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Republican presidential candidate Donald Trump gives a thumbs up after a foreign policy speech at the Mayflower Hotel in Washington, Wednesday, April 27, 2016. Trump's highly anticipated foreign policy speech Wednesday will test whether the Republican presidential front-runner, known for his raucous rallies and eyebrow-raising statements, can present a more presidential persona as he works to unite the GOP establishment behind him. (AP Photo/Evan Vucci)

Donald Trump spielte in Washington DC schon mal Präsident.
Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Trumps Rede zur Aussenpolitik: So! Oder so! Oder anders!

Wie sähe die Welt mit einem US-Präsidenten Donald Trump aus? Der Republikaner will bei einem Auftritt in der Hauptstadt seine Aussenpolitik skizzieren. Es ist nicht ganz leicht, ihm zu folgen.

28.04.16, 02:02 28.04.16, 06:34

Veit Medick, Washington



Ein Artikel von

Washington DC, kurz nach halb eins, das Mayflower-Hotel in Downtown: Donald Trump betritt die Bühne des Ballsaals. Hinter ihm ein stehen vier US-Flaggen, vor ihm ein Rednerpult und zwei Teleprompter. Das Publikum wurde von seinen Leuten ausgewählt, die grossen Fernsehsender übertragen. Der Milliardär spielt schon mal Präsident.

Trump hat sich für seinen Auftritt einen guten Zeitpunkt herausgesucht. Gerade erst hat er in fünf Vorwahlstaaten seine Rivalen gedemütigt, nun, unter dem immer weiter wachsenden Interesse an ihm, will der 69-Jährige etwas machen, worin er wenig Übung hat: Er hält eine Grundsatzrede – zur Aussenpolitik. Trump schaltet er auf seriös.

Oder?

Man kann nicht wirklich sagen, dass das, was in den rund 40 Minuten folgt, ein kohärenter Plan wäre, wie Amerikas Rolle in der Welt unter einem Präsident Donald Trump aussähe. Das ist eigentlich schade. Der Milliardär steht kurz vor der Präsidentschaftskandidatur und man wüsste wirklich gerne, wie genau er sich das vorstellt mit der Aussenpolitik. Ob er eine Chance auf Frieden in Nahost sieht. Wie er zum transatlantischen Verhältnis steht. Was sein Plan ist, um den Bürgerkrieg in Syrien zu beenden. Solche Dinge. Aber es ist fast unmöglich, Details herauszuhören oder wenigstens so etwas wie einen roten Faden zu finden, der seine Rede durchzieht.

Fast unmöglich, wie gesagt.

Obama kommt durchgängig schlecht weg in der Rede Trumps. Aus Sicht des Republikaners war die Aussenpolitik des Präsidenten schlecht. Sehr schlecht. Historisch schlecht. Er hat alles falsch gemacht. Zu früh aus dem Irak abgezogen. Zu spät über die Folgen der Libyen-Intervention nachgedacht. Mit den Iranern gekuschelt. Israel vernachlässigt. «Die Aussenpolitik Obamas ist ein komplettes Desaster», sagt Trump. Es gibt ein paar Klatscher.

epa05270198 A handout photograph released by the official Saudi Press Agency (SPA) shows US President Barack Obama (L) and Saudi King Salman bin Abdulaziz Al Saud (R) during a Gulf Cooperation Council (GCC) leaders group photo, in Riyadh, Saudi Arabia, 21 April 2016. Obama is attending the GCC summit where leaders will address different ongoing conflicts in the Middle East and counterterrorism, while he will try to reassure Gulf countries regarding their neighbor Iran.  EPA/SAUDI PRESS AGENCY / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Barack Obama: Hat gemäss Trump so ziemlich alles falsch gemacht.
Bild: EPA/SAUDI PRESS AGENCY

Amerika zuerst – auch das ist ein Motiv, das an einigen Stellen der Rede wiederkehrt. Trump ist das sehr wichtig, seine ganze Kampagne ist darauf aufgebaut, das Land wieder «grossartig» zu machen und in der Aussenpolitik, so sagt er, werde er sämtliche Ansätze unter den Vorbehalt stellen, ob sie den USA nützten oder nicht. «Ich werde der grösste Verteidiger Amerikas sein», sagt Trump. Hauptsache, wir zeigen Stärke, dann wird schon alles. Das ist Trumps nationalistisches Kalkül.

