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Dieses «Girl aus der Bronx» ist die Geheimwaffe der Demokraten gegen Trump

Bild: AP/Alexandria Ocasio-Cortez Campaign

Die Demokraten träumen von einer Geheimwaffe gegen Donald Trump – jetzt haben sie Alexandria Ocasio-Cortez. Die junge Frau stellt radikale Forderungen. Das kommt an.

09.07.18, 09:43

Marc Pitzke, New York



Ein Artikel von

Es begann im Tiefschnee von North Dakota. Kurz nach Donald Trumps Wahlsieg setzte sich Alexandria Ocasio-Cortez mit zwei Freunden ins Auto und fuhr von der Bronx, dem ärmsten Stadtteil New Yorks, 2700 Kilometer westwärts. Ziel des Roadtrips: das Sioux-Reservat Standing Rock.

Eine Woche lang hausten sie dort dann trotz Eiseskälte in Zelten, um gegen den hochumstrittenen Bau einer Pipeline durch das Stammesgebiet zu protestieren. «Es war ein Schlüsselerlebnis», sagt Ocasio-Cortez.

Ein Schlüsselerlebnis, das sie in die Politik beförderte: Eineinhalb Jahre später ist die 28-Jährige, die selbst in New York kaum einer kannte, plötzlich der neue Star der US-Demokraten – und deren jüngste Hoffnungsträgerin im Kampf gegen Trump.

Ende Juni sicherte sich Ocasio-Cortez in ihrem Wahlkreis die Kongresskandidatur, indem sie den langjährigen Amtsinhaber Joe Crowley in den Primaries deklassierte. Sie gewann mit 15 Prozentpunkten, eine Sensation. Geht alles glatt, wird sie im November in den Kongress einziehen, als jüngste Abgeordnete der US-Geschichte.

Wähler, Talkmaster, Reporter: Plötzlich will sie jeder kurz mal sprechen, ihr die Hand schütteln, mit ihr für Selfies posieren. Allein die Zahl der schriftlichen Anfragen geht in die Tausende. «Ich tue mein Bestes, auf alle zu antworten», beteuert sie.

Ocasio-Cortez' Erfolg zeigt, wie sehr die US-Politik gerade überkocht. Trump kam in ihrem Wahlkampf zwar kaum vor, da ging es mehr um örtliche Probleme: Armut, Schulen, Mieten. Doch nicht durch Zufall repräsentiert sie das genaue Gegenteil der sehr weissen, sehr alten, sehr männlichen und sehr oft korrupten Garde, die Trump propagiert. Je weiter die ihre Macht festigt, desto stärker motiviert das Underdogs wie Ocasio-Cortez.

Die Nacht, in der sie Crowley schlug

Sie ist zugleich ein Systemschock für den etablierten Parteiapparat der US-Opposition: Mit ihrer kompromisslos progressiven Agenda gibt die demokratische Sozialistin dem linken Flügel plötzlich wieder Auftrieb.

So wie in der Nacht, als sie Crowley schlug – einen Parteiveteranen, der seit 1999 im Kongress sitzt und als Favorit für die Nachfolge von Fraktionsführerin Nancy Pelosi galt. Auf dem Weg zur Wahlparty in einem Billiardsaal in der Bronx war Ocasio-Cortez so nervös, dass sie nicht wagte, auf ihr Handy zu gucken. Als drinnen ihr Sieg verkündet wurde, riss sie schockiert die Augen auf.

Ob sie Worte finde, fragte eine Reporterin sie. «Nein!», rief Ocasio-Cortez. Seither hetzt sie von einem Interview zum nächsten, wird auf der Strasse erkannt und sieht sich in der «New York Times» zitiert – eine Zeitung, die sie sich früher nicht leisten konnte.

Trotz allen Hypes trifft man sie immer noch regelmässig in ihrer Stamm-Bodega, einen jener Mini-Supermärkte, die die Bronx prägen: «Es gibt nichts Besseres, als sich einen Eiskaffee zu holen und mit den Jungs am Tresen zu quatschen.»

Die Bronx, lange der gefährlichste Stadtteil New Yorks, bestimmt ihr Leben – und ihre Politik. Neulich stand Ocasio-Cortez vor ihrem Haus, in dem sie seit ihrer Kindheit wohnt, als ein Müllmann vorbeifuhr und sie aus dem Fenster heraus beglückwünschte.

