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«Goodfellas»-Fall: Mafioso in USA 37 Jahre nach Lufthansa-Raub freigesprochen

13.11.15, 15:21


Frei! Vincent Asaro.
Bild: AP/FRE171336 AP

Vincent Asaro, weltberühmt gemacht von Robert De Niro in dem Film «Goodfellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia», muss nicht ins Gefängnis. Der 80-Jährige wurde am Donnerstag in New York vom Vorwurf freigesprochen, der Kopf hinter dem Lufthansa-Raub von 1978 zu sein.

Damals waren Millionen aus einem Frachtflugzeug der deutschen Fluggesellschaft am New Yorker JFK-Flughafen verschwunden. Asaro war auch vorgeworfen worden, einen Informanten erwürgt zu haben.

Die Geschworenen hatten drei Tage beraten, sahen die Schuld aber letztlich nicht als erwiesen an. Die Anklage hatte Asaro als bedeutenden Hintermann der Mafia hingestellt, der aus dem Dunklen die Fäden ziehe und auch vor Brandstiftung und Mord nicht zurückschrecke. Ihr wichtigster Zeuge war Asaros eigener Cousin.

Die Verteidiger des 80-Jährigen hatten argumentiert, dass der Kronzeuge selbst Mafioso und überführter Verbrecher sei - wie könne man ihm glauben? Bei einem Schuldspruch hätte Asaro lebenslange Haft gedroht.

Beim Verlassen des Gerichts gab Asaro sich laut der «New York Times» vom Freitag wenig bescheiden. Er habe die Hände in die Luft gereckt und geschrien: «Frei!»

Durch das Urteil bleiben die Hintergründe des sogenannten Lufthansa-Raubs weiter unklar. Im Dezember 1978 waren die Verbrecher äusserst brutal vorgegangen: Am John-F.-Kennedy-Flughafen erbeuteten sie Bargeld und Schmuck im Wert von fast sechs Millionen Dollar.

Die Beute blieb weitgehend verschwunden, die Ermittler gehen von Geldwäsche aus.

Einige der mutmasslichen Gangster brachten sich später um. Ein anderer, Henry Hill, tauchte für Jahrzehnte unter und starb vor drei Jahren. Er wurde in Martin Scorseses Film von Ray Liotta gespielt. Robert De Niro spielte «Jimmy Conway», eine Asaro nachempfundene Figur. (sda/dpa)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • TanookiStormtrooper 13.11.2015 16:37
    Highlight Nicht das ich den Raub jetzt gutheissen will, aber so brutal war das vorgehen dabei jetzt wirklich nicht. Keine Toten und ein Arbeiter wurde zusammengeschlagen um den Rest einzuschüchtern.
    Dass danach einer der Mafiosi sämtliche seiner Kollegen umbringen liess, damit nichts auf ihn zurückfällt, ist da schon sehr viel brutaler.
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  • Luca Brasi 13.11.2015 15:56
    Highlight Der Artikel bringt den freigesprochenen Angeklagten aber dennoch in die Nähe des Lufthansa-Raubs. Muss man immer bei solchen Geschichten den Stereotyp des Italo-Amerikaners aus der Schublade holen? Diese Menschen haben geholfen die USA aufzubauen und haben nie gemeckert, dass andere z.B. das Präsidentschaftsamt bekleideten. Die Journalisten scharen sich um ihn und wollen eine Story, dabei will der Mann nur zu seiner Familie und wieder gutes italienisches Essen.
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