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epa07554844 A handout photo made available by the Iranian Presidency Office shows Iran's President Hassan Rouhani speaking during a government meeting in Tehran, Iran, 08 May 2019. State broadcaster IRIB reported on 08 May 2019 that President Hassan Rouhani announced Iran's decision to pull out from part of a 2015 international nuclear deal, a year after US President Trump withdrew from the agreement. The move was formally conveyed to ambassadors to countries remaining inside the deal (Germany, France, Russia, Britain and China). According to reports, Rouhani said that after 60 days, the Islamic Republic would increase uranium enrichment level.  EPA/IRANIAN PRESIDENCY OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/IRANIAN PRESIDENCY OFFICE

Irans Präsident will nicht mit Trump sprechen



Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat das Gesprächsangebot von US-Präsident Donald Trump vorläufig abgelehnt. «Kapitulation ist mit unserer Mentalität und Religion nicht vereinbar und wir werden daher in dieser Situation auch nicht kapitulieren», sagte Ruhani laut Webportal des Präsidialamts am Sonntag. Er schloss Verhandlungen mit Trump nicht gänzlich aus. Seine Bedingung sei jedoch, dass der US-Präsident zunächst den Ausstieg aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 und die Sanktionen gegen Teheran zurücknehme.

Trump hatte der iranische Führung am Donnerstag vorgeschlagen, ihn anzurufen, um über den Konflikt zwischen beiden Ländern zu sprechen. Ruhani räumte ein, der Iran sei derzeit in einer schwierigen Lage- Er betonte aber zugleich, das Land werde Widerstand leisten und gemeinsam nach geeigneten Lösungen suchen.

Trump soll Medienberichten zufolge der Schweizer Botschaft in Teheran, die die diplomatischen Interessen der USA im Iran vertritt, auch eine Telefonnummer gegeben haben, unter der Ruhani ihn anrufen könne. Dies führte in sozialen Medien zu spöttischen Reaktionen, unter anderem zu dem Aufruf: «Call me first» (Ruf mich zuerst an).

Ruhani verglich den «Wirtschaftskrieg» der USA gegen den Iran mit dem achtjährigen Krieg zwischen Iran und Irak (1980-88). Dieser Krieg hatte mit einem Angriff des Regimes von Saddam Hussein auf den Iran begonnen und Hunderttausende Menschen das Leben gekostet. Der derzeitige «Krieg» sei aber problematischer. «Damals (1980) hatten wir nicht die Probleme mit unserem Ölexport und der Zusammenarbeit mit den internationalen Banken», sagte der iranische Präsident.

Unter den jüngsten US-Sanktionen leidet besonders der iranische Ölexport, die Haupteinnahmequelle des Landes. Auch der Handel mit dem Ausland wurde durch die amerikanischen Sanktionen im Banksektor praktisch lahmgelegt. Die internationalen Banken wollen aus Angst vor US-Strafen iranische Handelsprojekte nicht finanzieren. (sda/dpa)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Avenarius 13.05.2019 11:20
    Highlight Highlight Sehr gute, ehrvolle Haltung von Ruhani. Er hat was, was Trump noch nie hatte: Ehre und Klugheit.
    ... und zum 122. mal wollen die USA in den Krieg ziehen. Langsam beginne ich die Ami-Regierung zu hassen.
  • manhunt 12.05.2019 17:06
    Highlight Highlight trump ist ein lügner und betrüger, sein wort ist nichts wert.
    mit so jemandem zu verhandeln bringt nichts, er würde verträge sowieso nicht einhalten.
    • Avenarius 13.05.2019 11:30
      Highlight Highlight Absolut korrekt. Bei einem Kriegsstaat wie Amerika mit ca. 6500 Atomsprengköpfen, die einem verbieten sich ein eigenes Atomprogramm aufzubauen, für was auch immer ... auf die zu hören, wäre so dumm, wie Trump ist. Ruhani hat mehr Ruhe und Grips als das Blondie vom schwarzen Haus.
  • Crissie 12.05.2019 14:55
    Highlight Highlight Ruhanis Reaktion kann ich gut nachvollziehen. Dass Trump nun aber eine Telefonnumer angibt und allen Ernstes erwartet, von ihm angerufen zu werden, grenzt schon an Unverschämtheit! Aber es passt irgendwie...
  • Ueli der Knecht 12.05.2019 14:38
    Highlight Highlight Es macht ja auch wirklich null Sinn, mit jemandem zu verhandeln, bzw. einen Vertrag auszuhandeln, der schon mehrfach bewies, dass er gar keine Verträge einhalten will.