Ihr Wahlkampf war eine Grassroots-Bewegung fürs digitale Zeitalter. Ocasio-Cortez, die an der Boston University Politik studierte, stellte sich an U-Bahn-Eingänge und lud die Nachbarn zum Kaffeeklatsch. Ihre Helfer klopften an mehr als 120'000 Türen, oft in ihrer Begleitung. Hinzu kamen Hunderttausende SMS und eine clevere Social-Media-Kampagne.

Ihre Agenda könnte Trump kaum mehr widersprechen:

«In einer moralischen, wohlhabenden Gesellschaft», sagt sie, «darf kein Amerikaner zu arm sein, um leben zu können.» Das zieht in ihrem Wahlkreis, der mehrheitlich aus Latinos und Schwarzen besteht. Auch ist sie eine der wenigen Kandidaten mit einem seriösen Klimaschutzplan.

Ihr Twitter-Account (639'000 Followers, Tendenz steigend) ist zum Sparring-Ring geworden, in dem sie sich nicht nur gegen rechte Hetze wehren muss. Sondern auch gegen die Zweifel der eigenen Parteiführung, deren Machtgefüge ins Wanken gerät – auf kommunaler wie nationaler Ebene.

Brechen neue Zeiten in New York an?

New York wurde lange von Parteibonzen regiert und in Washington vertreten. Crowleys Sturz markiert das Ende einer Ära. Bürgermeister Bill de Blasio, der Crowley unterstützt hatte, ist plötzlich denn auch voll des Lobes über Ocasio-Cortez. Ein wenig so, als wolle er sich selbst schützen.

House Minority Leader Nancy Pelosi, D-Calif., and lawmakers show support of

Polit-Urgestein: Nancy Pelosi Bild: AP/AP

Denn die linke Basis begehrt landesweit auf, im Zuge der Kongresswahlen im November muss Fraktionschefin Pelosi eine parteiinterne Revolte fürchten. Mit 78 Jahren gehört sie zur alten Politikergeneration, weigert sich aber, die Macht abzugeben.

Zunächst einmal geniesst Ocasio-Cortez ihren Ruhm. Vorige Woche war sie in der «Late Show» eingeladen. Sie winkte ins Publikum wie ein aufgeregter Teenager. Was sie Trump zu sagen habe, fragte Talkmaster Stephen Colbert. Da grinste sie nur breit: «Ich glaube nicht, dass der mit einem Girl aus der Bronx fertig wird.»

Wenn sich Kleinkinder vor Gericht selbst verteidigen müssen

Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 09.07.2018 20:01
    Highlight Finde es gut, dass sich auch junge Menschen für Politik und somit für ihre Zukunft interessieren. Allerdings - wird sie Herrn Trump kaum das Wasser reichen können.
    2 4 Melden
  • saja 09.07.2018 14:02
    Highlight Es gibt noch Hoffnung für die USA, nicht ein totaler Sumpf zu werden.
    Jetzt muss diese progressive Bewegung unermüdlich die Jungen aufklären und beackern, denn die sind eher offen für Wechsel und Veränderung, auch wenn es im ländlichen und/oder konservativen Umfeld schwierig wird.
    22 6 Melden
  • Matthias Ott (1) 09.07.2018 13:12
    Highlight So aus der Ferne betrachtet und mir ein Urteil angemasst: Amerika wäre reif für eine dritte und ev. eine vierte ernstnehmbare, grosse Partei...
    38 2 Melden
  • Max Dick 09.07.2018 13:01
    Highlight Sie wird nicht die Geheimwaffe gegen Trump sein, sondern für ihn. Mag sein dass sie in linken Hochburgen in den städtischen Küstengebieten lockt, aber für den weissen Durchschnittsami ist sie ein Albtraum und daher werden die Trump nochmals wählen, auch wenn sie ihn nicht mögen. Eine Geheimwaffe der Demokraten müsste in Form eines Bill Clintons daherkommen: Einer der in der Lage ist, die weisse Mittelschicht in Swinging-States zu erreichen und auch Latinos/Dunkelhäutige, etc. im ganzen Land an die Urne zu bewegen.
    31 17 Melden
    • opwulf 09.07.2018 15:43
      Highlight MD: Obama kriegte dazumals auch bei der von dir genannten weissen Mittelschicht viele Stimmen. Stimmen welche bei der letzten Wahl leider zu oft an Trump gingen. Ich sehe die Wahl von Orcasio-Cortez daher einiges positiver. Sie wirkt, ehrlich & autentisch & wirkt eben wie ein Ottonormalbürger. Nicht wie Jemand vom Establishment (was diese darunter verstehen). Dieser Spirit braucht sicher seine Zeit & vielleicht heisst es wirklich nochmals 4 more Years für Trump, aber die Veränderungen die sich bei den Demokraten abzeichnet, war dringend nötig. Ihre Wahl, ist ein symbolisches Zeichen dafür.
      18 1 Melden
  • N. Y. P. 09.07.2018 12:30
    Highlight Ich mag solche Menschen, wie Alexandria Ocasio-Cortez.

