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In this Sept. 12, 2017, photo, a customer sits at the lobby bar of the Hotel Capri in Havana, Cuba. New details about a string of mysterious “health attacks” on U.S. diplomats in Cuba indicate the incidents were narrowly confined within specific rooms or parts of rooms. Aside from their homes, officials said Americans were attacked in at least one hotel, the recently renovated Hotel Capri, steps from the Malecon, Havana’s iconic, waterside promenade. (AP Photo/Desmond Boylan)

Bar im Hotel Capri in Havanna: US-Diplomaten wurden hier Opfer seltsamer Attacken.  Bild: AP/AP

In diesem Hotel finden mysteriöse Angriffe auf US-Diplomaten statt – Experten vor Rätsel 

Szenen, die an einen Agentenfilm aus dem Kalten Krieg erinnern. In Havanna werden US-Diplomaten Opfer seltsamer Akustik-Attacken. Experten stehen vor einem Rätsel.



Die US-Regierung steht vor einem Mysterium. «Für das alles gibt es keine vernünftige Erklärung», sagt ein ehemaliger CIA-Offizier gegenüber der Nachrichtenagentur AP. «Rätsel über Rätsel über Rätsel.»

Was ist passiert?

Die USA eröffneten 2015 nach mehr als 50 Jahren Eiszeit ihre Botschaft in Kuba. Doch die Diplomaten werden seither immer wieder Opfer seltsamer «Akustik-Attacken». 21 US-Amerikaner sind mittlerweile betroffen, wie AP heute berichtet.

Wie ein US-Diplomat erzählt, habe er in einem Hotel in Havanna geschlafen, als er plötzlich von einem drückenden Geräusch geweckt worden sei. Er sei aufgestanden, einige Schritte gegangen, worauf der Ton auf einen Schlag aufgehört habe. Darauf habe er sich entschieden, wieder ins Bett zu liegen. Doch plötzlich sei das Geräusch wieder aufgetaucht. Als ob sich eine durchsichtige Wand im Zimmer befunden hätte.

Gemäss neuen Erkenntnissen fand ein Teil der Angriffe in Hotelzimmern statt. Manchmal auch nur in einem genau begrenzten Bereich des Zimmers. Mit der Präzision eines Lasers. Bisher waren nur Fälle bekannt, in denen die Diplomaten zuhause attackiert wurden.

epa04156007 The image made available on 05 April 2014 shows the Capri hotel in Havana, Cuba on 01 April. 'El Capri', one of the emblematic hotels in Havana from 1957, reopened its doors on 28 December 2013 after a remodeling since it had closed its door in 2003.  EPA/Alejandro Ernesto

Hotel Capri: Szenen wie in einem Agentenfilm aus dem Kalten Krieg. Bild: EPA/EFE

Verschiedenste Beschwerden

Das Problem: Die Fälle unterscheiden sich alle stark. Die Opfer klagen über verschiedenste Beschwerden. Die US-Behörden stehen vor einem Puzzle, bei dem momentan kein Stück in das andere zu passen scheint. 

Einige Diplomaten hörten ein Klingeln wie bei einem Wecker. Als sie sich vom Bett entfernten, hörte dieses sofort wieder auf. Andere berichteten von einem Geräusch, das sich anhörte wie das Zirpen von Zikaden. Auch Vibrationen wurden teilweise wahrgenommen und einige Diplomaten hörten und spürten gar nichts. Doch die Symptome kamen später trotzdem.

Die Beschwerden unterscheiden sich stark: Von leichten Hirnverletzungen über Balance-Problemen bis hin zu Gedächtnisverlust ist alles dabei. 

The Hotel Capri in Havana, Cuba, is photographed Tuesday, Sept. 12, 2017. New details about a string of mysterious “health attacks” on U.S. diplomats in Cuba indicate the incidents were narrowly confined within specific rooms or parts of rooms. Aside from their homes, officials said Americans were attacked in at least one hotel, the recently renovated Hotel Capri, steps from the Malecon, Havana’s iconic, waterside promenade.(AP Photo/Desmond Boylan)

Das Hotel Capri wurde erst kürzlich renoviert und liegt nur wenige Schritte neben dem berühmten «Malecon». Bild: AP/AP

Experten stehen vor einem Rätsel

Experten sind verblüfft. Zwar wäre es durchaus möglich, solche gezielten Akustik-Attacken durchzuführen, allerdings bräuchte es dafür wohl ein ziemlich grosses Gerät, das nicht einfach versteckt werden könnte. Doch weder die Opfer, noch das FBI, das die Tatorte untersuchte, konnten bisher etwas finden. Auch sei es eigentlich nicht möglich, nur mit diesen Geräuschen Hirnschäden zuzufügen, meint ein Experte gegenüber AP. 

Zunächst vermutete man in den USA, Kuba stecke dahinter. Doch Havanna wies bisher sämtliche Vorwürfe zurück. Kuba würde es nie erlauben, dass auf seinem Territorium Attacken gegen akkreditierte Diplomaten durchgeführt würden, heisst es in einem offiziellen Statement.