Widerspruch reiht sich an Widerspruch

Der Rest der Rede ist sehr, sehr fahrig. Trump wirft Obama vor, alte Verbündete verprellt zu haben und droht dann damit, die NATO-Partner der USA zu einem stärkeren finanziellen Engagement zu zwingen. Er sagt, er wolle «raus aus dem Business», anderen Staaten die Demokratie beizubringen, um ein paar Sätze später zu betonen, wie wichtig es sei, in der Welt «für die Erfolge der westlichen Zivilisation» zu werben. Er meint, Amerika müsse wieder «unberechenbarer» werden, aber verspricht den Freunden der USA, künftig wieder ein verlässlicher Partner zu sein.

Trumps Lager ist ob der Rede entzückt.

Trump will das Verhältnis zu den Chinesen verbessern, aber auch einen Handelskrieg mit ihnen anfangen. Er ist gegen Interventionismus, und wirft Obama vor, dabei zuzuschauen, wie der sogenannte «Islamische Staat» Christen abschlachte. Er beklagt, die USA hätten «jahrzehntelang in das Militär investiert, um Europa und Asien zu verteidigen» und spricht wenig später von der Notwendigkeit, «das Militär neu aufbauen» zu wollen.

Überhaupt ist das mit dem Militär bei Donald Trump so eine Sache. Er sagt: «Wenn Amerika kämpft, dann darf es das nur tun, wenn es auch siegt.» Das ist an und für sich kein ganz uninteressanter Ansatz. Er ähnelt jenem von Ex-Aussenminister Colin Powell. Krieg ist das letzte Mittel – aber wenn wir uns einmischen, dann richtig. So in etwa war dessen Doktrin.

Trumps Rede zur Aussenpolitik in voller Länge. YouTube/PBS NewsHour

Das Problem ist: Trump sagt zwar, wie sehr er sich für «Frieden und Wohlstand» einsetzen würde und beschwert sich über «zu viele Waffen auf der Welt.» Aber in vielen Punkten spricht er so militaristisch, dass man Schwierigkeiten hat zu glauben, er würde Amerikas Truppen ausnahmslos sinnvoll einsetzen, geschweige denn das eigene Arsenal reduzieren. Neue Schiffe, neue Bomber, neue Nuklearwaffen. Das ist Trumps Plan zur Abschreckung. «Unsere militärische Dominanz», sagt der Kandidat, «darf künftig von niemanden in Frage gestellt werden.»

Zu Europa sagt Trump übrigens nicht viel. Aber wir sind dann vielleicht nächstes Mal dran. Es soll, so ist zu hören, nicht die letzte aussenpolitische Rede des Kandidaten gewesen sein. Dann gibt es sicher auch konkretere Pläne.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Baba 28.04.2016 19:27
    Highlight Er kann sich ja Sarah Palin als Secretary of State ins Boot holen - die hat ja so grosse Erfahrungen mit Russland... (und mittlerweile vielleicht auch erfahren, dass Nordkorea nicht zu den Verbündeten der USA gehören).

    Nightmare on 160Penn... 😨
    0 0 Melden
  • Luca Brasi 28.04.2016 09:31
    Highlight Na, man muss aber auch fair sein: Welcher der verbliebenen Kandidaten hat überhaupt eine kohärente Außenpolitik? US-Amerikaner sind meist sowieso nicht daran interessiert. Interessant wäre zu wissen, wer den Job des Außenministers erhält.
    1 1 Melden
  • themachine 28.04.2016 09:11
    Highlight Ob Trump oder Clinton, beide werden uns ein kleines Stückchen mehr hin zum dritten Weltkrieg führen.
    4 1 Melden
  • Alex23 28.04.2016 07:57
    Highlight Trumps Erfolg basiert darauf, dass er so "ist" wie seine Wähler: widersprüchlich, inkonsequent, marktschreierisch, uninformiert.
    Wenn ich mir so die letzten Reden des gebildeten und distinguierten Obama anschaue, dann denke ich schon: Das war's wohl vorerst.
    4 0 Melden
  • SVARTGARD 28.04.2016 07:16
    Highlight Das war nichts.
    6 1 Melden
  • ramonke 28.04.2016 02:43
    Highlight danke für den link zum video das man sich selbst eine meinung machen kann! und ja es ist mir klar ich kann auch selber googeln, aber einen solchen artikel ohne link zu trumps rede halte ich einfach für sehr schwach. die quellenangaben sind für jeden artikel einfach das wichtigste denn so kann jeder der will überprüfen ob das auch stimmt was da geschrieben steht
    19 5 Melden
    • ramonke 28.04.2016 09:02
      Highlight vielen dank hab ich schon gesehen :) es geht mir hier nur darum das watson seine quellen vermerkt. und auch wenn sie nur einen artikel vom spiegel kopieren
      3 1 Melden

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