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epa05879622 White House Press Secretary Sean Spicer responds to a question from the news media during the daily press briefing in the Brady Press Briefing Room at the White House in Washington, DC, USA, 30 March 2017.  EPA/SHAWN THEW

Bild: SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Trump-Sprecher Spicer beleidigt preisgekrönte Journalisten – deren Reaktion hat es in sich



Der Pressesprecher von Donald Trump, Sean Spicer, kritisiert erneut die Journalisten. Sein Opfer dieses Mal: ProPublica. Ausgerechnet ProPublica, die seit Jahren für ihre ernsthaften Recherchen bekannt sind und dafür schon mehrfach ausgezeichnet wurden.

ProPublica

Ein 2007 in New York gegründeter, durch Stiftungen finanzierter US-amerikanischer Non-Profit-Newsdesk für investigativen Journalismus. Erklärtes Ziel der mit 32 festangestellten Journalisten und mehr als 2200 Freiwilligen grössten derartigen Organisation ist die Förderung des aus wirtschaftlichen Gründen vernachlässigten investigativen Journalismus in den USA. Die Stiftung publiziert seit Juni 2008. (Wikipedia)

Stein des Anstosses: Die investigativen Journalisten haben jüngst publik gemacht, dass vor kurzem die Modalitäten in der Treuhand-Konstruktion des US-Präsidenten geändert wurden. Trump kann damit weiterhin auf Kapital und Profite seiner früheren Unternehmen indirekt zugreifen. 

Dies gefiel dem Sprachrohr des Präsidenten überhaupt nicht:

«Just because a left-wing blog makes the point of something changing doesn’t mean it actually happened.»

Sean Spicer

«Nur weil ein linker Blog schreibt, dass etwas geändert wurde, muss es nicht passiert sein» sagte er am Montag in seiner täglichen Pressekonferenz.

Die Bezeichnung «left-wing» passt den Journalisten überhaupt nicht. ProPublica antwortete darum mit zwölf Tweets auf den Vorwurf:

«@seanspicer nannte uns gerade ‹linker Blog›. Da wir aber im Fakten-Geschäft sind, dachten wir, nennen wir einige ...»

«@seanspicer versuchte, unseren Artikel zu diskreditieren, in dem wir schrieben, dass Trumps Fonds-Dokument revidiert wurde, damit er jederzeit Zugriff auf sein Geld aus seinem Geschäft hat.»

«@seanspicer sagte, er sei sich ‹nicht bewusst über Änderungen des Fonds›. Und dann sagte er Folgendes: ‹Nur weil ein linker Blog schreibt, dass etwas geändert wurde, muss es nicht passiert sein.›»

«Das Trump-Fonds-Dokument wurde am 10. Februar revidiert und unterschrieben. Hier ist es: http://bit.ly/2o1S44u».

«Wir betreiben Keine-Überraschungen-Journalismus. Wir sagten der Trump Organization und dem Weissen Haus, dass wir es wissen, und gaben ihnen Zeit, sich zu erklären. Sie taten es nicht.»

«Was wir machen, ist Menschen in Machtpositionen zur Rechenschaft zu ziehen, egal wer sie sind oder was sie uns nennen. Wir machen es mit Fakten wie ...»

«Der Fakt ist, dass Tom Price eine Pharmakonzern-Aktie kaufte, und das am gleichen Tag, als er eine Richtlinie unterstützte, die der Firma helfen würde.»

«Der Fakt, dass Trump klammheimlich Beamte quer durch die Regierung eingestellt hat, die seine Augen und Ohren sein sollten.»

«Der Fakt, dass Jared Kushner sich tatsächlich nicht von seinem Geschäftsimperium distanziert.»

«Oder der Fakt, dass fünf top Trump-Funktionäre Falschaussagen vor dem Kongress gemacht haben.»

«Und ja, unser Job war immer und wird es immer sein, *alle* zur Rechenschaft zu ziehen, die an der Macht sind.»

«Also schrieben wir über den Fakt, dass Obama den grossen Banken nachgab und seine Versprechungen, Hauseigentümern zu helfen, nicht erfüllte.»

«Wir schrieben über frühere Obama-Funktionäre, die Abgeordnete beeinflussten, um eine Fusion durchzusetzen, die das Fliegen verschlechtern würde.»

«Und wir schrieben darüber, dass Obama seine Versprechungen, Begnadigungen zu gewähren, nicht erreichte.»

«Gibt es noch andere Fakten, die du gerne wüsstest?»

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    Alle Leser-Kommentare
  • TodosSomosSecondos 06.04.2017 05:58
    Highlight Highlight Schon Scheisser ist glaubs nicht grad der hellste und dann sind noch alle anderen Kinder immer gemein zu ihm... voll fies im Fall
    13 0 Melden
  • pamayer 05.04.2017 13:07
    Highlight Highlight Hoppla Schorsch! Die geben richtig knackig zurück.

    Danke!
    151 11 Melden
  • Ranfield 05.04.2017 12:56
    Highlight Highlight Darum, macht es wie die Politiker! Verkauft Drogen, wascht Geld, macht illegale Dinge. Den die Politik macht das genau so. So wie es uns vorgelebt wird müssen wir doch leben?! ;) Politik ist einzig Lug und Betrug, mehr nicht. Scheinheiliger Bullshit!
    46 75 Melden
  • meerblau 05.04.2017 12:23
    Highlight Highlight Badumm tss.
    51 8 Melden
  • Slavoj Žižek 05.04.2017 12:15
    Highlight Highlight Oh, schlimm. Der Präsident darf weiterhin Geld von seinem Konto abheben. Wirklich schlimm.
    21 402 Melden
    • rittiner gomez 05.04.2017 12:32
      Highlight Highlight "Trump kann damit weiterhin auf Kapital und Profite seiner früheren Unternehmen indirekt zugreifen. "
      137 7 Melden
    • Maranothar 05.04.2017 12:37
      Highlight Highlight Nicht von seinem Konto, vom Konto seiner früheren Firma, aus deren Angelegenheit ( und das schliesst Geld mit ein) er sich eigentlich raushalten sollte.
      163 6 Melden
    • phreko 05.04.2017 12:39
      Highlight Highlight Und dann fragen sie sich wieder, warum man sich über sie lustig macht. Bei den Interessenkonflikten, bei der Bereicherung von Politikern, drücken sie immer gerne beide Augen zu.
      124 5 Melden
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«Trump wird die Macht teilen müssen – und dann sterben»

Eine politische Analyse der etwas anderen Art: Martin Zoller kann anhand der Analyse der Aura eines Menschen seine Zukunft sehen. So hat er die Wahl von Donald Trump richtig vorausgesagt. Jetzt allerdings scheint sich das Blatt zu wenden: Die Demokraten werden gemäss Zoller die Midterms gewinnen – und Trump wird noch vor Ablauf seiner ersten Amtszeit sterben.

Sie haben die Wahl von Donald Trump vorausgesagt. Wie ist Ihnen das gelungen? Schon 2014 wusste ich, dass Hillary Clinton keine Chance haben wird. Ich sah im Sommer dieses Jahres einen Mann als kommenden Präsidenten. Als Trump von den Republikanern zum Präsidentschaftskandidat erkoren wurde, war mir klar, dass er auch gewählt werden wird. Ich habe das damals schon in verschiedenen TV-Interviews ausgeführt.

Wie kommen Sie zu solchen Aussagen? Machen Sie politische Analysen und verbinden diese …

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