Im August wies die Trump-Regierung als Reaktion auf die Angriffe zwei kubanische Diplomaten aus. Wie es weitergeht, bleibt offen. Eins ist klar: Die Vorfälle bergen reichlich Zündstoff. Das erst kürzlich eingetretene Tauwetter zwischen Havanna und Washington könnte sich wieder rapide abkühlen. (cma)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 16.09.2017 01:07
    Highlight Highlight Ich erlebe diese Phänomene regelmässig. Ich wache mitten in der Nacht abrupt und schweissgebadet auf und höre diesen Abbruchhammerlärm, der ist lauter als Motörhead (das ist eine ehemalige Metalband). Im Vergleich zu dem, was ich höre und nicht abstellen kann, sind die Akustik-Atacken gegen diese Diplomaten in Havanna ein Kindergarten.

    Ich muss vielleicht erwähnen: Ich bin Alki.
  • Denk nach 15.09.2017 08:22
    Highlight Highlight Eindeutig ein Fall für Scooby-Doo!
  • Dä Brändon 15.09.2017 00:56
    Highlight Highlight Dieses Geräusch nennt man Gewissen.
  • Spooky 15.09.2017 00:37
    Highlight Highlight Um diese Phänomene zu erleben, muss ich nicht nach Havanna reisen. Das kann ich daheim auch haben. Ich tippe auf Rum.
  • Tatwort 14.09.2017 23:17
    Highlight Highlight Betten aus Tropenholz mit Käferlarven drin. Das, kombiniert mit US-amerikanischer Hysterie...
  • Crank 14.09.2017 22:07
    Highlight Highlight Man weiss nicht was dahinter steckt, aber präventiv mal zwei Diplomaten ausweisen, kann ja nicht schaden...
  • Juliet Bravo 14.09.2017 21:27
    Highlight Highlight Interessantes Hotel! Während des Bastista-Regimes gebaut durch mafiöse Gestalten, Drehscheibe der Mafia, später von Agenten der UdSSR.
    • ricardo 14.09.2017 22:12
      Highlight Highlight ...und eine Riesen-Freude, das Hotel Capri wieder in neuem Glanz zu sehen. Vor Ort habe ich dieses stets nur als leerstehendes Haus wahrgenommen. Alten Bildern aus vorrevolutionärer Zeit konnte man entnehmen, dass auch hier eines der berüchtigten Casinos untergebracht war.
      Im mittleren Foto sieht man übrigens das grosse Focsa-Gebäude im Hintergrund. Dieses beherbergte zu Zeiten des kalten Krieges vornehmlich Familien aus dem Ostblock. Zumindest vor ca. 15 Jahren war hier das kubanische Fernsehen untergebracht. Ay, que nostalgía!
  • LeChef 14.09.2017 21:16
    Highlight Highlight Spannend ;)

    Hat mich an das Brummton-Phänomen erinnert: https://de.wikipedia.org/wiki/Brummton-Ph%C3%A4nomen

    Soweit ich das beurteilen kann, ist das ein anerkanntes Phänomen, nicht einfach irgendein fauler Zauber.

    Das heisst natürlich nicht, dass die Ereignisse in Kuba damit zu tun haben, aber es ist schon irgendwie ähnlich.
    • Juliet Bravo 14.09.2017 22:08
      Highlight Highlight "White noise"? Oder Mikrowellen, tiefe Frequenzen etc. Bei Manuel Ortega (1989 in Panama) wurde ja sogar Heavy Metal - ja die Musik! - mit Erfolg eingesetzt.
  • Calvin Whatison 14.09.2017 21:04
    Highlight Highlight Ernstfall in Havanna. 😂😂😂
  • Pasch 14.09.2017 20:57
    Highlight Highlight a la Bomben im Irak. Da irgendwo ist irgendetwas wir können es nicht zeigen aber wir wissen es ist da!
    • Toerpe Zwerg 14.09.2017 21:55
      Highlight Highlight Es gibt keine Bomben im Irak?
    • Pasch 14.09.2017 23:27
      Highlight Highlight Chemiewaffen meinetwegen...
  • roknroll 14.09.2017 20:50
    Highlight Highlight Nach zuviel "Cuba Libre" droht jedem Schwindel & Gedächtnisverlust 😉
    • Juliet Bravo 14.09.2017 21:37
      Highlight Highlight Wie in São Paulo mit dem Caipirinha Syndrom.
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 14.09.2017 23:43
      Highlight Highlight Und im Kopf brummt es auch...
  • Karl Müller 14.09.2017 20:32
    Highlight Highlight Gruppenhysterie?
  • Mia_san_mia 14.09.2017 20:16
    Highlight Highlight ???
    • Tschüse Üse 14.09.2017 23:21
      Highlight Highlight War auch mein Gedanke. Justus, Peter und Bob finden das eh heraus.

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