    Sie ist erfrischend unverbraucht. Man glaubt, mit ihr könnte man die Welt zum Guten wenden.

    Klar, ist es schwierig. Aber solche Berichte zu lesen, ist doch schön.
    52 15 Melden
  • Waedliman 09.07.2018 11:50
    Highlight So sympathisch sich das liest, so sehr muss man natürlich schauen, wie machbar diese Ideen sind. Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass ein Sturm des Protestes gegen Trump sich im Wahlverhalten widerspiegelt. Nun gilt es, das gesamte Land auf eine Gegenlinie zu bringen, denn die nächsten Wahlen stehen vor der Tür und nichts anderes als ein Sieg der Demokraten würde Trump eins vor den Deckel geben und seine Durchmarschpolitik enorm beschränken.
    19 12 Melden
  • swisskiss 09.07.2018 11:00
    Highlight Alexandria Ocasio-Cortez gewinnt einen Bezirk, in dem 49% der Bewohner hispanischer Herkunft sind. Und diesen Sieg soll man nun auf Alabama, Ohio oder Wyoming anwenden können, um irgendwas beweisen zu wollen?

    Da brauchts schon etwas mehr Fleisch am Knochen, um neben der Ablösung der Vertreter des demokratischen Etablishments an Ost- und Westküste durch grassroot Kandidaten, die konservativen "strogholds" im "bible oder rustbelt" zu gefährden.

    Schön das progressive Kräfte wirken. Nur reicht das nicht, um die Politik Trumps und seiner Geldgeber einzuschränken.

