07.2018 11:11
    Highlight Den letzen Punkt auf TrumpsTagesprogramm habt ihr vergessen:
    16:30 Uhr - Twittern und zurück auf den Golfplatz
    32 13 Melden
  • Gawayn 16.07.2018 10:48
    Highlight Soso
    Gemäß Trump war das Verhältnis von Amerika zu Rußland nie schlechter.

    OK Historie, noch etwas von dem Trump 0 Ahnung hat...
    46 26 Melden
    • Erba 16.07.2018 14:18
      Highlight Trump wird sicher einen Schuldigen für dieses schlechte Verhältnis finden: Obama
      44 8 Melden
  • Slavoj Žižek 16.07.2018 10:12
    Highlight Trump kritisiert Deutschland für die russische Gaspipeline. Ob Putin Trump dafür auch liebt?
    30 16 Melden
    • Ueli der Knecht 16.07.2018 14:08
      Highlight Yep. Er wird ihn dafür (hinter den Kulissen) loben.

      Wenn du beachten würdest, welchen Effekt Trumps Provokation (notabene am NATO-Gipfel!) zeitigte, dann würdest du bemerken können, dass die europäischen, insbesondere die deutsche Reaktion darauf war, dem Nordstream-Projekt deutlich und öffentlich den Rücken stärken. Insgesamt könnte es also für Putin und seine Export-Interessen nicht besser laufen. Well done, Trump.
      25 6 Melden
    • Siebenstein 16.07.2018 15:35
      Highlight Das Trump'sche Universum hat nicht unbedingt etwas mit Logik zu tun 😂
      22 14 Melden
    • reconquista's creed 16.07.2018 19:21
      Highlight Nebst Trump gibt es anscheinend weitere Personen ohne Lernkurve.
      2 1 Melden

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