International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
President Donald Trump gestures while speaking during his meeting with members of his cabinet in Cabinet Room of the White House in Washington, Wednesday, July 18, 2018. Looking on is Deputy Secretary of Defense Patrick Shanahan. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Donald Trump am Mittwoch im Weissen Haus bei einer Kabinettssitzung.  Bild: AP/AP

«Danke, nein» – hat Trump die russische Einmischung nun doch wieder abgestritten?

18.07.18, 22:33 18.07.18, 22:57


US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch mit Äusserungen über eine Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf für Verwirrung gesorgt. Er verneinte zuerst auf eine Frage hin, dass sich Russland weiterhin in den USA einmischt. Später dementierte seine Sprecherin.

Zwei Tage nach seinem auch in den eigenen Reihen umstrittenen Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin antwortete Trump auf die Frage einer Journalistin, ob sich Russland weiterhin in den USA einmische zuerst «Danke, nein». Dazu schüttelte Trump den Kopf. Auf die Nachfrage, ob er nicht glaube, dass dies der Fall sei, antwortete Trump erneut: «Nein.»

«Er hat auf die Frage nicht geantwortet»

Der US-Präsident widersprach damit erneut dem eigenen Geheimdienst. Drei Stunden später teilte das US-Präsidialamt allerdings mit, Trump habe keineswegs erklärt, dass Russland sich nicht länger einmische.

Der Präsident habe vielmehr «Nein» gesagt, weil er keine weiteren Fragen mehr habe beantworten wollen, sagte Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders vor Journalisten. «Ich habe mit dem Präsidenten gesprochen, er hat auf die Frage nicht geantwortet», erklärte sie. Allerdings sprach Trump nach seinem doppelten Nein noch etwa eine Minute lang mit den Reportern.

Die Szene im Video

«Er glaubt, dass sie sicherlich wieder auf die US-Wahlen abzielen», erklärte Sanders. «Der Präsident hat Wladimir Putin klargemacht, dass er sich aus US-Wahlen heraushalten soll.»

epa06897186 White House Press Secretary Sarah Huckabee Sanders holds a news conference in the James Brady Press Briefing Room of the White House in Washington, DC, USA, 18 July 2018.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Sarah Sanders, Sprecherin des Weissen Hauses. Bild: EPA/EPA

US-Geheimdienstkoordinator Dan Coats hatte am Freitag gesagt: «Die Warnlichter blinken wieder rot. Die digitale Infrastruktur ist heute buchstäblich unter Angriff.» Täglich verübten «ausländische Akteure» wie Russland, China, der Iran oder Nordkorea Cyber-Angriffe auf Ziele in den USA. Russland sei dabei «ohne Frage der aggressivste ausländische Akteur». (sda/dpa/reu)

Trump auf dem Titel

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

12
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Adumdum 19.07.2018 04:56
    Highlight Das ist keine Meldung wert, wirklich. Man kann alles drehen wie man will - aber bei Trump hat man das echt nicht nötig, der sagt genug eindeutig falsche Sachen, andauernd. Das hier aber ist purer Click bait... Watson, bitte, habt ihr doch nicht nötig.
    8 1 Melden
  • Therealmonti 19.07.2018 04:21
    Highlight Einmal mehr diskutiert die Welt auf sämtlichen TV-Sendern und in unzähligen Online-Medien darüber, was Trump gesagt oder nicht gesagt, gemeint oder nicht gemeint hat. Dabei könnte man es wie jedes Mal bei einem einzigen Satz belassen und zur Tagesordnung übergehen: Trump hat schon wieder gelogen.
    7 0 Melden
  • Dirk Leinher 19.07.2018 00:07
    Highlight Die bisher beste Analyse des Treffens und der damit einhergehenden Medienreaktion fand ich hier:
    6 11 Melden
    • swisskiss 19.07.2018 06:21
      Highlight Dirk Leinher. Der Artikel auf NachDenkSeiten ist KEINE Analyse des Treffens, sondern die Analyse der einseitigen und tendenziösen Berichterstattung Deutscher Medien.

      Ein netter rhetorischer Trick vom eigentlichen Thema abzulenken, über den Fehler der Chronisten, die Fehler der Beteiligten kaschieren zu wollen und durch die Betonung der Subjektivtät der Journaille, die grundsätzliche Bewertung diese Gipfeltreffens und Verhaltens Trump abzuschwächen und in Frage zu stellen.