    128 13 Melden
    • roger.schmid 09.07.2018 12:19
      Highlight @swisskiss: die etablierten Demokraten um den Clinton-Flügel haben insgesamt 1000 Sitze verloren und gegen einen orangenen Clown die Präsidentschaft. Sehr gut also, wenn die neuen Kräfte, Justice Democrats und so weiter die "corporate democrats" verdrängen. Die Ideen der progressiven sind durchaus mehrheitsfähig, dass zeigen die Umfragen. Sanders ist ausserdem der mit Abstand beliebteste Politiker der USA.
      44 7 Melden
  • Sophon 09.07.2018 10:56
    Highlight Bitte liebe Amis macht die zur nächsten Präsidentin!
    38 52 Melden
    • Betty Burke 09.07.2018 11:36
      Highlight Erstmal abwarten was sie leistet oder?
      36 7 Melden
    • Läggerli 09.07.2018 11:40
      Highlight Frühestens übernächste, mindestalter für das Amt ist 35.
      32 0 Melden
    • bokl 09.07.2018 11:51
      Highlight @Sophon
      Ist nicht möglich. Für den Einzug ins Weisse Haus gilt Mindestalter 35. Sie muss sich also noch mindestens zwei Amtsperioden gedulden. Ist auch gut so. In der Zeit kann sie sich im Kongress beweisen.
      34 0 Melden
    • Max Dick 09.07.2018 13:03
      Highlight Ein Höchstalter 70 hätte sich aktuell als nützlicher erwiesen
      42 7 Melden
  • Luca Brasi 09.07.2018 10:34
    Highlight Ich weiss nicht, ob sie schon eine "Geheimwaffe gegen Trump" ist, aber es ist auf jeden Fall schön zu sehen, dass eine junge intelligente Frau aus der Bronx es mit den altbackenen Parteigranden aufnimmt, die schlicht und ergreifend versagt haben. Es sollten sich alle junge Damen ein Vorbild an dieser Frau nehmen, auch in der Schweiz. Es ist möglich verkrustete Strukturen aufzubrechen.
    138 9 Melden
    • saja 09.07.2018 13:50
      Highlight Here's to that!
      4 1 Melden
  • teha drey 09.07.2018 10:31
    Highlight Es gehört diesem Autor Marc Pitzke ein Ritterschlag für einen solchen Beitrag. Hier steckt Recherche und Leidenschaft dahinter. Kommt das von ihm - dann ist er ein richtig guter Handwerker. Ist das abgekupfert, ist er zumindest ein guter Vermittler...
    15 34 Melden
  • Scaros_2 09.07.2018 10:27
    Highlight Mal schauen. Wenn es der Elite der Demokraten ned passt wird sie von der eigenen Partei zerstört und am schluss jammern die Demokraten wieder. Mal schauen. Auch kann man nur hoffen das sie keinen Skandal im keller hat. Das ist in den USA bekanntlich der Todesstoss.
    19 11 Melden
    • Läggerli 09.07.2018 11:40
      Highlight Es fängt schon an, das Bronx Girl war dort nur bis 5 Jahren wohnhaft - bis ihre Familie ins angenehmere Yorktown zog. Mal davon abgesehen: Mit ihren Forderungen mag sie bei den hart linken Dems Stimmen holen können, obs aber abseits der Küstenstädte reicht ist eine andere Frage.
      20 4 Melden
    • wasps 09.07.2018 11:53
      Highlight Todesstoss? Kaum, sonst wäre die Oberskandalnudel nicht zum Präsident gewählt worden.
      18 7 Melden
  • Hexentanz 09.07.2018 09:49
    Highlight Sie war auch bei stephen colbert letze Woche (oder vorletzte).. aufgestellte Frau! Wäre cool wenn sie's weit bringt.
    31 7 Melden
  • wasps 09.07.2018 09:49
    Highlight Viel Glück! Politiker jenseits der 70iger sind ein Ärgernis. Unabhängig von der Pareizugehörigkeit. Irgendwann muss man auch loslassen können.
    113 13 Melden
    • Luca Brasi 09.07.2018 12:33
      Highlight Alte Leute sind doch ok. Die Generation der Babyboomer geht gerade in Pension und machen einen grossen Teil der Bevölkerung aus. Zudem sind viele auch fitter als Gleichaltrige noch vor etwa 40 Jahren. Man sollte Erfahrung nicht unterschätzen. Die Alten wissen wie der Hase läuft. Wie man die Anliegen am besten durchbringt, Koalitionen schmiedet, etc. Der Wähler hat einfach eine Verantwortung. Er sollte merken, wenn ein Politiker ausgebrannt ist oder voller Tatendrang. Letztere findet man auch bei Ü70. Wieso diese ausschliessen?
      24 4 Melden
    • walsi 09.07.2018 14:21
      Highlight Leute über 70 haben den Vorteil, dass sie unabhängier sind. Sie müssen keine Kariere mehr machen und sind finanziell unabhängig. Daher können sie Politik nach ihrem Gewisseen betreiben.
      10 6 Melden
    • wasps 09.07.2018 15:37
      Highlight Sorry Leute! Nancy Pelosi ist 78 Jahre alt, Bernie Sanders ein Jahr jünger. Sie mögen einen grossen Erfahrungsschatz mitbringen. Aber rein biologisch betrachtet ist es unmöglich, in dem Alter einen Job wie jenen des US-Präsidenten zu meistern. 16-Stunden Tage, komplexe Dossiers, ständig auf Reisen in verschiedenen Zeitzonen.
      Ps. Präsidentenkanditaten müssen mindestens 35 Jahre alt sein... Warum keine Obergrenze?
      6 2 Melden
    • SJ_California 09.07.2018 16:46
      Highlight Trump reist von Golfresort zu Golfresort und das mit 24/7 Assistenten, Gepäckträgern, Chauffeuren und Ärzten. Immer in luxuriösen Privatjets und Limousinen. So streng ist das also nun auch wieder nicht!
      6 1 Melden
    • wasps 09.07.2018 17:18
      Highlight @California: Trump dient wohl kaum als gutes Beispiel. Golfspielen ist nikaum Teil seines Jobs, sondern Beschäftigungstherapie eines steinreichen Rentners! Die Zeit sollte er eigentlich für das Studium komplexer Dossiers nutzen, sollte man meinen.
      6 1 Melden
    • Musikuss 09.07.2018 17:38
      Highlight Und was ist mit Mahatma Ghandi oder Nelson Mandela? Es kommt nicht auf das Alter an, sondern auf den Charakter. Trump hat keinen und wurde von Leuten gewählt, die ebenfalls keinen Charakter haben.
      6 0 Melden

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