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New York State Correctional Services officers stand near a manhole at the corners of Bouck and Barker streets where two convicted murderers are believed to have emerged after escaping from the nearby Clinton Correctional Facility (in background) in Dannemora, New York June 8, 2015. Two convicted murderers who used power tools to break out of the maximum security New York prison may have had help, and they left a taunting note for their jailors to

Blick auf das Hochsicherheitsgefängnis Dannemora im US-Bundesstaat New York. Die Polizei sucht nach einem spektakulären Ausbruch nicht nur nach zwei Schwerkriminellen, sondern auch nach möglichen Komplizen. Bild: CHRIS WATTIE/REUTERS

Historischer Ausbruch von New York: Mörder hatten offenbar Helfer im Gefängnis

Zwei Mörder sind aus einem der sichersten Gefängnisse der USA geflüchtet. Die Behörden sind inzwischen überzeugt, dass sie Helfer in der Anstalt gehabt haben müssen. Ein erster Verdacht richtet sich gegen eine Mitarbeiterin.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Es klingt ein bisschen wie die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen: Die US-Polizei fahndet seit drei Tagen nach zwei Mördern, die aus einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat New York geflüchtet sind. Und offenbar haben die Behörden derzeit noch keine Ahnung, wo sie nach den beiden suchen soll.

«Sie könnten überall in den USA sein», sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. Und nicht nur dort sind die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft: Kanadas Polizei hat ihre Beamten im Grenzgebiet verstärkt, denn die Clinton Correctional Facility in Dannemora liegt weniger als 40 Kilometer von der Grenze entfernt.

Nach den Daten der Vergangenheit dürften die beiden Ausbrecher nicht lange auf freiem Fuss sein, meint das Datenjournalismus-Portal FiveThirtyEight.com

Und sogar in Mexiko ist die Polizei aufgerufen, die Augen offenzuhalten. Einer der beiden Ausbrecher, Richard Matt, lebte längere Zeit in dem Land, auf seinem Rücken prangt ein grosses Tattoo mit dem Schriftzug: «Mexico Forever».

Matt war in der Nacht zum Samstag gemeinsam mit seinem Komplizen David Sweat aus dem Gefängnis getürmt. Es war die erste erfolgreiche Flucht aus der Haftanstalt seit 1865. Damals wurde der Knast, Spitzname: Klein-Sibirien, eröffnet.

Wie kamen die Männer ans Werkzeug?

Die Behörden gehen inzwischen fest davon aus, dass die beiden verurteilten Mörder Helfer im Gefängnis gehabt haben müssen. Auf dem Weg in die Freiheit hatten Matt und Sweat mehrere Wände und Rohre durchbohrt, durch die sie flüchteten. Schliesslich gelangten sie durch einen Gully 200 Meter ausserhalb der Gefängnismauern nach draussen. Dafür müssen sie Elektrowerkzeug eingesetzt haben.

Police officers search a property near the Clinton Correctional Facility in Dannemora, New York, June 8, 2015. Authorities hunting for two convicted murderers who staged a brash prison break in upstate New York were questioning a woman who worked at the maximum-security prison, police said on Monday.  REUTERS/Chris Wattie TPX IMAGES OF THE DAY

Polizisten stürmen eine Hütte nahe des Ausbruchsorts. Ohne Erfolg. Die Ausbrecher könnten überall sein. Bild: CHRIS WATTIE/REUTERS

«Ich denke nicht, dass sie ohne Hilfe an diese Werkzeuge gelangt sein können», sagte Gouverneur Cuomo. Ein erster Verdacht richtet sich laut ABC und «New York Times» offenbar gegen eine Gefängnismitarbeiterin. Die Frau soll seit 2010 in Dannemora tätig sein und die Gefangenen bei Arbeiten in der Werkstatt anleiten und beaufsichtigen. Die Polizei verhörte sie über mehrere Stunden, die Justizbehörde hat sie vorläufig suspendiert.

Zudem werden nun alle Privatunternehmen durchleuchtet, die in den vergangenen Monaten Arbeiten auf dem Gefängnisgelände verrichtet hatten. Denn nach Angaben der Behörden fehlt aus dem Werkzeuginventar der Anstalt kein einziges Teil. Möglicherweise hatten Matt und Sweat also bei den Bauunternehmen Werkzeug gestohlen.

Auch wenn Gouverneur Cuomo Respekt für den ausgeklügelten Plan der Ausbrecher durchklingen liess, warnte er noch einmal ausdrücklich vor den beiden Ausbrechern. «Das sind Mörder, das sind Schwerkriminelle.»

Sweat sass eine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf Entlassung ab, weil er 2002 einen Hilfssheriff erst 15-mal angeschossen und dann überfahren hatte. Matt sollte frühestens 2032 auf freien Fuss kommen. Er hatte 1997 einen Mann verschleppt, zu Tode geprügelt und anschliessend zerstückelt. Er flüchtete nach Mexiko, wo er später bei einem versuchten Überfall auf eine Bar einen Mann tötete. Matt sass erst seit 2008 ein.

 trs/syd

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