      Das fragwürdige Verhalten von Journalisten ist keine Rechtfertigung für das fragwürdige Verhalten von Trump!
      14 1 Melden
  • Zeezoo 19.07.2018 00:01
    Highlight Diese PK habe ich auch gesehen, und da war ein klares NO auf die Frage. Anscheinend muss jetzt bei jeder Aussage ein Babysitter erklären, was das präsidiale Riesenbaby wirklich gemeint hat oder haben könnte. Nun denn, theRealDonald hat nun zum x-ten Mal bewiesen, die Anforderungen an sein Amt nicht mal ansatzweise zu erfüllen.... Könnte uns eigentlich egal sein, aber leider betrifft es die ganze Welt. Erwähnenswert wäre auch noch die wiederholte Aussage, dass noch kein anderer Präsi vor IHM die Russen so hart angefasst habe wie ER...das ist nun an an Unglaubwürdigkeit kaum mehr zu überbieten...wobei? Lmao
    3 1 Melden
  • elias776 18.07.2018 23:53
    Highlight .
    15 0 Melden
  • JoeyOnewood 18.07.2018 23:39
    Highlight Sorry, auch als absoluter Trump-Hasser. Das sind keine News. Die erste Antwort: Nein, Danke“ ist klar. Er möchte die Frage nicht beantworten. Auch wenm danach ein „Nein“ kommt.

    Die Schlagzeile wäre eher: Trump blockt Fragen zu Hacking-Angriffen von Russland ab.

    Das ist alleine schon schlimm genug. Es wirkt seitens Medien extrem unglaubwürdig, daraus noch mehr zu machen, als es sowieso schon ist.
    8 1 Melden
  • Kater Murr 18.07.2018 23:07
    Highlight Donald der Pausenlosschwätzer macht mal wieder seine Paraderolle der Zappelphilipp...
    6 1 Melden
  • Cpt. Jeppesen 18.07.2018 23:04
    Highlight Trump weiss, dass er ein illegitimer Präsident ist.

    Ausschlaggebend für seine Ernennung waren nur 39'000 Stimmen aus 3 Staaten. Ohne die Wahlmänner dieser 3 Staaten wäre er nicht vom Electoral Collage ernannt worden.
    https://www.economist.com/graphic-detail/2016/12/28/americas-electoral-college-and-the-popular-vote

    Und nun stellt sich heraus, dass die Russen 500'000 Wähleridentitäten geklaut, die Wahlinfrastruktur manipuliert und die Software der Hersteller von Wahlautomaten gehackt haben.

    Er kann gar nicht anders als alles abstreiten.
    3 4 Melden
  • Gregor Hast 18.07.2018 22:51
    Highlight Was will man mit solchen Geschichten bezwecken? Einen Krieg heraufbeschwören? Die USA ist nicht besser als China, Nordkorea, Russland etc. Auch dort gibt es viele aggressive Akteure - ist nicht auf Trump bezogen. Der will eigentlich mit allen klarkommen und Frieden mit den anderen Ländern haben. Doch es scheint, dass es den Menschen lieber wäre, wenn er einen Krieg anzetteln würde.
    6 9 Melden
    • Alice36 19.07.2018 09:03
      Highlight @Gregor, du hast wohl in der Hast die falschenSchlüsse gezogen ;-)
      3 2 Melden
    • Hochen 19.07.2018 09:25
      Highlight @Gregor Also schlägst du Leute und danach sagst du du willst frieden? Hat das schonmal funktioniert?
      0 1 Melden

Donald Trump verteidigt sich: «Ich habe aus Versehen ‹would› statt ‹wouldn't› gesagt»

Nach heftiger Kritik wegen seiner Haltung beim Gipfel mit Kremlchef Wladimir Putin hat US-Präsident Donald Trump eingeräumt, dass Russland sich in die US-Wahl 2016 eingemischt hat. Er akzeptiere entsprechende US-Geheimdienstinformationen.

Den Erkenntnissen zufolge steckt Russland hinter den Hackerangriffen während des Wahlkampfs 2016. «Lassen sie mich völlig klar sein: Ich akzeptiere die Schlussfolgerung unserer Geheimdienste, dass eine Einmischung Russlands bei der Wahl 2016 stattgefunden …

Artikel lesen