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Der Fake-News-Tweet von Trumps Sprecherin Sarah Sanders heute morgen. Bild: AP/AP

«Habe» oder «hätte»? Verwirrung um Trump-Zitat zu Nordkoreas Machthaber Kim



US-Präsident Donald Trump sieht sich in einer Interviewpassage im «Wall Street Journal» über sein Verhältnis zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un falsch wiedergegeben.

FILE - In this Jan. 10, 2018, file photo, President Donald Trump speaks during a news conference in the East Room of the White House in Washington. The Trump administration is preparing to withhold tens of millions of dollars from the U.N. agency for Palestinian refugees, cutting the year's first contribution by more than half or perhaps entirely, and making additional donations contingent on major changes to the organization, according to U.S. officials. (AP Photo/Evan Vucci, File)

Donald Trump wurde wieder einmal falsch verstanden. Bild: AP/AP

Das Blatt zitierte ihn am Donnerstag mit den Worten: «Ich habe wahrscheinlich eine sehr gute Beziehung zu Kim Jong Un». Trumps Sprecherin Sarah Sanders stritt den Wortlaut am Samstag (Ortszeit) ab. Der Präsident habe gesagt, er «hätte wahrscheinlich» eine gute Beziehung zu Kim.

Sanders warf dem «Wall Street Journal» vor, Falschnachrichten zu verbreiten. Trump habe gesagt: «Ich hätte wahrscheinlich eine sehr gute Beziehung zu Kim Jong Un», schrieb sie im Kurzbotschaftendienst Twitter. «HÄTTE – HÄTTE – HÄTTE – NICHT HABE!»

Das «Wall Street Journal» beharrte auf seiner Darstellung. Die US-Zeitung veröffentlichte ebenso wie das Weisse Haus auf Twitter einen Audiomitschnitt der entsprechenden Passage, der die Frage zwar nicht eindeutig klärt, aber eher darauf hindeutet, dass Trumps Sprecherin Recht hat.

Dieser von Pressesprecherin Sanders auf Twitter gestellte Audiomitschnitt. Twitter / Sarah sanders

«Ich sage nicht, ich habe oder ich habe nicht»

Die Frage, ob er bereits mit Kim gesprochen habe, wollte Trump in dem Interview nicht beantworten. «Das will ich nicht kommentieren. Ich sage nicht, ich habe oder ich habe nicht.»

Trump hatte sich vor einer Woche offen für einen Dialog mit Kim gezeigt und gesagt, er hätte «überhaupt kein Problem damit», mit dem nordkoreanischen Staatschef zu telefonieren. In den vergangenen Monaten hatten sich Trump und Kim mehrfach gegenseitig mit Worten beleidigt, was vor dem Hintergrund der nordkoreanischen Raketen- und Atomwaffentests international die Sorge vor einem Atomkrieg auslöste.

Sanders Reaktion auf die Frage, weshalb mit der Korrektur so lange gewartet wurde. twitter / sarah sanders

Seit Jahresbeginn kam jedoch Bewegung in den Konflikt, nachdem Kim in seiner Neujahrsansprache Dialogbereitschaft mit dem Süden signalisiert hatte. Am Dienstag trafen sich erstmals seit mehr als zwei Jahren Regierungsvertreter aus Nord- und Südkorea zu direkten Gesprächen. Dabei kündigte Nordkorea seine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Südkorea im kommenden Monat an.

Ausserdem verständigten sich die seit Jahrzehnten verfeindeten Nachbarstaaten auf Schritte zur militärischen Deeskalation. Am Mittwoch erklärte sich Südkoreas Staatschef Moon Jae zu einem Treffen mit Kim bereit. (bal/sda/afp)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • walsi 15.01.2018 05:52
    Highlight Highlight Zitate müssen wortgetreu sein, sonst sind es keine Zitate. Man sollte meinen, dass die Verantwortlichen beim WSJ das wissen.
  • exeswiss 15.01.2018 02:54
    Highlight Highlight lustig is sanders stellt den audioaussschnitt online bei dem ich ehrlich gesagt schwierigkeiten habe das gewisse "I'D" mit einem "I" zu unterscheiden. ich weiss nicht ob ich mit 1-2 mal durchhören i'd zitieren würde...
  • Aladdin 14.01.2018 23:49
    Highlight Highlight Die Tonbandaufnahme gibt offenbar keine Klärung. Weshalb kann das Wall Street Journal nicht einen Schritt zurücktreten und sagen: „Ok, offenbar haben wir uns getäuscht. Wir bitten um Entschuldigung für den Fehler der uns unterlaufen ist.“
    Fehler passieren. Auf den Umgang damit kommt es an.

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