    Mit jemandem, der sein Wort nicht halten kann, sollte man gar nicht erst reden. Das wäre reinste Zeitverschwendung.
    • dho 12.05.2019 18:59
      Highlight Highlight Hallo Ueli. Du meinst die US-Amerikaner, oder?
    • Ueli der Knecht 12.05.2019 22:25
      Highlight Highlight dho: Ich meine Trump und seine Lakaien. Die brechen völkerrechtliche Verträge, wie's ihnen passt, weil sie irrtümlich glauben, sie seien die Stärksten. Man muss nicht mit ihnen reden, weil ihr Wort nichts wert ist.

      Trump soll erst zeigen, dass er sich an Verträge halten kann. Der Nukleardeal ist rechtsgültig und völkerrechtlich verbindlich. Es gibt da kein Recht auf Kündigung. Daher beging Trumps Administration Vertragsbruch. Das müsste er erst korrigieren, wenn er ernst genommen werden will.

      Das Recht des Stärkeren ist stets stärkstes Unrecht. Das hatte noch nie in der Geschichte Bestand.
    • dho 13.05.2019 16:19
      Highlight Highlight @Ueli bin völlig deiner Meinung.
  • make_love_not_war 12.05.2019 14:33
    Highlight Highlight wie gehabt, es geht nur ums geld..
    die menschen sind nur zähne für die zahnräder der wirt-und gesellschaft.. scheusslich, traurig, befremdlich..
    • Avenarius 13.05.2019 11:25
      Highlight Highlight Nananaaa ... die meisten Menschen sind immer noch die Guten. Von ein paar dummen, korrupten schwarzen Schafen lassen wir uns doch nicht die Laune vermiesen. Die USA werden eines Tages mal richtig eins, zwei, drei auf den Deckel bekommen.
      Ist ja offensichtlich, was die vorhaben.
  • Pafeld 12.05.2019 13:54
    Highlight Highlight An Ruhanis Stelle würde ich mit Trump sowieso nicht sprechen, solange John Bolton nicht vor ein Kriegsverbrechertriunal gebracht und ein Urteil gefällt wurde. Es kann ja wirklich nicht sein, dass dieser notorisch lügende Kriegstreiber nun erneut das selbe Spiel abzieht, wie er vor knapp 20 Jahren schon einmal gemacht hat. Jedesmal, wenn die Amerikaner einen mental überforderten Schwachkopf zum Präsidenten wählen, drängelt sich Bolton vor und bricht einen Krieg vom Zaun. Bereits der Irakkrieg hat tausende von Todesopfern gefordert. Und der Iran ist wesentlich besser gerüstet.
  • rodolofo 12.05.2019 09:34
    Highlight Highlight Wo er recht hat, hat er recht.
    Mit Trump zu sprechen ist sinnlos.
    Entweder will er seine Maximalforderungen durchdrücken, oder er lügt und wird später alles wieder auf den Kopf stellen und eingegangene Verträge kündigen mit dem Ziel, seine Maximalforderungen durchzudrücken...
    Ich habe im Kleinen selber mit so einem widerlichen Typen zu tun und bin mit meinem Latein zu Ende.
    Ich habe darum beschlossen, möglichst nichts mehr zu tun und nur noch das, was die Gerichte von mir verlangen. Und ich hoffe, dass der Richter nicht eine Art "Kavanough" ist.
    Wenn es so wäre, dann Gute Nacht...
    • Ueli der Knecht 12.05.2019 15:09
      Highlight Highlight Ich wünsche dir viel Kraft, rodolofo. Leider sind Richter solchen Lügenmeeren nicht selten vollkommen überfordert. Die Richter haben nicht soviel Durchhaltewillen. Während der Zeit, die nötig wäre, um einer Lüge auf den Grund zu gehen und sie zu wiederlegen, produzieren solche Gegner zehn neue Lügen. Bösartige noch dazu.

      Am besten ist wirklich, solche Leute deutlich auf Abstand zu halten, die Mühlen der Justiz mahlen zu lassen, und die Gerichtsentscheide so zu nehmen, wie's sie daher kommen.

      "Vor Gericht und auf Hoher See ist man in Gottes Hand."

      Sei froh, wenn's endlich vorbei ist.
  • Billy the Kid 12.05.2019 09:25
    Highlight Highlight Trumps "Angebot" ist einfach nur blanker Hohn.
    Zuerst bricht man einen Wirtschaftskrieg vom Zaun und kündigt einen lange ausgehandelten Vertrag - obwohl sich die andere Seite an alle Punkte gehalten hat.
    Dann droht der Aussenminister unverhohlen mit Krieg und nun besitzt Trump sogar noch die Frechheit so zu tun als läge es an der anderen Seite "Dialogbereitschaft" zu zeigen.

    • Ueli der Knecht 12.05.2019 16:02
      Highlight Highlight "und kündigt einen lange ausgehandelten Vertrag"

      Eine Kündigung ist im Vertrag nicht vorgesehen. In diesem Sinne hat Trump den Vertrag nicht gekündigt, sondern gebrochen.

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