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Republican presidential candidate Donald Trump  shows off recent poll numbers during a campaign stop Tuesday, Jan. 5, 2016, in Claremont, N.H. (AP Photo/Jim Cole)

Mit Zahlen hat's Trump – unter anderem – nicht so im Griff.
Bild: Jim Cole/AP/KEYSTONE

Mathi à la Donald Trump: Er will US-Schulden in acht Jahren auf null senken ... hmm ... bizarr ...

Die USA sind mit gut 19 Billionen Dollar verschuldet. Präsidentschaftsbewerber Donald Trump verspricht, diesen Schuldenberg binnen acht Jahren abzutragen.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Der US-Präsidentschaftswahlkampf ist um eine grössenwahnsinnige Behauptung reicher. In einem Interview mit der «Washingston Post» (Wortlaut) verspricht der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump, die US-Schulden in Rekordzeit abzutragen.

«Wir müssen die 19 Billionen Dollar Schulden loswerden», sagte Trump in dem Gespräch mit dem Reporter Robert Costa und dem Enthüllungsjournalisten Bob Woodward, der in den Siebzigerjahren bei der Enthüllung Watergate-Affäre eine führende Rolle spielte.

«Wie lange würde das dauern?», fragte Woodward.

Trump: «Ich glaube, ich könnte das ziemlich schnell tun, wenn man die Zahlen ...»

Woodward: «Was heisst ziemlich schnell?»

Trump: «Nun, ich glaube in einem Zeitraum von acht Jahren.»

Um sein Ziel zu erreichen, will der US-Milliardär Handelsabkommen mit China, Mexiko oder Japan und weiteren Staaten neu verhandeln und so die Konjunktur ankurbeln. Er wolle sich alle Länder vornehmen, die die USA «komplett zerstören», sagte Trump. Allein das Handelsdefizit mit China habe im vergangenen Jahr 505 Milliarden Dollar betragen.

«Seine Behauptungen halten einfacher Mathematik nicht stand»

Die «Washington Post» bezeichnete Trumps Versprechen in einem Kommentar als «bizarr». «Seine Behauptungen halten einfacher Mathematik nicht stand», schreibt die Zeitung. Das fange schon damit an, dass das Handelsdefizit mit China gar nicht bei 505 Milliarden Dollar liege, sondern bei 366 Milliarden. Das komplette Handelsdefizit der USA betrage 531 Milliarden Dollar. Zusätzliche Handelseinnahmen würden zudem nicht 1:1 bei der US-Regierung landen.

Copy of Copy of Herrlich bescheuert: #PostATrumpSelfie

Darüber hinaus habe Trump das Haushaltsdefizit nicht berücksichtigt, durch das die US-Schulden binnen acht Jahren weiter anschwellen – auf bis zu 26 Billionen Dollar. Steuersenkungen, die Trump ebenfalls angekündigt hat und die zu zusätzlichen jährlichen Kosten von gut einer Billion Dollar führen würden, seien dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Soweit die Kostenseite. Auf der Habenseite sieht es kaum besser aus: Selbst wenn Trump sämtliche Staatsausgaben für so wichtige Posten wie Militär, Strassenbau oder innere Sicherheit bis 2024 komplett einfrieren würde, kämen nur 10 Billionen Dollar an Einsparungen zusammen, schreibt die «Washington Post» in einem Faktencheck.

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Und selbst für den utopischen Fall, dass diese komplette Staatsblockade der US-Wirtschaft keinen Schaden zufügen würde und die Wirtschaft – wie von Trump avisiert – stärker wächst, dürften bis 2024 nur zusätzliche Einnahmen von rund vier Billionen zusammenkommen.

Trump würden dann immer noch 12 Billionen Dollar fehlen. Mindestens.

«Im Ranking aller unmöglichen Behauptungen, die Trump gemacht hat, liegt die Ankündigung, er könne die nationalen Schulden in nur acht Jahren tilgen, fast an der Spitze», schreibt die «Washington Post».

ssu

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    Alle Leser-Kommentare
  • Andre Hofmann 04.04.2016 17:54
    Highlight Highlight Die Massen-Medien porträtieren Donald Trump zu gerne als rassistischen Egomanen. Werden aber Leute interviewt die Ihn wirklich kennen heisst es oft er habe ein riesengrosses Herz und
    sei ein wunderbarer Mensch. Are your ready for the truth?

