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Maduro spricht von Attentatsplänen: «Trump will mich ermorden lassen»

epa06156720 President of Venezuela, Nicolas Maduro, speaks at a press conference with international media at the Miraflores Palace in Caracas, Venezuela, 22 August 2017. Maduro commented on several is ...
Venezuelas Präsident Maduro fürchtet sich vor einem Attentat. Bild: EPA/EFE

Venezuelas Präsident wettert: «Trump hat ein Attentat gegen mich befohlen»

21.09.2017, 04:35
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Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, Attentatspläne gegen seine Person zu verfolgen. Er warf dem Präsidenten des entmachteten Parlaments, Julio Borges, vor, in eine Verschwörung des Weissen Hauses verwickelt zu sein.

«Ich mache Dich, Julio Borges, verantwortlich für jede Form der Gewalt gegen den Staat oder ein mögliches Attentat gegen mein Leben, angeordnet von Präsident Donald Trump», sagte der Staatspräsident am Mittwoch (Ortszeit) in Caracas.

Er wisse, dass es einen entsprechenden Befehl aus dem Oval Office gebe. Borges war wiederholt in Washington, um um Unterstützung für die Opposition zu werben, die Maduro eine Umwandlung des Landes mit den grössten Ölreserven in eine Diktatur vorwirft. Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte Borges vor zwei Wochen in Berlin getroffen.

Trump attackierte Maduro vor UN

Vor der UNO-Vollversammlung hatte Trump am Dienstag Maduro attackiert, die US-Regierung nennt ihn einen Diktator und hat Sanktionen verhängt. Anfang August hatte Maduro nach Protesten mit über 120 Toten eine von den Sozialisten dominierte Versammlung eingesetzt, die als übergeordnetes Staatsorgan nun die Entscheidungen trifft. Das Parlament, in dem die Opposition die Mehrheit hat, wurde entmachtet.

Zudem drohen Oppositionspolitikern lange Haftstrafen - die maximale Haftdauer für Vaterlandsverrat und Aufruf zu Gewalt soll auf 50 Jahre hochgesetzt werden. Maduro macht unter anderem Borges für die Toten mitverantwortlich. Ein UNO-Bericht hingegen warf den staatlichen Sicherheitskräften ein unverhältnismässiges Mass an Gewalt vor. (sda/dpa)

Trumps Handschlag

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