    https://www.facebook.com/switzerland4trump

    0 1 Melden
  • äti 03.04.2016 15:49
    Highlight Highlight Es geht tatsächlich noch wesentlich schneller: "Absolut NULL Ausgaben, mit einer einzigen Ausnahme: Trumps Honorar".
    8 1 Melden
  • Kaspar Floigen 03.04.2016 14:32
    Highlight Highlight washington Post stubst Trump an: "come on! say something funny!"
    26 0 Melden
  • Hercules Rockefeller 03.04.2016 14:23
    Highlight Highlight Wenn man dieses utopische Versprechen mal bei Seite lässt, muss man trotzdem sagen: Wenn ein Kandidat Ahnung von Geld und Finanzen hat, dann unser Dagobert! eeeeh Donald🙃
    9 46 Melden
    • EvilBetty 03.04.2016 15:09
      Highlight Highlight Drum gingen auch X Firmen pleite.
      23 5 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 03.04.2016 15:33
      Highlight Highlight Wie wir alle bestens wissen, Donald ist Chronisch Pleite...
      17 3 Melden
    • Electric Elephant 03.04.2016 15:43
      Highlight Highlight Naja, ist eher gutes Marketing von ihm.... Oder wie es die Wochenshow mal so schön brachte: Die drei Schritte zum Reichtum des Donald Trump: 1. Erbe mehrere hundert Millionen von deinem stinkreichen Vater. Schritt 2 und 3 entfallen...
      20 1 Melden
  • Gsnosn. 03.04.2016 14:15
    Highlight Highlight Was ist Handelsdefizit, Schulden wo die anderen Länder an die USA hat?
    9 3 Melden
    • _stefan 03.04.2016 14:34
      Highlight Highlight Nein, ein Handelsbilanzdefizit bedeutet, dass ein Staat mehr importiert als exportiert. Die USA hat 2015 chinesische Waren im Wert von 481 $Mrd. gekauft. Chinesen hingegen haben nur für 116 $Mrd. in den USA eingekauft (-365 $Mrd.).
      31 0 Melden
    • aye 03.04.2016 14:46
      Highlight Highlight Die Handelsbilanz betrachtet den Handel über die Landesgrenzen hinweg. Wird mehr importiert als exportiert, fliesst insgesamt betrachtet Geld ins Ausland ab - dann spricht man von einem Handels(bilanz)defizit.
      Da das Geld ja irgendwoher kommen muss, werden Kredite (im Ausland) aufgenommen, das Land mit dem Handelsdefizit macht also Schulden.

      Unten die Handelsbilanz der Schweiz: Insgesamt haben wir 2014 knapp 30 Milliarden Franken mehr exportiert als importiert, für einzelne Länder (speziell Deutschland) sieht das Ganze aber umgekehrt aus.
      User Image
      11 0 Melden
    • Gsnosn. 03.04.2016 16:43
      Highlight Highlight @stefan, aye THX!
      6 0 Melden
  • Semper 03.04.2016 14:05
    Highlight Highlight Naja Schulden abzubauen ist ja sicherlich keine schlechte Idee finde ich. Auch wenn er sehr ambitionierte Ziele hat, finde ich die Idee schulden abzubauen sehr gut.
    19 11 Melden
    • Fabio74 03.04.2016 18:43
      Highlight Highlight Grundsätzlich Ja, aber in 8 Jahren jenseits aller Realitäten.
      Erwarte von jemanden der US-Präsident werden will, bisschen realistischeres als irgendwelche Utopien
      2 0 Melden
  • leu84 03.04.2016 14:03
    Highlight Highlight Wenn seine Milliardärenkollegen und die Riesenkonzerne normale Steuern bezahlen würden, sähe es auch ein bisschen besser aus.
    47 5 Melden
    • Semper 03.04.2016 16:33
      Highlight Highlight Die USA hat bereits eine der höchsten Unternehmensbesteuerung weltweit. Darum wandern auch die Konzerne massenhaft aus den USA ab. Eine senkung der Steuern wäre also durchaus klug.
      5 13 Melden
  • G. Schmidt 03.04.2016 13:50
    Highlight Highlight Wahrscheinlich lässt er wieder Mexiko bezahlen...
    49 3 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 03.04.2016 13:48
    Highlight Highlight Immerhin spricht Trump die Schuldenkrise der USA an im Gegensatz zu allen anderen Kandidaten. Zudem ist er gegen die Freihandelsabkommen (TTIP, TTP) die den US-Amerikanischen Arbeitnehmern extrem schadet. Zudem will er Militärposten im Ausland räumen, denn die Kosten Milliarden. Der Rest will nur so weiter machen mit den Schulden irgendwann wird die USA fallen weil sie ihre Billionen Schulden nicht mehr bezahlen können und ihre Weltmacht verschiebt sich zu den BRICS Staaten, den so eine Interventions Politik bringt schulden.
    10 43 Melden
  • amazonas queen 03.04.2016 13:14
    Highlight Highlight Wenigstens bleibt die allgemeine Krankenversicherung. Trump will sie nicht abschaffen, Clinton auch nicht. Irgendwo muss man auch was Gutes sehen. Der Typ macht Party und die Leute wollen tanzen.
    6 23 Melden
  • walsi 03.04.2016 13:07
    Highlight Highlight Der Vorwurf ist also, dass Trump im Wahlkampf Dinge verspricht die er, falls er gewählt wird, nicht halten kann. Wodurch unterscheidet ihn das von anderen Politikern? Angela Merkel hat ja mal ganz offiziell gesagt, dass man nicht erwarten könne, dass nach den Wahlen noch gelte was vor den Wahlen gesagt wurde.
    17 21 Melden
    • _stefan 03.04.2016 14:41
      Highlight Highlight Wahlversprechen sind das Eine, aber er hat offensichtlich völlig bizarre Vorstellungen. Seine Behauptungen sind realitätsfremd. Er verfügt definitiv nicht über genügend Kompetenzen, um einen Staat zu führen.
      14 2 Melden

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